"Was Asperger 2020 wissen müssen" - Eure Meinung

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Ich kann mich gar nicht groß zu dem Video äußern, hab es nur bis 1:19 geschafft und dann ausgemacht. Positiv für mich ist lediglich das visuelle Set-up, ich mag es, dass ein Großteil des Bildschirms schwarz ist und sich nicht viel bewegt, da kann ich mich eher auf die Worte konzentrieren als bei anderen Youtubern. Von dem kurzen Ausschnitt, den ich gehört habe, halte ich inhaltlich gar nichts, ich finde diese "du kannst wenn du nur willst" Haltung fürchterlich und kenne sie vor allem aus meinem Leben viel zu sehr, als das ich das als Ratschlag annehmen könnte. Und Probleme im Alltag nur auf wenig Selbstbewusstsein zu reduzieren ist in meinen Augen echt einfach nur daneben, für mich wäre es zb. die Anstrengung und die Energie, die ich aufwenden muss, um die soziale Umgebung wahrzunehmen, in ihr zu agieren und nicht ständig anzuecken. Das ist keine Schüchternheit wenn ich dann nicht viel rede und/oder schaffe (oder mehr schaffen könnte, wenn ich nur wollte), das ist schlicht und einfach Erschöpfung und Reizüberflutung (für mich!).

      Wie gesagt, ich kann nur die erste Minute kommentieren, vielleicht sagt er ja später etwas, dem ich eher zustimmen könnte.

      EDIT: Womit ich übrigens in keinster Weise sagen möchte, dass es für andere Leute nicht genau so sein kann, wie er es beschreibt. Für mich persönlich trifft es halt nur nicht zu.

      The post was edited 1 time, last by Cael ().

    • was mich im Zusammenhang zu dem verlinkten Video interessiert, ist eure Meinung zu einer Antwort von ihm auf ein kommentar.
      Dort sagt er das Frauen inzwischen nur so oft diagnostiziert werden, wegen dem Autismus hype. In Wahrheit wären viele diagnostizierte autistinen nicht autistisch sondern z. B. Shizuid.

      Er sagt das Verhältnis von Männern und Frauen würde 10/1 betragen.
    • Ich fand den Videoausschnitt gruselig :d . Auf mich als Frau wirkt das ein bisschen wie in einem Horrorfilmchen. 8o Das Vokabular "könnten schon gemachte Männer sein" , erinnert mich an so einen "Militärkrams". :m(:

      Das war mir viel zu düster und hat von der Art an soetwas wie NLP?
      de.wikipedia.org/wiki/Neuro-Li…ches_Programmieren#Kritik

      Das wirkt für mich wie so ein Sektenguru, aber ohne Spirit. :roll: :d

      Zum Inhalt kann ich vor allem sagen, dass ein Forum viel mehr ist, als sich nur über die Defizite auszutauschen, ein Ort, in dem sich Menschen begegnen, kennenlernen und sich im Reallife auch treffen.

      Ich fand die Art, wie er redet, sehr herablassend und unsympathisch. :thumbdown: Der Typ würde gut als Neoliberaler passen, alles optimieren, sich nur mit Menschen abgeben "die über einem stehen". :m(:

      Da werde ich lieber politisch korrekt. 8-) :d .
      ~Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.~
    • Yeiru wrote:

      Dort sagt er das Frauen inzwischen nur so oft diagnostiziert werden, wegen dem Autismus hype. In Wahrheit wären viele diagnostizierte autistinen nicht autistisch sondern z. B. Shizuid.

      Er sagt das Verhältnis von Männern und Frauen würde 10/1 betragen.
      Kann ich nicht ernst nehmen.

      1. Geht es komplett gegen alle Zahlen, die ich bis jetzt zu diesem Thema gelesen habe (kein Anspruch auf Vollständigkeit ;) ).
      2. Woher weiß er das? Zitiert er eine Quelle? Oder hat er selbst persönlich alle diese Frauen diagnostiziert?
      3. So, wie er rüberkommt, mit seiner herablassenden Art empfinde ich eine solche Aussage wie viele anderer dieser Art, die irgendwie zu denken scheinen, dass AS eine tolle Sache ist, die nur sie selbst erkennen würden und den Kreis der von ihnen erwünschten Leuten mit dieser Diagnose so klein wie möglich halten wollen. Nach dem Motto "mein AS ist das einzig Wahre und alle anderen, die davon abweichen, können gar kein AS haben."
    • Ich habe mir das Video komplett angehört. Von den Aussagen dieser Person halte ich gar nichts. Mir ist allerdings etwas aufgefallen. Diese Aussagen passen sehr gut zu den Beiträgen eines gesperrten Users. Lest euch mal die Beiträge von "Hubi" durch, da werdet ihr garantiert Parallelen erkennen. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob es sich um ein und dieselbe Person handelt, aber unwahrscheinlich ist es meiner Meinung nach nicht.

      Ignoriert bitte meinen ersten Beitrag dieses Threads. Es waren meine Selbstzweifel, die dazu führten, so einen Blödsinn zu posten.
    • Wüstenblume wrote:

      Das war mir viel zu düster und hat von der Art an soetwas wie NLP?

      Das wirkt für mich wie so ein Sektenguru, aber ohne Spirit.
      Das war es, was ich mit "Billige Kopie davon, wie Motivationscoachs in den 90ern auftraten" meinte - damals war NLP ja total hip.

      shunned nolifer wrote:

      Wenn man das geschilderte aber nur als einen Teilaspekt aufnimmt, dann finde ich es schon ziemlich treffend
      Mich stört gar nicht, dass er fehlendes Selbstvertrauen als Teil des Problems ausmacht - das wird bei vielen tatsächlich der Fall sein. Es ist die Art, wie er es rüberbringt - zum einen, dass das bei allen so sei (was Quatsch ist), zum anderen, viel gravierender, dass er es als Vorwurf formuliert, denn die Behauptung, die Leute wollten "nur in ihrem Autismus verharren" ist eine klare Schuldzuweisung und genau das, was sehr viele hier im Forum schon als Reaktion der Umwelt erlebt und beklagt haben: "Streng Dich halt an, dann wirst Du Deine Probleme auch los". Und wenn ich dann noch sowas lese

      Yeiru wrote:

      Er sagt das Verhältnis von Männern und Frauen würde 10/1 betragen.
      dann wird deutlich, dass es bei ihm auch sagen wir mal gewisse Wissenslücken gibt (wenn es nur das ist)

      Wüstenblume wrote:

      Das Vokabular "könnten schon gemachte Männer sein" , erinnert mich an so einen "Militärkrams".
      Ich denke, dass solche Formukierungen gut in die Guru/Trainer-Ecke passen - das sind ja auch immer Alphamännchen.
    • Ich habe mir mal die YouTube-Kommentare zu diesem Video durchgelesen. Zum Einen geht der Videoersteller davon aus, dass massig Frauen eine Fehldiagnose haben und in Wirklichkeit anstelle des Autismus eine schizoide PS vorliegt. Zum Anderen schreibt er, dass die Uniklinik Freiburg die Diagnosekriterien für Autismus zu weich und das MPI Göttingen besonders streng auslegt. Alles sehr gewagte Aussagen, meiner Meinung nach. Grundsätzlich stößt es bei mir übel auf (RW), wenn Menschen die Autismus-Diagnose abgesprochen oder behauptet wird, dass bestimmte Autismus-Ambulanzen leichtfertig Diagnosen vergeben.

      Die Kommentare einiger anderer Personen haben mich auch etwas verärgert. Da wurden mal eben die sogenannten "NT" pauschal als oberflächlich abgestempelt.

      The post was edited 1 time, last by Grübler_1988 ().

    • HCS wrote:

      denn die Behauptung, die Leute wollten "nur in ihrem Autismus verharren" ist eine klare Schuldzuweisung und genau das, was sehr viele hier im Forum schon als Reaktion der Umwelt erlebt und beklagt haben: "Streng Dich halt an, dann wirst Du Deine Probleme auch los". Und wenn ich dann noch sowas lese
      Die Art der Formulierung stört mich nicht. Man sagt Dinge öfters ein wenig anders als man im Endeffekt darüber denkt. Das Ausgesprochene ist immer nur ein Auszug, ein geringer Einblick in die Gedanken. Es ist deshalb häufig kontraproduktiv Worte auf die Goldwaage zu legen. Klar wollen die meisten nicht im Autismus verharren. Es spricht ja für sich, wenn die Leute aktiv versuchen etwas zu ändern. Sei es nun in Form von Therapie, Medikamenten, betreutes Wohnen oder der Anmeldung in einem Forum. Das ist für viele aber die falsche Herangehensweise, weil diese Dinge meistens extrem ineffektiv sind. Ich stimme ihm absolut zu, dass es letztendlich auf einen selbst ankommt. Therapie ist selten hilfreich. In dieser Welt wird leider auch kein edler Retter auftauchen, der einen aus dem Elend befreit. Man ist auf sich allein gestellt, man muss sich selbst retten.

      Ich denke das ist den meisten bewusst. Denn auch das Ersuchen nach Hilfe durch Therapie oder Selbsthilfegruppen ist ein versuch sich selbst zu retten, aber eben durch die als "wirkungsvoll" propagierten mainstream Methoden, die in Realität wenig hilfreich sind, gar so wenig hilfreich, dass es eigentlich eine Unverschämtheit ist, dass sie ein Gehalt erhalten, aber das ist ja bei einigen Tätigkeiten der Fall. Diese Hilfe wird dazu von komplett fremden und außenstehenden Personen angeboten. Sie sind dazu zumeist wenig kompetent und ein wirkliches Interesse an der Person selbst besteht nicht. Das Engagement geht nicht über das für den Job erforderliche heraus und teilweise noch nicht einmal soweit, denn häufig wird deutlich weniger Leistung als eigentlich erforderlich geduldet. Das einzig wirklich effektive ist, die Probleme direkt an der Wurzel anzugehen, auch wenn dass die größte Herausforderung ist.
      Und auch wenn die meisten nicht im Autismus verharren wollen, es ist nicht förderlich es per se als Entschuldigung zu nutzen um Dinge gar nicht erst zu probieren, die man per genauer Selbsteinschätzung nicht von vornherein sicher ausschließen kann.
      Und es gibt genügend Personen die den Autismus zu sehr personifizieren und sich dadurch zu sehr definieren. Das passiert häufig in vielerlei Belange, sobald man sich über etwas bewusst wird und es als ein Teil von sich akzeptiert.
      Egal wie schwer es einem fällt, wenn man daran leidet, dann muss man sich pragmatisch betrachtet nun einmal überwinden. In dieser Abschaum Welt wird Rücksichtnahme, Inklusion oder Fairness nicht gerade groß geschrieben.


      HCS wrote:

      Wüstenblume wrote:

      Das Vokabular "könnten schon gemachte Männer sein" , erinnert mich an so einen "Militärkrams".
      Ich denke, dass solche Formukierungen gut in die Guru/Trainer-Ecke passen - das sind ja auch immer Alphamännchen.
      Ich denke damit meint er Autisten, die z.B. studiert sind und sich im Verhältnis zum Durchschnitt, beruflich oder auch bildungstechnisch innerhalb der oberen 30% bewegen und im Großen und Ganzen dennoch deutlich gehemmter und zweifelnder sind als die Mittel- und Unterschicht. So deute ich die Aussage.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.
    • shunned nolifer wrote:

      Therapie ist selten hilfreich.
      Auch wenn es bei dir womöglich so war, solltest du keinesfalls verallgemeinern.
      Therapie ist halt kein Selbstläufer sondern man muss tatsächlich mitarbeiten und sich mit seinen Problemen einbringen. Wenn man passiv ist, dann kann es halt nicht funktionieren. Also vielleicht hattest du nur noch nicht den richtigen Therapeuten oder du warst noch nicht bereit, dich wirklich einzubringen. Manchmal braucht das auch länger oder mehrere Versuche.
      Alles wird galaktisch gut.

      The post was edited 1 time, last by Shenya ().

    • Mein erster Gedanke war :

      O Gott , ich habe nicht nur die Kernsymptome, ich habe auch kein Selbstbewusstsein - und ich bin erbärmlich . 8o :( :( :(


      HCS wrote:

      um anderen, viel gravierender, dass er es als Vorwurf formuliert, denn die Behauptung, die Leute wollten "nur in ihrem Autismus verharren" ist eine klare Schuldzuweisung
      Nicht verharren - reinfinden.

      ich überlege gerade , ob seine rigide Art selbst autistisch sein könnte , in dem Fall würde ich ihm ja einen Vorwurf deswegen machen. Also ein Autist, der sich in seine Ideen verrannt hat.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:

      The post was edited 3 times, last by Rhianonn ().

    • Grübler_1988 wrote:

      Zum Anderen schreibt er, dass die Uniklinik Freiburg die Diagnosekriterien für Autismus zu weich und das MPI Göttingen besonders streng auslegt.
      Diese Meinung wurde im alten Forum auch von zwei oder drei Leuten vertreten, aber ich glaube das waren sogar selbst Frauen.
      Göttingen ist aber ebenfalls umstritten, weil dort teilweise auch Diagnosen vergeben wurden an Leute, die sie anderswo nicht bekommen haben. Freiburg ist eine vergleichsweise alte und erfahrene Diagnosestelle. Aus Freiburg kommt Fachliteratur und ein Therapiekonzept, von Göttingen ist mir nichts derartiges bekannt.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Auch wenn es bei dir womöglich so war, solltest du keinesfalls verallgemeinern.
      Es ist aber generell selten hilfreich, auch wenn man sich öffnet und mitarbeitet, deshalb verallgemeiner ich es. Es "hilft" nur bei sehr spezifischen Situationen, wovon man einige kaum ernst nehmen kann oder es kaum als ausreichende Hilfe bezeichnen kann. Zum Beispiel gehören dazu Personen, die nicht reflektieren und durch Ratschläge profitieren. Dazu müssen es aber auch vernünftige pragmatische Ratschläge sein und sie müssen umgesetzt werden. Spätestens daran scheitert es bei den meisten. Einige Therapeuten geben auch generell gar keine Ratschläge. Personen denen es "hilft" einfach jemanden zu haben um über ihre Probleme zu sprechen. Das führt im Grunde zu gar nichts, ist nicht pragmatisch und keine zielführende Lösung, außer bei Personen deren Problem allein dadurch gelöst wird, dass sie nun jemanden zum Sprechen haben, was bei kaum jemandem der Fall sein wird. Und dieser jemand, der ihnen nun zuhört tut dies nur gegen Entgelt, da wäre es förderlicher die Zeit in die Suche einer Person zu investieren, die wirklich Anteilnahme zeigt und aufgrund von Interesse zuhört. Personen denen Medikamente helfen, könnten sich diese auch anderweitig besorgen, außerdem sind Medikamente häufig unnötig und auch nicht zielführend oder gar kontraproduktiv. Es aufgrund der Routine als Hilfe zu empfinden ist auch unzulänglich. Auch wenn Personen diese Dinge oder ähnliche Dinge als äußerst hilfreich empfinden, es ist dennoch wenig Hilfreich, denn wer so etwas als wirkliche Hilfe empfindet, sollte zunächst stark an sich selbst arbeiten. Spätestens nach Therapieende ist die Person wieder dort wo sie Angefangen hat. Außerdem rechtfertigen diese Dinge kein 80€~ Stundenlohn. Die einzigen Bereiche, die mir einfallen, die wirklich hilfreich sind, ist die Unterstützung beim Manövrieren durch das System und die Therapie von Personen mit schweren Geisteskrankheiten. Da ist dann wiederum die Frage, ob der Therapeut überhaupt die Kompetenz besitzt, vernünftig mit den geisteskranken Personen umzugehen, was ich bei einigen bezweifel und ob die Unterstützung beim Manövrieren durch das System ein Lob für die Therapie rechtfertigt oder eher ein Kritikpunkt gegenüber dem System und der Gesellschaft. Therapie ist im Grunde eine oberflächliche Form von Esoterik, jedoch gesellschaftlich anerkannt, weil es ein Dogma ist und sich nun jemand anderes mit dem "Problemfall" rumschlägt. Viele Leute, auch nahestehende Personen, sind nur bereit bis zu einem gewissen Grad zu investieren, auch wenn es realistische Lösungswege gibt. In vielen Fällen könnte man genau so gut auch den Patienten bezahlen und das Gehalt 50:50 aufteilen, denn keiner von beiden leistet einen sonderlich wirkungsvolleren Beitrag. Es artet häufig in nichts weiter als eine stockende Unterhaltung aus, mitunter viel Schweigsamkeit oder Monologe. Man sieht schon an folgendem Beispiel, dass das Gesetz und die Therapeuten nicht wirklich interessiert sind zu helfen. Therapeuten sind im Grunde die idealen Personen für die Vermittlung von ähnlichen Leidtragenden und gleichgesinnten zur Knüpfung von Kontakten. Unter all ihren Patienten sind häufig einige die miteinander kompatibel wären und bei denen z.B. ein großer Leidensgrund die soziale Isolation oder das Fehlen von gleichgesinnten sein könnte, die die eigenen Problematik nachempfinden können. Vielen hilft es allein schon hautnah zu wissen, dass sie nicht die einzigen mit diesen Problemen sind. Therapeuten haben in kurzer Zeit so tiefen Einblick, wie sonst kaum jemand, weil es sich so etabliert hat, dass man sich bei der Therapie so öffnet. Dennoch handeln die Therapeuten nicht und drehen nur weiter Däumchen, selbst mit dem Wissen, dass diese Vermittlung mehr helfen würde als 10 Jahre Therapie.
      Es gab schon ein Projekt, vielleicht auch mehrere, bei denen sich mehrere ausgewählte Patienten mit dem Therapeuten getroffen haben, um zusammen etwas zu unternehmen, das hat äußerst positiven Anklang gefunden. Man könnte es ganz simpel etablieren, dass Therapeuten erfragen ob man an einem solchen Zusammentreffen und einer gezielten Vermittlung Interesse hat oder nicht. Bei Gruppentherapien und beim Apartmentwohnen soll angeblich auch auf Kompatibilität geachtet werden, aber deren Auswahl ist eine Schande und Mangelhaft. Zur Therapie geht aber ein deutlich weniger eingeschränktes Klientel und der Therapeut sollte eigentlich in der Lage sein bei weitem mehr Kompatibilität zu erreichen.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.

      The post was edited 4 times, last by shunned nolifer ().

    • MangoMambo wrote:

      Ich bin schon vor längerer Zeit auf dieses Video gestoßen und frage mich: Wie steht ihr zu den Aussagen?
      Ich halte davon rein gar nichts.
      Umgangssprachlich: Bullshit. Trash. VIP-Wanna-Be.

      Ich fand bereits die Spielzeit 00:00 - 00:20 verdächtig, dass geschwätzt wird. Für mich liegt zwischen 100 und 1000 einiges und ich gerade bei der vierstelligen Zahl muss vermutlich manch Autismus-Experte passen. Nee, also ich denke nicht, dass sich in den Worten eine wirkliche Erfahrung widerspiegelt, nicht mal im zweistelligen Bereich. Ich finde, dass vieles sich mit wenigen Gedankenzügen widerlegen lässt oder zumindest erkennen lässt, dass so einiges nicht ganz der Realität und Richtigkeit entspricht. Ich hab das Video nach einiger Zeit gecancelt. Zu kitschig und jenseits von Fakten und Realität. Der katholische Filmdienst würde in so Momenten vermutlich sagen: Wir raten ab.

      Maybe I-man give it a go zu späterer Stunde.
      Auch weil mich interessiert, ob wie so häufig der "klassische Autismus"-Part des Spektrum mal wieder ausgeblendet oder ignoriert wird. Ich denke mir nämlich, wenn man wirklich mal Schwerstfälle von Autismus erlebt hat, dann würde man das eine oder andere nicht äußern. Ansonsten gib ich mir das Ding vielleicht noch als Trash-Video zur Unterhaltung.

      By the way: Bereits zu Zeiten des alten Forums, auch im neuen Forum, hatte ich gerne Dinge dieser Art parodiert. Also dieses "Du"-Ding oder dieses "Wir"-Ding. Also ich denke, dass viele Autisten dann doch eher eine Art "Ich-AGs" sind. Aber so pauschal alle, das ist dann immer "etwas" komisch und ich denke, man muss nur ans Breitbandspektrum "ASS" erinnern, dann sollte doch eigentlich zumindest die Wahrscheinlichkeit drin sein, dass man mit so pauschalen Aussagen die Wahrheit öfters ein wenig verfehlt.

      Whatever. Thx for sharing! :)
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read
    • shunned nolifer wrote:

      Es "hilft" nur bei sehr spezifischen Situationen, wovon man einige kaum ernst nehmen kann oder es kaum als ausreichende Hilfe bezeichnen kann.
      Wie viel eigene Erfahrung mit Therapien hast du?

      Ich wäre noch nicht auf die Idee gekommen, dass eine Therapie dazu da sein könnte, Leute kennenzulernen. Vielleicht würden sich manche Therapeuten darauf einlassen, wenn man es ansprechen würde. Sonst denke ich aber, dass eher SHGs dafür da sind.

      Bei meiner eigenen Therapie mache ich die Erfahrung, dass ich mit Problemen wirklich weiterkomme, weil mir Dinge/Zusammenhänge/Motive erklärt werden, auf die ich selber nicht gekommen wäre, und weil mir Vorschläge gemacht werden, die ich probieren kann. Die Regie für das Ganze bleibt aber immer bei mir, d.h. der Inhalt und der Erfolg ist davon abhängig, was ich selbst einbringe. Am Anfang fand ich das schwierig, weil mir selber nicht klar war, worin die Schwierigkeiten bestehen, folglich konnte ich das auch nicht formulieren. Aber im Lauf der Zeit hat sich das mehr aufgeklärt, und inzwischen habe ich schon eine Menge mehr Durchblick als am Anfang. Einiges bleibt noch zu tun, aber ich bin auch noch mitten drin. Ich bin weder jemand, der nicht reflektiert (und ich glaube, dass gerade so jemand überhaupt nicht von einer Therapie profitieren kann), noch bin ich jemand, der nur jemanden zum reden braucht. Sondern ich möchte Probleme lösen, mich selbst besser verstehen, besser zurechtkommen, um zufriedener zu werden.
      Ziele sind wichtig für eine Therapie. Erst wenn man weiß, was man erreichen will, kann man versuchen, den Weg dahin zu finden.

      Ich hatte vorher nie Hilfe, alles habe ich alleine geschafft. Jetzt bin ich froh über jede Hilfe, die ich bekommen kann. Vieles ist Premiere für mich, überhaupt Unterstützung zu haben.

      shunned nolifer wrote:

      Und auch wenn die meisten nicht im Autismus verharren wollen, es ist nicht förderlich es per se als Entschuldigung zu nutzen um Dinge gar nicht erst zu probieren, die man per genauer Selbsteinschätzung nicht von vornherein sicher ausschließen kann.
      Da würde ich grundsätzlich zustimmen. Es ist aber vielleicht auch eine Frage des Alters. Wenn man keine 20 mehr ist und sich ein Leben lang schon verrenkt hat, um durchzukommen, dann darf man es auch mal ruhiger angehen und Stress reduzieren, d.h. auf manche Dinge verzichten oder seine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen. Wer dagegen noch viel vorhat im Leben, der muss sich eben mehr reinhängen. Trotzdem kann es sein, dass der eine etwas kann, und ein anderer kann es nicht, obwohl er es will.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ja, über das ausgeprägte Wir-Gefühl mancher Autisten (in UTube Videos) wundere ich mich auch.


      Philosophisch-psychologischer Meinungskanal mit den Schwerpunkten Borderline/Narzissmus, Autismus/Asperger-Syndrom, Persönlichkeitsentwicklung und immer und ganz allgemein: Wie man aus einem schlechten Leben ein gutes macht.Der Leitgedanke: Menschen zusammenführen, anstatt sie zu spalten, normalisieren anstatt zu eskalieren, retten anstatt zu vernichten.Wir behandeln auch schwierige Themen.Der Creator hat über 10 Jahre lange Erfahrung in der Arbeit mit Autisten und anderen Menschen.Abonniere uns, wenn du mit dabei sein möchtest. Jeder ist willkommen. ❤️Instagram: weltseele_

      Der Oberarmumfang hat mich überrascht. insretro.com/u/weltseele_
      Für mich ist der Typ zu psycho. Bei dem Blick krieg ich Alpträume.
      When nothing goes right ... go left.

      The post was edited 2 times, last by Teddy1 ().

    • Ein paar Aussagen sind ja nicht völlig falsch,aber im Ganzen finde ich das Video doch eher fragwürdig.Die Behauptung schon "tausende" Autisten kennen gelernt zu haben (und das so gut daß er auch noch genau weiss was sie brauchen) ist schon befremdlich.
      Wie schon von anderen gesagt sieht das auch für mich aus wie klassisches Motivationstrainer-Geschwätz.Vielleicht will sich der Autor mit einer Geschäftsidee (Motivationstraining für Autisten) positionieren.