„Sieht aus wie Autismus, ist es aber nicht“ - Was kann es sein?

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    • „Sieht aus wie Autismus, ist es aber nicht“ - Was kann es sein?

      Hallo,

      lange habe ich überlegt, ob ich meine Frage stellen werde.

      Was kann es sein, wenn es wir Autismus wirkt, aber es eine andere Ursache hat?

      Ich habe zwei Diagnostiken durchlaufen. Bei der ersten wurde „eine Störung aus dem Autismusspektrum im Sinne eines Aspergers Syndrom“ genannt. Bei der zweiten wurde eine Autismusspektrumsstörung ausgeschlossen.

      Den zweiten Bericht kann ich nicht so ganz nachvollziehen, da er leider wirklich stellenweise sich widerspricht und sich so liest, dass es zwei geschrieben haben, die verschiedener Meinung sind. Bei dem Vorgespräch wurden meine Problematiken und Richtung Autismus gesehen. Beim Hauptgespräch wurde es wie gesagt ausgeschlossen. Es hieß, dass mir manche Diagnostikstellen Autismus diagnostizieren und bei manchen würde es ausgeschlossen werden. In welcher Richtung ich nach Ursachen forschen kann, wurde nicht genannt.

      Mit zwei verschiedenen Therapeuten bin ich verschiedene Störungen durch gegangen, die sich ähnlich sein können. Bei einer ängstlich vermeidender PS und einer schizoiden PS würden mir die Grundgefüle / Motivationen fehlen. Ich suche nach Kontakt und ich stelle mich auch neuen Situationen. Der Bereich Traumata ist riesig und schwierig zu durchkämmen. Als Teenager hatte ich auch mal eine Borderline Diagnose aufgrund meiner Wutanfällen und weil sonst nichts passte. Aber mit den Borderlinern in der Klinik konnte ich mich so gar nicht identifizieren und wurde auch dort nicht in Betracht gezogen. Für eine Zwangsstörung habe ich zu viel Freude daran, dass ich zb mein Essen in Mustern gerne lege. Ich muss es auch nicht unbedingt tun, es beruhigt mich einfach. Muss man bei Schizophrenie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen haben? Ich fühle mich sehr klar und habe auch keine Bedürfnis meinen Geisteszustand zu verändern mit zb Alkohol.

      Habt ihr Tipps, welchen Bereich man noch sich ansehen könnte.
    • Gab es denn traumatische Erlebnisse in deiner Kindheit? (ich frage wegen der Borderline-Diagnose, die du mal hattest)

      Wenn nicht, oder nicht über das hinaus, was jemanden speziell mit Asperger traumatisieren kann, dann könnte es ja auch sein, dass du so ein Grenzfall bist, wo es ein Diagnostiker so sehen kann, und ein anderer anders.
      Bist du mit deinem Leben soweit zufrieden, oder hast du größere "Baustellen", wo du Hilfe brauchen könntest?

      Ansonsten bliebe, wenn es wirklich kein AS wäre, noch die berühmte kombinierte Persönlichkeitsstörung mit xy Anteilen (je nachdem, was halt passt). Dafür bräuchte es aber schon auch Ursachen in der Kindheit, Erlebnisse, Umfeld, welche einen negativen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung gehabt haben. Wie bei jeder Persönlichkeitsstörung. In einem förderlichen Umfeld entwickelt sich, so viel ich weiß, keine Persönlichkeitsstörung, selbst wenn es eine genetische Veranlagung dazu gibt.

      Oder, wenn deine Probleme nicht gravierend sind, vielleicht nur Hochsensibilität, Introversion, Hochbegabung.... also die nicht krankhaften Eigenschaften, die trotzdem manchmal Probleme machen können.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Meso wrote:

      Ich habe zwei Diagnostiken durchlaufen. Bei der ersten wurde „eine Störung aus dem Autismusspektrum im Sinne eines Aspergers Syndrom“ genannt. Bei der zweiten wurde eine Autismusspektrumsstörung ausgeschlossen.
      D.h., eine Diagnosestelle sagt "Aspie", die zweite sagt "kein Aspie, irgendwas sonst, aber es gibt auch Diagnosestellen, die würden Aspie sagen".
      Da wüsste, was ich als wahrscheinlicher annehme: wenn einer sich festlegt, der andere nur drumrum redet und einzig sagt, was der eine gesagt hat, sei zwar falsch, würde aber vermutlich auch von Dritten so gesehen - dann verlasse ich mich auf den, der sich festgelegt hat, zumindest dann, wenn ich mich darin - so wie Du offenbar - wiederfinde. Wäre noch was anderes, wenn der erste gesagt hätte "vielleicht Aspie" und der zweite "keine Ahnung, aber ganz eindeutig nicht Aspie". Kurz gesagt: bei der Lage würde ich nicht mehr weitersuchen, sondern AS akzeptieren.
    • Ich kann nur von meinem Sohn berichten.
      Er bekam vor ca 3 Jahren nach einer fragwürdigen Diagnostik (ADOS nur mit Goodwill grad den cut off erreicht) die ASS Diagnose (zusätzlich zur ADHS).

      Wir Eltern hatten eigentlich immer Zweifel. Wir haben uns dann trotzdem an den Gedanken gewöhnt.
      Von der 1. Klasse bis jetzt war in der Schule nie etwas in die Richtung ASS auffällig bzw. er verhielt sich sehr untypisch.

      Sein Therapeut hatte ebenfalls Zweifel an der Diagnose.

      Wir haben uns dann zur erneuten Vorstellung in einem Autismus Therapie Zentrum entschlossen.

      Ergebnis: Kein ASS. Die Dinge, die ein ungeübter Diagnostiker als ASS ansah, sind eher Folge der ADHS, soziale Ängste, geringes Selbstwertgefühl usw.

      Was glaubst du was bei Dir zutrifft? Wo warst du zur Diagnostik?

      Ich selbst bekam erst eine ADS Diagnose, dann Asperger.
      Allerdings bin ich unsicher, ob sie zutrifft.
    • Ich meine, in letzter Zeit häufiger gelesen zu haben, daß ADH(s) und Autismus die gleichen Gene betreffen und daher zum gleichen Formenkreis (= Gruppe von Eigenschaften) gehören. ("Asperger-" und "normaler" Autismus kommen nur daher, weil zwei Psychiater ein Phänomen nahezu zeitgleich leicht unterschiedlich beschrieben hatten.)

      Insofern ist es für mich nicht verwunderlich, wenn man zuerst die eine und später die andere Diagnose erhält (Reihenfolge kann sich jeder selber aussuchen).

      Die Berücksichtigung von Traumata als Ursache für autismus-ähnlichem Verhalten (was ist das überhaupt?) geht wohl eher in die Richtung "Selbstschutz der Persönlichkeit" -> Borderline. Daher gibt es beim Diagnosgespräch auch die Nachfrage.

      Freundliche Grüße

      infla

      (zuerst ADHS, 40 Jahre später HFA diagnostiziert)
    • Meso wrote:

      Ich habe zwei Diagnostiken durchlaufen. Bei der ersten wurde „eine Störung aus dem Autismusspektrum im Sinne eines Aspergers Syndrom“ genannt. Bei der zweiten wurde eine Autismusspektrumsstörung ausgeschlossen.
      Warum glaubst du der zweiten Stelle mehr als der ersten?

      Meso wrote:

      da er leider wirklich stellenweise sich widerspricht
      Da würde ich nachhaken, das klingt für mich jetzt erstmal nicht so vertrauenswürdig.

      Meso wrote:

      Es hieß, dass mir manche Diagnostikstellen Autismus diagnostizieren und bei manchen würde es ausgeschlossen werden.
      Okay, vielleicht bist du an der Grenze zum Spektrum, für manche schon drin und für manche noch draußen. Wurde gesagt, warum genau dort es anders gesehen wird? Was sind die Ausschlussgründe? Welche Diagnosekriterien wurden nicht erfüllt.

      Meso wrote:

      hatte ich auch mal eine Borderline Diagnose aufgrund meiner Wutanfällen
      Kannst du das vielleicht genauer ausführen? Hätten das auch Meltdowns sein können? Ich habe auch Probleme mit Meltdowns, Shutdowns und Selbstverletzendem Verahlten. Hier ein paar Ressourcen:
      SVV bei Autisten- autistenbloggen.wordpress.com/…unkle-seite-von-stimming/

      Hier mal der Unterschied zwischen Wutanfall und Meltdown:
      i2.wp.com/accessibleaba.com/wp…rum-vs-meltdown.png?ssl=1
      Übersetzt:

      WutanfallMeltdown
      soll ein Ziel erreichenist Folge einer Überreizung/Überstimulation
      typisch für kleine Kinderkann in jedem Alter auftreten
      scheint aus dem Nichts zu kommenes gehen Anzeichen von Stress vorraus
      wird verstärkt durch Zuschauer und Aufmerksamkeitpassiert egal ob Aufmerksamkeit da ist
      zielorientiert oder manipulativkein Grund oder Ziel
      verringert sich mit dem Lernen alternativer VerhaltensweisenHilfe durch Verringern der Reizbelastung und lernen von Bewältigungsstrategien



      Lustiges Beispiel:
      i.pinimg.com/564x/34/bf/0b/34b…86b0286847a470ac393df.jpg
      Übersetzt: Nein Herzchen, dein Kind hatte einen fünfminütigen Wutanfall, weil es keine Süßigkeiten bekam. Mein autistisches Kind hatte einen vierzigminütigen Meltdown, weil es das Geräusch des Wassers gehört hat. Lerne den Unterschied!

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    • Nach deiner Beschreibung habe ich meltdowns.
      Aber ich denke schon, dass es auch impulsive, aus Überforderung oder Trigger gespeiste Wutanfälle gibt, die einfach "sind", ohne etwas zu bezwecken.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Die erste Diagnose kam von einer ehemaligen Mitarbeiterin einer Uniklinik im Bereich Autismus und die zweite Diagnostik fand in Köln statt. Und ich schenke der zweiten Diagnostik mehr Beachtung, da hier sehr oft geschrieben wird, dass die in Köln sehr gut sind.

      Ich habe Probleme, deswegen beschäftige ich mich. Seit ich denken kann, bin ich mit meiner Art angeeckt und habe Probleme mit Mobbing. Das zieht sich im Berufsleben fort. Und nur hier hat es auf mich größere Auswirkungen, da ich mein Leben finanzieren muss. Dazu kommt, dass ich wohl nicht Stress resistent bin, immer Pausen brauche, bei denen ich für mich bin. Privat habe ich auch nicht viel Kontakte, aber das belastet mich nicht so stark. Ich habe meinen Hund und bin so nicht alleine. Jetzt studiere ich wieder, einen Masterstudiengang, und möchte alles besser machen. Aber ich habe wieder Anlaufschwierigkeiten. Und finanzielle Probleme.

      Ich möchte an mir arbeiten; damit ich ein erfülltes, selbstbestimmtes und mit weniger Ängsten Leben führen kann.

      Meine Wutanfälle sind in der Tat die Auswirkung auf Stress und Überforderung. In den 1 1/2 Jahren, in denen ich krank geschrieben war, hatte ich so gut wie keinen Wutanfall mehr. Davor hatte ich fast jeden Tag einen nach der Arbeit. Da reichte es manchmal nur, dass mich einer ansprach. Danach schäme ich mich auch immer, dass es passiert ist oder bin auch erstmal weg getreten. Das habe ich wohl schon immer.

      Autismus wurde in Köln ausgeschlossen, da ich zu emphatisch bin, da ich mit den Klienten mitfühlen konnte, die von den Sozialarbeitern schikaniert wurden. Und es hat mich wirklich sehr aufgeregt, da dieses Verhalten nicht toleriert werden sollte und vor allem nicht von einer Fachkraft. Dazu kann ich keine Routinen nennen. Als Beispiel wurde genannt, dass man das Licht immer an und aus schalten muss, wenn man einen Raum betritt. So etwas mache ich nicht. Und es fehlt ein Spezialinteresse. Ich zeichne zwar viel und versinke darin. Aber das hatte ich falsch interpretiert als Spezialinteresse. Es hieß, dass es sinnfreie Beschäftigungen sind, z.B. eine Waschmaschine beobachten. Im einen Teil steht z.B. dass mein Blickkontakt auffallend ist und im anderen Teil, dass dieser modelliert ist.

      Kindheitstraumata könnte das viele Mobbing sein, teils auch mit körperlicher Gewalt, wie Steine werfen, anpinkeln, Ausziehen und Kleidung klauen, Finger festhalten und Tür drauf schmeißen usw. Das hat sicherlich Spuren hinterlassen. Ich war als Kind sehr direkt, distanzlos und zu ehrlich. Dazu kommt noch, dass mein Bruder vor meiner Geburt verstarb und dies natürlich bei meinen Eltern zu Problemen führte.

      Auf ADHS wurde ich bisher noch nie hingewiesen. Vielleicht sollte ich mich darauf testen lassen. Ich habe eher einen Hyperfokus und kann alles andere total ausblenden, wenn ich zeichne. Hochbegabung wurde auch mal festgestellt. Bisher bin ich meist ein Sonderfall und man kann mir nicht so wirklich helfen. Und ich habe wirklich Angst, dass ich mein Leben nicht gestalten kann und ich mich nicht finanzieren kann z.B Obdachlos werden könnte, da ich auch kein soziales Netzwerk habe, dass mich auffangen könnte.

      The post was edited 1 time, last by Meso ().

    • MangoMambo wrote:


      WutanfallMeltdown
      soll ein Ziel erreichenist Folge einer Überreizung/Überstimulation
      typisch für kleine Kinderkann in jedem Alter auftreten
      scheint aus dem Nichts zu kommenes gehen Anzeichen von Stress vorraus
      wird verstärkt durch Zuschauer und Aufmerksamkeitpassiert egal ob Aufmerksamkeit da ist
      zielorientiert oder manipulativkein Grund oder Ziel
      verringert sich mit dem Lernen alternativer VerhaltensweisenHilfe durch Verringern der Reizbelastung und lernen von Bewältigungsstrategien

      Danke für diese tolle Gegenüberstellung. Meine "Anfälle" sind dann eher Meltdowns die gelegentlich mit SVV enden. Aber wenn ich mir eben meine SVV Situationen anschaue, ging allen Stress und Überreizung voraus und passierten eher, wenn keine Aufmerksamkeit von außerhalb da war. Das ist gerade irgendwie ein WOW-Moment gerade. Danke.

      Und sorry, dass ich da jetzt grad einfach so in den Thread reinplatze und das loswerde.
    • @Meso Das liest sich so, als ob Du ein diagnostischer Grenzfall wärst. Von Köln habe ich schon mehrfach gelesen, dass sie ggf. AS ausschließen, aber keine Alternativen nennen, was ich ärgerlich finde. Am Ende hat man dann zwei oder drei verschiedene "reicht nicht ganz"-Negativdiagnosen (z.B. AS, ADHS, und PTBS) und keiner kapiert, dass die zusammen ein ziemliches Päckchen sind, weil jeder nur Nein sagt und weder rechts noch links schaut. Denn "diagnostischer Grenzfall" in Sachen AS heißt ja nicht "keine echten Schwierigkeiten". Wenn noch was anderes dazukommt, reicht "beinah-AS" eben doch aus, um welche zu haben. Spektrum eben.
    • AspiIT wrote:

      MangoMambo wrote:

      Linnea wrote:

      Nach deiner Beschreibung habe ich meltdowns.
      Aber ich denke schon, dass es auch impulsive, aus Überforderung oder Trigger gespeiste Wutanfälle gibt, die einfach "sind", ohne etwas zu bezwecken.
      Ich denke, dass auch NTs Meltdowns haben können.
      Wie sieht das den dann aus? Vorstellen kann ich mir das nicht wirklich
      Auch NTs können so überreizt werden daß sie einen Meltdown haben. Früher nannte man das auch Mal Nervenzusammenbruch.

      Nur damit NTs so überreizt werden, dass sie ohne Grund "durchdrehen" braucht es deutlich mehr.
    • Meso wrote:

      Autismus wurde in Köln ausgeschlossen, da ich zu emphatisch bin, da ich mit den Klienten mitfühlen konnte, die von den Sozialarbeitern schikaniert wurden. Und es hat mich wirklich sehr aufgeregt, da dieses Verhalten nicht toleriert werden sollte und vor allem nicht von einer Fachkraft. Dazu kann ich keine Routinen nennen. Als Beispiel wurde genannt, dass man das Licht immer an und aus schalten muss, wenn man einen Raum betritt. So etwas mache ich nicht. Und es fehlt ein Spezialinteresse. Ich zeichne zwar viel und versinke darin. Aber das hatte ich falsch interpretiert als Spezialinteresse. Es hieß, dass es sinnfreie Beschäftigungen sind, z.B. eine Waschmaschine beobachten. Im einen Teil steht z.B. dass mein Blickkontakt auffallend ist und im anderen Teil, dass dieser modelliert ist.
      Also ich bin sicher, dass es Vogeley besser weiß als das. Vielleicht hat er da einem Mitarbeiter nicht gut genug auf die Finger geschaut?

      Da möchte ich wissen, wie viele der in Köln Diagnostizierten ausschließlich sinnfreie Beschäftigungen als SI haben.
      Sinnfreiheit ist nicht das Kriterium, sondern die Stereotypie (nenne ich es mal so), also dass man sehr viel Zeit damit verbringt und man nicht einfach darauf verzichten kann, und es vielleicht auch in einer bestimmten Art und Weise tun will. Das kann beim Zeichnen auch so sein. Es kann ein ausgefallenes Interesse sein, aber auch ein gewöhnliches Interesse wie z.B. Tiere.

      Man muss auch nicht alle diese Kriterien erfüllen, sondern nur eine bestimmte Anzahl. Also wenn man keine "nonfunktionalen" Routinen hat, aber andere Auffälligkeiten aus dem Bereich, wie z.B. stereotype Bewegungen, kann das auch schon ausreichen. Funktionale Routinen werden übrigens von den meisten Diagnostikern auch anerkannt, es kommt dann eher darauf an, ob man in seinem Ablauf durcheinander kommt, wenn eine Routine nicht eingehalten werden kann. So habe ich das zumindest mitbekommen.
      Und Empathie, das weiß man heutzutage auch besser.

      Insofern, da ich der Meinung bin, dass eine Autismusambulanz den Anspruch haben sollte, korrekt zu arbeiten, wäre eigentlich der richtige Weg, diese Aussagen zu reklamieren und um Überprüfung zu bitten. Ob die das allerdings machen, ist fraglich. Vielleicht wenn du mal versuchst, direkt an Vogeley eine Mail zu schicken mit dem Inhalt, dass du deinen Bericht als widersprüchlich empfindest, und auch einige Aussagen darin nicht dem aktuellen Wissenstand über Autismus entsprechen, sodass du darum bittest, ob du nicht einen Termin direkt bei ihm bekommen könntest, um alles zu besprechen und abschließend zu klären....
      Keine Ahnung, ob er sowas macht, aber ich finde eigentlich, dass man darauf schon einen Anspruch hat.


      Bliebe noch die Frage, ob das hier:

      Meso wrote:

      Dazu kommt noch, dass mein Bruder vor meiner Geburt verstarb und dies natürlich bei meinen Eltern zu Problemen führte.
      dich beeinflusst haben könnte, z.B. wenn deine Mutter deswegen depressiv war, oder du überbehütet wurdest, weil deine Eltern Angst hatten, dass dir auch etwas passieren könnte.

      Beim Mobbing und anderen Ereignissen kommt es ja darauf an, ob Auffälligkeiten, die mit AS zu tun haben, schon vorher da waren, und man deswegen gemobbt wurde, oder ob das Mobbing wegen was anderem war.
      Alles wird galaktisch gut.
    • @Meso
      Warum hattest du die zweite Diagnostik gemacht?
      Würde nicht geklärt warum du die Wutanfälle hast?

      Achso, das steht im anderen Thread. Nun, da sieht man wie kontraproduktiv eine Zweite sein kann. Dann nimm doch einfach die Erste und fertig.

      Ich finde diese Diagnostik in Ambulanzen etc. generell für problematisch, weil die Betroffenen im Anschluß keine Therapie erhalten, wo ihnen alles erklärt wird. Die bleiben auf ihren Fragen dann sitzen.
      When nothing goes right ... go left.

      The post was edited 2 times, last by Teddy1 ().