Autismus vs Introvertiertheit

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    • Ich denke, dass den Nur-Introvertierten die sozialen Schwierigkeiten fehlen. Sie können relativ normal Freundschaften aufbauen oder sich in eine Gruppe einfügen oder Führungskraft sein.

      Außerdem ist wahrscheinlich die Reizempfindlichkeit bei Autismus noch extremer.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ausserdem fehlen Routinen, Probleme mit Veränderungen, Stereotypien...

      Autismus ist mehr als nur Reizüberflutung - auch wenn viele "Autisten" das so kommunizieren.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ich finde das, was in dem Artikel beschrieben wird, kaum von HSP abzugrenzen. Autisten kennen nahezu alles davon typischerweise auch. Aber, wie hier schon erwähnt wurde, kommt noch einiges dazu. Eine Autistin wäre anders als die Autorin des Artikels kaum zur Klassensprecherin gewählt worden. Dazu fehlen, obwohl es Ausnahmen geben mag, meistens die strategischen und sozial-kommunikativen Fähigkeiten. Nicht selten kommen bei Autismus auch noch weitere gesundheitliche und motorische Themen dazu. Und auch die häufige Einschränkung der exekutiven Funktionen ist für "nur" Introvertierte oder Hochsensible wohl untypisch. Meinem Eindruck nach lässt sich das bei genauem Hinschauen gut unterscheiden.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

      The post was edited 1 time, last by Leonora ().

    • Be mir ist es so: Wenn ich etwas als ungerecht empfinde oder ein Recht durchsetzen will, das man mir verwehren will, dann wirke ich keineswegs introvertiert, sondern sehr kämpferisch (ich würde vermuten, dass man Introvertierten dieses Kampfverhalten eher absprechen würde).
      Wenn einfach nur Menschen um mich herum sind, sehe ich oft keinen Anlass, warum ich mit diesen interagieren sollte (Mittagspause auf der Arbeit, Menschen bei einer Veranstaltung in der Pause etc.). Ich wurde dann oft schon für introvertiert oder schüchtern gehalten.

      Ich denke nicht, dass ich grundsätzlich introvertiert bin. Mich interessieren nur einfach die meisten Menschen nicht und ich wüsste nicht, wieso ich mich dann nach außen orientieren sollte.
    • Leonora wrote:

      Eine Autistin wäre anders als die Autorin des Artikels kaum zur Klassensprecherin gewählt worden.
      Bin bis jetzt ja "nur" VA... Ich bin mal zum Klassensprecher gewählt worden! ....... Aber auch nur, weil mir einer meiner "lieben" Klassenkammeraden eins auswischen wollte. :lol: Er hat die Stimmzettel verlesen und obwohl kaum einer (wahrscheinlich eher keiner) für mich gestimmt hat, hat er meinen Namen vorgelesen. Fanden einige ganz lustig, daß ich Trottel Klassensprecher war... :nerved: Habe mich aber auch nicht getraut die Wahl abzulehnen... :m(:
    • Shenya wrote:

      Ich denke, dass den Nur-Introvertierten die sozialen Schwierigkeiten fehlen. Sie können relativ normal Freundschaften aufbauen oder sich in eine Gruppe einfügen oder Führungskraft sein.
      Denke ich gerade nicht.

      Ginome wrote:

      Ausserdem fehlen Routinen, Probleme mit Veränderungen, Stereotypien...
      eher evtl das.

      Leonora wrote:

      meistens die strategischen und sozial-kommunikativen Fähigkeiten. Nicht selten kommen bei Autismus auch noch weitere gesundheitliche und motorische Themen dazu. Und auch die häufige Einschränkung der exekutiven Funktionen ist für "nur" Introvertierte oder Hochsensible wohl untypisch.
      könnte gut sein.

      Ich war trotz Introvertiertheit einmal Klassensprecherin, weil ich eben direkt und ehrlich war.
      Als ich allerdings dann tatsächlich mal beim Schulleiter für die Klasse etwas klären wollte, fielen sie mir in den Rücken aus Sorge vor Konsequenzen.
      Es war alles so ungerecht. Erst vorher, dann dadurch.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      Denke ich gerade nicht.
      So steht es aber auch in dem Artikel. Sie geht abends mit Freunden weg, benennt introvertierte Führungspersönlichkeiten etc.
      Warum sollte ein Introvertierter Schwierigkeiten dabei haben? Introvertierte haben ja z.B. keine Probleme, Körpersprache oder generell Absichten von anderen zu deuten, sie können intuitiv mit anderen kommunizieren, auch wenn sie vielleicht nicht ganz so gern Smalltalk machen.
      Von anderen, extrovertierten Menschen unterscheidet sie lediglich eben ihre introvertierte Seite, aber sie haben ansonsten alle Fähigkeiten, die durchschnittliche Menschen haben.
      Alles wird galaktisch gut.

      The post was edited 1 time, last by Shenya ().

    • Ich kenne nicht wenige introvertierte Leute, die eben schüchtern sind, sogar soziale Phobie haben.
      Die sind doch nicht automatisch deshalb Autisten?
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Shenya wrote:

      Introvertierte haben ja z.B. keine Probleme
      Veto.
      Da gibt es eben wie bei AS u a individuelle krasse Unterschiede.
      Wäre ja ein Ding, wenn alle Introvertierten da gleich wären.

      Wozu zählst du denn Schüchterne, die sich nicht trauen? Nicht aus sich heraus können?
      Sozialphobiker?
      Zu Extravertierten? Zu Autisten?
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Mugwump wrote:

      folgenden Artikel habe ich gefunden: Für mich als Unwissende klingt viel dadrin auch nach Autismus. Wo ist für euch der Unterschied (geht ein bisschen in die Richtung Autismus vs Hochsensibilität)?
      Das was nach Autismus klingt muss nicht Autismus sein.

      Wer sensibel oder introvertiert ist der versteht per se ja ganz klar Gestiken & Mimiken, der kann intuitiv richtig reagieren, der hat keine Spezialinteressen, der hat in dem Paket keine neurologischen Auffälligkeiten, der lässt keine Entwicklungsschritte aus. Das ist in meinen Augen, bei genauer Draufsicht, schon klar zu unterscheiden.

      Leonora wrote:

      Eine Autistin wäre anders als die Autorin des Artikels kaum zur Klassensprecherin gewählt worden
      Das würde ich so nicht unterschreiben: mein Verlobter mit AS und Hochbegabung war Klassensprecher und sehr beliebt bei den Schülern und Lehrern.
    • Linnea wrote:

      Ich kenne nicht wenige introvertierte Leute, die eben schüchtern sind, sogar soziale Phobie haben.
      Die sind doch nicht automatisch deshalb Autisten?
      Wieso sollten sie? Autisten sind auch nicht automatisch schüchtern oder haben soziale Phobie.

      Linnea wrote:

      Da gibt es eben wie bei AS u a individuelle krasse Unterschiede.
      Wäre ja ein Ding, wenn alle Introvertierten da gleich wären.
      Du hast mein Zitat durch Verkürzung verfälscht.

      Ich bin von dem ausgegangen, was im Artikel steht, und da geht es um Introvertierte, die keine zusätzlichen Diagnosen haben, die also weder schüchtern sind, noch soziale Phobie oder sonstige Auffälligkeiten haben.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Mugwump wrote:

      Hallo Fories,

      folgenden Artikel habe ich gefunden: Für mich als Unwissende klingt viel dadrin auch nach Autismus. Wo ist für euch der Unterschied (geht ein bisschen in die Richtung Autismus vs Hochsensibilität)?

      zeit.de/arbeit/2019-01/introve…fonate-arbeitsleben-tipps
      Ja, viele Autisten mögen sich so verhalten.
      Es gibt aber auch extrovertierte Autisten.
      Introversion und Extroversion sind bei Autismus wohl ebenfalls variable Persönlichkeitszüge, wie auch Über- und Unterempfindlichkeit variable Eigenschaften von Autisten sind.
      D.h. sowohl das eine, als auch das andere kommen auffällig häufig vor, aber es ist keine Eigenschaft davon zwangsläufig Voraussetzung.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Leonora wrote:

      Eine Autistin wäre anders als die Autorin des Artikels kaum zur Klassensprecherin gewählt worden
      Warum nicht? Ich war bei meiner Verbindung auch zwei Semester gewählter Chef. War beim ersten Mal so ähnlich wie bei vielen Klassensprecherwahlen: keiner will so richtig, dann wird einer vorgeschlagen, der sich nicht wehrt - zack, mangels Alternativen gewählt.
    • HCS wrote:

      Leonora wrote:

      Eine Autistin wäre anders als die Autorin des Artikels kaum zur Klassensprecherin gewählt worden
      Warum nicht? Ich war bei meiner Verbindung auch zwei Semester gewählter Chef. War beim ersten Mal so ähnlich wie bei vielen Klassensprecherwahlen: keiner will so richtig, dann wird einer vorgeschlagen, der sich nicht wehrt - zack, mangels Alternativen gewählt.
      Klassensorecher war ich nie. Das hätte bei mir auch nicht gepasst, da Klassensorecher bis zur Oberstufe doch eher die Lauten, die Tonangeber, die Mackertypen sind. Aber mein Berufsleben hindurch war ich oft Personalrat/Betriebsrat, vielleicht weil die anderen meinen Sinn für Ungerechtigkeiten erkannt haben, vielleicht weil sie einen wollten, der den Mund aufmacht, ohne Angst um die eigene Karriere zu haben. Einen der zäh verhandelt und sich nicht über Smalltalk-Seilschaften auf Linie bringen lässt (RW). Dann hängt das auch nicht mal davon ab, dass kein anderer so richtig will und der Aspie sich nicht wehrt - vielleicht sind es ja unbewusst gerade die autistischen Eigenschaften, die andere dazu bringen zu sagen "den*die nehmen wir!"
      "Lies are just another way of telling the truth." (Paravadin Kanvar Kharjappali)
    • Dennoch sind doch nicht "alle " Introvertierten gleich. Ebenso wenig, wie es alle AS sind.
      Ich kapiere das Pauschale gerade nicht.

      Shenya wrote:

      Introvertierte haben ja z.B. keine Probleme, Körpersprache oder generell Absichten von anderen zu deuten, sie können intuitiv mit anderen kommunizieren, auch wenn sie vielleicht nicht ganz so gern Smalltalk machen.
      Das hast doch du verfasst.
      Wie kommst du darauf?
      Natürlich gibt es Introvertierte mit Problemen.
      Für Introvertiertheit gibt es verschiedene Gründe und Ursachen.
      Eher als für Autismus z.B.

      Ich kapiere es wohl gerade nicht.

      Die, die ich als introvertiert kenne, sind eher schüchtern, insich gekehrt. Sonst wären sie doch extravertiert. :?
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • @Mugwump
      Dieses Beispiel (im Artikel) ist dermaßen bekloppt. Wer tagsüber viel redet, auf Bühnen steht etc. ist abends froh, wenn er seine Ruhe hat. Da es aber eine Frau ist, lässt die sich sicher einreden sie wäre introvertiert.

      Ich selbst kann mich da gar nicht einordnen. Charakterlich bin ich extrovertiert. Laute Musik höre ich, um meinen Stress zu reduzieren. Ansonsten brauche ich Ruhe. Der Autismus bewirkt bei mir übergriffiges Verhalten. Ich bin also beides. Genau, ich bin beides. Sache geklärt.
      When nothing goes right ... go left.
    • Cloudactive wrote:

      Es gibt aber auch extrovertierte Autisten.
      Introversion und Extroversion sind bei Autismus wohl ebenfalls variable Persönlichkeitszüge, wie auch Über- und Unterempfindlichkeit variable Eigenschaften von Autisten sind.
      ja.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • HCS wrote:

      Warum nicht? Ich war bei meiner Verbindung auch zwei Semester gewählter Chef
      Ich glaube, mich hätte keiner gewählt, aber ich wurde auch gar nicht erst vorgeschlagen. Gründe könnten sein: sehr ruhiges Verhalten, niedriger Status in der Klasse.

      Linnea wrote:

      Das hast doch du verfasst.
      Wie kommst du darauf?
      Natürlich gibt es Introvertierte mit Problemen.
      Die Introversion allein verursacht diese Probleme dann aber nicht. Jemand, der introvertiert ist, hat nicht zwangsläufig Probleme. Introversion ist keine Diagnose, es ist eine Charaktereigenschaft.
      Alles wird galaktisch gut.