Musik im Hirn und Sturm im Kopf - ist das die Hauptnahrung meiner Behinderungen?

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    • 1974 wrote:


      • Zitat: Es wird angenommen, dass insbesondere der zinguläre Kortex bei der Fehlerkontrolle und bei der Auswahl konkurrierender Antwortalternativen aktiviert wird.

      Danke für die Zitate.

      Weiß jemand, was hier mit "Fehlerkontrolle" gemeint ist bzw. hat eine Idee dazu?
    • Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

      Ich für mich, habe (auch dank Eurer Rückmeldungen) herausgefunden: die Musik in meinem Kopf ist Teil meines Stimmings.

      Es ist eines der "heimlichen" Stimmings, die mir niemand ansieht. Die sichtbaren Stimmings tun mir zwar wohl, aber ich erlaube sie mir einfach viel weniger, so wie ich das langsam realisiere... meine Fassade bricht zusammen :oops: :oops: :oops:
      LG, der 1974er

      PS. die meisten Fettnäpfchen sind unsichtbar; bitte gib mir Bescheid, wenn ich eins getroffen habe :roll:
    • Hi, auch wenn du für dich deine Antwort schon gefunden hast, hab ich zu den Themen, die hier diskutiert wurden noch ein paar Artikel gefunden, falls andere noch Fragen offen haben. Mir geht es mit einigem ähnlich.

      https://link.springer.com/article/10.1007/s00060-019-5928-5 wrote:

      "Auditive Phänomene ohne adäquaten Sinnesreiz können sich z.B. als Rauschen in den Ohren oder im Kopf bzw. als drohende Ohnmacht äußern. Diese kurzfristige Fehlfunktion sei mit dem „Sternchensehen“ im visuellen System vergleichbar, veranschaulichte die Referentin."

      https://link.springer.com/article/10.1007/s00060-019-5928-5 wrote:

      "Darüber hinaus existieren auch auditive Phänomene mit Sinnesreiz, bei der die Höreindrücke haften bleiben, so z.B. Palinakusis („Ohrwurm“), Synästhesie (Vermengung der Sinne, z.B. Töne farbig sehen), eidetische Phänomene (detailgetreue Hörerinnerung) sowie Pareidolien (z.B. Worte im Rauschen wahrnehmen). Zudem können (Pseudo)-Halluzinationen ohne akustischen Sinnesreiz auftreten, dabei wird der irrationale Charakter der Sinnesempfindung vom Betroffenen nach dem Motto „das kann doch nicht wahr sein“ erkannt. Marek nannte als Beispiele die auditive Aura (z.B. bei Migräne, Epilepsie oder hirnorganischen Veränderungen), das Musical-Ear-Syndrom (bei dem der Betroffene ständig Musik hört) sowie das akustische Charles-Bonett-Syndrom.Eine weitere Form sei die akustische Halluzination, die als „leibhaftig und echt“ erlebt werde, wie z.B. infolge von Überhitzung, Sauerstoffmangel, Hunger, Isolation, Drogenkonsum, hypnagogenen Zuständen (Trance, Rhythmizität) oder Psychosen."
      Teilweise hatte ich es z. B. während der Arbeit im Büro, wenn es ganz still war, dass meine Ohrwürmer so laut wirkten, dass es sich halbwegs so anfühlte, als wäre es im Raum für alle hörbar, wäre ich nicht vom Gegenteil überzeugt gewesen. Für mich war da schon noch irgendwie ein Unterschied spürbar, den kann ich nur schwer beschreiben. Überhitzt und in Trance bin ich häufig.

      https://link.springer.com/article/10.1007/s00060-019-5928-5 wrote:

      "Sowohl bei Vorliegen eines Tinnitus als auch bei Psychosen können ungerichtete Geräusche ohne erkennbare Inhalte, sog. Akoasmen (als Pfeiffen, Klopfen, Brummen) wahrgenommen werden."

      https://www.fr.de/ratgeber/gesundheit/verschwinden-ohrwuermer-wieder-11235401.html wrote:

      "Sensible Personen und Musiker sind besonders anfällig" (...) "Ohrwurm basiert auf Gedächtnisleistung" (...) "Entscheidend ist emotionaler Bezug zur Meldodie" (...) "Assoziation ruft Melodie wieder hervor".
      Da steht am Ende zwar auch was von Abgrenzung zu akustischen Halluzinationen. Aber manch andere Seiten schreiben, dass Ohrwürmer ein Teil von akustischen Halluzinationen sind. Als beispielsweise schizophren gilt im Grunde nur, wenn man davon unerschütterlich überzeugt ist, dass die Geräusche real im Raum existieren. Oder das Musikalische Ohr Syndrom gibt es noch. Neurodegenerative Erkrankungen usw.

      en.wikipedia.org/wiki/Musical_hallucinations
    • Hallo Four :)

      Danke für Deinen Beitrag. Isoliert, in Bezug rein nur auf die "Musik in meinem Kopf", bin ich heute ziemlich überzeugt, dass das bei mir reines Stimming ist. Ich kann es auch bis zu einem gewissen Grad beeinflussen.

      ABER:
      Ich habe nicht gesagt, dass das die einzigen "auditiven Phänomene" in meinem Gehirn sind. Das sind sehr interessante Phänomene, die Du da beschreibst/zitierst, und es gibt wohl noch mehr.
      Manches davon trifft auch auf mich zu.

      Habe, zumindest meinem Empfinden nach, einen dauerhaften Tinnitus. Der ist glaube ich gar nie wirklich weg, nur mal lauter oder leiser.

      Dann ist da noch meine Synästhesie, die da auch mitspielt (offenbar seltene audio-visuelle Form).

      Und da steht noch Weiteres, das ich auch kenne. All das zusammen müsste eigentlich eine ziemlich explosive Mischung ergeben - kein Wunder, haben wir eine "andere" Wahrnehmung. ;)

      Immerhin scheine ich gemäss Deiner genannten Definition nicht schizophren zu sein. :lol:
      LG, der 1974er

      PS. die meisten Fettnäpfchen sind unsichtbar; bitte gib mir Bescheid, wenn ich eins getroffen habe :roll:
    • Bei mir läuft auch ständig Musik im Kopf und Gefühle sind damit verbunden (meist unbenennbar und sehr angenehm dazu).
      Manchmal schalte ich diese auch zum Stimming ein, oder habe echte Musik, wegen der positiven tiefgehenden Gefühle auch schon als Traumaanker genutzt.
      So wie ich unter Misophonie leide so liebe ich schöne Musik