Selbstdiagnose

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    • und wenn unsere Seele immer gut erkennen würde, was mit ihr los ist, bräuchte es keine Therapien, die sich ans Unbewusste adressieren.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Man kann aber nicht alles mögliche in einen Topf werfen und dann behaupten, weil es bei einem nicht funktioniert, geht es beim anderen auch nicht.

      Davon abgesehen kommt es ja auch immer auf das eigene "Talent" an, sich selbst wahrzunehmen.
    • Pummelchen wrote:

      Man kann aber nicht alles mögliche in einen Topf werfen und dann behaupten, weil es bei einem nicht funktioniert, geht es beim anderen auch nicht.

      Davon abgesehen kommt es ja auch immer auf das eigene "Talent" an, sich selbst wahrzunehmen.
      weil es bei einem nicht funktioniert, geht es beim anderen eventuel auch doch nicht.

      Talent ist laut dem für mich absolut stimmigen Duden Ausgabe 1933 : hohe Begabung, und ich hatte nur die Möglichkeit meiner Selbstwahrnehmung #Epilpsie #Probleme mit Gesichtserkennung , auf der anderen Seite halt blindes Vertrauen in die ev aspergerische Menschenkenntniss meines Vaters, bzw arbeite ich daran :)
    • Pummelchen wrote:

      ifi wrote:

      @Pummelchen
      kannst Du Vollzitate bitte einkürzen, sie behindern den Lesefluss beträchtlich (ist auch Teil der Forenregeln (Regel 4.4.).
      Hier werden Seitenlang Beiträge ohne Bezug zum Thema gepostet, gestritten was das Zeug hält und du weißt mich auf die Forenregeln hin?
      Ich sage nur: :m(:
      Das war ein ganz sachlicher Hinweis, den hab ich auch schon mal gegeben (nicht dir gegenüber). Wenn man eine Weile im Forum ist, stößt man immer wieder auf diesen Hinweis bzw. diese Forenregel und man erkennt doch eigentlich auch hier und da, wie nützlich diese Regel ist. Denn immer wieder mal kommt es vor, dass User ellenlange Beiträge zitieren, teilweise mehrere hintereinander, und dazu schreiben sie selbst dann vielleicht einen einzigen Satz. Da scrollt man sich halb tot zum Ende des Zitats, nur um dann einen einzigen, vielleicht noch nichtssagenden, Satz vorzufinden (das bezieht sich nicht auf dich, ist allgemein gemeint).
    • Kennt denn jemand wissenschaftliche Artikel, die Kritik am aktuellen System der Diagnostik hinsichtlich F-Diagnosen übt bzw. das irgendwie wissenschaftlich hinterfragt?

      Ich finde es irgendwie nicht optimal, wenn man Diagnosen nur nach den Symptomen vergibt und die Ursachen zumindest im momentanen Klassifikationssystem grundsätzlich außen vor lässt (Autismus ist da eine der wenigen Ausnahmen, bei der die Ursache ja ausschlaggebend für die Vergabe der Diagnose ist). Auch diese unterschiedliche Handhabe irritiert mich: Wieso wird ein Großteil der F-Diagnosen nach Symptomen vergeben, einzelne aber wiederum nach der Ätiologie? :roll:

      Ich würde gerne darüber diskutieren, ob eine Art Diagnosesystem sinnvoller wäre, in dem man auch die Ätiologie mit einbezieht bzw. welche Art von Diagnosesystem grundsätzlich besser geeignet sein könnte. Ich habe dazu aber noch zu wenig Hintergrundwissen. Deshalb suche ich nach Artikeln und Büchern, die sich mit diesen Fragen beschäftigen. Kennt sich damit jemand aus? Ich hatte es schonmal in einem anderen Thread gefragt, aber da wurde ich nicht verstanden, sondern man dachte, ich suche nach konkreten Therapiemethoden für mich. Das meine ich aber nicht.
    • Die Diagnostik wird in Leitlinien beschrieben und immer wieder angepasst. Das DRG System benötigt aber einen Code für die Abrechnung im Krankenhaus genauso wie der Hausarzt auch ambulant. Und das wird eben durch eine Diagnose gemacht. Irgendwo muss der Mensch mit seinen Problemen also reingepackt werden, egal ob die Schublade passt oder nicht. So einfach, so blöd.
    • Hyperakusis wrote:

      Psychiater hatten im Volksmund häufig einen schlechten Ruf, die Psychiatrie selbst hatte einen schlechten Ruf. Und früher war es, wenn jemand wirklich zum Psychiater musste, dann gingen Menschen auf Distanz, denn diese Person musste (umgangssprachlich) nicht ganz bei Trost sein oder ganz schön ein Dachschaden haben.
      Genau so bin ich aufgewachsen, bzw. erzogen worden. Wenn bekannt wurde, daß jemand zum Psychater ging, dann hieß es gleich: "Der / die stellt sich nur an. Soll sich mal etwas zusammenreißen und mehr anstrengen. Dem / der geht es einfach zu gut. Hat wohl Langeweile und nicht genügend zu tun..." usw. Auch das mit dem Distanzieren wurde so gemacht. Und wenn einem das seit seiner Kindheit immer so vorgelebt, bzw. "eingetrichtert" wird, dann glaubt man das natürlich selber. Als mir vor einigen Jahren eine Arbeitskollegin sagte, daß sie wegen Depressionen in Behandlung ist, habe ich auch gedacht: "Man, was stellt die sich denn so an...?" :m(:

      "Dank" meiner Erziehung habe ich bisher auch nie so was wie "Therapien" o.Ä. in Anspruch genommen. Ich bin auch nie auf die Idee gekommen, daß meine Probleme im Leben möglicherweise durch eine "Krankheit" / angeborene "Störung" (AS) o. Ä. verursacht sein könnten. Auch was ich hier oft lese: "Ich habe mich schon mein ganzes Leben wie ein Alien gefühlt..." oder: "Ich dachte wirklich, ich wurde adoptiert..." usw. kam bei mir im Denken nie vor. Ich habe immer nur gedacht, daß ich dumm bin. Zu dumm für Smalltalk, zu Dumm um Freundschaften aufzubauen usw.

      Dann kam der "Tag X", an dem ich durch Zufall den AQ-Test gemacht habe. Mit entsprechendem Score. Erst seit dem befasse ich mich mit diesem ganzen "Psycho-Kram". Und bin "schockiert", was es da so alles gibt. Da in meiner Familie diese Themen "nicht existieren" habe ich auch niemanden über meinen Eigenverdacht informiert. Das wird auch so bleiben. Ich versuche die Diagnose ohne Elternbeteiligung zu durchlaufen. Würden die befragt werden, dann wäre alleine schon durch die Nichtakzeptanz psychischer Probleme die Aussagen meiner Eltern "eingefärbt".

      Sollte ich eine positiv Diagnose bekommen, weiß ich noch nicht, ob ich sie in der Familie bekannt mache. Es würde niemand verstehen... Der einzige Grund, weshalb man mich für "verrückt" erklären würde wäre der, daß ich überhaupt auf die Idee gekommen bin das abklären zu lassen. :m(:

      Wenn ich mir Gespräche meiner Kollegen anhöre, dann ist diese Meinung, daß dieser ganze "Psycho-Kram" nur Einbildung ist, sehr weit verbreitet.

      Solche Themen müssten eigentlich schon in der Schule verstärkt behandelt werden, um überhaupt ein Bewusstein für solche Dinge herzustellen. Ich kann mich nicht erinnern, daß solche Themen im Unterricht durchgenommen wurden.

      The post was edited 1 time, last by H. M. Murdock ().

    • H. M. Murdock wrote:

      Hyperakusis wrote:

      Psychiater hatten im Volksmund häufig einen schlechten Ruf, die Psychiatrie selbst hatte einen schlechten Ruf. Und früher war es, wenn jemand wirklich zum Psychiater musste, dann gingen Menschen auf Distanz, denn diese Person musste (umgangssprachlich) nicht ganz bei Trost sein oder ganz schön ein Dachschaden haben.
      Genau so bin ich aufgewachsen, bzw. erzogen worden. Wenn bekannt wurde, daß jemand zum Psychater ging, dann hieß es gleich: "Der / die stellt sich nur an. Soll sich mal etwas zusammenreißen und mehr anstrengen. Dem / der geht es einfach zu gut. Hat wohl Langeweile und nicht genügend zu tun..." usw. Auch das mit dem Distanzieren wurde so gemacht. Und wenn einem das seit seiner Kindheit immer so vorgelebt, bzw. "eingetrichtert" wird, dann glaubt man das natürlich selber. Als mir vor einigen Jahren eine Arbeitskollegin sagte, daß sie wegen Depressionen in Behandlung ist, habe ich auch gedacht: "Man, was stellt die sich denn so an...?" :m(:
      [...]

      Sollte ich eine positiv Diagnose bekommen, weiß ich noch nicht, ob ich sie in der Familie bekannt mache. Es würde niemand verstehen... Der einzige Grund, weshalb man mich für "verrückt" erklären würde wäre der, daß ich überhaupt auf die Idee gekommen bin das abklären zu lassen. :m(:

      [...]

      Solche Themen müssten eigentlich schon in der Schule verstärkt behandelt werden, um überhaupt ein Bewusstein für solche Dinge herzustellen. Ich kann mich nicht erinnern, daß solche Themen im Unterricht durchgenommen wurden.
      Das kenne ich aus meiner Familie auch so. Da wurde aber auch eigentlich alles als "Schwäche" abgetan, was nur im Entferntesten mit (negativen) Gefühlen zu tun hatte. Psychische Erkrankungen sind in deren Augen da nur die Spitze des Eisbergs und eine absolute Katastrophe. Es muss wohl so schlimm sein, dass sie sich regelrecht davon bedroht fühlen. Aber wundert mich nicht: Wenn man seine eigenen Gefühle wegdrücken muss (die Sprüche "hart wie kruppstahl", "ein Indianer kennt keinen Schmerz" etc. waren ja gang und gäbe früher und bei emotionaler Verletzung und Schmerzen und Missbraucht etc. musste weiterfunktioniert werden bzw. man entschied sich dazu weil damals wohl nichts anderes in Frage kam und man ansonsten geächtet war) dann sind Menschen, bei denen alles wegbricht und die nichts mehr unter Deckel halten können, wohl eine Bedrohung für das eigene Leben, denn dann müsste man sich vielleicht damit auseinandersetzen, dass man selbst auch Gefühle hat und Schwächen etc. So erlebe ich das bei meinen Eltern. Es ist meiner Meinung nach ein sehr infantiler Abwehrmechanismus. Ich muss zugeben, dass ich bis zu einem gewissen Grad auch so gedacht habe und selbst früher schonmal psychische Erkrankungen als 'Schwäche' angesehen habe. :oops: :m(: Na ja, wenn man es so eingetrichtert bekommt und nichts anderes vorgelegt bekommt. Aber ich finde es richtig schlimm.

      Ich bin auch der Meinung, dass unbedingt in Schulen über das Thema psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsentwickulng etc. gesprochen werden müsste. Aber meiner Meinung nach sind 95% der Lehrinhalte eh für die Tonne und ich erwarte nicht mehr, dass man irgendwann nochmal etwas Sinnvolles in dieser Institution beigebracht bekommt.
    • Vielleicht sollte man auch bedneken, dass die somatsche Medizin eine jahrtausdende lange Geschichte hat, in der sie sich weiter entwickeln konnte, mit all den Irrtümern, die es gab und die sich auch lange hartnäckig gehaleb haben.

      Psychiatrie steht da noch ganz am Anfang, Pychosomatik wird von manchen immer noch als "sich einbilden" bezeichnet.

      Auch ist de somatische Medizin heute ausdifferenziert, von Zahnmediziner*innen wird niemand erwarten, eine Nierenfunktionsstörug zu erkennen. Nierenexpert*innen erkennen dann nicht, dass ein Belastungsbruch am Fuß vorligt usw.

      In der Psychiatrie wird aber von Psychiater*iinnen erwartet, alles zu erkennen, über das, womit sie sich auskennen, hinaus.

      Den Entsicklungsstand der Psychiatrie ließe sich vllt mit der Medizin zu Galens Zeiten vergleichen, wobei Galen wiederum damals näher an der Psychosomatik war als viele heutige Mediziner*innen.

      Bevor jemand Psychiater*in werden kann, durchläuft er*sie die übliche Ausbildung in Allgemeinmedizin. Also mit Sicht und Anspruchauf Heilung, insbesondere durch Medikamente und OPs". Darauf wird dann was draugesetzt.
      Ob das dann als Fachrichtung "Neurologie und Psychiatrie", "Psychaitrie und Psychosomatik" oder was auch immer es noch so an Zusatzqualifikationen gibt, die DAZU erworben wird, wie "Psychotherapie" ist unterschedlich.
      Nicht jede*r Psychiater*in ist ausgebildet für Psychotherapie.

      Auch bedeutet "DR." nicht, dass jemand besonders qualifiziert ist zu behandeln. Es weist nur nach dass jemand eine wissenschaftlichen Kriteren standhaltende Facharbeit zu einem Thema geschrieben hat, das rgendwas mit Medizin zu tun hat und für die er*sie eine*n Doktorvater*mutter gefunden hat.
      Da kann dann auch das Thema sein "Entwicklung von Gehirnoperationen von der Steinzeit bis ins Ägypten der Pharaonen".

      Insofern gilt es, genau hinzusehen, was für eine Ausbildung jemand hat, wozu er*sie gearbeitet hat. So manche*r Mediiziner*in ohne Doktorgrad hat mehr Wissen und praktische Erfahrung als jemand mit tollen Titeln, die sich am Schreibtisch erarbeitet wurden.

      Arzt*Ärztin/Psychiater*in/Doktortitel sagt darüber erst mal gar nichts aus. Aber erwartet wird "dass die das alles wissen und können müssen".

      Das kann ja nur zu Frust führen.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
    • FrankMatz wrote:

      Den oft ganz ungebrochenen Glauben in die Richtigkeit psychiatrischer Diagnosen hier im Forum kann ich nicht ungeteilt nachvollziehen.
      Ich glaube, diesen ganz ungebrochenen Glauben gibt es gar nicht. Aber es gibt ja Abstufungen zwischen "ich glaube alles, was ein Arzt sagt" und "ich diagnostiziere mir mal eben eine tiefgreifende Entwicklungsstörung selbst, und wer braucht schon Ärzte".

      H. M. Murdock wrote:

      "Dank" meiner Erziehung habe ich bisher auch nie so was wie "Therapien" o.Ä. in Anspruch genommen. Ich bin auch nie auf die Idee gekommen, daß meine Probleme im Leben möglicherweise durch eine "Krankheit" / angeborene "Störung" (AS) o. Ä. verursacht sein könnten. Auch was ich hier oft lese: "Ich habe mich schon mein ganzes Leben wie ein Alien gefühlt..." oder: "Ich dachte wirklich, ich wurde adoptiert..." usw. kam bei mir im Denken nie vor. Ich habe immer nur gedacht, daß ich dumm bin. Zu dumm für Smalltalk, zu Dumm um Freundschaften aufzubauen usw.
      So war das bei mir auch, ganz genau so. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, da gab es immer Tratsch, wenn jemand irgendwie mal in die Psychiatrie musste, der wurde dann auch ganz schief beäugt und hatte keinen Status mehr. Da hieß es nur "das ist xy, der tickt nicht mehr richtig". Selbst meine Mutter macht das so, obwohl sie durch zwei Tatsachen sogar ein bisschen offener als der Rest der Dorfbevölkerung ist (die eine Tatsache, dass ihre Mutter sich umgebracht hat und die andere, dass sie selbst zeitweise depressiv ist und auch Medikamente nimmt). Auf mein Outing mit AS folgte aber trotzdem nur Verdrängung und maximal höfliches Schweigen, auch bei meinen Geschwistern.

      Mir hat es geholfen, als eine Kollegin mir erzählte, dass sie eine Therapie macht wegen Depressionen. Da habe ich erstmals angefangen, auch daran zu denken, mir mal Hilfe zu holen. Da war ich aber schon über 30.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Lefty wrote:

      Neoni wrote:

      Ja. Ich empfand das zb hier so (hatte neulich jmd gepostet in nem ganz anderen Thread).Da geht es um Stimming. Das scheint aber so verstanden zu werden, dass (eigentlich recht normale) Erwachsene wieder bewusst Dinge tun, die Kinder tun, und Entspannung / Achtsamkeit, sich selbst fühlen, zur Ruhe kommen...
      Das ist aber etwas Gutes, finde ich. Wenn man herausfindet, was einem hilft, sich zu beruhigen (beispielsweise), dann sollte man das auch anwenden (sofern man damit niemandem schadet, niemanden belästigt, versteht sich, wobei sich das nicht immer vermeiden lässt) - ist doch besser, man gewöhnt sich ein Stimmig (wieder) an, wenn man dadurch verhindern kann, mental oder emotional zusammen zu brechen oder wenn es bei der Konzentration hilft etc. pp. Hätte man bessere Strategien, hätte man die ja längst etabliert und müsste das Stimming nicht neu einführen.
      Worauf ich hinauswollte waren zwei Punkte

      1) Die meisten dieser Dinge machen alle Kinder, hat also nichts mit Autismus zu tun. Jeder ist in seiner Kindheit gelaufen, gehüpft, am Spielplatz gespielt (Schaukel), hat sich Bilderbücher angesehen, gemalt usw... somit kann also jeder Mensch seinen 'Autismus" entdecken, wenn das Zeichen für Autismus wären. Und mit dem Älterwerden verliert sich meist der ungehemmte Bewegungsdrang (normale Hirnreifung / Entwicklung)... da wird dann gesagt, man habe den 'Autismus' kompensiert... und entdeckt diesen nun wieder, und benimmt sich wieder ungehemmt wie ein Kind.
      2) Entspannen ist wichtig: bloß wieso wollen sie sich auf einmal wieder entspannen wie KInder, und nicht (wie zuvor) entspannen wie Erwachsene?

      Wie es bei AS und ADHS ist weiß ich ehrlich gesagt nicht so. Ich dachte bisher, da kämen eher weniger Stereotypien vor. Aber es scheinen sogar sehr viele vorzukommen. Aber diese Menschen meinte ich ja nicht.
      Bei frühkindlichem Autismus liest man, dass sich die Symptome mit dem Älterwerden leicht verringern (egal auf welcher Funktionsstufe), und sie meist ruhiger werden (so wie gesunde Menschen ja auch).

      Ich habe stereotype Bewegungen teilweise umgeleitet (zb langsames abwechselndes Anspannen der Wadenmuskeln, sieht keiner unter der Hose), oder sie wurden "normaler" (Knibbeln an der Haut statt Haare abkauen ect), oder Ersatz gefunden (Hände beschäftigen). Und insgesamt ließen diese Dinge auch nach im Vergleich zur Kindheit.

      Es erscheint mir ziemlich "künstlich" sich dann plötzlich als Erwachsener als "gestandener" Mensch (mit Job und eigenen Kindern), wieder wie ein Kind zu benehmen.
      Ich hoffe das kommt rüber wie ich das alles meine. Es ist ziemlich komplex. Es betrifft nicht wirklich behinderte Menschen, sondern welche, die eigentlich wie "normale Alltagsmenschen" sind.



      Hyperakusis wrote:

      Allerdings kollidiert diese Sichtweise, wenn ich mir diverse Wikipedia-Artikel betrachte, wo andere Diagnosen wiederum bis zum kodierten Autismus führen können. Merkwürdigerweise wird auf Wikipedia berichtet, dass die nonverbale Lernstörung (im alten Forum für manch User eine alternative Beschreibung des Asperger-Syndroms!) mit F84.X kodiert werden kann (also wohlwissend, dass es eigentlich nicht zum Spektrum gehört.
      Forscher (ich glaube ua Rourke) haben das Asperger-Syndrom in den 90ern als nonverbale Lernstörung definiert.
      Es ist also nicht so: 'Das AS ist wie eine nonverbale Lernstörung'
      sondern: 'Das AS ist eine der Nonverbalen Lernstörungen'
      books.google.de/books?hl=de&lr…arning%20disorder&f=false
    • Pummelchen wrote:

      Hier werden Seitenlang Beiträge ohne Bezug zum Thema gepostet, gestritten was das Zeug hält und du weißt mich auf die Forenregeln hin?
      Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

      Lefty wrote:

      Das war ein ganz sachlicher Hinweis, den hab ich auch schon mal gegeben (nicht dir gegenüber). Wenn man eine Weile im Forum ist, stößt man immer wieder auf diesen Hinweis bzw. diese Forenregel und man erkennt doch eigentlich auch hier und da, wie nützlich diese Regel ist.
      Gerade erst gesehen.
      Ja, es war ein sachlicher Hinweis auf eine aus meiner Sicht sinnvolle Regel, die das Lesen im Forum erleichtert, Stichwort optische Reizminderung u.a. .
      Most great people have attained their greatest success just one step beyond their greatest failure.

      Napoleon Hill

      The post was edited 1 time, last by ifi ().

    • @Neoni Wahrscheinlich hab ich irgendwo den Zusammenhang nicht mitbekommen.

      Ich dachte bei Stimming an z.B. summen oder Körper "schaukeln". Ich kann nur für mich sprechen, ich bin kaum in der Lage, mich passiv zu entspannen. Und wenn ich dann einer Situation ausgesetzt bin, wo von außen Stress auf mich einwirkt, dann hatte ich da bisher keine Möglichkeit, ruhig zu bleiben. Ich würde also nicht meine Erwachsenen-Entspannungs-Technik gegen eine abgelegte Technik eintauschen, weil ich gar keine erwachsene Technik habe.

      Z.B. auf Arbeit in Besprechungen war ich immer sehr stark körperlich angespannt, weil ich mich zusammen gerissen habe. Jetzt erlaube ich es mir, zwischendurch mit dem Fuß zu wippen (was ja andere auch machen, sodass ich mich frage, warum ich es mir überhaupt untersagt habe) und manchmal mach ich auch meine Finger auf und zu, weil mich das sehr entspannt. Vorher hatte ich nichts.

      Das nur als Beispiel.