Daten bei der Krankenkasse löschen lassen

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    • Daten bei der Krankenkasse löschen lassen

      Kann ich erwirken, dass die Kasse Daten löschen muss? Ich meine ja, nach dem neuen Gesetz vom 5/18.
      Wielange muss die Kasse Daten aufbewahren nach Gesetz, gibts da Fristen?
      Was haltet ihr vom "Frisieren" eurer Krankenakte in Bezug auf die elektronische Karte, also die Kontrolle, wer, was über euch erfährt?
      Habt ihr schonmal Datenlöschung bei der Kasse veranlasst und könnt berichten wie es lief?

      Ich würde vor 2010 alles löschen lassen. Die Ärzte bewahren die Unterlagen ja noch weiter auf. Aber die Kasse teilt eben nicht mehr "jedem" mit wie meine Krankengeschichte war. Ist die Frage was die Nachteile wären. Ggf. lasse ich gezielt unschöne Einträge löschen.
      When nothing goes right ... go left.
    • Was ist das Problem ehrlich zu sein?
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Warum unterstellst du mir nicht noch, ich würde stinken, so wie du es bei Fruchtigbunt gemacht hast. Wenn du nichts konstruktives zu dem Thema beitragen kannst, dann schreib nicht. Ich habe keine Lust darauf mich rechtfertigen zu müssen.
      When nothing goes right ... go left.
    • Es ist eine ganz normale Frage.
      Ich hätte nämlich kein Problem ehrlich mit meiner Krankengeschichte umzugehen. Sie zu frisieren, also gezielt "unschöne" Einträge löschen, käme mir gar nicht in den Sinn. Und ja, das ist für mich lügen.

      Ich frage mich halt was Du davon hast. Was das soll. Wie Du überhaupt auf eine solche haarsträubende Idee kommst.
      Was ist also das Problem dabei?
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Teddy1 wrote:

      Ggf. lasse ich gezielt unschöne Einträge löschen.
      Halte ich für unrealistisch . Ich glaube kaum, dass die sich - soweit überhaupt rechtlich möglich - darauf einlassen, mit erheblichem Aufwand (da muss sich ja einer an die Kiste setzen und die Akte gezielt putzen - das kostet Geld) eine Akte so zu verändern, dass nur das dem Versicherten Genehme darin steht. Komplett löschen, wo die gesetzlichen Fristen abgelaufen sind - sicher kein Thema (da ist sogar die Frage, ob sie das nicht aus wirtschaftlichen Gründen sowieso machen), selektiv - ziemlich sicher nicht. Ganz abgesehen davon - was ist ein "unschöner Eintrag"? Da hat dann jeder Versicherte so seine eigene Vorstellung.

      Teddy1 wrote:

      Aber die Kasse teilt eben nicht mehr "jedem" mit wie meine Krankengeschichte war.
      "jedem" teilt sie es sowieso nicht mit. Das Problem ist nicht die Auskunftsfreudigkeit der Kasse, sondern eher das Risiko, dass sie gehackt wird (was natürlich bezüglich Deines Wunsches, die Akte zu putzen, keinen Unterschied macht).
      Mach Dich doch schlau, wie die gesetzliche Regelung ist, das müsste sich relativ einfach finden lassen per guhgeln (Gesetze stehen alle im Internet, das eigentliche Problem ist, rauszukriegen welches Gesetz eine bestimmte Frage regelt - und da sollte Google helfen können).
    • Was genau möchtest Du denn löschen lassen?
      Krankendaten sind mMn keine persönlichen Daten (Foto, Telefonnummer etc.) - die braucht die Kasse ja zum Arbeiten.
      Bei den Kassen hätte ich da auch keine Angst, die haben IT-Abteilungen. Bei den Ärzten schon eher, die haben manchmal nur Sprechstundenhilfen, die die IT nebenbei machen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Krankendaten sind sehr personenbezogene Daten und als Gesundheitsdaten stärker geschützt als z.B. die Telefonnummer.
      Bei dem, was Krankenkassen / Krankenhäuser an IT haben, ist die Angst durchaus berechtigt (ich kenne da einiges an IT...)
      Wird schon si hoc legere scis nimium erutitionis habes
    • Was genau möchtest Du denn löschen lassen?
      Wie gesagt, alte Sachen, die nicht mehr relevant sind. Diagnosen von vor 15 Jahren. Wobei ich schon sowas las, wie die Kasse bewahrt Daten nur 10 Jahre lang auf. Ich werd es erst die Tage schaffen da nachzulesen.

      Daten bei Ärzten löschen zu lassen ist auch eine Überlegung wert.
      When nothing goes right ... go left.
    • Mit "jedem" meinte ich, dass jeder Berechtigte dann "alles" lesen kann. Das verstößt gegen bestehendes Recht, nach dem man entscheiden kann, wem welche Information zu kommt. Ich möchte nicht, dass mein Zahnarzt die Berichte meines Psychologen nachlesen kann. Ein unschöner Eintrag könnte sein: Du hast nur ein "Ei". Das wissen dann alle Ärzte und die Hacker. Wenn das eine "Ei" nicht weiter behandelt werden muss, braucht das auch nicht in der Akte vermerkt sein. Mir gehts in dem Thread aber nicht um den Gesetzesverstoß der digitalen Karte, sondern um das Löschen der Daten.
      When nothing goes right ... go left.
    • Teddy1 wrote:

      Ich möchte nicht, dass mein Zahnarzt die Berichte meines Psychologen nachlesen kann.
      o.k., verstanden. Das ist natürlich legitim und sinnvoll. Zumal vermutlich nicht nur der Zahnarzt selbst, sondern auch seine Sprechstundenhilfe dann reinschauen kann, und da ist dann schnell der Punkt erreicht, wo es fahrlässig wäre, sich auf Diskretion zu verlassen.

      Edit: Fielmir gerade noch ein: evtl. wäre es eine Abkürzung der Recherche, @aphylla per PN zu kontaktieren - der könnte Dir vermutlich ziemlich genau sagen, was wo wie geht, schließlich ist er niedergelassener Arzt.

      The post was edited 1 time, last by HCS ().

    • Teddy1 wrote:

      Ist die Frage was die Nachteile wären. Ggf. lasse ich gezielt unschöne Einträge löschen.
      Ich glaube das geht garnicht, sonst würden das ja alle machen, denn Vorteile hat man durch einige Tatsachen durch krankheiten wohl eher weniger, zumindest nicht wenn es um Kosten geht oder um die eigene Karriere. Da könnte ja jeder kommen LOL

      Ich fände es auch toll wenn ich aus meiner Akte den ganzen Kram verschwinden lassen könnte woraus hervor geht das ich mal weiblich war aber das geht ja auch nicht.

      Ginome wrote:

      Sie zu frisieren, also gezielt "unschöne" Einträge löschen, käme mir gar nicht in den Sinn. Und ja, das ist für mich lügen.
      Ja so sehe ich das auch, es ist lügen und frisieren, und idR machen Leute sowas ganz bewusst um irgend einen eigenen Vorteil davon zu haben.

      Außerdem denke ich, wenn das so einfach gehen würde, würden viele Leute das tun, einfach nur weil Gesund sein bei uns doch sehr hoch angesehen ist und Ansehen für die Meisten einfach das wichtigste ist.


      HCS wrote:

      Mach Dich doch schlau, wie die gesetzliche Regelung ist, das müsste sich relativ einfach finden lassen per guhgeln (Gesetze stehen alle im Internet, das eigentliche Problem ist, rauszukriegen welches Gesetz eine bestimmte Frage regelt - und da sollte Google helfen können).
      Hier habe ich eine Seite gefunden wo erklärt wird was wie lange gespeichert werden kann/darf:
      bfdi.bund.de/DE/Datenschutz/Th…wahrungsfristenBeiKK.html
      (edit, Ich seh grad die Seite hat teddy selbst schon gefunden) XD
      Das hängt im großen und ganzen wohl davon ab was genau gespeichert wird und warum, denn bei manchen Dingen wie Befunden, Arztkontakten etc gibt es auch Ausnahmen aber ich verstehe das selber nicht so wirklich, und ich hab ja auch keine Ahnung von dem was teddy da genau löschen lassen will.
      Wenn es für die KV nicht mehr relewannt oder wichtig sein sollte und er durch diese Dinge auch keinen rechtlichen Anspruch auf Hilfen hat, wird es fristgerecht auch gelöscht werden.
      So hab ich es zumindest aus dem Text entnommen.
      Beispiel: Wenn ich eine Krankheit habe die ein Arzt mir bescheinigt, die KV hat diese Daten, und ich würde jetzt die EM-rente beantragen wollen, die man mir mit der Krankheit zugestehen würde, müsste die KV diese Daten an das Rentenamt weiter leiten, diese Daten dürfen nicht gelöscht werden auch wenn ich das möchte.
      Ich könnte mir vorstellen das es ähnlich aussieht, bei Straftaten, wenn eine diagnostizierte Krankheit mich auf eine gewisse Weise einstuft und das vor Gericht berücksichtigt wird, und ich vermute bei chronischen Leiden die vorraussichtlich nicht heilbar sind, erlauben sich die KVs das auch nicht zu löschen.

      Ich habe auch mal (letztes Jahr oder so) eine Dokumentation gesehen wo es um falsche Gutachten ging. Sie sind natürlich auch ggf in der KV-akte vermerkt und das kann sehr ungünstig für die Person sein, denn die KVs sind da sehr SEHR unbeugsam diese Gutachten/Diagnosen selbst bei widerlegen anderer Gutachten, die alten Einträge zu korrigieren.
      Und wenn die das schon nicht machen wollen, werden die erst recht nicht durch nur höfliches Erbitten von Löschung der Diagnose XY etc einem diesen Gefallen tun.

      The post was edited 1 time, last by RegenbogenWusli ().

    • Teddy1 wrote:

      Ich möchte nicht, dass mein Zahnarzt die Berichte meines Psychologen nachlesen kann.
      Die Berichte stehen da ohnehin nicht drin. Die Diagnosen können aber auch für den Zahnarzt wichtig sein.
      Mehr steht auf der Versichertenkarte doch ohnehin nicht drauf. Die Diagnosen, die Medikation und letztes Röntgen / MRT etc.
      Das ist sinnvoll und nützlich! Gerade was Wechselwirkungen, Doppelröntgen etc betrifft wird das sehr helfen!
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • mit den Löschbarkeit bei Kassendaten habe ich mich noch nie befassen müssen. Grundsätzlich rate ich dazu der KK nichts unnötiges zu verraten. Leider gehen Patienten öfter mal zur AOK zu "Beratungsgesprächen" und erzählen da recht freigiebig alles was gefragt wird. Später werden diese Daten dann genutzt um Leistungen zu verweigern ("Nach unseren Informationen lebt im Haushalt eine Person die die Leistung erbringen kann....").
      Ich stimme HCS zu, das wirklich problematische sind die Hacker die dann die Daten z.B. an Lebensversicherer verkaufen oder anderen Schindluder treiben. Ich glaube nicht dass irgendein Server auf Dauer dagegen immun ist.
      Ich hatte meine Kisten bisher nicht am Netz, jetzt sind wir leider gezwungen wegen dem Datenabgleich mit der Kasse in Echtzeit die Geräte am Netz zu haben. Über die Verantwortung bei Datenlecks wird schon lebhaft gestritten.
      Grundsätzlich hat die KK ein Anrecht auf alle Daten die zur Erfüllung ihrer Pflichten notwendig sind, mehr aber auch nicht. Wir Ärzte haben vorformulierte Fragebogen mit Angabe der gesetzlichen Grundlage, darüber hinaus gibts keinerlei Datenweitergabe. Ob bei Kassenwechsel etwas weitergegeben wird weis ich nicht, die neue Kasse hat aber sicher die alten Daten der anderen nicht!
      Die Aufklärung ist verplichtend bezüglich der Daten die Erhoben werden, wer sie weiterhin bekommt und wie der Patient das erfahren kann bzw wo er sich beschweren kann. Das übrigens eigentlich auch bevor man als Notarzt einen schweren Notfall behandelt, macht keiner, will auch kein Patient, will nur die EU.

      Hier die Aufbewahrungsfristen der Arztpraxen: kvhb.de/aufbewahrungsfristen
      Ich vernichte alle AUs nach 1 Jahr (Schredder mit Pixelgröße P4, alles vorgeschrieben...), die Unterlagen über Patienten die ich nicht mehr sehe (Vertreterfälle) nach 10 Jahren aber die der eigenen Patienten nie denn die könnte ich zur weiteren Behandlung nochmal brauchen.

      Aus meiner Sicht würde ich Informationen nie auch nur selektiv löschen weil dadurch die Gefahr von Fehlbehandlungen steigt (früher schlecht reagiert auf Medikament XY ...) aber die Daten der KK nützen da natürlich niemandem was. Über deren Regeln zum Löschen weis ich nichts, da die KK aber Daten verarbeiten müssten sie eigentlich aktiv über die Bedingungen informieren (z.B. in KK-Zeitschriften). Auch muss jede KK einen Datenschutzbeauftragten haben den man fragen kann. Ich würde meine KK einfach fragen und bei unbefriedigender Auskunft beim Landesdatenschutzamt nachhaken.
    • aphylla wrote:

      Ob bei Kassenwechsel etwas weitergegeben wird weis ich nicht, die neue Kasse hat aber sicher die alten Daten der anderen nicht!
      Es wird weitergegeben. Die Hilfsmittel gehen auch in den Besitz der neuen Kasse über.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Meine neuen Ärzte - ich bin umgezogen - haben überhaupt gar keine alten Unterlagen von mir bzw nur das, was ich ihnen kopiert habe.
      Wenn sie eine Information woanders einholen wollen, brauchen sie meine Unterschrift.
      Die KK dürfte alles haben , habe aber noch nie das Problem gehabt , dasssie etwas weitergegeben hätten.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony: