Widersprüchlich und Verwirrend

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    • Widersprüchlich und Verwirrend

      Morgen zusammen,

      ich beschäftige mich gerade mit Bedürfnissen und Emotionen. So weit so gut.

      Zwei Aussagen, die mich verwirren:

      ----- wrote:

      Emotionen sind ein deutlich stärkerer Antrieb als eine
      rationale Sichtweise, und sie sind das Entscheidende in
      unserem Streben nach Glückseligkeit.

      Ist verständlich.


      ---- wrote:

      Sobald Du etwas hast, was Dir wichtig ist, wirst Du automatisch
      Emotionen damit verbinden, und diese Emotionen sind es,
      die Dich abhängig machen und die Dich nicht frei agieren
      lassen.

      Emotionen sind Antrieb und entscheidend für das Streben nach Glückseligkeit. Mit Glückseligkeit ist also eine Emotion verbunden. Gleichzeitig macht die Emotion dich abhängig und lässt dich nicht frei agieren.

      Abhängig und nicht frei agieren ist also entscheidend für das Streben.

      Das widerspricht sich doch.
      Man will ja unabhängig und frei etwas erreichen, wie kann dann etwas ein Antrieb sein, was abhängig macht und dich nicht frei agieren lässt?
    • Es gibt keine wirkliche Freiheit.

      Wenn ich etwas erreichen will bin ich automatisch abhängig. ..Von Bedingungen dafür. Von, wie ich mich verhalte und andere.

      Streben in sich ist schon nichts freies.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Erkläre mir bitte mal, wieso ich automatisch von etwas abhängig bin was ich erreichen will.

      Beispiel:

      Ich will einkaufen gehen, habe aber kein Geld,

      Geld haben ist eine Voraussetzung. Um einkaufen zu gehen ist es erforderlich Geld zu haben.

      Der Einkauf ist nicht abhängig vom Geld. Der Einkauf ist abhängig davon, ob ich in den Supermarkt gehe.
      Da ich aber einkaufen gehen will und die Voraussetzung, Geld in de Täsch erfüllt sein muss ist keine Abhängigkeit gegeben.

      The post was edited 1 time, last by AspiIT ().

    • Geht es hier um Dinge, die man tun will, oder Dinge, die man haben will?

      Der erste Abschnitt klingt, als ginge es um Dinge, die man tun will, der zweite klingt nach Dingen, die man haben will.
      Es gibt ja so Glücksratgeber, die meinen, dass man nicht nach Besitz streben soll, weil der einen unfrei machen würde.

      Im realen Leben muss man das, finde ich, im Einzelfall betrachten. Nur weil man Emotionen mit etwas verbindet, muss es einen nicht gleich unfrei machen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • AspiIT wrote:

      ---- wrote:

      Sobald Du etwas hast, was Dir wichtig ist, wirst Du automatisch Emotionen damit verbinden, und diese Emotionen sind es, die Dich abhängig machen und die Dich nicht frei agieren lassen.
      Emotionen sind Antrieb und entscheidend für das Streben nach Glückseligkeit. Mit Glückseligkeit ist also eine Emotion verbunden. Gleichzeitig macht die Emotion dich abhängig und lässt dich nicht frei agieren.

      Abhängig und nicht frei agieren ist also entscheidend für das Streben.

      Das widerspricht sich doch.
      Man will ja unabhängig und frei etwas erreichen, wie kann dann etwas ein Antrieb sein, was abhängig macht und dich nicht frei agieren lässt?
      Das würde ich alles nicht so formulieren.

      Gefühle (Emotionen) sind ein Teil Deiner selbst, ebenso wie Deine Triebe und Instinkte. Sie wirken in Dir und treiben Dich an; zuweilen widersprechen sie sich auch, bis sich etwas davon durchsetzt und Deinen Willen bildet. Der Verstand bringt das alles miteinander in Einklang und findet Mittel und Wege, dem Antrieb nachzugehen. Dein Bewustsein ermöglicht Dir, festzustellen was Dich wie wohin treibt, und Entscheidungen darüber zu treffen, welche Prioritäten Du setzten willst, welcher Empfindung Du nachgehen und welche Du zügeln oder gar unterdrücken möchtest.
      Abhängig bist Du also in dem Sinne, in dem ein automobiles Fahrzeug von seinem Motor und dem nötigen Brennstoff abhängig ist. Natürlich empfindest Du dabei für das, was Dir wichtig ist - wäre Dir nichts wichtig, empfändest Du nichts und hättest auch keinerlei Wünsche und Ziele.
      Achtung, eigene Sprache!

      The post was edited 1 time, last by Eurich Wolkengrob ().

    • Eurich Wolkengrob wrote:

      AspiIT wrote:

      ---- wrote:

      Sobald Du etwas hast, was Dir wichtig ist, wirst Du automatisch Emotionen damit verbinden, und diese Emotionen sind es, die Dich abhängig machen und die Dich nicht frei agieren lassen.
      Emotionen sind Antrieb und entscheidend für das Streben nach Glückseligkeit. Mit Glückseligkeit ist also eine Emotion verbunden. Gleichzeitig macht die Emotion dich abhängig und lässt dich nicht frei agieren.
      Abhängig und nicht frei agieren ist also entscheidend für das Streben.

      Das widerspricht sich doch.
      Man will ja unabhängig und frei etwas erreichen, wie kann dann etwas ein Antrieb sein, was abhängig macht und dich nicht frei agieren lässt?
      Das würde ich alles nicht so formulieren.
      Gefühle (Emotionen) sind ein Teil Deiner selbst, ebenso wie Deine Triebe und Instinkte. Sie wirken in Dir und treiben Dich an; zuweilen widersprechen sie sich auch, bis sich etwas davon durchsetzt und Deinen Willen bildet. Der Verstand bringt das alles miteinander in Einklang und findet Mittel und Wege, dem Antrieb nachzugehen. Dein Bewustsein ermöglicht Dir, festzustellen was Dich wie wohin treibt, und Entscheidungen darüber zu treffen, welche Prioritäten Du setzten willst, welcher Empfindung Du nachgehen und welche Du zügeln oder gar unterdrücken möchtest.
      Abhängig bist Du also in dem Sinne, in dem ein automobiles Fahrzeug von seinem Motor und dem nötigen Brennstoff abhängig ist. Natürlich empfindest Du dabei für das, was Dir wichtig ist - wäre Dir nichts wichtig, empfändest Du nichts und hättest auch keinerlei Wünsche und ZieleEmotionen sind ein Teil von mir, wie Triebe und evtl. vorhandene Instikte. Also kann davon keine Abhängigkeit bestehen, sie sind ja schon da. Wovon bin ich den da abhängig? Bei mir in mir widerspricht sich nix. Da ist Teamwork.
      Ohne Emotionen keine Ziele? Habe ich das richtig verstanden?

      Wenn ich mich berufl. weiterentwickeln möchte ist das bei mir keinem einzigen Gefühl verbunden. Totzdem ist es ein Ziel.

      Mein Beruf macht mir Spass. Da ist ein Gefühl mit bei, sofern Spass ein Gefühl ist.

      Wo besteht da eine Abhängigkeit?

      Abhängigkeit:
      Der Mensch ist abhängig von Nahrungsmitteln, ohne sie stirbt er.

      Abhängigkeit kann also ein Zwang sein. Die einzigen Zwänge die ich habe sind essen, trinken, WC- Besuch und irgendwann den Löfel abgeben.
    • AspiIT wrote:

      Mein Beruf macht mir Spass. Da ist ein Gefühl mit bei, sofern Spass ein Gefühl ist.
      Das Gefühl, das du erlebst und als "Spaß" bezeichnest, ist wahrscheinlich "Freude".

      Die beiden Aussagen, um die es geht, interpretiere ich so, dass das "Streben nach Glückseligkeit" einen unfrei macht (wegen der damit verbundenen Emotionen und der Abhängigkeit, die entsteht, sobald man etwas Erwünschtes erreicht oder erlangt hat).

      Also besser, gar nichts wollen, damit würde man es leichter haben im Leben. Es fehlen dann die Hochs, aber dafür erlebt man auch keine Tiefs.

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • Lefty wrote:

      AspiIT wrote:

      Mein Beruf macht mir Spass. Da ist ein Gefühl mit bei, sofern Spass ein Gefühl ist.
      Das Gefühl, das du erlebst und als "Spaß" bezeichnest, ist wahrscheinlich "Freude".
      Die beiden Aussagen, um die es geht, interpretiere ich so, dass das "Streben nach Glückseligkeit" einen unfrei macht (wegen der damit verbundenen Emotionen und der Abhängigkeit, die entsteht, sobald man etwas Erwünschtes erreicht oder erlangt hat).

      Also besser, gar nichts wollen, damit würde man es leichter haben im Leben. Es fehlen dann die Hochs, aber dafür erlebt man auch keine Tiefs.

      Freude: Ich freue mich dich zu sehen. Ich freue mich auf etwas.
      Spass: Ich habe Spass an etwas, was ich mache. Ich habe Spass bei der Arbeit.
    • AspiIT wrote:

      Ohne Emotionen keine Ziele? Habe ich das richtig verstanden?

      Wenn ich mich berufl. weiterentwickeln möchte ist das bei mir keinem einzigen Gefühl verbunden. Totzdem ist es ein Ziel.

      Mein Beruf macht mir Spass. Da ist ein Gefühl mit bei, sofern Spass ein Gefühl ist.
      Spaß ist ein Gefühl. Dein Ziel, Dich beruflich weiterzuentwickeln, ist auf eine innere Regung zurückzuführen - sei es es der Spaß an Deinem Beruf oder letztlich Dein Überlebensinstinkt. Ohne diese Regung hättest Du Dir das Ziel nicht gesetzt.

      AspiIT wrote:

      Die einzigen Zwänge die ich habe sind essen, trinken, WC- Besuch und irgendwann den Löfel abgeben.
      Da übersiehst Du den wichtigsten: Deinen Lebenswunsch bzw. Deinen Überlebensinstinkt.
      Achtung, eigene Sprache!

      The post was edited 1 time, last by Eurich Wolkengrob ().