Ergebnis der Feststellung des GbD ist ein "Witz"

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    • @Fidoline
      Wenn du deine Einschränkungen der Teilhabe nicht durch schriftliche Nachweise von Fachärzten belegen kannst, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass das Versorgungsamt die Einschränkungen anerkennt. Dazu brauchen die Ärzte nicht unbedingt eine Diagnose dazuschreiben (ich wüsste es jedenfalls nicht, dass das Voraussetzung ist), hilfreich ist es aber schon. Wenn nicht klar ist, wo die Schmerzen herkommen, würde ich als Arzt eben eine übergeordnete Diagnosekategorie nehmen, unter die man die Beschwerden packen kann und dann auch gesichert und nicht nur als Verdachtsdiagnose. Es ist meiner Erfahrung nach in Deutschland so, dass einem kaum jemand glaubt, so lange man nicht das passende Schreiben von der passenden Verfasserin vorlegen kann.

      Du kannst nach einem Umzug in ein anderes Bundesland dort einen neuen Antrag stellen. Normalerweise wird im Formular abgefragt, ob du schon woanders einen Antrag gestellt hast. Vielleicht hast du Glück und das wurde in deinem neuen Bundesland im Formular vergessen? Ich weiß aber nicht, ob man trotzdem belangt werden könnte, auch wenn das nicht abgefragt wird. Ich denke nicht, dass sich die Ämter automatisch austauschen und wenn du "nein" angibst wird vermutlich niemand nachforschen. Ich würde das aber nicht machen.
    • Fidoline wrote:

      Ginome wrote:

      Wenn das Ärzte sind - ja.
      Ich denke ja, dass Personen, die mich privat gut kennen, besser beurteilen können, dass es aus den und den Gründen manchmal ziemlich schwierig mit mir ist.
      Die sind aber für das Amt uninteressant ;)
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Kann man selbst einen Bericht schreiben?
      Was ist, wenn man nur 30 bekommt, obwohl die Ärzte schon so einen Bericht eingereicht haben bevor man 30 bekommen hat? Das ist nur eine Theorie, ich habe noch keine Auswertung bekommen, aber ich weiß nicht was ich argumetieren kann wenn bei mir so ein Fall eintritt.
      Versuchen auf jeden Fall, denn ich denke, dass man sich so erst wirklich bewusst wird, wo überall die "Baustellen" sind, also Problem im Alltagsleben.

      Die ausführliche Begründung gehört m.E. in die Untersuchung/Begutachtung. Oft fallen die Anamnesen viel zu kurz aus (nach meiner Erfahrung). Leider liest niemand gerne 2 oder mehr DIN A 4 Seiten mit Einschränkungen durch. Fasst man es zusammen, z.B. "täglich Schwierigkeiten der exekutiven Funktionen" , dann können wiederum manche MitarbeiterInnen damit nicht viel anfangen.

      Am sichersten ist es immer noch, die Angelegenheit vorher (vor Antragstellung/Widerspruch) mit dem Arzt eures Vertrauens durchzusprechen. Drauf hinweisen, dass die Diagnose allein nicht viel bewirkt. Nur die dadurch bedingten Funktionseinschränkungen/Teilhabeeinschränkungen zählen. Also deutlich und einfach die "Minus-Symptome" beschreiben lassen.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Ginome wrote:

      Die sind aber für das Amt uninteressant
      Erst mal ja- aber es lohnt sich sicherlich, bei den ATZs und anderen "Standesorganisationen" darauf hinzuweisen, dass die nächsten Angehörigen eben diese Beurteilung am besten vornehmen können. Und dann muss eben langsam ein Umdenken passieren...siehe "Fridays for future". Wer hätte dieses Echo vor 2 Jahren noch für möglich gehalten!
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Chelidon_Hirundinis wrote:

      Wenn es nach den 20 Jahren, die du diese Probleme hast, weiterhin bei einem Verdacht bleibt, würde das bedeuten, das deine Probleme nicht so groß sind, das sie sich im Wesentlichen von einem gesunden Menschen unterscheiden.
      Definitiv nein. Viele Krankheiten sind so selten, dass sich nicht diagnostiziert werden, deshalb gibt es ja auch eine Spezialklinik, die aber mehrere Jahre Wartezeit hat!

      Ich denke, am meisten Sinn macht es, wenn ich es in dem anderen Bundesland nocheinmal versuche und halt erst einmal Widerspruch einlege.
    • Fidoline wrote:

      Chelidon_Hirundinis wrote:

      Wenn es nach den 20 Jahren, die du diese Probleme hast, weiterhin bei einem Verdacht bleibt, würde das bedeuten, das deine Probleme nicht so groß sind, das sie sich im Wesentlichen von einem gesunden Menschen unterscheiden.
      Definitiv nein. Viele Krankheiten sind so selten, dass sich nicht diagnostiziert werden, deshalb gibt es ja auch eine Spezialklinik, die aber mehrere Jahre Wartezeit hat!
      Ich denke, am meisten Sinn macht es, wenn ich es in dem anderen Bundesland nocheinmal versuche und halt erst einmal Widerspruch einlege.
      wenn du sicher gehen willst, solltest du, wenn du keinen wiederspruch einlegst oder dieser nicht nutzt und oder du es im neuen bundesland versuchst; solltest du dir einen neuen befund von einem Arzt geben lassen, der sowieso möglichst neu sein sollte, mit dem du notfalls sagen kannst, das sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat, auch wenn das nur auf dem Papier ist.
    • Capricorn wrote:

      Die ausführliche Begründung gehört m.E. in die Untersuchung/Begutachtung. Oft fallen die Anamnesen viel zu kurz aus (nach meiner Erfahrung). Leider liest niemand gerne 2 oder mehr DIN A 4 Seiten mit Einschränkungen durch. Fasst man es zusammen, z.B. "täglich Schwierigkeiten der exekutiven Funktionen" , dann können wiederum manche MitarbeiterInnen damit nicht viel anfangen.

      Am sichersten ist es immer noch, die Angelegenheit vorher (vor Antragstellung/Widerspruch) mit dem Arzt eures Vertrauens durchzusprechen. Drauf hinweisen, dass die Diagnose allein nicht viel bewirkt. Nur die dadurch bedingten Funktionseinschränkungen/Teilhabeeinschränkungen zählen. Also deutlich und einfach die "Minus-Symptome" beschreiben lassen.
      Das habe ich ja gemacht. Ich habe meinen Ärzten selber eine Zusammenfassung meiner Probleme gegeben was mehrere Din A 4 Seiten umfasst, und auch in verschiedene Teilbereiche eingeteilt ist und in Stichpunkten aufgelistet ist. Das habe ich gemacht, bevor ich den Antrag abgeschickt habe, damit die davon wissen und sich auch darauf vorbereiten konnten.
      Meine Befürchtung ist halt nur des selbst sowas in der art wenn die ärzte das dann quasi im eigenen Bericht an die Ämter weitergeben nicht ausreicht um 50+ zu bekommen.
      Meine Probleme wirken sich leider auf alle Lebensweisen aus, nicht nur auf Arbeit oder nur auf Privatleben oder sowas sondern überall. ich denke das kann man an den Problemen auch erkennen. Ich hoffe sehr das meine Sorgen unbegründet sind, ich musste nicht wirklich nach Problemen suchen weil meine Probleme schon seit jahrzehnten bestehen und sich von der Grundschule bis ins heute hindurch gezogen haben und vermutlich auch nicht weggehen werden.
    • Ich würde auf jeden Fall Widerspruch einlegen, aber Du brauchst unbedingt ÄRZTE, die eine genaue Diagnose stellen UND genau beschreiben, welche Einschränkungen Du aufgrund der Diagnosen hast.

      Das Versorgungsamt stützt sich nur auf diese Aussagen. Was Du schreibst oder Familienangehörige ist nicht maßgeblich!

      Ich würde mir für den Widerspruch Hilfe suchen, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, kannst Du Dir einen Rechtsanwalt suchen, der auf Sozialrecht spezialisiert ist und sich auch im Besonderen mit Anträgen auf einen GdB auskennt.

      Falls Du keine Rechtsschutzversicherung hast, kannst Du beim VdK Mitglied werden, das kostet zwar auch ein bisschen was, aber die haben auch viel Erfahrung und haben schon viele Verfahren vor Sozialgerichten bestritten. Du kannst das ja mal recherchieren im Internet, mir ist der VdK von meiner Ärztin empfohlen worden.
    • Chelidon_Hirundinis wrote:

      du kanst aber auch einfach einen Autismus verein, Institution oder eine ähnliche Anlaufstelle in deiner Nähe, besuchen und diese um rat und tat bitten.
      Die kennen sich damit bestimmt auch gut aus.
      Das hängt von der Institution hab. Ich hab dazu bislang eher negative Erfahrungen gemacht wenn es um recht oder auch um Behörden geht, die haben da zumindest hier in dieser Stadt keine Ahnung. Die konnte bzw wollten mir nichtmal beim Antrag für den SbA helfen, das musste der EUTB mit mir machen der sich allgemein um Hilfen für alle Behinderten zuständig sieht und nicht nur für Menschen mit Autismus. Die sagten mir aber auch das sie keine Rechtsberatung oder sowas anbieten können weil ihnen dafür das geschulte Personal fehlt.
    • Wie schon von anderen Leuten erwähnt wurde, kann man erstmal widerspruch einlegen. Wenn auch nach dem Widerspruchsverfahren der GDB nicht die "vollen" 50 erreicht hat, wird es fummeliger.

      Abhängig von der Kraft/Ausdauer die man hat, und abhängig davon ob man eine Rechtsschutzversicherung hat (sei es über klassische Anbieter wie Arag oder über "Anbieter" wie vdk), kann man entsprechend klagen.

      Die Sozialarbeiterin die zusammen mit mir den Antrag ausgefüllt hat, hatte erzählt, dass sie eine körperliche Behinderung hat. Sie hatte ursprünglich einen GDB von 80 bekommen, der irgendwann auf 30 runtergeschraubt wurde. Das Widerspruchsverfahren hatte nicht ergeben. Aber dank einer entsprechenden Klage, kam sie dann auf ich glaube GDB 60.

      Ich kann leider überhaupt nicht einschätzen, wie es ist, wenn man das Bundesland wechselt. Es scheint wohl lediglich so zu sein, dass manche Versorgungsämter strenger als andere sind.
    • Capricorn wrote:

      Vulkan wrote:

      Ich würde an deiner Stelle erst einmal Einspruch Widerspruch erheben. Das kannst du formlos machen. Mit einem GdB von 30 kannst du dich jedoch gleichstellen lassen.
      Erstes ja, zweites nur, wenn du es beantragst, und die Extra-Urlaubstage gibt es auch erst ab GdB 50.
      Und dann die Ratschläge der Beiträge 2-6 & 8 befolgen.

      Der Widerspruch muss nicht begründet sein, aber es wäre doch besser, wenn du sagst, was deiner Meinung nach zu kurz gekommen ist und weshalb und wo es Ärzte gibt, die deine Einschränkungen bezeugen würden (indem sie einen anschaulichen Bericht darüber schreiben & schicken).

      Wenn du bald umziehst, kann es sein, dass die Akte auch im laufenden Verfahren abgegeben wird; das SGB IX ist ja bundesweit gültig. Aber ganz sicher bin ich mir nicht.
      Wenn das mit den Behandlern zu schwierig wird, kannst du auch die andere Möglichkeit in Erwägung ziehen (Änderungsantrag stellen).
      Sozusagen langsam "aufbauen".
      Garantie gibt es keine!
      Beim Umzug übernimmt die Behörde, die am neuen Wohnort zuständig ist. Das passiert auch im laufenden Verfahren kraft Gesetzes. openjur.de/u/169898.html
    • Megalomon wrote:

      Wie schon von anderen Leuten erwähnt wurde, kann man erstmal widerspruch einlegen. Wenn auch nach dem Widerspruchsverfahren der GDB nicht die "vollen" 50 erreicht hat, wird es fummeliger.

      Abhängig von der Kraft/Ausdauer die man hat, und abhängig davon ob man eine Rechtsschutzversicherung hat (sei es über klassische Anbieter wie Arag oder über "Anbieter" wie vdk), kann man entsprechend klagen.

      Die Sozialarbeiterin die zusammen mit mir den Antrag ausgefüllt hat, hatte erzählt, dass sie eine körperliche Behinderung hat. Sie hatte ursprünglich einen GDB von 80 bekommen, der irgendwann auf 30 runtergeschraubt wurde. Das Widerspruchsverfahren hatte nicht ergeben. Aber dank einer entsprechenden Klage, kam sie dann auf ich glaube GDB 60.

      Ich kann leider überhaupt nicht einschätzen, wie es ist, wenn man das Bundesland wechselt. Es scheint wohl lediglich so zu sein, dass manche Versorgungsämter strenger als andere sind.
      Klagen vor den Sozialgerichten in Schwerbehindertensachen sind kostenfrei. Man müsste höchstens einen Rechtsvertreter (Anwalt oder von den Veränden) bezahlen.
    • Mir ging es da um entsprechenden Rechtsbeistand. Das es kostenfrei ist, ist mir bewusst, allerdings dürften die Chancen mit einem Fachkundigen Anwalt erheblich größer sein. Zumal das Prozedere recht anstrengend sein dürfte. Mit einem Anwalt könnte das dahingehend entspannter werden.
    • Megalomon wrote:

      Die Sozialarbeiterin die zusammen mit mir den Antrag ausgefüllt hat, hatte erzählt, dass sie eine körperliche Behinderung hat. Sie hatte ursprünglich einen GDB von 80 bekommen, der irgendwann auf 30 runtergeschraubt wurde. Das Widerspruchsverfahren hatte nicht ergeben. Aber dank einer entsprechenden Klage, kam sie dann auf ich glaube GDB 60.
      Jeder Fall ist anders.

      Ohne Einzelheiten zu kennen kann man aus so einer Einzelgeschichte nichts für den eigenen konkreten Fall ableiten.

      Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen halte ich die Vertretung durch einen Fachanwalt/anwältin für Sozialrecht für die erfolgversprechendste Lösung, natürlich nur dann, wenn der Antrag an sich nicht von überzogenen Erwartungen ausgeht.
      Davon gehe ich zwar hier nicht aus, möchte es aber doch noch mal grundsätzlich anmerken. Wenn jemand AS hat und trotzdem einigermaßen zurecht kommt mit Familie und Beruf, dann ist die Teilhabe - Einschränkung halt nicht so groß. Um dann auf GdB 50 zu kommen, müssten vielleicht noch andere Leiden angegeben und beurteilt werden.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil: