„Da geht er dann, dein Traum, normal zu sein“

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    • „Da geht er dann, dein Traum, normal zu sein“

      Porträt Judith Visser wollte ihr Leben lang sein wie alle anderen. Als sie dachte, sie hätte es geschafft, bekam sie ihre Diagnose

      Judith Visser, 41 Jahre alt, ist eine der bemerkenswertesten Schriftstellerinnen der Niederlande. Und sie ist Autistin. Als Thriller-Autorin hat sie es zu einigem Ansehen gebracht, samt Preisnominierungen und einer Verfilmung. Später sattelt sie auf Romane um. Als 2018 Zondagskind erscheint, wird es ein Bestseller.



      freitag.de/autoren/tobias-muel…dein-traum-normal-zu-sein
      Die Erkenntnis, daß es zu spät ist, kommt selten rechtzeitig.
    • Wolltet ihr immer 'normal' sein? Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich gerne so sein wollte, wie die Norm, sprich normal. Erst in letzter Zeit fällt mir auf, dass mein Leben vermutlich wesentlich leichter wäre, wenn ich der Norm entsprechen würde, weil ich dann nicht permanent anecken und mich so fremd und anders fühlen würde. Aber mir wäre es trotzdem lieber, wenn alle Menschen so wären wie ich und nicht andersrum. :d
    • Habe mal in einem Motivationsvortrag gehört: Um außergewöhnliche Ergebnisse zu bekommen, muss man außergewöhnliche Dinge tun. Da ist man als Autist allen einen Schritt vorraus. :lol: Nur gibts leider keine Garantie auf ein außergewöhnlich GUTES Ergebniss. Gut, dass eh alles relativ ist. :-p :fun:
    • Ich verstehe den Satz zweigeteilt. Normal sein wollte/will ich auch nie/nicht sein.
      Aber vor der Diagnose war mein Glaube daran grösser es in die Arbeitswelt zu schaffen. Nicht, dass ich das aufgebe, aber mir ist nun klar, dass ich einfach nicht alles lernen können werde.
      Sprich ich würde gerne in gewissen Dingen "normaler" sein.
    • Janein wrote:

      Porträt Judith Visser wollte ihr Leben lang sein wie alle anderen. Als sie dachte, sie hätte es geschafft, bekam sie ihre Diagnose

      Judith Visser, 41 Jahre alt, ist eine der bemerkenswertesten Schriftstellerinnen der Niederlande. Und sie ist Autistin. Als Thriller-Autorin hat sie es zu einigem Ansehen gebracht, samt Preisnominierungen und einer Verfilmung. Später sattelt sie auf Romane um. Als 2018 Zondagskind erscheint, wird es ein Bestseller.



      freitag.de/autoren/tobias-muel…dein-traum-normal-zu-sein
      Danke für das Verlinken des schönen Artikels! Hat mich sehr angerührt.
      Ich wollte schon immer "normal" sein, habe mich seit meiner Kindheit immer sehr darum bemüht möglichst normal zu sein und habe mich dabei sehr, sehr verbogen.
      Habe mir, andererseits, so wie Frau Visser, auch schon länger zumindst stückweise, eine autismusfreundliche Umgebung geschaffen, sonst wäre ich nicht "so weit" gekommen, wie ich gekommen bin, trotz Autismus. Nun arbeite ich daran, mehr zu mir zu stehen, weniger verbiegen, weniger verstecken, bessere Selbstfürsorge...
    • Nalia wrote:

      Ich verstehe den Satz zweigeteilt. Normal sein wollte/will ich auch nie/nicht sein.
      Aber vor der Diagnose war mein Glaube daran grösser es in die Arbeitswelt zu schaffen. Nicht, dass ich das aufgebe, aber mir ist nun klar, dass ich einfach nicht alles lernen können werde.
      Sprich ich würde gerne in gewissen Dingen "normaler" sein.
      ja.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Chch wrote:

      MangoMambo wrote:

      Ich wollte immer meine Spezies finden. :d
      dito
      aber ich wollte in verzweifelten Phasen doch mich anpassen. Nicht wirklich so sein wie die anderen, nur ein wenig. Nur so wirken.
      Als kind habe ich gehofft, dass irgendwann jemand kommt und mir etwas verkündet wie "...du bist jetzt alt genug zu erfahren, wer und was du bist..."
      Quasi als Aufnahme in den geschlossenen Kreis meiner Art, mit der Hoffnung dann nicht mehr alleine zu sein.
    • Hutmacher wrote:

      Chch wrote:

      MangoMambo wrote:

      Ich wollte immer meine Spezies finden. :d
      ditoaber ich wollte in verzweifelten Phasen doch mich anpassen. Nicht wirklich so sein wie die anderen, nur ein wenig. Nur so wirken.
      Als kind habe ich gehofft, dass irgendwann jemand kommt und mir etwas verkündet wie "...du bist jetzt alt genug zu erfahren, wer und was du bist..."Quasi als Aufnahme in den geschlossenen Kreis meiner Art, mit der Hoffnung dann nicht mehr alleine zu sein.
      Und Dr Who machte mir Hoffnung mit der Folge mit dem außerirdischen Kuckuckskind.
    • FruchtigBunt wrote:

      Wolltet ihr immer 'normal' sein?
      Nein. Früher , vor ein paar Jahren, hatte ich mal eine Zeit lang ein Problem damit, dass ich mich mit anderen nicht identifizieren konnte und habe mein Anderssein, welches ich versuchte zu unterdrücken und zu verstellen, nicht akzeptiert. Aber mittlerweile sehe ich das anders. :)
    • MangoMambo wrote:

      Ich wollte immer meine Spezies finden.

      Hutmacher wrote:

      Als kind habe ich gehofft, dass irgendwann jemand kommt und mir etwas verkündet wie "...du bist jetzt alt genug zu erfahren, wer und was du bist..."
      Quasi als Aufnahme in den geschlossenen Kreis meiner Art, mit der Hoffnung dann nicht mehr alleine zu sein.
      Letzteres habe ich sogar geträumt.
      Und in Büchern passiert ja andauernd so etwas - der krasse Außenseiter erfährt, dass er
      - a ein Außerirdischer
      b- paranormal begabt
      c eine Elbe
      ist
      und dass er
      a- seinen Heimatplaneten
      b die Erde
      c - das Land Daitya
      retten muss ....

      leider war die Realität nie so, so sehr ich auch drauf gewartet habe.

      Mittlerweile bin ich gelassener . (Dennoch schade, dass es keinen Aspie-Planeten gibt....)
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony: