Ergebnis der Feststellung des GbD ist ein "Witz"

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    • Ergebnis der Feststellung des GbD ist ein "Witz"

      Hallo,

      heute bekam ich das Ergebnis für meinen beantragten GdB: 30!

      Ich dachte echt, ich sehe nicht recht. :evil:

      Ich habe eine körperliche Erkrankung, dazu aber leider keine eindeutige Diagnose und chronische Schmerzen scheinen wohl kein Problem zu sein. :sarcasm:

      Zudem eben die Autismus-Diagnose und seit fast 20 Jahren Depressionen.


      Und nur um Missverständnisse vorzubeugen: Ich gehöre nicht zu den Autisten, die relativ gut klarkommen. Aber durch die Intelligenz werden meine
      Probleme verdeckt. Auf einer sachlichen Ebene funktioniere ich ziemlich gut, aber im Zwischenmenschlichen habe ich so große Probleme, dass ich oft
      darüber nachdenke, gar keine Kontakte mehr zu unterhalten, weil es mich so depressiv macht und ich ja auch häufig Suizidgedanken habe.

      Weiß jemand, ob ich den GdB in einem anderen Bundesland noch einmal neu beantragen kann, da ich bald umziehe?
      Oder soll ich Einspruch erheben und wie gehe ich da am besten vor?
      Hilft es, wenn Menschen, die mich kennen, über meine Problematik schreiben?

      Danke!
    • Fidoline wrote:

      Hilft es, wenn Menschen, die mich kennen, über meine Problematik schreiben?
      Wenn das Ärzte sind - ja.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Fidoline wrote:




      Ich habe eine körperliche Erkrankung,

      Zudem eben die Autismus-Diagnose und seit fast 20 Jahren Depressionen.
      hast du die 30 dann nur auf Autismus und Depressionen bekommen? falls ja, würde ich mich erstmal um eine eindeutige Diagnose für die körperliche Erkrankung bemühen und dann einen Verschlechterungsantrag stellen, dann vielleicht in dem neuen Bundesland.
    • Erst mal Widerspruch einlegen und vom Amt die Unterlagen anfordern, die zugrunde gelegt wurden, insbesondere deren interne Beurteilung.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • Deine Autismus Diagnose sollte doch deine Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen ausführlich erläutern. Daraus sollte dann eine mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten bzw. sehr starke soziale Anpassungschwierigkeiten hervorgehen.
    • thelord wrote:

      Erst mal Widerspruch einlegen und vom Amt die Unterlagen anfordern, die zugrunde gelegt wurden, insbesondere deren interne Beurteilung.
      :thumbup:

      Ich würde vielleicht erstmal Widerspruch einlegen damit es fristgerecht ist, aber gleich reinschreiben, dass die Begründung (erst) folgt sobald du Einsicht in die Unterlagen, die dem Bescheid zugrundliegen, hattest.
      Surprised by the joy of life.
    • AspiIT wrote:

      Deine Autismus Diagnose sollte doch deine Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen ausführlich erläutern. Daraus sollte dann eine mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten bzw. sehr starke soziale Anpassungschwierigkeiten hervorgehen.
      Nein?

      Das wurde Dir auch bereits hinreichend erklärt...
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Fidoline wrote:

      Ich gehöre nicht zu den Autisten, die relativ gut klarkommen. Aber durch die Intelligenz werden meine Probleme verdeckt. Auf einer sachlichen Ebene funktioniere ich ziemlich gut, aber im Zwischenmenschlichen habe ich so große Probleme dass ich oft darüber nachdenke, gar keine Kontakte mehr zu unterhalten, weil es mich so depressiv macht und ich ja auch häufig Suizidgedanken habe.
      Mit dieser Aussage solltest du aufpassen, zumindest mit dem ersten Teil.

      Der schlecht gestimmte Sachbearbeiter macht dir daraus ein: „Ich kann für mich selbst sorgen, bin aber sozial einfach ein Arschloch und hätte deshalb einen GdB“. Nicht umsonst heißt ein typischer Spruch zur Diagnose: „Autist oder einfach nur Arschloch?“. Das Verhalten erscheint oberflächlich gesehen oft ähnlich, die Motivationen und Ursachen sind jedoch ganz andere und für den Autisten nicht änderbar. Die Sachbearbeiter kennen sich mit Autismus nicht unbedingt aus, die lesen dann nur die oberflächlichen Einschränkungen.

      Ich habe das gleiche Problem: Ich würde auch keinen GdB bekommen, weil ich ja wirtschaftlich erfolgreich bin und für mich selbst sorgen kann, so dass ich nicht verhungere. Und genau um das Thema geht es ja auch bei der Feststellung der Schwerbehinderung: Die wirkt sich praktisch nur auf die finanzielle Belastung und auf die Teilnahme am Arbeitsmarkt aus. Du bekommst mit einem GdB nicht mehr/bessere soziale Kontakte.

      Da du ja auch andere Probleme hast und das Fehlen der Kontakte dich ja dann auch wieder in anderen Bereichen beeinträchtigt, kannst du ja eventuell auch die Formulierungen noch mal darauf überprüfen, was davon sich auf die sachliche Ebene auswirkt und wie dich deine Behinderung in der Arbeit / Finanziell belastet.
      Wird schon Und immer an das Handtuch denken.
    • Cloudactive wrote:

      Interessant zu beobachten, wie die Realität manche einholt. lol
      Wenn ich den Fall oben lese wird mir ganz schlecht. Ich warte auch noch auf mein Dings und ich habe echt angst davor diesen ganzen Kram durchzugehen wenn bei mir auch sowas rauskommt.
      Mich würde interessieren wo der TE den GdB beantragt hat, also in welchem Bundesland.
      Ich wurde hier ja nichtmal als teilweise arbeitsunfähig eingestuft sondern soll angeblich voll arbeitsfähig sein obwohl da auch stand das ich erheblich Einschränkungen hätte :m(:
      Ich vermute das lag nur daran das da noch kein GdB vorliegt. Die hatte mich das gefragt und ich sagte das das beantragt wurde und in Arbeit ist.
    • Vulkan wrote:

      Ich würde an deiner Stelle erst einmal Einspruch Widerspruch erheben. Das kannst du formlos machen. Mit einem GdB von 30 kannst du dich jedoch gleichstellen lassen.
      Erstes ja, zweites nur, wenn du es beantragst, und die Extra-Urlaubstage gibt es auch erst ab GdB 50.

      Und dann die Ratschläge der Beiträge 2-6 & 8 befolgen.

      Der Widerspruch muss nicht begründet sein, aber es wäre doch besser, wenn du sagst, was deiner Meinung nach zu kurz gekommen ist und weshalb und wo es Ärzte gibt, die deine Einschränkungen bezeugen würden (indem sie einen anschaulichen Bericht darüber schreiben & schicken).

      Wenn du bald umziehst, kann es sein, dass die Akte auch im laufenden Verfahren abgegeben wird; das SGB IX ist ja bundesweit gültig. Aber ganz sicher bin ich mir nicht.
      Wenn das mit den Behandlern zu schwierig wird, kannst du auch die andere Möglichkeit in Erwägung ziehen (Änderungsantrag stellen).
      Sozusagen langsam "aufbauen".
      Garantie gibt es keine!
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich wurde hier ja nichtmal als teilweise arbeitsunfähig eingestuft sondern soll angeblich voll arbeitsfähig sein obwohl da auch stand das ich erheblich Einschränkungen hätte
      Ich vermute das lag nur daran das da noch kein GdB vorliegt. Die hatte mich das gefragt und ich sagte das das beantragt wurde und in Arbeit ist.
      In NRW arbeiten die ehemaligen Versorgungsämter und die Agentur für Arbeit teils gut, teils gar nicht miteinander.
      Auch so eine Baustelle des öffentlichen Dienstes, wo es viel zu bessern gäbe :(
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Auch so eine Baustelle des öffentlichen Dienstes, wo es viel zu bessern gäbe
      Das kostet vermutlich Geld, das fehlt hier leider ein zu vielen Stellen. NRW ist leider eines der ärmsten Bundesländer in Deutschland, und das bei zu vielen menschen die hier auch Hilfe brauchen. Für mich einer die unzähligen gründe hier weg zu ziehen. Ich wünschte das ganze würde einfacher und schneller gehen aber wegen diesen ganzen bürokratischen langathmigen Dingen kann ich das nicht mal eben machen, sonst wäre ich vor 5 Jahren schon weg gegangen.
    • Capricorn wrote:

      wenn du sagst, was deiner Meinung nach zu kurz gekommen ist und weshalb und wo es Ärzte gibt, die deine Einschränkungen bezeugen würden (indem sie einen anschaulichen Bericht darüber schreiben & schicken).
      Kann man selbst einen Bericht schreiben?
      Was ist, wenn man nur 30 bekommt, obwohl die Ärzte schon so einen Bericht eingereicht haben bevor man 30 bekommen hat? Das ist nur eine Theorie, ich habe noch keine Auswertung bekommen, aber ich weiß nicht was ich argumetieren kann wenn bei mir so ein Fall eintritt. Ich habe leider nicht wirklich viel Vertrauen in das Wohlwollen der Ämter in meiner Umgebung. Egal was ich da mit denen mache, ich stoße persé generell irgendwie immer auf Widerstand von deren Seite und kann mir nicht erklären warum.
    • Vulkan wrote:

      Ich würde an deiner Stelle erst einmal Einspruch erheben. Das kannst du formlos machen. Mit einem GdB von 30 kannst du dich jedoch gleichstellen lassen.
      das ist auch mein erster Gedanke.
      Falls es mit dem Einspruch nicht funktioniert, musst du nochmal zum Arzt, um weitere Diagnosen zu bekommen und etwas neues zu finden, was sich seit der letzten Diagnose verschlechtert hat.
      Dann kannst du es neu beantragen.
      An guter Ansatz wäre, die fehlenden Diagnosen hinzuzufügen, auch wenn du sie davor erst bekommen musst.
    • hundefreund wrote:

      Ich habe das gleiche Problem: Ich würde auch keinen GdB bekommen, weil ich ja wirtschaftlich erfolgreich bin und für mich selbst sorgen kann, so dass ich nicht verhungere. Und genau um das Thema geht es ja auch bei der Feststellung der Schwerbehinderung: Die wirkt sich praktisch nur auf die finanzielle Belastung und auf die Teilnahme am Arbeitsmarkt aus. Du bekommst mit einem GdB nicht mehr/bessere soziale Kontakte.
      Das ist nicht korrekt.

      GdB sagt lediglich aus, daß du in deiner Teilhabe an der Gesellschaft und / oder beruflich und / oder privat behindert bist bzw. wirst.

      Als nächstes noch der Widerspruchstext. Den Widerspruch bitte unverzüglich an das für dich zuständiges Versorgungsamt schicken oder am besten persönlich abgeben. Du erhälst dann einen Berg Aktenkopien. Damit gehst du zu einen Ansprechpartner (Rechtsanwalt, ggfl. sogar Diagnostiker!). Wenn du diese Leute informierst, daß du den fristwahrenden Widerspruch abgeschickt hast, werden diese bei der Durchsetzung deiner Rechte motivierter sein... :d

      ----

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      gegen Ihren Bescheid vom [DATUM] lege ich fristgerecht Widerspruch ein. Die Begründung reiche ich nach. Um meinen Widerspruch begründen zu können, beantrage ich gemäß SGB X, § 25 Akteneinsicht. Bitte senden Sie mir Kopien der Unterlagen zu, auf deren Grundlage die Entscheidung erfolgte.

      Mit freundlichen Grüßen

      [dein NAME]
    • Ginome wrote:

      Wenn das Ärzte sind - ja.
      Ich denke ja, dass Personen, die mich privat gut kennen, besser beurteilen können, dass es aus den und den Gründen manchmal ziemlich schwierig mit mir ist.

      hundefreund wrote:

      „Autist oder einfach nur Arschloch?“.
      Ich bin mir sicher, dass mir kaum einer bescheinigt einfach ein Arschloch zu sein - sehr sicher. ;)
      Man kann auch "nett" sein und trotzdem Probleme haben.

      RegenbogenWusli wrote:

      Mich würde interessieren wo der TE den GdB beantragt hat, also in welchem Bundesland.
      In Bayern bzw. in Augsburg.

      Chelidon_Hirundinis wrote:

      An guter Ansatz wäre, die fehlenden Diagnosen hinzuzufügen, auch wenn du sie davor erst bekommen musst.
      Für meine körperlichen Probleme habe ich eine Verdachtsdiagnose ,allerdings ist das sehr schwammig und da wird auch nichts mehr bei rauskommen, weil ich die Probleme seit 20 Jahren habe.

      infla wrote:

      GdB sagt lediglich aus, daß du in deiner Teilhabe an der Gesellschaft und / oder beruflich und / oder privat behindert bist bzw. wirst.
      Wobei ich mir sicher bin, dass das Berufliche mehr berücksichtigt wird. Aber ich komme halt beruflich besser klar als privat.
    • Fidoline wrote:

      ... Für meine körperlichen Probleme habe ich eine Verdachtsdiagnose ,allerdings ist das sehr schwammig und da wird auch nichts mehr bei rauskommen, weil ich die Probleme seit 20 Jahren habe. ...


      gerade das es ein Verdacht ist und sehr schwammig formuliert ist, zudem auch noch seit 20 Jahren besteht, ist ja wohl grund genug, dich diese Probleme Diagnostizieren zu lassen,... Wenn die Diagnose neu ist, zählt es rotzdem als verschlechterung, da diese Probleme bis dato ja nicht bekannt waren.
      Wenn es nach den 20 Jahren, die du diese Probleme hast, weiterhin bei einem Verdacht bleibt, würde das bedeuten, das deine Probleme nicht so groß sind, das sie sich im Wesentlichen von einem gesunden Menschen unterscheiden.
      Also lohnt es sich doch zu überprüfen,... Immerhin kommst du rin gutes Stück weiter, wenn es mehr als ein Verdacht ist.

      Fidoline wrote:

      ...



      infla wrote:

      GdB sagt lediglich aus, daß du in deiner Teilhabe an der Gesellschaft und / oder beruflich und / oder privat behindert bist bzw. wirst.
      Wobei ich mir sicher bin, dass das Berufliche mehr berücksichtigt wird. Aber ich komme halt beruflich besser klar als privat.
      Ich hab Autismus, ADS, Depressionen (Die mir aber aberkannt wurden) und kognitive teilleistungsstörung (Legasthenie und der gleichen, schätze ich mal, den ich bin mir nicht sicher, worauf sich das bezieht),...

      Ich hab 70GdB Und lebe in Bayern.
      Ich hab Frühkindlichen Autismus (Kannersyndrom) und habe in der Arbeit keine extremen Probleme.
      Die Probleme habe ich hauptsächlich, wegen meiner Wahrnehmung (was schnell zu Stress und damit zu Erschöpfung, Müdigkeit und reizüberflutung führt) und wegen meinem ADS bin ich unkonzentriert, träume viel vor mich hin und mache leichtsinsfehler,... bei manchen Arbeitgebern bin ich während der Arbeitszeit eingeschlafen, weil die,stresbekastung zu hoch ist, aber ansonsten komme ich gut klar, in der Arbeit.
      Was die Probleme in der Freizeit betrifft, so muss ich sagen, das mir die meisten Probleme nicht mal auffallen. Ich weiß zwar das die da sind, aber ich merke es selbst nicht.


      Alles in allem kommt es,sehr darauf an, was dein Arzt schreibt,...
      Wenn du mit aussagen deiner Freunde und der gleichen, was erreichen möchtest, hast du höchstens eine Chance, wenn du das in einem Gespräch mit deinem Hausarzt besprichst, da dieser in der Regel einen Bericht an das ZBFS schreiben muss.

      Vor meiner Autismus-Diagnose hatte ich übrigens 50GdB unbefristet. Die 70GdB habe ich leider nicht unbefristet,... was sich hoffentlich bei der nächsten Nachprüfung ändern wird.

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