"Was Asperger 2020 wissen müssen" - Eure Meinung

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    • :d :d :d :d :d

      "Mensch. wenn du einfach mal ein bisschen mehr Selbstvetrauen hättest, wenn du einfach mal....."

      ich hab gelacht, angehalten, und gedacht "Mensch, wenn du einfach mal einen Tag damit leben könntest, wenn du einfach mal einen Moment glauben würdest, wenn du dir das einfach mal einen Moment konkret vorstellen würdest, wenn du einfach mal.....

      :d :d :d :d :d

      mein Selbstvertrauen ist heute zumindest groß genug, um lauthals auflachen zu können, wenn jemand dieses "wenn du einfach mal " bringt. Mittlerweile ist das schon fast zum Reflex geworden - der sagt "einfach" - ich lache los. :d

      Hat dem schon jemand geschrieben "...wenn man keine Ahung und/oder Empathie hat, einfach mal die Fresse halten"?
      :d :d

      so, und jetzt kichere ich mich aus, und schaue dann nochmal. :lol:

      Edit: Er ist echt niedlich. Er sagt zwar danach so einiges Richtige, aber dann wieder "hör einfach auf schüchtern zu sein, setz dich einfach mal durch". Sry, dafür gibt es sogar für NTs Seminare, und Persönlichkeitsentwicklung geht eben nicht "einfach mal so".

      Gerade WEIL ich mich damit mein Leben lang beschäftigt habe, und zu vielem Lsungen gefunden habe, und das sogar als Beruf gemacht habe, ist klar, er kapiert "einfach nicht", worumm es geht, wenn eben das alles trotz dem Wissen und der Übung und den gefundenen Lösunge nicht klappt.

      in einem hat er jedoch recht, hoffen auf die Welt draußen nutzt nix. Vllt sollte es mehr autistische Netzwerke geben, in denen sich Autist*innen gegenseitig ganz praktisch unterstützen.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
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    • Diamant wrote:

      filipendula wrote:

      HCS wrote:

      Ich habe den Stuß nach einer Minute abgebrochen.
      Ich habe den Stuss nach dem Satz "Meistens ist es nie der Fall" abgebrochen. Minute 2:20. :d
      Da habt ihr aber lange durchgehalten. :thumbup: Ich habe schon nach 49 Sekunden abgebrochen.

      Nach 23 Sekunden abgebrochen. Wow. Er kennt viele Autisten, aber nicht jeder ist gleich. Zudem.. ähm xD Video hochgeladen im Februar und er nennt es 2020 Video? Das ist reines „clickbait“. Klingt für mich nach so ein „du musst ../ du sollst / mach dies „ . Schlimm. Für mich klingt die Stimme übrigens auch Böse xD
    • Ich hab mir jetzt mehrere Videos von ihm angesehen.

      Das Interessante war, dass er einerseits ganz richtige und wichtige Hinweise gibt, sich auch auch vieles bezieht und erwähnt, was ich im Laufe der Jahre gefunden hatte, das mir weiterhalf, bevor ich von meinem Asperger wusste.
      Was er sich nicht vorstellen kann ist, dass es auch ganz andere Schwächen gibt, Asperger sich bei ganz anderen Dingen auswirken kann, zu denen er keine Schwächen kennt bzw diese sich nicht vorstellen kann.

      Richtig ist ja, dass auch hier so manches Mal ein "gegenseitiges Bestätigen des eigenen Elends" stattfindet und dann darin verharrt wird, sogar Hinweise, dass man vllt da herauskommen könnte, andere Wege gefunden werden könnten, zu Abwehr bis Aggression führt.
      Was mal mit Depression, schlechten Erfahrungen bis Trauma zu tun haben kann, aber eben auch mal einfach nur aufgrund der Aspergerschwächen, was erst herausgefunden werden müsste.
      Wozu natürlich in einer Depression oder getriggert gar keine Bereitschaft dazu da ist.

      Dass es aber hilfreich sein kann, erst mal zu Jammern und festzustellen, "Ich bin damit nicht allein", es hat eine Berechtigung, dass ich mich mies fühle, anderen geht es genauso, bevor der Blick frei wird im "Nicht mehr allein" für "Wie sind andere damit umgegangen, wäre da was, das ich mal versuchen könnte, vielleicht...", sieht er nicht - bzw dort nicht, wo er die Schwächen nicht nachvollziehen kann.

      Und hier kommen dann die internalisierten NT-Botschaften des "mach doch einfach, stell dich nicht so an, reiß dich zusammen, überwinde dich", ohne exakt sagen zu können, wie denn an dieser Stelle, in welchen kleinen Schritten der Annäherung. Dort wo er etwas kann, hat er keinen Blick für die Notwendigkeit eines - wie es so schön heißt - niederschwelligen und extrem kleinschrittigen Vorgehens, um jederzeit die Grenzen zu erkennen, und hier erst mal das bisher Erreichte zu stabilisieren, bevor der nächste Schritt gegangen werden kann. Eine Vorgehensweise, die eben zu ANDEREN Dingen und Aufgaben angewendet werden muss, als sich das die meisten und im speziellen er überhaupt vorstellen können.

      Insofern ist das Video echt interessant, es zeigt mir auf, wie wenig allgemein Asperger verstanden wird. So, dass selbst das, was als Hilfe gedacht ist, völlig nach hinten losgeht/RW.

      Mir geht jetzt auch so richtg auf, es sind nicht die Schwächen, die das Hauptproblem sind. Was mich emotional fertig gemacht hat und manchmal macht, beruht darauf, dass WENN sie wirken UND ich Unterstützung bräuchte, andere das nicht verstehen, das nicht glauben, weil sie sich das nicht vorstellen können, und daraus dann dieses "du willst ja nur nicht" wird.

      Das wiederum ist ein Muster, welches ich schon kennengelernt hatte. In den Opfergruppen von direkter und emotionaler Gewalt Betroffener. Oft konnte sich auch hier von Außenstehenden nicht vorgestellt werden, dass überhaupt etwas geschehen war, dass ein Täter so agieren kann, dass ihnen das geschehen ist - und wenn, dann wurde die Dimension der Auswirkung auf die Seele ignoriert als unwesentlich betrachtet und es kam auch "das musst du überwinden, du musst das hinter dir lassen, du musst verzeihen, du musst - du willst ja nur nicht".

      In einem der threads zu Asperger in der Gesellschaft mit @Eurich Wolkengrob machte ich mal den Scherz "Asperger in einer nicht-glaubenden, nicht-verstehenden Welt bedeutet Leben in der Dauertraumatisierung und/oder Re-Traumatisierung". Zu Dingen, bei denen andere keine Probleme haben und es sich deshalb nicht vorstellen können.

      Ohne die jahrelange Therapieerfahrung, in der ich lernen konnte, mit Triggern umzugehen, zumindest solange ich mich nicht gerade selbst im Zustand aktueller Hilflosigkeit befinde und aktive Hilfe von anderen bräuchte, hätten mich diese Sätze wütend und traurig gemacht, all die Verzweiflung aus so vielen Situationen, in denen mir Ähnliches bis Gleiches gesagt wurde, hervorgeholt.

      Nur weil ich sicher zu Hause saß, nicht in so einem Zustand war, mir daraus erst gar nichts Hilfreiches erwartete, nicht direkt angesprochen wurde, eine emotionale Distanz hatte, viel wiedererkannte aus anderen Zusammenhängen, in denen solche Sätze genauso blödsinnig sind, und schon gelernt hatte, damit umzugehen, dass prinzipiell die meisten nicht mal verstehen, worum es geht, kam dieses Lachen. Ich konnte das Video thematisch und emotional "einordnen".

      Insofern hat es für mich persönlich zu mir nur die Bedeutung "Eine Gelegenheit, hier was zu erkennen und zu formulieren".
      Allgemein bedeutet es nur "Es wird noch viel Arbeit nötig sein, bis Asperger überhaupt verstanden wird. Was dann auch den Austausch untereinander betrifft bezüglich "Selbst an dieser Stelle nicht betroffen zu sein". Hier sorgt ja das Gegenseitige Unverständnis dafür, dass einige die Schwächen anderer nicht nachvollziehen können, bzw. manche dann anderen Asperger absprechen, weil diese an dem ihnen Bekannten nicht betroffen sind, es überwunden haben, einen guten und hilfreichen Umgang damit gefunden haben.

      Mir kommt das gerade vor wie ein Riesenpuzzle, in dem zwar einige Bereiche schon zusammengesetzt sind, weil etwas erkannt wurde, vor allem von Forschungsseite, aber diese Bereiche noch lange nicht miteinander verbunden sind und der Rahmen noch völlig fehlt, auch, weil Asperger nicht ganzheitlich betrachtet wird, sondern als "Störung/Krankheit". So als wäre dies etwas vom Menschsein getrenntes, Falsches, dass es "abzuschaffen oder wenigstens zu minimieren" gilt.
      Dieses Nicht-Glauben, Nicht-Verstehen sorgt dann dafür, dass das Mensch-Sein im Asperger-Sein negiert bis angegriffen wird - und das haut emotional natürlich voll rein/RW. Und macht immer empfindlicher gegen solche "Stell dich Nicht so an/du bist nicht richtig/du willst ja nur nicht"-Sätze. Bis dahin, dass am eigenen Mensch-Sein selbst gezweifelt wird - das "Alien-Syndrom". Und das schon ganz früh in der Kindheit.

      Die Folgen zugefügter Traumata durch emotionale und direkte Gewalt, die ja auch nachhaltig und eindrücklich das "Mensch-Sein" angreifen, weil jemand nicht respektiert, und negiert, dass der andere ein Mensch ist, menschlich empfindet, leidet, und besonders, wenn dieser Effekt sogar gewollt ist, lassen sich mit geeigneter Theraphie verarbeiten, transformieren. Dann wirken sie sich nicht mehr auf das eigene Leben aus.

      Wie aber damit umgehen, dass man etwas angeboren in sich hat, als Eigenschaft, Schwäche, anderer Wahrnehmung, anderer Verarbeitung von Wahrnehmung und Informationen, anderem und zu anderem Fühlen, dass als Reaktion wenn es sichtbar wird bzw sich auswirkt, schon fast automatisch, und meist gar nicht von den anderen gewollt, diese "Angriffe auf das Mensch-Sein" auslöst? Und das genau in den Momenten, wo es so absolut wichtignotwendig wäre, hier eine Bestätigung des "Wir sind alle Menschen, gleich wichtig und gleich wert" zu erhalten, und zu erleben "Menschen sind sozial und helfen sich gegenseitig, und jetzt ich dir, hier bei dem, wo du es und mit dem, was du als Aspergermensch gerade brauchst"?

      Statt dessen das "überwinde dich, ändere dich, weil sonst bist du kein richtiger sozialer Mensch" - nur damit du dich mehr von dem aussetzen darfst. Weil wir definieren, was "richtig" und "sozial" nach unserer Wahhnehmung und Denkweise bedeutet, dem du dich anzupassen hast, sonst nennen wir dich "behindert, gestört, krank, kein "richtiger" Mensch.

      Na ja, und wenn man versucht, zu beschreiben, dann kommt auch gerne "Das sind Ausrreden".
      Das ist irgendwie alles - euphemistisch ausgedrückt - nicht nett :d

      Ich würde mal sagen, da liegt noch eine Menge Arbeit an. Die zum größten Teil von Aspies geleistet werden muss, die dafür erst mal sich selbst verstehen und das alles "sortieren" müssen, auch bei und in sich, um dann an diese Arbeit dazu zu gehen. Zum Glück gibt es dafür ja schon einige Vorbilder. Und ein paar NAs, die verstehen. Prinzipiell ist es möglich. :)
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    • Oh Mann. Ich habe mir grad mal das ganze Video angetan. Der Kerl verallgemeinert ja ohne Ende. Autisten jammern alle nur rum, Autisten haben alle kein Selbstbewusstsein, Autisten drehen sich alle im Kreis und so weiter und so fort. Dass es Autisten gibt, die nicht rumjammern, die sich nicht im Kreis drehen und denen Foren und SHGs sehr wohl helfen, bzw. geholfen haben, scheint bei ihm noch nicht angekommen zu sein. Von daher nehme ich ihm auch nicht ab, dass er "hunderte bis tausende Autisten" kennt. :m(:
    • Abendstern wrote:

      Oder ist er mittlerweile geheilt?
      Klar doch, er hat beschlossen, das mit der Schüchternheit sein zu lassen und selbstbewusst zu werden, zweimal laut "Tschakka!" gebrüllt - zack, alle Symptome weg!
      So ähnlich funktionert das jedenfalls bei halbseidenen Motivationstrainern.
    • Ich finde das, was er sagt, gut und seine Vortragsweise ist wahrscheinlich ein Stück weit dem Autismus geschuldet - also ich nehme an, er hat sich das abgeguckt und dabei übertrieben (so wie m.E. Greta Thunberg bei ihrer how dare you?-Ansprache - geschauspielert, damit es authentisch rüberkommt, aber dafür fehlt halt das Feingefühl im Ausdruck).

      Wen es nicht anspricht, was er sagt, für den ist's doch okay, dann kann man ausschalten und sagen: betrifft mich nicht. Für andere ist es vielleicht nützlich, das zu hören. Wobei ich denke, wen es betrifft, der muss das eh selbst für sich erkennen.
    • Unabhängig von dem Video: seine Aussagen vom Verhältnis von Autismus bei Männern und Frauen (er geht von 10:1 aus) finde ich zugleich so unprofessionell und so unsolidarisch, dass ich ihn nicht mehr ernst nehmen kann. Sicher gibt es fehldiagnostizierte Frauen. Aber bei Männern kommen Fehldiagnosen ebenso vor. Und die typische "richtige" Diagnose bei Frauen mit unzutreffendem Eigenverdacht scheint mir nicht schizoide PS oder Borderline, sondern HSP. Was eben aktuell keine medizinische Diagnose ist, bei unpassenden Rahmenbedingungen aber auch zu Problemen führen kann. Häufig kommen meinem Eindruck nach Mütter von diagnostizierten Kindern, die selbst hochsensibel sind und in ihren Kindern viel von sich wieder entdecken, darauf. Das ist dann nicht einmal wirklich falsch, nur auch nicht ganz treffend.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Shenya wrote:

      Bei meiner eigenen Therapie mache ich die Erfahrung, dass ich mit Problemen wirklich weiterkomme, weil mir Dinge/Zusammenhänge/Motive erklärt werden, auf die ich selber nicht gekommen wäre, und weil mir Vorschläge gemacht werden, die ich probieren kann.
      ich finde, in meinem eigenen System bin ich manchmal betriebsblind, und ein guter Therapeut bringt den Blick von Außen. . Dann macht mich der Therapeut auf Dinge aufmerksam, die ich nicht so gesehen habe plus neuer Lösungsansätze, die ich nicht bedacht hatte.

      Wenn es schlecht läuft , zieht der Therapeut zunzulässige Schlussfolgerungen aus seinen Beobachtungen , das passiert, wenn er seine erste Arbeitshese nicht verifiziert , also unwissenschaftlich vorgeht.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Ich hab mir noch ein anderes Video von ihm angesehen, wo es um Empathie geht. Was er da so sagt, spricht mich schon an. Er ist wohl selbst Sozialarbeiter, nehme ich an, also hat er einiges gelernt über das zwischenmenschliche Miteinander. Vielleicht kann man von ihm was lernen.

      Dieses Video hab ich mir angesehen (bzw. angehört):
    • Das andere Video gefällt mir schon viel besser, inhaltlich eine völlig andere Qualität, ein sehr professioneller Votrag. :thumbup:

      Ich kenne das, was er erzählt, von mir selbst auch teilweise, also die Tendenz, bei Gesprächen direkt "zur Sache zu kommen" und Dinge wie z.B. Getränke anzubieten völlig außer Acht lasse. :oops:

      Ich erinnere mich an eine Situation im Altenheim, die aber schon einige Jahre her ist. Ich sollte ausnahmsweise mit den Senioren "Bingo" spielen, das sonst eigentlich andere Kollegen übernehmen. Die Kollegen halten zu Beginn immer eine Begrüßungsrede wie z.B. "Ich begrüße Sie zu unserer Bingorunde, es freut mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind..." usw.
      Und was machte ich, als ich ausnahmsweise diese Runde übernehmen musste? Ich kam gar nicht auf die Idee, vorher die Senioren so auf dieses Spiel vorzubereiten, sondern ich hielt sofort eine Karte nach oben und nannte die Zahl, die die Senioren auf ihren Zahlentafeln, die vor ihnen auf den Tischen lagen, finden sollten. :m(:
    • Lefty wrote:

      Ich hab mir noch ein anderes Video von ihm angesehen, wo es um Empathie geht. Was er da so sagt, spricht mich schon an. Er ist wohl selbst Sozialarbeiter, nehme ich an, also hat er einiges gelernt über das zwischenmenschliche Miteinander. Vielleicht kann man von ihm was lernen.

      Dieses Video hab ich mir angesehen (bzw. angehört):

      1. Ich behandele andere Menschen nicht wie Gegenstände. Nicht ohne Grund ist mir ehrenamtliche Arbeit und auch ein persönlicher Kontakt mit anderen wichtig, auch wenn es mir schwerfällt.
      2. Wenn jemand wirklich Hilfe braucht, muss er sich evtl. tatsächlich setzen oder braucht etwas zu trinken. Wichtig ist es aber meiner persönlichen Erfahrung nach nicht sehr viele verschiedene Dinge oft anzubieten, sondern zu fragen, was der andere braucht. Statt "Möchten Sie einen Tee?", sagen, "Was brauchen Sie, um sich wohlzufühlen, wie kann ich Ihnen dabei helfen?"
      3. Eine typische Reaktion gibt es da meiner Meinung nach nicht. Ich würde dem anderen einen Rat geben und ganz genau erklären, was da passiert und die Frage wörtlich nehmen und die Sorgen ernst nehmen. Auch wenn der andere sich evtl. das ganz anders wünscht und gesagt haben will, dass es nicht so schlimm sei.
    • Ich vermute der Mann ist Gruftie und das ist der Grund warum er sich so dunkel inszeniert. Auch scheint er eine gewisse Zielgruppe zu haben/suchen. Ich bin auch Gruftie und dennoch finde ich diese Dunkelheit störend. Auch gehöre ich nicht zu dieser Zielgruppe: wenig Selbstbewusstsein, Borderline-Typ, unsicher, ängstlich etc..
      When nothing goes right ... go left.
    • MangoMambo wrote:

      2. Wenn jemand wirklich Hilfe braucht, muss er sich evtl. tatsächlich setzen oder braucht etwas zu trinken. Wichtig ist es aber meiner persönlichen Erfahrung nach nicht sehr viele verschiedene Dinge oft anzubieten, sondern zu fragen, was der andere braucht. Statt "Möchten Sie einen Tee?", sagen, "Was brauchen Sie, um sich wohlzufühlen, wie kann ich Ihnen dabei helfen?"
      Ich war mal in einem psychischen Ausnahmezustand, der durch eine große Veränderung ausgelöst worden war, in einer Ersten Hilfe einer Psychiatrie (Hausärztin hatte mich da hin geschickt) - die Frau, die da mit mir gesprochen hat, fragte mich nach einer Weile (nicht gleich am Anfang), ob ich einen Kaffee wolle. Ich war völlig verdutzt, wahrscheinlich, weil das sowas Normales, Alltägliches war. Diese Frage hat mich richtig runtergeholt von meinem "Film". Ich war dankbar für die Frage, wegen des Effekts, den sie bei mir hatte.

      Hätte sie mir eine wie von dir vorgeschlagene Frage gestellt, hätte ich darauf keine Antwort gewusst, da bin ich mir sicher.
    • Lefty wrote:

      ob ich einen Kaffee wolle.
      Ich hätte vermutlich abgelehnt, allerdings andere Ideen gehabt, was ich gerne wollen würde aber mich nicht von mir aus getraut damit anzufangen. Wenn ein konkreter Vorschlag kommt kann mich das in einer Stresssituation auch außer Gefecht setzten (RW) bzw. dann setzt mein selektiver Mutismus ein.

      Und genau da ist ein Unterschied. Man muss individuell auf die Leute eingehen und versuchen zu erkennen, mit welcher Art Kommunikation sie klarkommen. Nicht, dass ich das könnte, aber grade viele Fragen stellen am Anfang kann eine große Belastung sein. Das habe ich manchmal gemacht und dann waren die Leute extra fertig, weil sie weder sitzen noch Tee noch Schoki wollte, sondern einfach Hilfe und weinen.

      Meiner Erfahrung nach wollen viele Leute mit "kleinen Problemen" bedauert werden und hören, dass alles gut wird. Das widerspricht dem, was er im Video sagt?
      Ich ecke stattdessen oft damit an tatsächlich darauf einzugehen und die Fragen zu beantworten, die an mich gerichtet werden.

      The post was edited 1 time, last by MangoMambo ().