Phasen des Gefühls der Überfoderung

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    • Phasen des Gefühls der Überfoderung

      Hallo,

      kennt ihr auch Phasen in eurem Leben, in denen ihr euch innerhalb kurzer Zeit immer stärker überfordert fühlt, obwohl ihr (noch) alles im Griff habt, bzw. der Alltag funktioniert?

      In meiner kurzen Zeit der Erwachsenseins und auch schon in der Pubertät begegnet mir dieses Gefühl immer mal wieder.
      Seit kurzer Zeit stehe ich nun fest im Berufsleben und damit ist, wer hätte es gedacht, ein wenig Änderung in der Routine und Verantwortung eingetreten. Ich fühle mich verantwortlich für meinen Partner und dafür ihn zu unterstützen und nach einem langen und stressigen Samstag ( :m(: 11h unter Menschenmassen und kompletter Overload :nerved: ) stecke ich nun seit 2 Wochen wieder in so einer "Phase" fest in der alles noch komplizierter ist als sonst und meine "Symptome" meinem Umfeld deutlicher auffallen. Im Moment könnte ich mir oft einfach nur die Ohren zuhalten und schreien, ein häufiger Impuls bei mir, wenn mir alles zu viel wird. (Keine Sorge mache ich nicht (mehr) in der Öffentlichkeit.)
      Zum Glück weiß ich inzwischen, dass sich das nach ein paar Wochen bis Monaten wieder gibt, quasi wie ein ganz langsam abklingender Overload (kann das nicht so gut erklären, wie ich gerne würde) :? .

      Wenn ihr das auch kennt, wie kommt ihr da wieder raus und schafft es schnell wieder in die Routine hineinzufinden? Und habt ihr Tipps für Gehörschutz bzw. besonders unauffällige Ohrstöpsel, die nur ein wenig dämpfen für Meetings etc.?

      Vielen Dank schonmal.
    • Ich mag das nur nicht, wenn viele durcheinander reden. Zu laut. Je nach Möglichkeit verlasse ich den Raum, (Toilette oder frische Luft). Habe mir auch schon mal Gehörschutz in die Ohren gesteckt. Sind extra angepasste von einer bekannten Kette für Hörgeräte.
      Zum Glück komme ich derzeit selten in einer solchen Situation.

      Überforderung Allgemein.
      Wenn ich in einer Gruppe/Verein rein möchte. Fremde Räume, Fremde Leute und so was. Mental überfordert bin ich nur 1 bis 2 mal. Um mich wohl zu fühlen dauert es länger.
      Weil ich das weiß, komme ich in der Regel 3 bis 4 Wochen und falle erst dann eine Endgültige Entscheidung.
      Wenn ich einfach mal etwas neues ausprobieren möchte, wovon ich so gut wie keine Ahnung habe, dauert es natürlich noch länger. Bin mal total auf die Nase gefallen. Wollte mal wieder in einer Gruppe, wo gesungen wird. Auf der Webseite stand, dass es kein Vorsingen gibt. Ich also hin, was gesungen wird war mir vom Grundsatz erst einmal egal. Ich bin mit 23 Jahren dann in ein Oratorienchor gegangen ohne zu wissen was das ist. Die Überforderung könnt ihr euch denken, war aber trotzdem dort regelmäßig über 5 Jahre. Außer die deutschen Texte der geistigen Musik fand ich das sogar gut. Habe dann doch auch mal das eine oder andere mal auch freiwillig ohne Chor klassische Musik gehört. Gerne Kammermusik aus dem Barock.

      In neue Geschäfte halte ich erst mal Ausschau nach dem was ich brauche. Die meisten Verpackungen und Marken sind auch meist immer die selben.

      Deo benutze ich nicht. Habe mir vor wenigen Wochen Waschmittel mit Duft gekauft und jetzt richt meine Kleidung nach Katastrophe. Ich hatte mal Raumduft Rose, das konnte ich ab.

      Ich gucke nicht gerne zu einer Wand, lieber habe ich ein Blick in den Raum.
      Allgemein bei Farbenfrohen sehen bin ich nicht zu empfindlich, das schaffe ich schneller zu filtern.

      Überfordert bin ich schnell im Kontakt zu anderen.

      Meine Gedanken im Kopf springen zwar, bin aber nicht innerlich Unruhig. Hatte mal Medikamente gegen innere Unruhe wegen Schlafstörungen, die haben aber mehr innere Unruhe gemacht. Das wollten die Ärzte nur nicht hören.
    • Nur zum dämpfen in Meetings und Gesprächen kann ich dir die hier empfehlen.
      Ich nutze sie selbst auch in Situationen wenn ich mit anderen kommunizieren muss um die Geräuschkulisse ein wenig runter zu fahren (RW)

      alpine-gehoerschutz.de/ohrstoepsel/musicsafe-pro/

      Die haben 3 Filter für verschiedene Intensität. Ich nutze meist den mittleren oder starken Filter.
      Auf Amazon, eBay oder so, gibt es die etwas günstiger. Also lass dich nicht von dem Preis abschrecken.
    • Den ersten Gehörschutz hatte ich mal in meiner Jugend im Schützenverein, die gelben Dinger habe ich nie in die Ohren bekommen. Dann hätte ich formare mit Watte Umhüllung, die sind mir immer raus gefallen. Jetzt habe ich wie gesagt welche von Kind für 100 Euro, Abdruck von Gehöreingang und Farbe aussuchen, 2 Wochen warten, abholen und zahlen. Hat sich tatsächlich gelohnt. Hören tue ich zwar immer noch, sogar unterhalten wenn ich mich etwas konzentriere. Habe den Gehörschutz mal 2 Wochen jeden Tag in meine Ohren, danach war der normale Straßenverkehr echt laut, brauchte etwas um mich wieder auf das normale Maß umzugewöhnen

      The post was edited 1 time, last by Baum: Zu früh ausversehn auf Absenden gekommen ().

    • Unteren teil der Ohrmuschel. Schon Sichtbar, es kommt aber auch auf die Farbe an Rot Lila Pink oder alle drei gemischt sind sichtbarer als gelb oder weiß. Du kannst dir auch welche zeigen lassen, die möglchen Farben auch. Es gibt auch Leutfarben.
      Ist schon alles Sichtbar, es kommt auch darauf an, wie intensiv dich jemand angucken wird.
    • MangoMambo wrote:

      Ich fühle mich verantwortlich für meinen Partner und dafür ihn zu unterstützen
      Das kommt mir sehr vertraut vor. Seitdem ich mit meinem Freund zusammen bin, habe ich das Gefühl noch mehr Verantwortung übernehmen zu müssen. Zudem wird Schule immer anstrengender und ich wandere immer weiter Richtung Studium und der Berufswelt , was mich sehr überfordert und schon allein beim Gedanken stresst. Dadurch befinde ich mich auch schon seit mehreren Monaten in einer Phase der ständigen Überforderung und habe Angst, dass ich alles nicht auf die Reihe bekommen. Da können mich auch schon kleine Aufgaben im Haushalt überfordern und zum Durchdrehen bringen, wenn sie nicht so klappen wie ich es will oder wenn dann zusätzlich noch irgendwie zu intensive Reize auf mich einströmen.
      Was mir wirklich in solchen Momenten oder Phasen hilft , wirklich das zu machen, was dich glücklich macht und vielleicht einmal alles vergessen lässt. Bei mir ist es zum Beispiel Filme/Serien schauen / Musik hören oder lesen. Wichtig ist auch Ruhe und Zeit für sich selbst, (solang man es eben kann und es möglich ist). In meine Routine reinzukommen fällt mit zum Glück nicht wirklich schwer, durch die genannten Tätigkeiten , da diese eben zur Routine dazugehören. Dazu muss ich sagen, dass ich ja noch nicht den ganzen Tag arbeite und ich glaube, dass es dann schwerer ist in die Routine zurückzufinden.