Medizinisches Cannabis

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    • Ich kenne wie gesagt nur zwei Öle, aber beide schmecken sehr, sehr unterschiedlich. Das eine erdig-nussig (Limucan), das andere riecht und schmeckt 100% nach Cannabis, wie man es gewohnt ist (Natcan). Das wird nicht zuletzt mit den unterschiedlichen Terpene-Profilen der jeweiligen Sorten zusammenhängen, aus denen es hergestellt wird. Bei den Ölen handelt es sich i.d.R. nämlich um ein Vollspektrumextrakt.

      Ich zitiere der Faulheit halber mal von der Limucan-Seite:

      Limucan wrote:

      Beim 2-stufigen CO2 Extraktionsverfahren werden zunächst die Pflanzenteile zerkleinert, um CBD-A freizusetzen. Anschließend wird das Material decarboxyliert, damit das CBD-A in das gewünschte CBD umgewandelt wird. Nach der Decarboxylierung folgt der zweite Schritt. Mithilfe von CO2, das bei einer bestimmten Temperatur und unter einem bestimmten Druck als Lösungsmittel wirken kann, werden die Cannabinoide, Terpene und weiter Pflanzenstoffe vom restlichen Pflanzenmaterial getrennt.

      Limucan wrote:


      • CBD und CBD-A – selbst nach der Decarboxylierung liegen in einem CBD Öl sowohl Cannabidiol (CBD) wie auch noch Anteile von Cannabidiol-Säure (CBD-A) vor.
      • Weitere Cannabinoide – neben CBD bleiben auch weitere Cannabinoide ohne psychoaktive Wirkung, wie zum Beispiel CBG, CBN oder CBC, erhalten.
      • Terpene – sind für den charakteristischen Geschmack oder Geruch einer Pflanze verantwortlich. In der Hanfpflanze gibt es mehr als 200 verschiedene Terpene, zum Beispiel Pinen, Limonen oder Myrcen.
      Durch das Zusammenspiel dieser verschiedenen Substanzen entstehen Synergien, die als „Entourage-Effekt“ bezeichnet werden.

      Damit möchte ich sagen, dass wenn man isoliertes CBD kauft (wahrscheinlich als Pulver) und es in was auch immer auflöst, auch die Wirkung eine andere ist.

      Leafly wrote:

      Das Terpen “Mycren” kann beispielsweise den Widerstand in der Blut-Hirn-Schranke verringern, sodass andere nützliche Chemikalien passieren können. [..] Eine Kombination aus den Terpenen “Pinen”, “Mycren” und “Caryophyllen” wirkt gegen Angstzustände. Die Verbindung der Terpene Linalool und Limonen mit dem Cannabinoid CBG zeigt vielversprechende Ansätze bei der Behandlung von MRSA (auch umgangssprachlich “Krankenhausbakterien” genannt).
      [..] Linalool und Limonen in Verbindung mit CBD werden als mögliche Behandlungsmöglichkeit von Akne untersucht. Diese Beispiele kratzen nur an der Oberfläche von all den möglichen Synergien, die im Rahmen von Therapien mit Cannabis als Medizin mit ganzpflanzlichem Ansatz zur Verfügung stehen.
    • L84 wrote:

      Damit möchte ich sagen, dass wenn man isoliertes CBD kauft (wahrscheinlich als Pulver) und es in was auch immer auflöst, auch die Wirkung eine andere ist.
      Ja, Vollspektrum CBD-Öl gibt's auch, richtig. Aber wenn man in ein paar Online-Shops nach CBD-Öl schaut, findet man auch sehr viele Öle, bei denen steht, dass sie aus CBD-Isolat hergestellt werden.
      Ich weiß nicht, wie entscheidend die Terpene sind. Sicher haben die Terpene verschiedene spezifische Wirkungen.
      Aber es kann auch sein, dass die Dosierung der Terpene im Öl viel zu niedrig ist, als dass sie irgendeine Wirkung entfalten. Dann wären die Terpene nur ein Marketing-Trick, um das vermeintlich hochwertigere Öl teurer verkaufen zu können.
    • Okay, reine CBD-Öle waren mir noch nicht begegnet. Wenn ich die rechtliche Lage richtig überblicke, werden sich Vollspektrumextrakte auch am ehesten halten können.

      Ich würde immer einen ganzpflanzlichen Ansatz bevorzugen, die Synergie-Effekte sind ja evident. Aber ich möchte da auch niemanden zu überreden, selbiges zu tun, und wenn man mit isoliertem CBD eine ebenso gute Wirkung erzielt, dann klar, warum nicht.
    • L84 wrote:

      Wenn ich die rechtliche Lage richtig überblicke, werden sich Vollspektrumextrakte auch am ehesten halten können.
      Wenn CBD nicht allgemein verboten oder dem Arzneimittelgesetz unterstellt wird, dann kann sich eigentlich jedes CBD-Produkt halten. Nur vielleicht nicht als Nahrungsergänzungsmittel, dann wird's halt offiziell für andere Zwecke verkauft.
      Manche Shops verkaufen CBD schon als Räucherware, um etwaigen Ärger zu vermeiden :d .

      L84 wrote:

      Aber ich möchte da auch niemanden zu überreden, selbiges zu tun, und wenn man mit isoliertem CBD eine ebenso gute Wirkung erzielt, dann klar, warum nicht.
      Das kann auch einfach Kostengründe haben. Manche Leute brauchen ja relativ viel CBD, um die gewünschte Wirkung zu erreichen.
      Und gerade seit auf den großen Handelsplattformen (Amazon und Ebay) CBD aus irgendwelchen Gründen nicht mehr verkauft werden darf, scheint CBD-Öl deutlich teurer geworden zu sein. Andererseits sind die Öle aus CBD-Isolat auch seltener geworden.
      Auf die Schnelle habe ich kein 10ml-Fläschchen mit 10% CBD-Öl für unter 25 € gefunden (egal ob aus Isolat oder Vollspektrum), ein typischer Preis sind eher so 40-50€.
      Andererseits bekommt man 5 Gramm CBD-Isolat für ca. 50 €, daraus kann man 50ml 10% Öl selbst mischen. Da verstehe ich völlig, wenn jemand lieber CBD-Isolat als Vollspektrum-Öl kauft.
    • Mir kommt es ja so vor dass mit CBD so zimperlich vorgegangen wird mit der Zulassung als Medikament...

      Ich würde empfehlen, wenn man CBD-Öl nicht verträgt und nicht rauchen will das CBD-Hasch zu verarbeiten.


      Ich selbst habe mit einem Öl gute Erfahrungen gemacht, einmal mit ~400mg.

      Es ist mit dem Cannabis bei mir sonst nur "Selbstmedikation", momentan alle 4-6 Wochen.
      Ich bin meistens beim stundenlangen Musik spielen und am Liegen und genießen. Es ist gut um von den gegebenen Rahmenbedingungen zu entspannen, um Dinge zu verarbeiten.
      Ich würde empfehlen vor dem ersten Zug beim Rauchen,kurz vorher, vor dem Konsum, mir einen Gedanken zu suchen den ich weiter ausführen will.

      Ich habe seit über 2 Jahren so jeden Rausch genossen. Natürlich ist auf die Sorte und die Dosierung zu achten, aber das wichtigste bei der Sache bleibt immer, vor allem beim Rauchen auf die Atmung zu achten, vielleicht ist es gut sich auf Tiefenentspannung einzustellen durch bestimmte Übungen. Was mir hilft, ist sich der Situation bewusst zu machen, das Konsumieren als eigenen Akt zu sehen und sich die Möglichkeit zu wünschen, einen anderen Blick aufs Bewusstsein zu bekommen und den versuchen den Sinn des vorherigen Bewusstseinszustandes und des kommenden sich klarzumachen. Ich denke, dass sollte jedem helfen wenn er selbstständig darüber nachdenkt, man kann gewiss den einen oder anderen Gedanken beisteuern.

      Stellt euch einen Weg vor und rundherum gibt es viele kleine Wege, die von diesem Wege abführen, ihr könnt diesen Komplex nicht als ganzes vergessen, auf Cannabis in gewisser Weise schon.
      Man denkt nämlich "normal" immer das man beobachtet wo die Wege hinführen und dann, wie sich diese Wege verästeln. Nur als Beschreibung.
      Das ist sicherlich nur eine Theorie.
      Auf Cannabis, vermutlich auch auf CBD, vergisst man die Dinge getrennt und übergeordnet zu beobachten. Es ist aber sicher, dass Cannabis der 5. Bewusstseinstufe angehört, diese bedeutet Vergessen und Ewigkeit(meine Schlüsse aus der Magie), Ewigkeit, da wenn man vergisst, alle Begrifflichkeiten nicht in Grenzen erfasst werden.

      Ich vermute mal, dass durch das Kurzzeitgedächtnis die übersinnliche Wahrnehmung für nicht in Grenzen einzuteilende Begriffe geschult werden, da in der Gegenwart Vergangenes nicht als Bedürfniss angenommen wird. So werden die Reizfilter so gelockert, dass sie
      Zukünftiges als kleineren Stressfaktor erscheinen lassen, was den Körper wohl mit entspannen lassen wird. Ich bin mir spontan unsicher bis auf das Kurzzeitgedächtnis(THC), welche der beiden Hauptwirkstoffe welche Rollen spielen.


      Ich werde noch weiter schreiben, bin am Handy...
    • Ich denke dass die Psychiatrie, die der Pharmaindustrie angehört(dazu weiter unten eine (kleine) Anekdote), den Umstand nutzen kann, dass CBD rein körperlich wirkt und keine psychoaktive Wirkung besitzt, sodass Studien wie auf dem Gebiet Autismus ins Leere führen, da man Geist und Körper nicht greifen kann, den Körper im Gegensatz dazu schon. THC-haltige Produkte haben halt zuviel Rückhalt und Bekanntheitsgrad in der gesamten Medizin und Bevölkerung, es ist wegen der psychoaktiven Wirkung nicht aufzuhalten, es zu vermarkten, da die PI sich sonst in Widersprüche verstrickt. CBD dagegen, kann man argumentieren, ist aufgrund der fehlenden psychoaktiven Wirkung nicht als Psychopharmaka zu vermarkten und somit lässt sich eine körperliche Indikation kaschieren, das Ganze basiert darauf dass man THC durch die vorhandene psychoaktive Wirkung vermarkten muss, sonst kommt raus, dass die Psychiatrie / PI ihr Interesse aufgeben muss, die Theorie aufgeben muss, dass Geist und Psyche auf den Körper zusammenwirken.
      Man kann soweit gehen zu sagen, dass man an CBD solange weiterforschen muss, bis eine genaue psychoaktive Wirkung bewiesen ist, man das Spiel ewig weiterführen kann, da Geist und Psyche alleine nicht greifbar sind(in Hinblick auf die psychischen Indikationen), sodass man die Idee nutzt, dass man das unendlich lang auslegen kann, halt die Ausrede: Wir haben dazu noch nicht genug geforscht.
      Soweit die Theorie.


      In der Psychiatrie erzählte mir ein Doktor, dass es genauso gelogen ist, dass CBD medizinisch wirksam ist, wie die Tatsache, dass er für Patient X, den er Medikament Y verschreibt, in einem Präsentkorb einen Umschlag mit Geld bekommt und für X Patienten des Medikaments Y obendrauf auf die hübsch vepackten Geldumschläge eine Traumreise auf die Malediven.

      So in etwa kann man sich meine Zeit auf der Station vorstellen, immer drumherum reden und wenn der richtige Umstand kommt fixieren.


      Noch eine etwas andere Frage, die Off-Topic ist: habt ihr schon positive Erfahrungen aus anderen Drogen mitnehmen können?
    • Ich würde weniger von dem Zeug rauchen.

      Ich sehe es positiv, dass CBD nicht als Arzneimittel gilt. Dann kommt man einfach ran, ohne erst zum Arzt zu gehen oder die Aufschläge für Apotheker zu bezahlen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • So ist das wenn man eingesehen hat, dass man weniger rauchen muss und niemals so dumm war, das Ding weiterzudenken, dass die Krankenkassen das CBD nicht bezahlen... Das ist ja der Sinn der Sache. Oder meinst du nicht speziell mich mit dem weniger Rauchen? Das Ganze werden auf Anhieb eh die wenigsten Leute verstehen, die sind nicht bereit sind sich vom ihren Alltagsbefinden loszulösen.
    • Nunja, ich bin kein Wissenschaftler und kann nur einen Teilausschnitt beschreiben, ich setzte eben vorraus sich mit Ideen auseinanderzusetzen, selbst ein Wissenschaftler kann nur einen Teilausschnitt detailgetreu beschreiben, aber den richtigen Weg zum Gesamtzusammenhang nicht.

      Nein, ich bin nicht psychotisch.
    • Man muss bedenken dass Neuroleptika und Antidepressiva die meist verschriebenen Tabletten sind und das dazu Theorien in der Wirkung existieren.
      Ich würde niemanden von den beiden Wirkstoffgruppen abraten, aber es ist wohl sinnvoll möglichst gering und nur über einen bestimmten Zeitraum diese Tabletten einzunehmen um Folgeschäden zu vermeiden.
    • verhexen wrote:

      Nein, ich bin nicht psychotisch.

      verhexen wrote:

      Es ist aber sicher, dass Cannabis der 5. Bewusstseinstufe angehört, diese bedeutet Vergessen und Ewigkeit(meine Schlüsse aus der Magie), Ewigkeit, da wenn man vergisst, alle Begrifflichkeiten nicht in Grenzen erfasst werden.

      sicher?
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Also ich bin als erstes über Timothy Leary auf Bewussteinsstufen gekommen. Das Zitat muss man natürlich richtig lesen, ist aber eindeutig und so wie ich es beabsichtigt habe zu deuten.

      Ansonsten basiert ja Magie auf (Existenz-)Philosophie, ist also nicht rein/nur mystisch/mysteriös.

      Man kann wohl oder übel nur vergessen dass es Grenzen gibt, wenn man annimmt, dass es keine Grenzen gibt, kann man von ewigen Herumlaufen in der Pampa reden wenn die Pampa keine Grenzen hat.
    • Ich denke, dass man Cannabis auf jeden Fall mit Vorsicht genießen sollte und würde es begrüßen, wenn man als Patient leichter an medizinisches Cannabis kommen würde.
      Ich habe als Selbstversuch einmal (nachdem das Zeug bei mir nie gewirkt hat) eine sehr grausame Erfahrung gemacht, als ich mein Bewusstsein durch das Rauchen eines Joints (es war nicht mal ein ganzer, sondern nur ein paar Züge) verloren habe. Bis heute hab ich diese Erfahrung noch nicht richtig verarbeitet. Wenn man das Cannabis zu Hause oder in einer Praxis aus medizinischen Gründen zu sich nimmt, ist man wenigstens in gewohnter Umgebung. Ich hatte das Glück, Bekannte dabeizuhaben, die auf mich aufgepasst haben, aber diese Erfahrung war einfach vollkommen erschreckend für mich. Es hat sich immer wieder mehrere Minuten mein gesamter Verstand ausgeschaltet und ich war komplett weg. Ich kam in einer Stunde vielleicht ein paar Mal zu mir bzw. irgendwelche Teile von mir waren abgespalten und haben ohne das Bewusstsein funktioniert. Ich bin ja selbst schuld, wenn ich so einen Kram zu mir nehme, aber meine Hoffnung war gewesen, dass ich einfach mal meinen Kopf etwas abschalten kann und lockerer werde, aber nicht, dass ich mein Bewusstsein phasenweise verliere.