Zahl der engen sozialen Kontakte

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    • Familie und Freunde habe ich nicht. Meine Arbeitskollegen treffe ich nicht privat. Die einzigen Kontakte, die ich habe, sind die Aspie-Treffen. Ich weiß allerdings nicht, wie ich diese Treffen einordnen soll, als gute Bekannte?
      Ist da wer?

      Bums Bums Corona brauch ich nicht Hopsassa!
    • kim wrote:

      Familie und Freunde habe ich nicht. Meine Arbeitskollegen treffe ich nicht privat. Die einzigen Kontakte, die ich habe, sind die Aspie-Treffen. Ich weiß allerdings nicht, wie ich diese Treffen einordnen soll, als gute Bekannte?
      Welchen Wert du persönlich diesen Treffen beimisst, kannst du nur alleine beurteilen. Aber die o.g. Definition verlangt ja eine gewisse Häufigkeit.
    • MangoMambo wrote:

      regelmäßiger Kontakt (min 1x im Monat),
      Müssen das Treffen sein oder können auch Telefonate/Nachrichten schreiben darunter fallen?

      Ich kann diese Frage gar nicht gut beantworten, aber ich fühle mich oft isoliert (schon seit der ersten Klasse). Meine Eltern sind
      schon unterstützend, aber bei außerfamiliären Personen kann ich meistens die Beziehung nicht einschätzen. Ich weiß nicht, wann
      jemand ein Freund ist oder mich als Freundin betrachtet. Nur bei einer Person kann ich das mit Sicherheit sagen, da es schon Thema zwischen uns war, wir uns relativ lange kennen (zumindest für meine Verhältnisse) und über das Meiste sprechen können (was nicht heißt, dass er mich immer versteht). Ihn könnte ich theoretisch auch nachts anrufen, wobei es auch einige "Konfliktzonen" gibt und er auch ganz schön nerven kann. Generell habe ich aber oft das Gefühl, ziemlich alleine dazustehen.
      Es ist erleichternd zu wissen, dass es auch andere Autisten mit diesen Problemen gibt, da ich bezüglich vieler hochfunktionaler Autisten den Eindruck habe, dass sie diesbezüglich meistens besser integriert sind als ich selbst, nicht-autistische Menschen sowieso, meine Geschwister beneide ich da manchmal - aber nicht im bösen Sinn. Es ist ja gut, dass es ihnen nicht wie mir geht!
    • Fidoline wrote:

      Es ist erleichternd zu wissen, dass es auch andere Autisten mit diesen Problemen gibt, da ich bezüglich vieler hochfunktionaler Autisten den Eindruck habe, dass sie diesbezüglich meistens besser integriert sind als ich selbst, nicht-autistische Menschen sowieso, meine Geschwister beneide ich da manchmal - aber nicht im bösen Sinn. Es ist ja gut, dass es ihnen nicht wie mir geht!
      Genau deshalb habe ich diesen Thread aufgemacht.

      Derzeit bin ich oft regelrecht am Verzweifeln, weil mir gewisse Lebensbereiche im sozialen Sinn überhaupt nicht zugänglich sind und ich immer wieder abgelehnt werde, sogar von anderen Aspies. Und gefühlt was das angeht viele irgendwie viel besser zu funktionieren scheinen und überhaupt kein Verständnis für meine erfolglosen Versuche aufbringen können.
    • MangoMambo wrote:

      Derzeit bin ich oft regelrecht am Verzweifeln, weil mir gewisse Lebensbereiche im sozialen Sinn überhaupt nicht zugänglich sind und ich immer wieder abgelehnt werde, sogar von anderen Aspies. Und gefühlt was das angeht viele irgendwie viel besser zu funktionieren scheinen und überhaupt kein Verständnis für meine erfolglosen Versuche aufbringen können.
      Vielleicht wäre noch eine Umfrage interessant, ob die Personen, die keine oder wenig soziale Kontakte damit unzufrieden sind bzw. ob die Personen mit mehreren sozialen Kontakten damit zufriedener sind?
      Bei mir ist es so, dass ich z. B. aktuell überhaupt keine Versuche unternehme, mehr Kontakte zu haben. Ich habe leider durch meinen Umzug vor einigen Jahren bekanntschaftliche Kontakte verloren, denen ich immer noch nachtrauere und dann ist ein freundschaftlicher Kontakt vor Kurzem im Streit zerbrochen. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, hier an dem Wohnort neue Kontakte aufzubauen. Lieber hätte ich meine "alten" Kontakte zurück. :|
      Momentan wünsche ich mir zwar schon ab und zu mehr soziale Kontakte, aber auf der anderen Seite ist es mir schon zu viel, wenn ich nur zwei Stunden an einem Sportkurs teilnehme. :shake: Von daher funktioniert das irgendwie momentan nicht. Und irgendwie ist mein Leben momentan so aufgewühlt, dass ich überhaupt nicht weiß, wie ich neue Leute kennenlernen sollte. Wenn die mich fragen würden, mit was ich mich momentan so beschäftige, würde ich sowas antworten wie "mich mit meiner Berufsunfähigkeit abfinden". Sowas braucht ja kein Mensch als Thema, vermute ich. Ich mache auch trotz dieser Grübeleien und depressiven Phasen manchmal Unternehmungen, über die man auch reden könnte, aber irgendwie steht mir der Sinn gar nicht danach, mich über so "nette Dinge" zu unterhalten. Mir geht es momentan einfach zu schlecht dafür.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      die keine oder wenig soziale Kontakte damit unzufrieden sind bzw. ob die Personen mit mehreren sozialen Kontakten damit zufriedener sind?
      Meiner Erfahrung nach kann sich das ändern. Vor 2,5 Jahren war ich noch sehr zufrieden damit und seit 1,5 Jahren versuche ich es zu ändern. Seit 0,5 Jahren bin ich nun sehr unzufrieden damit. Das hat sich über meine gesamte Lebensspanne immer wieder mal verändert.

      FruchtigBunt wrote:

      denen ich immer noch nachtrauere
      Ja, so geht es mir auch

      FruchtigBunt wrote:

      Momentan wünsche ich mir zwar schon ab und zu mehr soziale Kontakte, aber auf der anderen Seite ist es mir schon zu viel, wenn ich nur zwei Stunden an einem Sportkurs teilnehme.
      Das war für mich der Anfang vor 1,5 Jahren.

      FruchtigBunt wrote:

      Mir geht es momentan einfach zu schlecht dafür.
      Das ist vielleicht der entscheidende Unterschied. Ich habe endlich mein Leben "im Griff" und bemerke nun, wo ich die Ressourcen dafür hätte, dass mir die Kontakte fehlen.
    • Fidoline wrote:

      Müssen das Treffen sein oder können auch Telefonate/Nachrichten schreiben darunter fallen?
      Ich denke, das ist eine Frage der eigenen Wahrnehmung. Ich würde regelmäßige Telefonate eigentlich schon mitzählen, auch wenn dabei der Punkt "etwas gemeinsam unternehmen" rausfällt. Ich persönlich nehme das als engen Kontakt war, jedenfalls wenn ich die Person (z.B. nahe Verwandte) auch "live und in Farbe" kenne.
    • Wenn ich die Kriterien streng auslege, fällt wohl nur eine einzige Person darunter. Subjektiv habe ich aber etliche "gute Sozialkontakte", für meinen Geschmack sind das auch ausreichend viele. Nur sind die meisten davon auf bestimmte Gebiete begrenzt, Arbeitsteilung sozusagen. Es gibt Menschen, mit denen ich mich tiefgreifend persönlich austauschen kann, aber wir unternehmen nichts zusammen im Sinne von Freizeitgestaltung. Es gibt Bekannte, mit denen ich freizeitmäßig regelmäßig was unternehme, aber da bleibe ich oberflächlich, die kennen meine tiefliegenden Schwierigkeiten nicht. Es gibt Kollegen, mit denen ich richtig viel Spaß habe, wenn wir gemeinsam an einem Projekt arbeiten, aber das ist bei aller Vertrautheit und Augenhöhe doch auf professioneller Ebene. Und es gibt Kontakte zu Therapeuten, Beratungspersonen etc., die auch sehr wichtig sind, aber ebenfalls auf ein streng eingegrenztes Gebiet beschränkt. In der Summe ist dann aber doch alles abgedeckt, was ich an sozialen Bedürfnissen so habe. Mehr Kapazitäten hätte ich gar nicht frei.
      Alles außerhalb der Familie, Partnerschaft habe ich keine.
    • Bei mir ist es so, dass ich gerne mehr Kontakte hätte, aber ich weiß nicht wie sie aufrecht erhalten. Auch bin ich Abends nach der Arbeit oder am Wochenende nach der Hausarbeit so erschöpft, dass ich es gerade noch schaffe, ein wenig im Forum zu lesen und dann ins Bett zu fallen.
      Es ist diffizil - es kann mir schnell zu viel und zu dicht werden - das liegt dann meistens nicht an der Person sondern an mir, meinem Bedürfnis nach Autarkie und für mich sein zu wollen. Ich habe oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich nicht so oft melde, weil ich nicht anders kann.
      Es gab auch schon Ablehnungen, weil jemand mit meiner rationalen Art nicht zurecht kam, das bedeutete Verletzung und Verlust.
      Für mich ist das ein schwieriges Thema, deshalb vemeide ich lieber engere Kontakte.

      The post was edited 1 time, last by Coocy ().

    • HCS wrote:

      Ich denke, das ist eine Frage der eigenen Wahrnehmung. Ich würde regelmäßige Telefonate eigentlich schon mitzählen, auch wenn dabei der Punkt "etwas gemeinsam unternehmen" rausfällt. Ich persönlich nehme das als engen Kontakt war, jedenfalls wenn ich die Person (z.B. nahe Verwandte) auch "live und in Farbe" kenne.
      Ich ja auch. Ich wollte nur wissen, wie es die Threadstellerin gemeint hat.
    • HCS wrote:

      Fidoline wrote:

      Müssen das Treffen sein oder können auch Telefonate/Nachrichten schreiben darunter fallen?
      Ich denke, das ist eine Frage der eigenen Wahrnehmung. Ich würde regelmäßige Telefonate eigentlich schon mitzählen, auch wenn dabei der Punkt "etwas gemeinsam unternehmen" rausfällt. Ich persönlich nehme das als engen Kontakt war, jedenfalls wenn ich die Person (z.B. nahe Verwandte) auch "live und in Farbe" kenne.
      Ich habe die Vorgaben wortwörtlich genommen und glaube, das hat ein Großteil der Abstimmenden nicht getan. Nun bin ich irritiert darüber. :| Möglicherweise müssten die Antworten bei "keine" doch wesentlich höher ausfallen, oder? :roll: (wenn man strikt nach den Vorgaben geht).
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich habe die Vorgaben wortwörtlich genommen und glaube, das hat ein Großteil der Abstimmenden nicht getan. Nun bin ich irritiert darüber. :| Möglicherweise müssten die Antworten bei "keine" doch wesentlich höher ausfallen, oder? :roll: (wenn man strikt nach den Vorgaben geht).
      Dito. Er schrieb, dass ALLE Vorgaben stimmen müssen. Das ist bei mir zumindest bei niemandem der Fall.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Ich habe die Vorgaben wortwörtlich genommen und glaube, das hat ein Großteil der Abstimmenden nicht getan. Nun bin ich irritiert darüber. :| Möglicherweise müssten die Antworten bei "keine" doch wesentlich höher ausfallen, oder? :roll: (wenn man strikt nach den Vorgaben geht).
      Dito. Er schrieb, dass ALLE Vorgaben stimmen müssen. Das ist bei mir zumindest bei niemandem der Fall.
      Ja, so meinte ich das eigentlich. Deshalb haben mich manche Antworten auch gewundert. Ich habe da derzeit nur meine Mutter und meinen Partner.