Asperger Diagnose LWL Klinik Dortmund

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    • MangoMambo wrote:

      Laut Forenregeln soll man hier keine Diagnosen stellen und ich finde den Satz somit unangemessen.
      Das ist keine Diagnose. Wenn ich jemandem sage, er habe eine schüchterne Persönlichkeit ist das ja auch keine Diagnose. Das kann und darf auch nur ein Psychiater machen. ;) Aber dazu müsste er ja erst Mal zu einem gehen.

      Melde es doch, dann bin ich hier wenigstens kein Opfer mehr.
      danke sehr!
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

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    • Coocy wrote:

      Kennst und weißt du vergleichswiese belastbarere Statistiken, über welche du hier referierst?
      Nein, eben nicht - was Du beim Nachlesen meines ersten Posts dazu gesehen hättest:

      HCS wrote:

      Und ob dann ein Symptom bei der einen oder anderen Variante häufiger ist - da bezweifle ich, dass es belastbare Statistiken dazu gibt,
      Und dann war da noch eine Frage:

      Coocy wrote:

      @HCS woher weißt du denn, dass die von Cloudactive genannten Quellen nur ... so sind?
      Könnte es möglich sein, dass ich sie - soweit der Text nicht ohnehin schon zitiert war - gelesen habe? Wär doch eine plausible Erklärung, die sich aber wohl nicht jedem von allein erschließt.

      Cloudactive wrote:

      Grundlagenforschung passt schon zu dir, da musst du nicht in relativ größeren Zusammenhängen denken,
      :lol: :lol: :lol: :lol: Nun ja, Du musst es ja wissen - oder auch: blamier Dich ruhig mit offensichtlicher Ahnungslosigkeit weiter.
    • HCS wrote:

      Nein, eben nicht - was Du beim Nachlesen meines ersten Posts dazu gesehen hättest:

      HCS wrote:

      Und ob dann ein Symptom bei der einen oder anderen Variante häufiger ist - da bezweifle ich, dass es belastbare Statistiken dazu gibt,
      Und dann war da noch eine Frage:

      Coocy wrote:

      @HCS woher weißt du denn, dass die von Cloudactive genannten Quellen nur ... so sind?
      Könnte es möglich sein, dass ich sie - soweit der Text nicht ohnehin schon zitiert war - gelesen habe? Wär doch eine plausible Erklärung, die sich aber wohl nicht jedem von allein erschließt.
      Sicher hast du dir die Mühe gemacht, die Quellen zu lesen, die Cloudactive herausgefunden hat, immerhin hat sie überhaupt welche präsentiert.

      Mich stört, dass hier so oft "Quellenkritik" geübt wird, während der Kritiker sich offensichtlich nicht die Blöße gibt, selber Quellen herauszusuchen, die seinen eigenen zitierten Ansprüchen genügen.

      Also ganz konkret: Wenn du Cloudactives Quellen so bescheiden findest, mach dir die Mühe und präsentiere doch überhaupt erst einmal selber welche!
    • Coocy wrote:

      Also ganz konkret: Wenn du Cloudactives Quellen so bescheiden findest, mach dir die Mühe und präsentiere doch überhaupt erst einmal selber welche
      Merkst Du nicht wie absurd diese Forderung ist: wie soll ich bitteschön Quellen beibringen, die belegen, dass es eben keine Quellen gibt? Und dann: cloudactive hat viel heiße Luft (nämlich die immer selbe unbelegte Vermutung) und genau eine Quelle gebracht - die jedoch belegt, dass der Forschungsstand widersprüchlich und und unklar ist, kurz: eben keine wirklich belastbaren Quellen da sind. Genau genommen belegt ihre einzige richtige Quelle, dass meine Vermutung "keine belastbaren Quellen" jedenfalls realistisch ist.

      The post was edited 1 time, last by HCS ().

    • MangoMambo wrote:

      Wie würdest du denn HFA und AS abgrenzen, wenn du der Meinung bist, dass die Grenzen wichtig sind?
      Unterscheiden würde ich das von der physiologischen Grundlage her.Die ist bei HFA eine andere als bei ASlern.Daraus ergeben sich manche Unterschiede.Wichtig sollte das für alle ASler sein.

      Unterschiede beim Zeitpunkt Spracherwerbs halte ich übrigens nicht für relevant.Nach meinen Beobachtungen gibt es da auch bei nichtautistischen Kindern eine große Bandbreite.
    • kitescreech wrote:

      MangoMambo wrote:

      Wie würdest du denn HFA und AS abgrenzen, wenn du der Meinung bist, dass die Grenzen wichtig sind?
      Unterscheiden würde ich das von der physiologischen Grundlage her.Die ist bei HFA eine andere als bei ASlern.Daraus ergeben sich manche Unterschiede.Wichtig sollte das für alle ASler sein.
      Unterschiede beim Zeitpunkt Spracherwerbs halte ich übrigens nicht für relevant.Nach meinen Beobachtungen gibt es da auch bei nichtautistischen Kindern eine große Bandbreite.
      ich spreche von einem Spracherwerb der nach dem 3. Lebensjahr ist oder auffällig. Das ist kein Teil normaler Bandbreite.

      Könntest du bitte ausführen was du mit physiologische Grundlage meinst? Danke.
    • Asperger und HFA unterscheiden sich meines Wissens nach in der Definition dadurch, ob die Sprachentwicklung altersgerecht erfolgte oder nicht. Wie ich denke, kann diese Unterscheidung auf tiefergehende und viel folgenschwerere Unterschiede hinweisen , muss es aber nicht. Diejenigen, die früh sprechen, sind wohl häufiger verbale Denker. Und nicht selten Menschen mit nonverbaler Lern-Störung. Häufig werden sie in der Schulzeit wegen ihrer sprachlichen Stärken überschätzt, dabei fehlen ihnen Fähigkeiten gerade in den Bereichen, wo Autisten passende "Nischen" finden. Die Autisten mit später Sprachentwicklung sind tendenziell meiner Vermutung nach eher Muster- und Bilderdenker, deren Stärken echten Marktwert haben.

      Aber wie gesagt - das halte ich für Tendenzen. Sicher gibt es auch Kinder mit NLS, die später sprechen. Die Unterscheidung nach Denk- und Stärkentypen halte ich jedoch für wesentlich interessanter und für die Unterstützung autistischer Menschen relevanter als die nach dem Zeitpunkt des Spracherwerbs. Und nicht zuletzt sollten die verbalen Denker mit NLS und Dyspraxie viel mehr Aufmerksamkeit bekommen. Aber für die interessiert sich kaum jemand, weil sie recht unauffällig sind und kaum spektakuläre oder auch nur marktwirtschaftlich spannende Stärken haben.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Leonora wrote:

      Diejenigen, die früh sprechen, sind wohl häufiger verbale Denker. ...... Die Autisten mit später Sprachentwicklung sind tendenziell meiner Vermutung nach eher Muster- und Bilderdenker
      Die Idee ist schlüssig, aber wie Du sagst nur als Tendenz, nicht als generelle Regel plausibel. Ich bin gleich das Gegenbeispiel, früh sehr eloquent (meine Umwelt fand damals: altklug...), aber ich lebe beruflich von meiner guten Mustererkennung, die vor allem funktioniert, weil ich auch sehr unvollständige Muster leicht ergänzen kann (vor dem inneren Auge, nicht auf Papier). Irgendeinen tieferen Zusammenhang wird es geben, aber ich vermute fast, das wird dann wieder so komplex, dass man keine allgemeinen Regeln draus ableiten kann. Eher sowas, wo man aus mehreren Eigenschaften immer nur bei einem Teil eine auffällige Variante hat, die aber beliebig kombiniert sein können. Also z.B. frühe Sprache-gutes Musterdenken-motorische Defizite-Sprechweise unauffällig (bei mir), beim nächsten späte Sprache-verbales Denken-motorisch unauffällig-auffällige Sprechweise. Und die Zusammenhänge sind dann multifaktoriell, was Tendenzen wie die von Dir vermutete durchaus einschließen wird.

      Da wäre mal die Frage interessant, ob visuelles vs. verbales Denken mit einer Synästhesie zusammenhängt, die ja meist visuell ist.
    • HCS wrote:

      Die Idee ist schlüssig, aber wie Du sagst nur als Tendenz, nicht als generelle Regel plausibel.
      So sehe ich das auch. Autismus ist eben auch in Bezug auf einzelne Eigenschaften/Besonderheiten ein Spektrum, nicht zwei-, sondern eher dreidimensional. Klare Grenzen zwischen unterschiedlichen Typen gibt es da nicht, wenn auch manche Kombinationen sicher häufiger vorkommen.

      HCS wrote:

      Da wäre mal die Frage interessant, ob visuelles vs. verbales Denken mit einer Synästhesie zusammenhängt, die ja meist visuell ist.
      Stimmt, das ist spannend. Ich hatte als Kind in mancher Hinsicht eine recht intensive synästhetische Wahrnehmung, die aber so mit der Vorpubertät zunehmend verblasste. Ich las schon, dass das wohl nicht selten vorkommt.
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    • Das verbale Denken ist bei mir dominant, aber ich denke auch in Bildern, sehr intensiv farbig und teilweise sogar recht detailreich. Lektüre von Romanen war für mich teilweise wie ein "innerer Film", was irgendwann im Erwachsenenalter etwas zurück gegangen ist (vielleicht konzentrationsbedingt, denn es gibt immer noch Gelegenheiten, wo es wieder funktioniert). Ich habe allerdings eine ganz schwache räumliche Vorstellung, kann mir Gesichter schlecht vorstellen und merken und bin motorisch extrem ungeschickt. Daher ist die Sprache gewissermaßen das einzige "Interface", über das ich nach außen treten kann. Kreativität (über) schreiben funktioniert(e) dann, wenn es mir gut geht und gelingt, die Welt der Bilder (die auch mit Stimmungen/Emotionen verbunden ist) mit der des verbalen Denkens in Beziehung zu bringen. Musterdenken kenne ich durchaus auch, ich kann manchmal Zusammenhänge erkennen, die anderen nicht auffallen. Allerdings ist diese Fähigkeit erratisch und nicht planbar, und funktioniert auch nur, wenn ich mich wohl und sicher fühle. Nicht unter Druck stehe und "liefern" muss.

      Ich glaube, dass bei den meisten Menschen, auch den meisten Autisten, eine Mischung der verschiedenen Denkmodi vorliegt. Charakteristisch für Autisten ist eher, dass die Modi voneinander getrennt erlebt werden und es im Vergleich zum Durchschnitt eine klarere Akzentuierung einzelner Modi gibt (vielleicht vergleichbar mit Menschen, die in einzelnen Bereichen hochbegabt sind - auch wieder en Punkt, wo Autismus damit verwechselt werden kann).

      Ein "fehlendes Bild", also das Fehlen visuellen Denkens, kommt meiner Vermutung nach auch bei NLS eher selten vor, obwohl das als mögliches Symptom aufgeführt wird. Ich denke, das ist eher der Blick von außen. Für typisch halte ich stattdessen, dass die verschiedenen Aspekte schlechter als bei anderen miteinander kommunizieren. Daher kommt bei Menschen mit NLS wohl auch das schlechte Körperbewusstsein.
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    • Leonora wrote:

      Ich glaube, dass bei den meisten Menschen, auch den meisten Autisten, eine Mischung der verschiedenen Denkmodi vorliegt.
      Klar, das sind ja nur Modelle, also Abstraktionen, und beschreiben deshalb nie exakt die Realität, das darf man bei solchen Themen nicht aus dem Auge verlieren.
    • Genau. Deshalb ist es bei der Diagnostik (um zum Threadthema zurück zu kommen), aber auch bei der Unterstützung autistischer Menschen wichtig, nicht zu starr zu denken, sondern das Gesamtbild im Blick zu haben.
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    • Zahlen auch? Ich wusste bisher nur, dass es Leute gibt, die Töne schmecken oder riechen. Erstaunlich, was es da so alles gibt. Bei Erinnerungen ist das wohl auch bei Leuten ohne Synästhesie nicht unüblich, Gerüche sind wohl sehr tief im Unbewussten abgelegt.
    • Ich habe beobachtet, dass ich teilweise sogar in Gerüchen denken kann(?). Vielleicht erklärt das auch, warum mich der Gerüche in meiner Umwelt sosehr belasten. Kennt das noch jemand von euch. Ich finde es ganz schwer das verbal zu beschreiben.
      :question: