Abschlussgespräch in der Autismus-Ambulanz, nun VA Asperger.. was nun?

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    • Karou wrote:

      Weiterhin heisst es: Aufgrund der fehlenden Angaben zur (früh)kindlichen Entwicklung und der damit einhergehenden unvollständigen anamnestischen Informationen kann nur die Verdachtsdiagnose des Asperger-Syndroms gestellt werden.
      Man sagte mir in Dresden dass ohne die anamnestischen Angaben die Diagnose nicht so sicher wäre wie mit den Angaben aber dass sie trotzdem die Diagnose vergeben können wenn sie anderweitig gerechtfertigt ist und gebraucht wird.
    • Karou wrote:

      RegenbogenWusli wrote:

      Das mit den Zeitzeugen aus Kindheit ist schon wichtig, meist wird das sehr gewichtet das jemand aussagen kann, wie man sich in der Kindheit verhalten hat
      meine Mutter hätte vieles über mich berichten können, laut ihr war ich schon als Kind "anders" , nur habe ich den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen wegen Traumatisierung in der Kindheit durch beide Elternteile.
      Das kann ein Grund sein, warum es nicht hinreichend sicher diagnostiziert werden kann. Je nachdem, was damals geschehen ist. Denn es wäre eben auch möglich, dass die Entwicklungsstörung Folge der Traumatisierung sein kann.
      Nobody expects the spanish inquisition!
    • Ich hatte von meiner Mutter die Fragebögen ausfüllen lassen die ich auch für meinen Sohn ausfüllen musste (ich hatte sie kopiert :twisted: ). Mein Ex-Mann hat auch Fragebögen ausgefüllt (ich hatte welche von der Ambulanz in Münster bekommen :oops: ) und ich habe Grundschulzeugnisse mitgebracht. :roll:
      Das war zwar nicht gefordert und man kann es auch blöd finden das ich "irgendwas" zusammengesammelt habe - aber so waren einige Sachen die ich erzählte auch irgendwo "bewiesen" :?
      Ich habe keine Ahnung ob und wie das Relevanz hatte.
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*
    • Tauriel wrote:

      Ich hatte von meiner Mutter die Fragebögen ausfüllen lassen die ich auch für meinen Sohn ausfüllen musste (ich hatte sie kopiert :twisted: ). Mein Ex-Mann hat auch Fragebögen ausgefüllt (ich hatte welche von der Ambulanz in Münster bekommen :oops: ) und ich habe Grundschulzeugnisse mitgebracht. :roll:
      Das war zwar nicht gefordert und man kann es auch blöd finden das ich "irgendwas" zusammengesammelt habe - aber so waren einige Sachen die ich erzählte auch irgendwo "bewiesen" :?
      Ich habe keine Ahnung ob und wie das Relevanz hatte.
      Du hast also die Fragebögen von deiner Mutter ausfüllen lassen, wo sie dachte, sie würde über deinen Sohn schreiben und hast sie in deiner Diagnostik abgegeben?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ganz erlich, für mich sieht das nach Geldmacherei aus, die verdiehnen doch daran, egal was am ende heraus kommt, oder nicht?
      ich glaube nicht, dass sie das wegen dem Geld gemacht haben. Eigentlich muss ich die Ambulanz echt loben, die Psychologin war sehr einfühlsam und bemüht, die Atmosphäre entspannt. Ich glaube, daß sie gehofft hat, ich könnte doch noch irgendwen finden, der sich noch gut an mich als Kind erinnern kann.
      Ich denke, die Wartelisten sind lang genug, die brauchen sich um Zulauf keine Sorgen machen.
    • thelord wrote:

      Das kann ein Grund sein, warum es nicht hinreichend sicher diagnostiziert werden kann. Je nachdem, was damals geschehen ist. Denn es wäre eben auch möglich, dass die Entwicklungsstörung Folge der Traumatisierung sein kann.
      es wäre möglich, ist es aber nicht, nur beweisen lässt es sich nicht. Ich wurde tramatisiert, weil ich anders war.
      Ich habe noch eine 1 Jahr jüngere Schwester, sie wurde ganz anders behandelt und erzogen, ohne Gewalt und Bestrafung, da sie sich, anders als ich, anpassen konnte, nicht aneckte, keine Wutausbrüche hatte usw... also typische Unterschiede NT/AS wenn man es so sehen will.
    • Cloudactive wrote:

      Du hast also die Fragebögen von deiner Mutter ausfüllen lassen, wo sie dachte, sie würde über deinen Sohn schreiben und hast sie in deiner Diagnostik abgegeben?
      Nein. Mein Sohn ist auch in die Diagnose geraten und von dort aus mussten wir, die Eltern, Fragebögen ausfüllen (fürs Alter 4-5 glaub ich war das).
      Diese Fragebögen habe ich kopiert und von meiner Mutter über mich ausfüllen lassen.
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*
    • @Karou Bei mir gab es auch keine total sicheren Nachweise aus der Kindheit. Ich bin in den ersten Jahren bei meiner Großmutter aufgewachsen. Mit der hat die Diagnostikerin zwar telefoniert, aber meine Oma konnte viele der Interviewfragen nicht beantworten, sie erinnerte sich an vieles nur vage. Meine Mutter wusste über die frühkindliche Zeit fast gar nichts, sie war überfordert mit dem FSK-Fragebogen, den ich ihr vor dem Erstgespräch gegeben habe. Die Fragen darin sind aber auch einigermaßen abstrus, wenn das "Kind" schon über 40 ist.

      Es gab ansonsten noch zwei Grundschulzeugnisse mit Kommentaren drin, dass ich sehr zurückhaltend und kontaktscheu gewesen sei in den ersten beiden Klassen. Und einige Dinge, an die ich mich selbst gut erinnerte, aber sonst nix.

      Die Diagnose hab ich dennoch bekommen. Die Diagnostikerin sagte, es käme gerade bei Leuten meines Alters (41) und noch älteren VAs häufig vor, dass die Eltern sich nicht gut erinnern oder sogar verstorben sind. Das war in der Spezialambulanz der Humboldt Uni in Berlin.
      Angry young woman, there’s no way back, so just keep walking.
      Yoko Ono
    • thelord wrote:

      Karou wrote:

      RegenbogenWusli wrote:

      Das mit den Zeitzeugen aus Kindheit ist schon wichtig, meist wird das sehr gewichtet das jemand aussagen kann, wie man sich in der Kindheit verhalten hat
      meine Mutter hätte vieles über mich berichten können, laut ihr war ich schon als Kind "anders" , nur habe ich den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen wegen Traumatisierung in der Kindheit durch beide Elternteile.
      Das kann ein Grund sein, warum es nicht hinreichend sicher diagnostiziert werden kann. Je nachdem, was damals geschehen ist. Denn es wäre eben auch möglich, dass die Entwicklungsstörung Folge der Traumatisierung sein kann.
      Aber genau das muss doch ein Diagnostiker fähig sein, voneinander abzugrenzen. Aber genau an diesem Punkt löst sich dann jedesmal die ganze Diagnostik-Welt auf (mein Eindruck). Und der Dumme ist am Ende der Klient.
    • Tauriel wrote:

      Cloudactive wrote:

      Du hast also die Fragebögen von deiner Mutter ausfüllen lassen, wo sie dachte, sie würde über deinen Sohn schreiben und hast sie in deiner Diagnostik abgegeben?
      Nein. Mein Sohn ist auch in die Diagnose geraten und von dort aus mussten wir, die Eltern, Fragebögen ausfüllen (fürs Alter 4-5 glaub ich war das).Diese Fragebögen habe ich kopiert und von meiner Mutter über mich ausfüllen lassen.
      Aber warum das “böse” Smiley? Das ist doch normal?

      Tauriel wrote:

      Ich hatte von meiner Mutter die Fragebögen ausfüllen lassen die ich auch für meinen Sohn ausfüllen musste (ich hatte sie kopiert :twisted: ).
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich würde nochmal explizit nachfragen, was du jetzt mit diesem Ergebnis der Diagnostik machen kannst. Denn es bedeutet ja, dass du laut Test Asperger hast, es aber nicht bestätigt werden darf, weil Formell die Kindheit fehlt.

      Das würde aber ja bedeuten, dass kaum einer ein Ergebnis bekommen könnte. Meine Mutter kann sich an fast nichts erinnern oder verwechselt es mit meinem Bruder. Oder hat auch solche Sachen wie winken, zeigen etc keinen Wert gelegt.
    • Pummelchen wrote:

      Ich würde nochmal explizit nachfragen, was du jetzt mit diesem Ergebnis der Diagnostik machen kannst.

      Das würde aber ja bedeuten, dass kaum einer ein Ergebnis bekommen könnte.
      - ich habe nachgefragt, Verdachtsdiagnosen sind nichts wert. Es könnte sein, dass ich beim Versorgungsamt was auf die Einschränkungen bekommen könne, da ich eh schon Schwerbehindert bin, bringt es mir aber nichts.

      - Das habe ich beim Abschlussgespräch auch angesprochen, anscheinend ist es in dieser Ambulanz so, dass diejenigen, die nichts aus der Kindheit haben, auch keine Diagnose bekommen.
    • Karou wrote:

      Das habe ich beim Abschlussgespräch auch angesprochen, anscheinend ist es in dieser Ambulanz so, dass diejenigen, die nichts aus der Kindheit haben, auch keine Diagnose bekommen.
      Das ist hart. Tut mir leid für Dich, ehrlich, jetzt weißt Du ja auch nicht mehr als vorher. Wäre es Dir möglich, eine Zweitmeinung einzuholen? Ich habe mich schlicht geweigert, meine Mutter zur Fremdanamnese zum Termin zu bestellen, und es war kein Problem. Ich habe selbst aus meiner Kindheitserinnerung erzählt und das zusammen mit den anderen Tests reichte meiner Diagnostikerin zu einer einwandfreien Diagnose aus. Vielleicht kommt es auch auf die Erfahrung der Diagnostiker an... aber dass am Ende immer der Klient als der Dumme da steht, ist wirklich ätzend. Oder Du bestehst darauf, noch einen Termin zu bekommen, in dem Du selber von Deiner Kindheit berichtest? Ich mein, wenn das abgelehnt wird, unterstellt man Dir ja, zu lügen... oder zumindest, Dich nicht richtig erinnern zu können. Es ist aber meines Wissens gerade ein Zeichen von Asperger, dass man sich an seine frühe Kindheit gut erinnern kann, auch an Phasen, wo das nicht möglich sein sollte.

      Ich hoffe, Du bekommst noch eine eindeutige Diagnose. Egal wie sie ausfällt, damit Du weißt wo Du dran bist.
      Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
      (Albert Einstein)
    • Aspielle wrote:

      ... in dem Du selber von Deiner Kindheit berichtest? ... Es ist aber meines Wissens gerade ein Zeichen von Asperger, dass man sich an seine frühe Kindheit gut erinnern kann, auch an Phasen, wo das nicht möglich sein sollte.
      ich kann mich tatsächlich an sehr vieles aus meiner Kindheit erinnern, teilweise kleinste Details.
      Leider war das alles nicht von Bedeutung, was mich schon sehr frustriert hat. Und ja, ich bin echt frustriert zur Zeit, da ich das Gefühl habe, mir wurde nicht geglaubt (und wenn ja, wurde meinem Bericht keine Bedeutung beigemessen) und ich bin etwas entsetzt, dass man meiner Mutter mehr geglaubt hätte, die eine schwere Form von narzisstischer Persönlichkeitsstörung hat (auch dies ist der Ambulanz bekannt)