„Da geht er dann, dein Traum, normal zu sein“

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    • Der Artikel ist gut,
      nur das hier

      www.freitag.de wrote:

      Menschen mit Asperger (einer leichten Form der Erkrankung) interessieren sich wenig dafür, ob sie von anderen gemocht werden,
      ist ein krasses Vorurteil.
      ich mochte gemocht werden
      und habe als Jugendliche extrem darunter gelitten, abgelehnt zu werden,
      weil ich gleichzeitig auch nicht wußte, was ich tun konnte, um das zu ändern. Jemandem das Leben retten? - wäre ein Anfang, aber die Gelegenheit bot sich nicht.....
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:

      The post was edited 1 time, last by Rhianonn ().

    • crocodylia wrote:

      Ich wollte schon immer "normal" sein, habe mich seit meiner Kindheit immer sehr darum bemüht möglichst normal zu sein und habe mich dabei sehr, sehr verbogen.
      Ja, bei mir auch so.

      Ich hatte früher die Theorie aufgestellt, dass die Normalen immer was Besonderes sein wollen, und die Besonderen wollen lieber normal sein. Es ist langweilig, normal zu sein, aber anders zu sein macht einen zum Außenseiter.

      Wenn man dann merkt, dass man gar nicht normal sein kann, egal wie sehr man sich bemüht, dann gibt man es irgendwann auf. Mit Diagnose weiß man dann wenigstens, warum es nicht klappt.
      Aber manchmal gibt es ja auch Momente, wo man mal "ganz normal" ist, das fühlt sich dann gut an, finde ich. Im Übrigen möchte ich aber jetzt mehr zu mir selbst stehen.

      Diese Autorin kannte ich bisher gar nicht.
      Immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Fähigkeiten verteilt sind. Sie hatte als Rezeptionistin einen Job, der mich völlig fertig machen würde, Beziehungen mit Männern hat sie auch, aber Autofahren kann sie nicht. Autofahren ist für mich überhaupt kein Problem.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Eurich Wolkengrob wrote:

      Eismensch wrote:

      Eurich Wolkengrob wrote:

      @Eismensch
      O! Dabei würde es ihnen gewiss nicht an Einsicht mangeln. :d
      Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Scherz gilt ausschließ dem Herrn Eismenschen.
      Müsste es dann nicht "Ihnen" heißen? Eurich, oh Eurich, "Ihr" verwirrt mich zutiefst.
      Nein, nicht doch! Ihnen, also den Menschen, die alle so wären wie Sie1.1 Gänsefüße ohne Gänse sind doof.
      Aber sie wären doch nicht alle wie ich. Sie wären alle wie FruchtigBunt. :oops:
      :m(:
    • Normal in dem Sinne, dass ich keine Probleme mit Sozialkontakten habe - schon immer, weil es einfach Mist ist, wenn man dafür zu blöd ist (denn so habe ich das wahrgenommen). Ansonsten habe ich mich spätestens mit 12 auf den Außenseiterstatus zurückgezogen und habe den fortan gepflegt. Da muss man nicht die üblichen Spielchen in einer Gruppe mitmachen, und wenn man sich nicht ganz ungeschickt anstellt, ist man als Außenseiter ja andererseits auch ein bischen interessant und gewinnt paradoxerweise gerade dadurch eine gewisse Position in der Gruppe - am Rand, aber nicht ganz draußen.
    • Eismensch wrote:

      Eurich Wolkengrob wrote:

      Eismensch wrote:

      Eurich Wolkengrob wrote:

      @Eismensch
      O! Dabei würde es ihnen gewiss nicht an Einsicht mangeln. :d
      Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Scherz gilt ausschließ dem Herrn Eismenschen.
      Müsste es dann nicht "Ihnen" heißen? Eurich, oh Eurich, "Ihr" verwirrt mich zutiefst.
      Nein, nicht doch! Ihnen, also den Menschen, die alle so wären wie Sie1.1 Gänsefüße ohne Gänse sind doof.
      Aber sie wären doch nicht alle wie ich. Sie wären alle wie FruchtigBunt. :oops:
      Oh, ein verstecktes Kompliment. :]
    • HCS wrote:

      Normal in dem Sinne, dass ich keine Probleme mit Sozialkontakten habe - schon immer, weil es einfach Mist ist, wenn man dafür zu blöd ist [...] Ansonsten habe ich mich spätestens mit 12 auf den Außenseiterstatus zurückgezogen [...] Da muss man nicht die üblichen Spielchen in einer Gruppe mitmachen, und wenn man sich nicht ganz ungeschickt anstellt, ist man als Außenseiter ja andererseits auch ein bischen interessant und gewinnt paradoxerweise gerade dadurch eine gewisse Position in der Gruppe [...]
      Ähnlich war es bei mir, bloß ein, zwei Jahre später.
      Ich habe manchmal darunter gelitten, bestimmte Dinge nicht zu können, die allen anderen offenbar leicht fielen - aber ich hatte nie ernsthaft den Traum, "so zu sein wie die anderen".
      Ich war nun mal ich - und das war auch gut so. :d

      "Gepflegt" / "zelebriert" habe ich meinen Außenseiterstatus allerdings nicht... :roll: Wobei ich mir im Nachhinein oft denke, dass das bestimmt Spaß gemacht hätte. :d
      "Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen." ~ Blaise Pascal
    • Ich habe mein Leben lang mal mehr mal weniger gekämpft. Da waren Widerstände, die ich wahrgenommen habe. Hatte öfter mal gedacht, ich möchte nicht mehr kämpfen, war es müde.
      Für sein oder nicht sein, für "normal sein" oder "nicht normal sein" hatte und habe ich kein Bewusstsein. Rational verstehe ich seit der Diagnosestellung und der Beschäftigung mit dem Thema etwas mehr, aber ich kann mich situativ nicht einordnen, es ändert sich nichts.
    • @FruchtigBunt
      So fing es an:

      Eismensch wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Aber mir wäre es trotzdem lieber, wenn alle Menschen so wären wie ich und nicht andersrum. :d
      NAAAAAAAIIIIINNN 8o :d

      Eurich Wolkengrob wrote:

      @Eismensch
      O! Dabei würde es ihnen gewiss nicht an Einsicht mangeln. :d
      Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Scherz gilt ausschließ dem Herrn Eismenschen.
      Ich unterstellte, der gute Eismensch bezöge die Aussage auf sich selbst, erschräke also bei der Vorstellung, alle wären wie er selbst. In diesem Falle wären immerhin alle mit Einsicht gesegnet, da der Schrecken des Eismenschen immerhin von solcher zeugen würde. :d Da die Unterstellung aber falsch war, habe ich nicht weiter einen Grund zur Annahme, es sei besonders weit her mit seiner Einsicht. :d
      Achtung, eigene Sprache!
    • Shenya wrote:

      crocodylia wrote:

      Ich wollte schon immer "normal" sein, habe mich seit meiner Kindheit immer sehr darum bemüht möglichst normal zu sein und habe mich dabei sehr, sehr verbogen.
      Ja, bei mir auch so.
      Ich hatte früher die Theorie aufgestellt, dass die Normalen immer was Besonderes sein wollen, und die Besonderen wollen lieber normal sein. Es ist langweilig, normal zu sein, aber anders zu sein macht einen zum Außenseiter.
      Ha, dieser Therorie habe ich exakt auch schon so geäussert!

      Wie man Autofahren kann, ist mir übrigens ein Rätsel, ich hab´s versucht und dann aufgegeben.
      Für mich ist Mitfahren manchmal schon eine Herausforderung....
    • Es gibt hier ja einen großen Führerschein/Autofahren-Thread, das scheint sehr unterschiedlich zu sein.
      Ich bin sehr ländlich aufgewachsen, dass man den Führerschein macht, war sozusagen "alternativlos". Busse fuhren damals nur alle paar Stunden, nachts gar nicht. Auf Landstraßen und in kleinen Ortschaften den Führerschein zu machen, ist auch einfacher als in der Großstadt. Später macht es dann die Übung, alles läuft automatisiert ab. Jetzt kann ich auch in der Großstadt fahren.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ja. ..Zum einen automatisiert... Zum anderen hyperfokussiert. Ich darf nur nicht vom.Mitfahrer oder eigenen Gedanken abgelenkt werden.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Shenya wrote:

      crocodylia wrote:

      Ich wollte schon immer "normal" sein, habe mich seit meiner Kindheit immer sehr darum bemüht möglichst normal zu sein und habe mich dabei sehr, sehr verbogen.
      Ja, bei mir auch so.
      Ich hatte früher die Theorie aufgestellt, dass die Normalen immer was Besonderes sein wollen, und die Besonderen wollen lieber normal sein. Es ist langweilig, normal zu sein, aber anders zu sein macht einen zum Außenseiter.

      Wenn man dann merkt, dass man gar nicht normal sein kann, egal wie sehr man sich bemüht, dann gibt man es irgendwann auf. Mit Diagnose weiß man dann wenigstens, warum es nicht klappt.
      Aber manchmal gibt es ja auch Momente, wo man mal "ganz normal" ist, das fühlt sich dann gut an, finde ich. Im Übrigen möchte ich aber jetzt mehr zu mir selbst stehen.

      Diese Autorin kannte ich bisher gar nicht.
      Immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Fähigkeiten verteilt sind. Sie hatte als Rezeptionistin einen Job, der mich völlig fertig machen würde, Beziehungen mit Männern hat sie auch, aber Autofahren kann sie nicht. Autofahren ist für mich überhaupt kein Problem.
      Nicht so richtig dazuzugehören zeigt sich auf sehr unterschiedliche Weise.
      Bei mir in der Schule hat sich das sehr deutlich gezeigt beim wählen der Mannschaft beim Sport:
      ich war meist als Letzter übrig.
      Hat mich erst sehr gestört, später, so mit 15 war´s mir langsam egal, und ab dem Zeitpunkt wurde ich deutlich öfter gewählt, keine Ahnung, warum.
      Die Hausaufgaben abgeschrieben haben die meisten dagegen gerne bei mir, aber das hat an der Gesamtsituation nix verbessert.
    • Mir ist mein "seelisches" Abweichen von der Norm erst im Erwachsenenalter bewusst geworden. Meine äußerlich leicht erkennbare körperliche Beeinträchtigung habe ich natürlich schon als Kind bemerkt. Da hatte ich auch eine OP. Alles was mir im Kindesalter aufgefallen ist, habe ich damals darauf zurückgeführt.
      ETA: in dieser Hinsicht wollte ich allerdings "normal" sein.

      The post was edited 2 times, last by shnoing ().

    • Janein wrote:

      Porträt Judith Visser wollte ihr Leben lang sein wie alle anderen. Als sie dachte, sie hätte es geschafft, bekam sie ihre Diagnose

      Judith Visser, 41 Jahre alt, ist eine der bemerkenswertesten Schriftstellerinnen der Niederlande. Und sie ist Autistin. Als Thriller-Autorin hat sie es zu einigem Ansehen gebracht, samt Preisnominierungen und einer Verfilmung. Später sattelt sie auf Romane um. Als 2018 Zondagskind erscheint, wird es ein Bestseller.
      Ich hatte ihren Namen gegoogelt und Bilder von ihr gesehen. Vom Typ her erinnert sie mich ein wenig an Rudy Simone.