GdB ja oder nein?

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    • kim wrote:

      "b) die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat"

      Ja ok, das hatte ich vergessen. Diesen Punkt hake ich immer an bei meiner Steuererklärung, weil ich einen Wirbelsäulenschaden habe.
      @kim
      Wenn du die Behinderung auch wegen dem Wirbelsäulenschaden hast, stimmt es ja. Falls nicht, wäre es Betrug. 8o
    • HCS wrote:

      Deutlich genug? Denn eine Rente kriegt man ja wohl nur wegen teilweiser EU.
      Nein, eben nicht (die Hervorhebung ist von mir).

      Du hast aus dem Einkommensteuergesetz zitiert, aber dort steht gerade nicht, dass Erwerbstätigkeit und Schwerbehinderung kausal miteinander verknüpft sind.

      Rente(n) bezieht man auch als hinterbliebener Angehöriger, als Bezieher von Unfallrente oder nach dem Opferentschädigungsgesetz, nach dem Soldatenversorgungsgesetz, dem Häftlingshilfegesetz und anderen mehr.

      "Deutlich genug"?!



      FruchtigBunt wrote:

      Capricorn wrote:

      Beim Sehfehler wäre es erst dann GdB-relevant, wenn selbst mit Ausgleich keine 100% Sehkraft vorläge.
      Das stimmt so pauschal nicht. Man muss selbst mit Ausgleich nahezu blind sein, damit es GdB-relevant ist.
      Ach?

      Erkläre mir doch bitte, wie du den GdB bei Sehminderungen und einer Visusbestimmung mit Korrektur ermittelst. Offenbar mache ich das seit Jahren falsch. Kann ja sein! Man lernt wohl nie aus.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:

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    • Capricorn wrote:

      Erkläre mir doch bitte, wie du den GdB bei Sehminderungen und einer Visusbestimmung mit Korrektur ermittelst. Offenbar mache ich das seit Jahren falsch. Kann ja sein! Man lernt wohl nie aus.
      Wenn du die Vorschriften kennst, wirst du ja wissen, dass es erst ab einer bestimmten Sehminderung zu einem GdB führt. Du hast es aber oben so formuliert, als bekäme man schon einen GdB, wenn man nicht mehr 100% Sehkraft mit Ausgleich erzielen kann und das ist falsch. Ich habe keine Lust, dir die Dokumente rauszusuchen. Ich habe es damals selbst alles recherchiert. Du kannst es ja selbst nochmal nachlesen, wenn du dich nicht mehr erinnern kannst. Und ja: Selbst Leute, die jeden Tag diese Arbeit machen, können falsch liegen. Manchmal genau deshalb, weil sie glauben, sie könnten alles, weil sie es ja seit Jahren so machen. Manchmal werden Dokumente benutzt, die seit Jahren veraltet sind, aber das will ich dir nicht unterstellen.

      Ich wüsste zu gerne, bei welchem Versorgungsamt du angestellt bist. 8-)
    • Capricorn wrote:

      Du hast aus dem Einkommensteuergesetz zitiert, aber dort steht gerade nicht, dass Erwerbstätigkeit und Schwerbehinderung kausal miteinander verknüpft sind.

      Rente(n) bezieht man auch als hinterbliebener Angehöriger, als Bezieher von Unfallrente oder nach dem Opferentschädigungsgesetz, nach dem Soldatenversorgungsgesetz, dem Häftlingshilfegesetz und anderen mehr.

      "Deutlich genug"?!
      Es ging doch darum, ob man Vorteile durch den SBA hat, wenn man nur 30-40 GdB bekommt. Und dazu ist der Link von HCS die Antwort. Da geht es nicht darum, ob man überhaupt einen GdB bekommt, wenn man arbeitet oder nicht arbeitet. Sondern um den Freibetrag.
      Alles wird galaktisch gut.
    • FruchtigBunt wrote:

      kim wrote:

      "b) die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat"

      Ja ok, das hatte ich vergessen. Diesen Punkt hake ich immer an bei meiner Steuererklärung, weil ich einen Wirbelsäulenschaden habe.
      @kimWenn du die Behinderung auch wegen dem Wirbelsäulenschaden hast, stimmt es ja. Falls nicht, wäre es Betrug. 8o
      Betrug? Mein Wirbelsäulenschaden fließt mit in den Gesamt-GdB ein und letzendlich hat das Finanzamt meinen Bescheid vorliegen und kann die Gewährung des Pauschbetrages immer noch ablehnen.
      Ist da wer?
    • @kim
      Ja, Falls der Wirbelsäulenschaden nicht in den GdB einfließen würde, wäre es Täuschung oder Leistungserscleichung oder Betrug. Das Finanzamt kann ja nicht hellsehen und glaubt erstmal, dass die Kreuzchen, die du auf Formularen setzt, auch wahrheitsgerecht ausgefüllt wurden und geht wohl davon aus, dass die Fragen so präzise verstanden werden, wie sie formuliert werden. Und wenn da steht "die Behinderung zu... geführt hat" werden sie auch DIE Behinderung meinen und nicht eine andere.

      Es war nur ein Hinweis.
    • @kim
      So weit ich weiß, wollen die nur den Bescheid als Nachweis, dass man überhaupt einen GdB hat. Aus dem Bescheid dürfte nicht immer ersichtlich sein, aus welchen Erkrankungen und "Schäden" sich der GdB zusammensetzt. Deshalb gibt es ja das Kästchen, wo das abgefragt wird. Naja, soll jeder so machen, wie er es für richtig hält.
    • Capricorn wrote:

      Rente(n) bezieht man auch als hinterbliebener Angehöriger, als Bezieher von Unfallrente oder nach dem Opferentschädigungsgesetz, nach dem Soldatenversorgungsgesetz, dem Häftlingshilfegesetz und anderen meh
      Die aber sämtlich, wie Du bei nochmaligem Studium des Gesetzestextes feststellen wirst, keinen Anspruch auf Steuerermäßigung bei GdB <50 begründen, soweit sie nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Behinderung stehen. Deshalb: wenn nur AS für den GdB zählt, gibt es keinen Anspruch, außer dass ein Rentenanspruch wegen AS besteht - und das dürfte nur dann der Fall sein, wenn man EU-Rente bezieht, und ganz sicher nicht bei einer Hinterbliebenenrente.

      Gerade bei solchen Dingen sollte man pingelig genau sein, wenn man dazu schreibt - man weckt sonst Hoffnungen, die dann rasch enttäuscht werden.
    • Was für selbstständige Autisten mit einem festgestellten GdB interessant sein dürfte: Beantragung eines Pflegegrades bei der Krankenkasse. Es sind zwar nur kleine Beträge; diese sind jedoch steuerfrei.

      Wie das genau funktioniert muß ich auch erst in Erfahrung bringen (werde das über sogenanntes "ambulant betreutes Wohnen" machen).

      Freundliche Grüße

      infla
    • @FruchtigBunt
      Hast du mal beim Finanzamt gearbeitet? Also ich habe bisher nur einen GdB-Bescheid gesehen, meinen, und auf dem steht drauf, dass meine Behinderung zu einer dauernden Einbuße der Beweglichkeit führt. Sonst wäre das für das Finanzamt doch nicht prüfbar.
      Ist da wer?
    • HCS wrote:

      Die aber sämtlich, wie Du bei nochmaligem Studium des Gesetzestextes feststellen wirst, keinen Anspruch auf Steuerermäßigung bei GdB <50 begründen, soweit sie nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Behinderung stehen. Deshalb: wenn nur AS für den GdB zählt, gibt es keinen Anspruch
      ....weil eine tief greifende Entwicklungsstörung mit einem Gdb unter 50 keine steuerermäßigende Wirkung hat, so lange keine äußerlich erkennbare Einschränkung der Bewegungsfähigkeit (die bei bestimmten Behinderungen unterstellt wird) vorliegt.
      Dieses kleine Detail solltest du eigentlich bei deinen Ausführungen mit im Blick haben.

      Aspies e.V. hat eine Petition gegen diese Unrechtbehandlung äußerlich nicht gleich erkennbarer Behinderungen mit Gdb unter 50 unterstützt.
      Ich hoffe, ihr habt alle mitgemacht.

      @FruchtigBunt
      Soviel du auch recherchierst, hast du doch nicht gemerkt, dass Behinderte mit GdB unter 50 (wie @kim) bei Bejahung der "DE" (dauerhafte Einschränkung der Beweglichkeit) eine Bescheinigung für's Finanzamt mitgeschickt bekommen, in denen ihr Anspruch auf den Steuerfreibetrag bestätigt wird.
      Deine moralischen Spekulationen über Betrug oder nicht-Betrug waren daher eher amüsant und selbstoffenbarend als realitätsbezogen.
      Leider betrifft das auch deine Ausführungen zum Thema Beurteilung von Sehminderungen im Schwerbehindertenrecht.

      Dort gilt die Tabelle der DOG (deutsche ophthalmologische Gesellschaft), die anzeigt, bei welchem Visus für welches Auge welcher GdB anzusetzen ist.
      Etliche Erkrankungen des optischen Systems bei Menschen verstärken die Sehminderung, dann muss unter bestimmten Bedingungen ein höherer GdB gewählt werden.
      Das sind Feinheiten der gutachterlichen Tätigkeit. In den meisten Ämtern, soweit ich es kenne, werden extra geschulte Ärzte dafür eingesetzt (meist die Leitenden) oder die Bewertung wird gleich durch Augenärzte vorgenommen.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Shenya wrote:

      Capricorn wrote:

      Du hast aus dem Einkommensteuergesetz zitiert, aber dort steht gerade nicht, dass Erwerbstätigkeit und Schwerbehinderung kausal miteinander verknüpft sind.
      Es ging doch darum, ob man Vorteile durch den SBA hat, wenn man nur 30-40 GdB bekommt. Und dazu ist der Link von HCS die Antwort. Da geht es nicht darum, ob man überhaupt einen GdB bekommt, wenn man arbeitet oder nicht arbeitet. Sondern um den Freibetrag.
      Ein und dasselbe (markiert). Einmal "für", einmal "gegen" als Argument. - Liest hier irgendjemand "sinnentnehmend"? :m(:


      Also nochmal: Ein GdB über 25, unter 50 (also 30er und 40er Werte, denn -5er Werte gibt es eigentlich nicht) wirkt steuermindernd, wenn das Versorgungsamt eine "äußerlich erkennbare dauerhafte Einschränkung der Bewegungsfähigkeit" festgestellt hat.

      Dazu gibt eine Übersicht, welche Leiden dazu führen, dass die "DE" festgestellt wird. Genauso wie bei Feststellung von den Merkzeichen wie G,B,H, RF, BL usw.

      Die Steuerminderung ist gestaffelt. Je nach Höhe des GdB gibt es einen höheren Freibetrag. Das ist aber Sache der Finanzverwaltungen, nicht der Versorgungsverwaltung, die ja im Grunde nur eine Feststellungsbehörde ist.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • FruchtigBunt wrote:

      Capricorn wrote:

      Beim Sehfehler wäre es erst dann GdB-relevant, wenn selbst mit Ausgleich keine 100% Sehkraft vorläge.
      Das stimmt so pauschal nicht. Man muss selbst mit Ausgleich nahezu blind sein, damit es GdB-relevant ist.
      Soweit waren wir also....bis Fruchtigbunt u.a. schrieb:

      FruchtigBunt wrote:

      Wenn du die Vorschriften kennst, wirst du ja wissen, dass es erst ab einer bestimmten Sehminderung zu einem GdB führt. Du hast es aber oben so formuliert, als bekäme man schon einen GdB, wenn man nicht mehr 100% Sehkraft mit Ausgleich erzielen kann und das ist falsch. Ich habe keine Lust, dir die Dokumente rauszusuchen. Ich habe es damals selbst alles recherchiert.
      Hoppala - keine Lust?! ist das jetzt ein Argument?!

      Ohne Häme, ich kläre dich jetzt auf:
      -nach der DOG-Tabelle bekommst du bei einem mit Korrektur geprüftem Visus von 0,63 auf dem einen Auge und 0,5 auf dem anderen Auge einen GdB 10.
      (Das ist ein GdB, auch wenn die Tabelle noch von der "MdE" spricht.)

      Man bekommt also entgegen deiner Ausführung nicht erst einen GdB, wenn man nahezu blind ist.
      Übrigens, blind definiert sich so:

      " a) Blind ist ein behinderter Mensch, dem das Augenlicht vollständigfehlt.
      Als blind ist auch ein behinderter Mensch anzusehen, dessen Sehschärfe auf keinem Auge und auch nicht beidäugig mehrals 0,02 (1/50) beträgt oder wenn andere Störungen des Sehvermögens von einem solchen Schweregrad vorliegen, dass sie dieserBeeinträchtigung der Sehschärfe gleichzustellen sind.

      (b) Eine der Herabsetzung der Sehschärfe auf 0,02 (1/50) oder weniger gleichzusetzende Sehbehinderung liegt nach den Richtliniender Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft bei folgenden Fallgruppen vor: (.....es folgen 8 Beispiele von ungünstigen Kombinationen, die alle zur Anerkennung von "blind" führen....) "


      FruchtigBunt wrote:

      Du hast es aber oben so formuliert, als bekäme man schon einen GdB, wenn man nicht mehr 100% Sehkraft mit Ausgleich erzielen kann und das ist falsch.
      Das ist deine Interpretation....da immer beidäugig geprüft wird, und auch wenn das bessere Auge für ein "gebessertes" Ergebnis sorgt, gibt es keinen 100% Visus bei einem stark sehgemindertem "Probanden". Wie ich oben ausgeführt habe, führt ja bereits eine Visusminderung auf 0.63 - auch beidseits- zu einem 10er Wert. Eben auch bei Korrektur. Nur bei Korrektur, um genau zu sein. Und beidäugig 0,63 ist eben nicht "100%"!
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:

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    • @Hush

      Deine Anfangsfrage betraf auch die Möglichkeit, ob es Nachteile durch den Schwebi-Ausweis gäbe.

      Das kommt drauf an!

      Da man es (glaube ich) so pauschal nicht beantworten kann, halte ich ab jetzt hierzu die Klappe (RW!).
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Ich bin auf dem linken Auge blind (Verlust linkes Gesichtsfeld) und erreiche auf dem rechten Auge mit Sehhilfe (-1 Dioptrien zzgl. leichter Verkrümmung) 100% Sehleistung. Damit habe ich seit vielen Jahren einen GdB von 40 (gleichgestellt).
      Veränderungsantrag für inoperable Mouches-Volantes (Schwebe-Ablagerungen im Glaskörper rechtes Auge) sowie AS-Diagnose zzgl. rezidivierende mittelgradige Depression ist in Vorbereitung.
      Aufgrund der v.g. Diagnosen werde ich meine derzeitige Tätigkeit auf ärztliches Anraten mit Hilfe des IFD wechseln und die Arbeitszeit etwas reduzieren müssen, um dauerhaft berufstätig bleiben zu können.
      Mit welchem GdB könnte ich (rein theoretisch) rechnen?