„Sieht aus wie Autismus, ist es aber nicht“ - Was kann es sein?

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    • Wahrscheinlich habe ich es vor einiger Zeit in einem anderen Thread schon mal geschrieben. In der Regel ist es so, dass die Patienten, die in der Kölner Spezialambulanz vorstellig werden, entweder zwei oder drei diagnostische Termine (also inklusive den Testungen) bekommen. Ich bin mir nicht sicher, wovon es abhängig ist, aber ich vermute mal, dass die Patienten, die tiefer im Autismus-Spektrum sind, also bei denen der Autismus leichter erkennbar ist, nur zwei diagnostische Termine benötigen. Bei mir gab es drei diagnostische Termine, also ich musste die Testungen noch zusätzlich machen. Es kann aber auch sein, dass es andere Gründe hat. Es ist lediglich eine Vermutung von mir.
    • Grübler_1988 wrote:

      Wahrscheinlich habe ich es vor einiger Zeit in einem anderen Thread schon mal geschrieben. In der Regel ist es so, dass die Patienten, die in der Kölner Spezialambulanz vorstellig werden, entweder zwei oder drei diagnostische Termine (also inklusive den Testungen) bekommen. Ich bin mir nicht sicher, wovon es abhängig ist, aber ich vermute mal, dass die Patienten, die tiefer im Autismus-Spektrum sind, also bei denen der Autismus leichter erkennbar ist, nur zwei diagnostische Termine benötigen. Bei mir gab es drei diagnostische Termine, also ich musste die Testungen noch zusätzlich machen. Es kann aber auch sein, dass es andere Gründe hat. Es ist lediglich eine Vermutung von mir.
      Ich wurde zum Ende des Erstgesprächs gefragt, ob ich schon mal einen Intelligenztest gemacht hätte (was ich wahrheitsgemäß verneinte). Ich denke, dass es sein kann, dass andere Patienten mehr Unterlagen mitbringen, die benutzt werden können, wenn sie nicht zu "alt" sind. Dann könnte auch jemand weniger Termine bekommen unabhängig davon, wie tief er / sie im Spektrum ist.
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...
    • Elisa wrote:

      Ich denke die verwenden die Tests auch für irgendwelche Forschungen. Ich erinnere mich, dass ich da was für unterschreiben musste, als ich die Testung gemacht habe.
      Ja, das ist richtig. Man muss vorher immer eine Einverständniserklärung und eine Probandeninformation unterschreiben, bevor man an irgendwelchen Testungen oder Studien teilnehmen kann.
    • Ja, man ist Patient und 'Forschungsobjekt' in einem :d - Allerdings profitiert man ja auch und die Studien sind interessant. Eine genaue Info welche Anteile an den neuropsychologischen Testungen der Forschung und welche der eigentlichen Untersuchung zum Zweck der begleitenden Diagnosestellung dienen, habe ich nicht erhalten.
      Ich denke, es ist jedoch auch nicht sinnvoll, Zuviel über die Methoden zu wissen :roll:
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...
    • 70Quadrillionen wrote:

      Grübler_1988 wrote:

      Ich bin mir nicht sicher, wovon es abhängig ist, aber ich vermute mal, dass die Patienten, die tiefer im Autismus-Spektrum sind, also bei denen der Autismus leichter erkennbar ist, nur zwei diagnostische Termine benötigen. Bei mir gab es drei diagnostische Termine, also ich musste die Testungen noch zusätzlich machen.
      Ich wurde zum Ende des Erstgesprächs gefragt, ob ich schon mal einen Intelligenztest gemacht hätte (was ich wahrheitsgemäß verneinte). Ich denke, dass es sein kann, dass andere Patienten mehr Unterlagen mitbringen, die benutzt werden können, wenn sie nicht zu "alt" sind. Dann könnte auch jemand weniger Termine bekommen unabhängig davon, wie tief er / sie im Spektrum ist.

      Elisa wrote:

      Ich denke die verwenden die Tests auch für irgendwelche Forschungen. Ich erinnere mich, dass ich da was für unterschreiben musste, als ich die Testung gemacht habe.
      Mir ist ein Fall bekannt, bei dem die Person nach dem Erstgespräch in Köln zu einer Neuropsychologischer Testtermin eingeladen wurde, obwohl sie sehr ausführliche Unterlagen zu einer neurologischen Diagnostik incl. Intelligenztest eingereicht hatte, die wenige Monate zuvor an anderer Stelle durchgeführt wurden.
    • @Input:

      ...à la "trau keiner Statistik*, die du nicht selbst gefälscht hast" ?



      *hier: diagnostisches Material


      Junge, Junge, das wirft nicht gerade ein gutes Licht auf das diagnostische Konzept in Köln.

      Trotzdem halte ich Professor V für fähig und kompetent. Soweit ich ihn erleben konnte. Vielleicht schummelt er aber regelmäßig beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel. :fun:
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • Input wrote:

      obwohl sie sehr ausführliche Unterlagen zu einer neurologischen Diagnostik incl. Intelligenztest eingereicht hatte, die wenige Monate zuvor an anderer Stelle durchgeführt wurden.
      Wegen der Vergleichbarkeit werden sie danach schauen, dass sie möglichst bei allen Probanden dieselben Tests anwenden - hat also nix mit "Statistik fälschen" zu tun, sondern möglicherweise damit, dass die andere Stelle andere Tests (qualitativ nicht notwendigerweise schlechter, aber eben anders) verwendet hat. Würde ich an ihrer Stelle genauso machen.
    • HCS wrote:

      Wegen der Vergleichbarkeit werden sie danach schauen, dass sie möglichst bei allen Probanden dieselben Tests anwenden - hat also nix mit "Statistik fälschen" zu tun, sondern möglicherweise damit, dass die andere Stelle andere Tests (qualitativ nicht notwendigerweise schlechter, aber eben anders) verwendet hat. Würde ich an ihrer Stelle genauso machen.
      So rum betrachtet macht das natürlich Sinn.


      Aber, um nochmal auf das ursprüngliche Thread-Thema zurückzukommen, trotzdem frage ich mich, warum bei Meso die Testung erst nach dem 2. Gespräch anberaumt wurde und sie dann letzendlich eine Negativdiagnose erhalten hat, obwohl ihre Testergebnisse, (zumindest nach meinem Verständnis), durchaus in Richtung ASS deuten.

      The post was edited 2 times, last by Input ().

    • Meso wrote:

      Da das Datum nicht stimmt, kann es auch möglich sein, dass die Ergebnisse auch von jemand anderem sind. Also sollte ich so oder so mal dort eine eMail hinschreiben zusammen mit dem Bericht.
      Ich würde empfehlen, nachzufragen, wenn du es irgendwie hinbekommst. Ich habe in einer grob vergleichbaren Situation nicht nachgefragt und ärgere mich heute, Jahre später, darüber, aber inzwischen ist es zu spät für Fragen - die beteiligten Personen arbeiten längst nicht mehr am Institut und es wird sich nie mehr klären lassen.

      Klar, irgendwann macht im Alltag man zwangsläufig seinen Frieden mit den ungeklärten Fragen, weil alles andere nichts bringt und solch ein Thema einfach mit den Jahren in den Hintergrund rückt, aber jedes Mal, wenn ich aus irgendwelchen Gründen daran denke, ärgere ich mich, dass ich damals nicht die Möglichkeit zur Klärung und/oder Nachbesserung genutzt habe, als es noch möglich gewesen wäre.
    • filipendula wrote:

      Klar, irgendwann macht im Alltag man zwangsläufig seinen Frieden mit den ungeklärten Fragen, weil alles andere nichts bringt und solch ein Thema einfach mit den Jahren in den Hintergrund rückt, aber jedes Mal, wenn ich aus irgendwelchen Gründen daran denke, ärgere ich mich, dass ich damals nicht die Möglichkeit zur Klärung und/oder Nachbesserung genutzt habe, als es noch möglich gewesen wäre.
      Oh, ja das kenne ich. Es ist sehr ärgerlich.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Meso wrote:

      Es wurden folgende Untersuchungen zur Erfassung des kognitiv-mnestischen Leistungsniveaus durchgeführt: Wisconsin-Card-Sorting-Test (WCST-64), Memo-Test, Wechsler Intelligenztest, Aufmerksamkeits-Belastungstest (02), Traii-Making-Test (TMT), Contralied Oral Word Association Test (COWAT), Wortschatztest (WST). Es wurden folgende Untersuchungen zur Objektivierung psychopathalogischer Verhaltensmerkmale durchgeführt: Theory-of-Mind-Test (Augen-TOM-Test), Autismus-Quotient, Tests zur sozialen Kognition (EQ, SQ), Beck-Depressions-lnventar (BOl).
      (...) Psychopathalogisch finden sich Hinweise auf eine autistische Symptomatik bei auffällig schwach ausgeprägten empathischen Fähigkeiten sowie auffällig stark ausgeprägten analytischen und konstruktiven Fähigkeiten. Bezüglich der sozialen Kognition liegt der erreichte Wert im grenzwertigen Bereich.

      Input wrote:

      Immerhin hat Prof. Vogeley in seinem Buch über Autismmus-Spektrum-Störung im Erwachsenenalter Anders sein Folgendes formuliert:
      "Testpsychologische Untersuchungen sind eine wichtige Ergänzung zu den Patientengesprächen. […] Sie ersetzen aber nicht die klinische Beurteilung durch den geschulten Arzt oder Psychologen und leisten nach unseren eigenen Untersuchungen keinen substanziellen Beitrag zur Diagnosestellung. Zwar konnten bestimmte Profile bei Gruppen von autistischen Personen gezeigt werden, allerdings sind die Schwankungen zwischen den untersuchten Personen so groß, dass im Einzelfall kein Beitrag zur Diagnose zu erwarten ist."
      Also: der einzige Test, der hier zur "sozialen Kognition" überhaupt gemacht wurde, ist der EQ. Das Ergebnis war offenbar grenzwertig. Da stimme ich Prof. Vogeley absolut zu: für die Diagnosestellung leistet dieses Ergebnis keinen substantiellen Beitrag. EQ ist ein Screening-Instrument und außerdem eine reine Selbsteinschätzung. Es wäre Unfug, die Diagnose allein darauf zu stützen, dass man sich selbst in Bezug auf Empathie schwach einschätzt.
      Sinnvoll wäre allerdings meiner Meinung nach der Einsatz von Tests, die direkt die Empathie testen und nicht nur eine Selbst- oder Fremdeinschätzung auswerten.
      Es gibt durchaus solche Tests, da frage ich mich, warum sie die nicht in der Diagnostik einsetzen.

      Input wrote:

      Aber, um nochmal auf das ursprüngliche Thread-Thema zurückzukommen, trotzdem frage ich mich, warum bei Meso die Testung erst nach dem 2. Gespräch anberaumt wurde und sie dann letzendlich eine Negativdiagnose erhalten hat, obwohl ihre Testergebnisse, (zumindest nach meinem Verständnis), durchaus in Richtung ASS deuten.
      Die Testergebnisse von AQ, EQ, SQ und Augen-TOM-Test deuten in Richtung ASS. Aber sie deuten nur auf ASS hin, reichen aber als reine Screening-Instrumente nicht für eine Positivdiagnose. Außerdem sind das die Testungen, die wahrscheinlich nicht nach dem 2. Gespräch durchgeführt wurden, sondern als Screening bereits vor dem Erstgespräch. Wenn sie nicht zumindest auf ASS hingedeutet hätten, wäre Meso gar nicht zur Diagnostik eingeladen worden

      Elisa wrote:

      Ich denke die verwenden die Tests auch für irgendwelche Forschungen. Ich erinnere mich, dass ich da was für unterschreiben musste, als ich die Testung gemacht habe.
      Im Fall von Meso ist das gut möglich. Denn die Negativdiagnose scheint ja bereits vorher festgestanden zu haben.

      Grübler_1988 wrote:

      Ja, das ist richtig. Man muss vorher immer eine Einverständniserklärung und eine Probandeninformation unterschreiben, bevor man an irgendwelchen Testungen oder Studien teilnehmen kann.
      Man muss unterschreiben, wenn man an an den Studien teilnehmen möchte.
      In der Probandeninformation dürfte aber auf jeden Fall stehen, dass man die Teilnahme auch ohne Angabe von Gründen verweigern kann.
      Die Testungen, soweit sie zur Diagnosestellung beitragen, müssten dann trotzdem gemacht werden, dürften aber nicht für die Forschung verwendet werden.

      70Quadrillionen wrote:

      Eine genaue Info welche Anteile an den neuropsychologischen Testungen der Forschung und welche der eigentlichen Untersuchung zum Zweck der begleitenden Diagnosestellung dienen, habe ich nicht erhalten.
      Ich denke, es ist jedoch auch nicht sinnvoll, Zuviel über die Methoden zu wissen
      Das müsste aber in der Probandeninformation dringestanden haben, da hast du nur nicht genau genug hingeschaut oder inzwischen vergessen, was du genau unterschrieben hast.
      Da besteht schon eine Informationspflicht, was nur zu Forschungszwecken gemacht wird und was man deshalb ohne Einfluss auf die gerade laufende Diagnostik auch verweigern darf. Zu viel über die Methoden erfährt man dabei schon nicht.
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Meso wrote:

      Neuropsychologische Untersuchunq vom 27.08.2018: (Das Datum steht dort so, stimmt aber nicht.)
      Das Datum bezieht sich vielleicht auf die ersten eingereichten Unterlagen, das dürften Augen-TOM-Test, AQ, EQ, und SQ gewesen sein.
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Nur der Vollständigkeit halber, weil ich mich gerade außerhalb des Forums mit Betroffenen darüber ausgetauscht habe:

      Tuvok wrote:

      Also: der einzige Test, der hier zur "sozialen Kognition" überhaupt gemacht wurde, ist der EQ.
      Es gibt einen Artikel aus Köln, in den etwas zur Testung der sozialen Kognition im Rahmen der Neuropsychologischen Testung steht:

      Prof. L. wrote:

      Zur Erfassung der Leistung zur sozialen Kognition wurde der „Augen-ToM-Test“[...] eingesetzt.

      Tuvok wrote:

      Die Testergebnisse von AQ, EQ, SQ und Augen-TOM-Test deuten in Richtung ASS. Aber sie deuten nur auf ASS hin, reichen aber als reine Screening-Instrumente nicht für eine Positivdiagnose. Außerdem sind das die Testungen, die wahrscheinlich nicht nach dem 2. Gespräch durchgeführt wurden, sondern als Screening bereits vor dem Erstgespräch.
      Der Augen-ToM-Test wird in Köln nicht vor dem Erstgespräch durchgeführt, sondern soviel ich gehört habe, und wie es oben genannter Artikel vermuten lässt, im Rahmen der Neuropsychologischen Testung.
    • @TuvokDas müsste aber in der Probandeninformation dringestanden haben, da hast du nur nicht genau genug hingeschaut oder inzwischen vergessen, was du genau unterschrieben hast. Da besteht schon eine Informationspflicht, was nur zu Forschungszwecken gemacht wird und was man deshalb ohne Einfluss auf die gerade laufende Diagnostik auch verweigern darf. Zu viel über die Methoden erfährt man dabei schon nicht“

      Antwort:

      Na, das war ja keine reine Probandeninformation, es hieß vielmehr: „Aufklärungsbogen für die Verhaltensuntersuchung bei Personen mit Verdacht auf Autismus“.

      Aber ich will nicht zu kleinlich sein jedoch korrekt wiedergeben und geraderücken (RW), denn Deine Behauptung trifft nicht zu.
      Ich finde es allerdings schade, wie Du es siehst (ich hätte nicht genau genug hingeschaut oder inzwischen vergessen).

      Wie es war: Trotz aller Aufregung zu dem Zeitpunkt habe ich mir vorher alles sorgfältig durchgelesen und eine Kopie erhielt ich auch.
      Das zweiseitige Dokument liegt mir noch vor und: Nein, es geht nicht daraus hervor, welche Anteile zu welchen Untersuchungen zu rechnen wären.
      Es wurde allerdings darauf hingewiesen (schriftlich und mündlich), dass der genaue Ablauf der Untersuchung sowie die konkreten Aufgabenstellungen bei den einzelnen Tests direkt vor der jeweiligen Aufgabe vermittelt werden. - Etwas anderes würde m.E. Auch gar keinen Sinn machen.

      Im anschließenden Diagnoseschreiben waren hingegen die verschiedenen Tests (WCST-64, Memo-Test, Wechsler Intelligenztest usw.) aufgeführt.
      Die Ergebnisse aus den Untersuchungen zur sozialen Kognition wurden natürlich nicht angegeben, diese gehörten ja nicht im eigentlichen Sinne zur Diagnostik, wie oben schon erwähnt.

      Ich habe im Anschluss an die Diagnostik an der Uniklinik Köln den Psychodiagnostischen Befundbericht‘ schicken lassen.
      Hierin sind die Testergebnisse detailliert aufgeführt mit allen Ergebnissen zum kognitiv-mnestischen Leistungsniveau und der Objektivierung psychopathologischer Verhaltensmerkmale. DIese Berichte werden an einer großen Klinik wie der UK Köln nicht nur für die Autismus-Sprechstunde von Prof. Vogeley erstellt. Die Ergebnisse, die nicht der Diagnostik, sondern „nur“ zu ihren Forschungszwecken durchgeführt wurden, haben sie wohl anders erfasst und ausgewertet. Darüber habe ich jedenfalls keinen Bericht, kann also auch auf Ergebnisgrundlage nicht zu 100 Prozent unterscheiden.

      Ich schätze sehr Deine sachliche Art und wertvollen Beiträge, Tuvok. - Hier scheint Dir jedoch wohl die Puste ausgegangen zu sein (RW), als
      Du auf so viele Beiträge gleichzeitig geantwortet hast - und auf meinen als letztes. - Aber: Ich habe ja schon früher (als Schüler) meine Lehrer korrigiert, wenn sie danebenlagen :d
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...

      The post was edited 4 times, last by 70Quadrillionen ().

    • 70Quadrillionen wrote:

      Ich finde es allerdings schade, wie Du es siehst (ich hätte nicht genau genug hingeschaut oder inzwischen vergessen).

      70Quadrillionen wrote:

      Ich schätze sehr Deine sachliche Art und wertvollen Beiträge, Tuvok. - Hier scheint Dir jedoch wohl die Puste ausgegangen zu sein (RW)
      Tut mir leid. Da habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
      Es lag nicht in meiner Absicht, dich da persönlich zu kritisieren. Es ist nur die allgemeine Lebenserfahrung, dass man sich nach einiger Zeit nicht mehr an jede Einzelheit erinnert, die man damals bei der Diagnostik mal unterschrieben hat.

      Hier scheint es so gewesen zu sein, dass einige Tests im Rahmen der normalen Diagnostik gemacht wurden (WCST-64, Memo-Test, Wechsler Intelligenztest usw.).
      Für diese Tests gibt es dann den „Aufklärungsbogen für die Verhaltensuntersuchung bei Personen mit Verdacht auf Autismus“.
      In diesem Bogen wird darüber aufgeklärt, was mit den Daten passiert, z.B. dass sie im Gegensatz zu den Daten in einer normalen Arztpraxis auch statistisch ausgewertet werden und die statistischen Auswertungen veröffentlicht werden können. Es muss aber nicht darinstehen, welche Tests genau gemacht werden und welchem Zweck in der Diagnostik jeder einzelne dieser Tests dient.

      Offenbar hast du aber weitere Tests im Rahmen einer konkreten Studie gemacht. Für diese Tests müsstest du dann aber die Probandeninformation bekommen haben, in der auch die Ziele der Studie genannt werden und eine grobe Beschreibung der dazugehörigen Tests geliefert wird und du darüber aufgeklärt wirst, dass du diese zusätzlichen Tests auch ohne Angabe von Gründen verweigern darftst und ohne dass du damit nicht den Anspruch auf Durchführung der für die Diagnose relevanten Tests verlierst.

      Somit müsste es aus meiner Sicht eigentlich erkennbar gewesen sein, ob ein konkreter Test mit den Zielen der Studie zusammenhängt oder nicht. Alles, was nicht damit zusammenhängt, wäre dann Teil der normalen Diagnostik.

      70Quadrillionen wrote:

      Die Ergebnisse, die nicht der Diagnostik, sondern „nur“ zu ihren Forschungszwecken durchgeführt wurden, haben sie wohl anders erfasst und ausgewertet.
      Ja, das ist so üblich. Bei manchen Studien können die Probanden aber auf Wunsch auch Informationen über die eigenen Ergebnisse bei der Studie bekommen.

      70Quadrillionen wrote:

      Die Ergebnisse, die nicht der Diagnostik, sondern „nur“ zu ihren Forschungszwecken durchgeführt wurden, haben sie wohl anders erfasst und ausgewertet. Darüber habe ich jedenfalls keinen Bericht, kann also auch auf Ergebnisgrundlage nicht zu 100 Prozent unterscheiden.
      Jedenfalls weißt du aber jetzt, dass alles, was nicht in dem Bericht steht, offenbar zur Studie gehörte.

      Input wrote:

      Der Augen-ToM-Test wird in Köln nicht vor dem Erstgespräch durchgeführt, sondern soviel ich gehört habe, und wie es oben genannter Artikel vermuten lässt, im Rahmen der Neuropsychologischen Testung.
      Interessant, das wusste ich nicht. Es ändert aber nichts daran, dass der Stellenwert dieses Tests für die Diagnostik nicht größer ist als der von AQ, EQ und SQ.

      Input wrote:

      Es gibt einen Artikel aus Köln, in den etwas zur Testung der sozialen Kognition im Rahmen der Neuropsychologischen Testung steht:
      "Zur Erfassung der Leistung zur sozialen Kognition wurde der „Augen-ToM-Test“[...] eingesetzt."
      Der Satz ist aber nicht aus dem Abstract. Hast du Zugriff auf den gesamten Artikel?
      Den Augen-TOM-Test als Mittel zur Erfassung der sozialen Kognition zu beschreiben, ist sicherlich nicht ganz falsch.
      Aber er ist nicht geeignet, die gesamte soziale Kognition zu erfassen. Da gibt es bessere Instrumente, die mehr erfassen, als nur die Deutung von Mimik. Sind da eventuell noch weitere tests aufgeführt, wo du die eckige Klammer mit den Punkten gesetzt hast?
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Tuvok wrote:

      Der Satz ist aber nicht aus dem Abstract. Hast du Zugriff auf den gesamten Artikel?
      Beim ersten Anklicken hatte ich Zugriff auf den gesamten Artikel. Jetzt nicht mehr. :?


      Edit: Einen Teil des Artikels hatte ich mir in Word kopiert.

      Tuvok wrote:

      Sind da eventuell noch weitere tests aufgeführt, wo du die eckige Klammer mit den Punkten gesetzt hast?
      In der eckigen Klammer nicht, aber "drumherum":

      Prof. L. wrote:

      Zur Messung des allgemeinen Intelligenzniveaus wurde derHamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene in der revi-dierten Version (HAWIE-R [54]) angewendet. Die exekutivenFunktionsleistungen wurden über den„Trail-Making-Test“(TMT,34/39 auswertbare Befunde in der HFA/AS-Gruppe, 38/39 inder Kontrollgruppe) zur Erfassung der kognitiven Verarbeitungs-geschwindigkeit (TMT-A) und der Fähigkeit zur geteilten Auf-merksamkeit (TMT-B), sowie dem„Controlled Oral Word Asso-ciation Test“(COWAT,„verbal fluency“, 30/39 auswertbareBefunde in der HFA/AS-Gruppe, 37/39 in der Kontrollgruppe)zur Erfassung der Wortflüssigkeit und des semantischen Abrufes(Buchstaben S, A, B, N sowie semantische Kategorie„Super-markt“) geprüft [55]. Zur Erfassung der Leistung zur sozialenKognition wurde der„Augen-ToM-Test“[28] in einer deutschenund verkürzten Version (24 anstelle von 36 Augenpaare) einge-setzt [56]. Als weiteres Selbstbeurteilungsinstrument wurde dasBeck-Depressions-Inventar (BDI) zur Erfassung depressiverSymptome verwendet [57]. Zum Ausschluss einer negativen Be-einflussung neuropsychologischer Leistungen durch eine kli-nisch relevante depressive Symptomatik wurden Probanden miteinem BDI-Wert >17 (22 von insgesamt 61 diagnostiziertenHFA/AS, keiner der Kontrollprobanden) nicht berücksichtigt.
      Ich weiß noch, dass in dem Artikel stand, dass der Augen-ToM-Test bei Personen mit ASS im Durchschnitt schlechter ausgefallen ist, als bei der Kontrollgruppen, dass der Unterschied aber nicht groß war.

      The post was edited 2 times, last by Input ().