Vulnerbilität veringern und Widerstandskraft stärken

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    • Kennst du die Stress-Vulnerabilitäts-Spirale?

      Die Frage ist auch, wozu bzw wogegen du Widerstandskraft entwickeln willst.

      So allgemein zu beantworten fällt mir schwer, bzw gäbe einen mindestens 6 000 Zeichen Text :m(: :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Ich kenne die Stress-Vulnerabilitäts-Spirale nicht.

      Ich habe ernorme Schwierigkeiten meine Mitmenschen zu verstehen und anders herum genau so. Wenn man mir nicht klipp und klar sagt, was man meint bzw. sagen möchte, dann verstehe ich es nicht.
      Wenn ich mir sicher bin, dass ich mein Gegenüber verstanden habe, stellt sich später heraus, dass ich es nicht verstanden habe.
      Wenn ich eine Situation nicht erkenne bzw. einen Teil davon nicht warnehme, dann bin ich nicht in der Lage, vorhandenes Wissen (kommunikation) anzuwenden.

      Das ist frusttrierend, nervtötend und niederschmetternd. Quasi ähnlich wie ein angeschlagener Boxer.

      Tritt dies häufiger auf, was ständig der Fall ist, dann steigt mein Frustlevel und Aggressionslevel. Ab einem unbekannten Punkt, weiss ich mir dann nicht anders zu helfen und flippe aus. Da ich keine Kontrolle darüber habe, kann es durchaus vorkommen, dass ich beleidigend werde, was ich nicht will.

      Ich kann keine Absichten bei meinem Gegenüber erkennen.
      Nonverbale Kommunikation verwirrt mich und ich bekomme nix mehr mit.
    • AspiIT wrote:


      Ich habe ernorme Schwierigkeiten meine Mitmenschen zu verstehen und
      anders herum genau so. Wenn man mir nicht klipp und klar sagt, was man
      meint bzw. sagen möchte, dann verstehe ich es nicht.
      Wenn ich mir sicher bin, dass ich mein Gegenüber verstanden habe, stellt sich später heraus, dass ich es nicht verstanden habe.
      Joa, das ist so. Geht mir sogar dann so, wenn Aspie-Freunde nicht eindeutig kommunizieren. Meist um ihrerseits zu vermeiden, hier etwas einzufordern, was ja abgelehnt werden oder zu Unbhagen auf der anderen Seite führen könnte.

      Das ist schrecklich frustrierend bis zur Verzweiflung treibend.

      Früher machte mich das auch aggressiv, ich habe dann oft "überreagiert", was dann der andere wieder nicht verstanden hat.
      Und das Chaos war perfekt.

      Es hat lang gedauert, bis ich kapiert hatte, solange ich nicht als erste Klartext spreche, incl. der Irritationen, die ich damit manchmal erzeuge, wird das nie was.
      Was um so schwieriger wird, auch heute noch, solange ich mir zu etwas in mir unklar bin und/oder je länger ich warte, das zu kommunizieren.

      Um sicher zu gehen, den anderen verstanden zu haben, bediene ich mich solange der Technik des Aktiven Zuhörens nach Rogers, bis ich sicher bin, die Kommunikationsweise des anderen verstehen gelernt zu haben.
      Um dann aber trotzdem selbst eindeutig mich zu kommunizieren.

      Das gelingt um so leichter je vertrauter der andere ist oder je größer der emotionale Abstand.
      Na ja da beides in Rienform ja selten vorkommt, ist es immer eine mehr oder weniger gelingende Eierei/RW, zumindest gelingt sie mit der ständigen Übung über die Zeit öfter, als dass das komplett misslingt.

      Ich sage auch anderen, das ich oft Mitgemeintes, indirekt gesagtes, Ironie usw. einfach nicht verstehe, wenn ich den anderen nicht sehr gut kenne und gelernt habe, dessen Sprache zu "übersetzen".
      Das entlastet zum einen mich, wenn es passiert - der andere war ja vorgewarnt, dass es passieren kann.
      Es sorgt für ein Wiedererkennen dort, was ermöglicht, schneller selbst sagen zu können, woran es genau gehakt hat, um beim nächsten mal beser berücksichtgt zu werden - bis zum nächsten "es hakt".

      Das erste mal hab ich das im letzten Jahr auf meiner Praktikunsstelle so gemacht. Sachlich beschreibend und ein bisschen humorvoll garniert. "Ich sehe den Wink mit dem Zaunpfahl/RW nicht, und bemerke den Zaunpfahl erst, wenn er auf meinem Kopf landet".
      Dies hatte dann erst mal eine Übervorsichtigkeit anderer zur folge, dann - weil nicht gewohnt - eher unhöfliche Formulierungen, auch mit leichter Aggresion dort aufgrund des ungewohnt. je öfter aber solche Situationen auftauchten und ich bei Linie blieb, desto mehr pendelte sich das ein. Bis es normal wurde, z.B nicht mehr zu sagen "das ist da hinten im Schrank", sondern "Schrank links von der Eingangstür, von hier aus gesehen, Mittlerere Tür, oberes Fach links".

      Das lustige war, es wurde vielen bewusst, wie ungenau sie eigentlich im Alltag sprechen, wie viel sie als Selbstverständlich vorraussetzen und, irgendwann begannen auch die anderen untereinander so zu kommunizieren.
      Für die an Demenz Erkrankte war diese neue Umgangssprache natürlich auch hilfreich.

      Gegen Ende war nur noch Amüsement, wenn mal wieder so eine Situation entstand. Mehr als "hier ergänzen sich halt Defizite zu "Genauigkeit/Ungenauigkeit auf allen Seiten" war das dann nicht, und dann wurde das eben geklärt.

      Das Wchtigste daran war, das ich mich nicht dafür runtermache, hier einfach anders Wahrnzunehmen, eine andere Form der Kommunikation zu brauchen.

      Danach wurde mir klar, wenn auf der anderen Seite keinerlei Interesse besteht, hier eine gegenseitige Kommunikations- und Verständnisebene zu erARBEITEN, statt dessen nur Anpassung meinerseits gefordert wird, ist das nicht mein Platz bzw die Menschen, mit denen ich leben und arbeiten will.
      Ich hab genug Belastungsfaktoren in meinem Leben, dazu brauche ich mir nicht noch weitere in mein Leben zu holen.

      Da wo de Bereitschaft besteht, ist dann natürlich auch immer mal wieder Frust, es klappt nicht so, wie gedacht und gewollt, kommen Ängste und bei mir auch Selbstzweifel hoch - hier wird das Vertrauen des anderen, in sich selbst, in mich, in das was bisher gelungen ist, und dass wir das schon irgendwie hinkriegen werden, weil Bereitschaft da ist, gemeinsam daran zu arbeiten, zum Stabisierungsfaktor, der diesen Frust und die Selbstzweifel besser betrachten und wieder etwas wegarbeiten lässt.

      Es sind auch viel mehr Menschen bereit, hier eine gemeinsames Basis zu errichten, als ich früher so dachte.
      Ein Kennzeichen ist, sobald ich ein bisschen mein "anders Wahrnehmen, und was ich machen muss um zu funktionieren, damit es so aussieht wie bei anderen" beschreibe, die darauf folgende Reaktion.
      NTs mit Bereitschaft , also für mein AS aspietauglich : "Das muss ja unheimlich anstrengend sein...wie machst du denn dann xy...." - solche lass ich vorsichtig rein in mein Leben.
      Aspies :"Kenn ich, dazu kommt auch noch ... und bei mir auch..."
      Ungeeignete Menschen :"Das hat doch jeder, da muss man einfach..."

      Und dann gilt es "nur" noch, sich durch letztere nicht frusten zu lassen, zu akzeptieren, das diese hier ein Verständnis- und Bereitschaftsdefizit haben, sich höflich zu verabschieden, und die Energie die man hat, in die Kontakte mit den anderen hineinzugeben. Wie gesagt, sich selbst zusätzliche Belastungen ins Leben zu holen und darin Energie zu verschwenden, immer wieder frustriert zu sein, weil es nichts bringt, ist ja unlogisch.

      Btw, je besser man sich selbst versteht und sich berücksichtigt, desto weniger schlimm fühlt es sich an, wenn die "Ungeeigneten" das nicht machen. Die lassen sich meiden bzw die Zeit mit ihnen begrenzen.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      AspiIT wrote:

      Ich habe ernorme Schwierigkeiten meine Mitmenschen zu verstehen und
      anders herum genau so. Wenn man mir nicht klipp und klar sagt, was man
      meint bzw. sagen möchte, dann verstehe ich es nicht.
      Wenn ich mir sicher bin, dass ich mein Gegenüber verstanden habe, stellt sich später heraus, dass ich es nicht verstanden habe.
      Joa, das ist so. Geht mir sogar dann so, wenn Aspie-Freunde nicht eindeutig kommunizieren. Meist um ihrerseits zu vermeiden, hier etwas einzufordern, was ja abgelehnt werden oder zu Unbhagen auf der anderen Seite führen könnte.
      Das ist schrecklich frustrierend bis zur Verzweiflung treibend.

      Früher machte mich das auch aggressiv, ich habe dann oft "überreagiert", was dann der andere wieder nicht verstanden hat.
      Und das Chaos war perfekt.

      Es hat lang gedauert, bis ich kapiert hatte, solange ich nicht als erste Klartext spreche, incl. der Irritationen, die ich damit manchmal erzeuge, wird das nie was.
      Was um so schwieriger wird, auch heute noch, solange ich mir zu etwas in mir unklar bin und/oder je länger ich warte, das zu kommunizieren.

      Um sicher zu gehen, den anderen verstanden zu haben, bediene ich mich solange der Technik des Aktiven Zuhörens nach Rogers, bis ich sicher bin, die Kommunikationsweise des anderen verstehen gelernt zu haben.
      Um dann aber trotzdem selbst eindeutig mich zu kommunizieren.

      Das gelingt um so leichter je vertrauter der andere ist oder je größer der emotionale Abstand.
      Na ja da beides in Rienform ja selten vorkommt, ist es immer eine mehr oder weniger gelingende Eierei/RW, zumindest gelingt sie mit der ständigen Übung über die Zeit öfter, als dass das komplett misslingt.

      Ich sage auch anderen, das ich oft Mitgemeintes, indirekt gesagtes, Ironie usw. einfach nicht verstehe, wenn ich den anderen nicht sehr gut kenne und gelernt habe, dessen Sprache zu "übersetzen".
      Das entlastet zum einen mich, wenn es passiert - der andere war ja vorgewarnt, dass es passieren kann.
      Es sorgt für ein Wiedererkennen dort, was ermöglicht, schneller selbst sagen zu können, woran es genau gehakt hat, um beim nächsten mal beser berücksichtgt zu werden - bis zum nächsten "es hakt".

      Das erste mal hab ich das im letzten Jahr auf meiner Praktikunsstelle so gemacht. Sachlich beschreibend und ein bisschen humorvoll garniert. "Ich sehe den Wink mit dem Zaunpfahl/RW nicht, und bemerke den Zaunpfahl erst, wenn er auf meinem Kopf landet".
      Dies hatte dann erst mal eine Übervorsichtigkeit anderer zur folge, dann - weil nicht gewohnt - eher unhöfliche Formulierungen, auch mit leichter Aggresion dort aufgrund des ungewohnt. je öfter aber solche Situationen auftauchten und ich bei Linie blieb, desto mehr pendelte sich das ein. Bis es normal wurde, z.B nicht mehr zu sagen "das ist da hinten im Schrank", sondern "Schrank links von der Eingangstür, von hier aus gesehen, Mittlerere Tür, oberes Fach links".

      Das lustige war, es wurde vielen bewusst, wie ungenau sie eigentlich im Alltag sprechen, wie viel sie als Selbstverständlich vorraussetzen und, irgendwann begannen auch die anderen untereinander so zu kommunizieren.
      Für die an Demenz Erkrankte war diese neue Umgangssprache natürlich auch hilfreich.

      Gegen Ende war nur noch Amüsement, wenn mal wieder so eine Situation entstand. Mehr als "hier ergänzen sich halt Defizite zu "Genauigkeit/Ungenauigkeit auf allen Seiten" war das dann nicht, und dann wurde das eben geklärt.

      Das Wchtigste daran war, das ich mich nicht dafür runtermache, hier einfach anders Wahrnzunehmen, eine andere Form der Kommunikation zu brauchen.

      Danach wurde mir klar, wenn auf der anderen Seite keinerlei Interesse besteht, hier eine gegenseitige Kommunikations- und Verständnisebene zu erARBEITEN, statt dessen nur Anpassung meinerseits gefordert wird, ist das nicht mein Platz bzw die Menschen, mit denen ich leben und arbeiten will.
      Ich hab genug Belastungsfaktoren in meinem Leben, dazu brauche ich mir nicht noch weitere in mein Leben zu holen.

      Da wo de Bereitschaft besteht, ist dann natürlich auch immer mal wieder Frust, es klappt nicht so, wie gedacht und gewollt, kommen Ängste und bei mir auch Selbstzweifel hoch - hier wird das Vertrauen des anderen, in sich selbst, in mich, in das was bisher gelungen ist, und dass wir das schon irgendwie hinkriegen werden, weil Bereitschaft da ist, gemeinsam daran zu arbeiten, zum Stabisierungsfaktor, der diesen Frust und die Selbstzweifel besser betrachten und wieder etwas wegarbeiten lässt.

      Es sind auch viel mehr Menschen bereit, hier eine gemeinsames Basis zu errichten, als ich früher so dachte.
      Ein Kennzeichen ist, sobald ich ein bisschen mein "anders Wahrnehmen, und was ich machen muss um zu funktionieren, damit es so aussieht wie bei anderen" beschreibe, die darauf folgende Reaktion.
      NTs mit Bereitschaft , also für mein AS aspietauglich : "Das muss ja unheimlich anstrengend sein...wie machst du denn dann xy...." - solche lass ich vorsichtig rein in mein Leben.
      Aspies :"Kenn ich, dazu kommt auch noch ... und bei mir auch..."
      Ungeeignete Menschen :"Das hat doch jeder, da muss man einfach..."

      Und dann gilt es "nur" noch, sich durch letztere nicht frusten zu lassen, zu akzeptieren, das diese hier ein Verständnis- und Bereitschaftsdefizit haben, sich höflich zu verabschieden, und die Energie die man hat, in die Kontakte mit den anderen hineinzugeben. Wie gesagt, sich selbst zusätzliche Belastungen ins Leben zu holen und darin Energie zu verschwenden, immer wieder frustriert zu sein, weil es nichts bringt, ist ja unlogisch.

      Btw, je besser man sich selbst versteht und sich berücksichtigt, desto weniger schlimm fühlt es sich an, wenn die "Ungeeigneten" das nicht machen. Die lassen sich meiden bzw die Zeit mit ihnen begrenzen.

      Dein Schrankbeispiel erweitern und mit verbundenen Augen ist bestimmt lustig und fördert auch den Vertrauensaufbau. Blindlfug hatte ich letzten Zeit genug, aber mich mit verbundenen Augen von einem ganz bestimmten Menschen führen zu lassen hat was. :)

      Zu den "ungeeigneten Menschen":

      Ungeeignete Menschen gibt es nicht. Ich habe den Eindruck, dass sie sich nicht erklären oder vorstellen können, wie es sich anfühlt und es auch nicht kennen. Ein Verständnisdefizit ist keine Belastung. Ich erkläre dann auch gerne mal 6 Stunden am Stück immer wieder das gleiche und auch einen Tag später. Wenn Verständnis vorhanden ist, dann ist meiner Meinung nach auch Bereitschaft vorhanden. Ist allerdings abhängig von der jeweiligen Person, den Umständen uvm.

      Warum ist es eine Belastung jemandem etwas verständlich zu machen und nahezubringen? Es ist eine Herausforderung. Viel schlimmer, niederschlagender und katastrophaler ist es, wenn man den Eindruck hat etwas nicht verstanden zu haben, man gerne verstehen möchte, aber in den Seilen hängt, weil keiner etwas sagt.

      Der Kopf fängt an zu arbeiten und hört nicht mehr auf. Es werden alle vorhandenen Fakten durchgegangen. Verzweifelt sucht man nach Zusammenhängen findet keine. Stellt Verknüpfungen her, um festzustellen, dass es sich nicht verknüpfen lässt. Stellt sich die Frage, hat man vorher was nicht verstanden, dass man jetzt für Verknüpfungen braucht um einen Zusammenhang herzustellen und daher kein großes und ganzes erkennen kann.
      Das Ergebnis daraus sind dann Fragen: Was zum Henker will man damit erreichen? Bin ich wirklich so doof? Es entsteht dabei das Gefühl ein Mensch zweiter Klasse zu sein und fühlt sich an als wäre man ein Spielzeug. Man fragt sich was es soll, findet keine Erklärung. Was soll das? Ich soll etwas verstehen. OK, dann sollte man mal klipp und klar sagen was. Vermutungen, Wahrscheinlichkeiten, Interpretation ist schwammig, keine klare Aussage, erzeugt Missverständnisse und zwischen den Zeilen ist der Hintergrund und sonst nichts. Ich kann nur vor den Kopf gucken und nicht dahinter.
      Nicht schön und ich habe es in der letzten Zeit öfters erlebt. Das aus nicht verstehen, dann ein "Ich sag da nichts zu, weil es mir zu blöd ist zu allem möglichen Mist den Mund auf zu machen, weil es Kindergarten ist und die Energie zielgerichtet besser investiert ist " entsteht, ist da nicht verwunderlich. Das so etwas zu Rückzug und minimalistischer bzw. gar keiner Kommunikation führt, ist den "Supermega ich versteh alles, weil ich der Held vom Erdbeerfeld bin" Versteher vollkommen unverständlich. Gehts eigentlich noch, noch Menschlichkeit da oder ist die Einbildung geopfert worden?

      Das ich manchmal auch nicht klar sagen sagen kann was los ist, schliesse ich nicht aus. Gleiches gilt für Missverständnisse. Wie will ich klar sagen was los ist, wenn keine zusammenhänge erkennbar sind?

      Beispiel:

      Frage wie man mir helfen kann. Wie soll ich den da klipp und klar sagen, wie man mir helfen kann, wenn ich es selbst nicht weiss?

      Ich habe jetzt 13 Bücher über Autismus gelesen, weil ich wissen u. verstehen will, welche Auswirkungen das auf mich hat. Alles in meinem Leben macht jetzt Sinn. Alle Fragen, nach dem Warum sind beantwortet. Beim letzten Buch habe ich gestern erst den Zusammenhang zwischen, Mitmenschen nicht verstehen, Theory of Mind und der damit einhergehenden Tatsache, das ich nur zu 50% empathiefähig bin. Akzeptiert ja, kein Thema. Das genau diese Tatsache, das ist warum meine zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zustande gekommen sind und ich dagegen nichts rein gar nichts machen kann, muss man erst mal sacken lassen. Ich kann einiges ab und es setzt mir mehr zu, als ich gedacht habe.

      Festzustellen, dass man Autist ist, ist das eine. Sich mehr und mehr der Auswirkungen bewusst werden und in Alltagssituationen diese auch zu erkennen ist das andere. Sich um Hilfe kümmern, weil man sie braucht und festzustellen, dass man bei diesen verdammten ewig langen Wartezeiten so gesehen auf sich allein gestellt ist, ist nicht schön, aber auch kein Ding. Es gibt allerdings Menschen, die das alles alleine geregelt bekommen müssen, aber so weit denkt halt eben keiner.

      Da wird dann fröhlich munter mit irgendwelchen Psycho spielchen weiter drauf geschlagen, was schon viel zu lang der Fall ist und angenommen zu wissen, was das beste für jmd. ist, der eigentl. Unbekannt ist.

      Das solche Sachen der Grund sind, warum auf soziale Kontakte, Freundschaften bewusst verzichtet wird ist dann so was von unerklärlich und unverständlich.
    • Ja, aber dafür, das andere nicht eindeutig kommunizieren, keine klaren Antworten geben - vielleicht auch gar nicht wollen, damit man selbst im Nebel bleibt und an sich selbst zweifelt - dafür kann man nichts.
      Und da kann man auch nichts dagegen machen. Sondern sich nur dazu verhalten, was für mich bedeutet "abhauen".

      Ich hab ja überhaupt keine offiziösen Hilfen.

      Schon früher lang vor der Diagnose hab ich zu oft erlebt, dass ich und meine Situation "irgendwie nicht vorgesehen sind". Auch als es darum ging, Hilfen für die damals diagnostizierte Schwächen meines Sohnes zu bekommen. Damals wurde nicht auf AS getestet, es bestanden "zu viele Teilleistungsschwächen"

      Ergebnis, einzelne Maßnahmen wurden nicht gefördert, Sonderpädagogisches Förderverfahren kam nicht in Frage, weil zu hoher IQ, die einzige Schule, die geeignet gewesen wäre, wurde nicht finanziert, weil sozial zu "unauffällig".
      Mir wurde wörtlich gesagt, wenn er mit einem Messer auf eine Lehrerin losgegangen wäre, dann wäre das was anderes".
      Bestraft dafür, dem Kind zu helfen. mit Frustration und Aggression umgehen zu lernen, sich trotz der Gemeinheiten anderer "sozial" zu verhalten.
      Später noch vor der Traumatherapie auf dem Arbeitsamt: "zu überqualifiziert für das eine, aber keine Zeugnisse für das andere" - ich hab dann eine heulende Mitarbeiterin auf dem Arbeitsamt getröstet, weil es "im System" einfach nichts gab.
      Bisher hatte sie daran geglaubt.

      Mit AS jetzt das gleiche. Ich bräuchte Hilfe darin, das zu beantragen, wofür ich Hilfe brauche. Nur dass die ersten Versuche, Hilfe zu bekommen ebenfalls daran scheiterten, dass ich wieder irgendwelche Voraussetzungen nicht erfülle. Wenn ich sowas aber beatragen kann, dann brauche ich ja auch diese Hilfe nicht mehr :m(:
      Hatte mal überlegt, wenn ich mein Leben den Bach runter gehen lassen würde, in der Psychiatrie säße, komplett pleite wäre und der Hund weg, ok, mit Sucht dürfte er mit, DANN wäre endlich mal jemand "zuständig" - ob der/die dann aber dafür qualifiziert und auch "willig" ist ja nochmal eine andere Frage, denn ich "wirke" aufgrund der Stärken ,die sichtbar sind , ja nie so, als bräuchte ich anderweitig Hilfe. Wirke ich aber hilfsbedürftig, denken NTs schnell, ich sei "reif für die Klapse"/RW.

      Ich hab schon lange erkannt, nicht darauf zu hoffen, dass irgendwo im "System" Hlfen für mich zu finden sind. Entweder ich kreg es hin, oder ich gehe unter.
      Was hilft, wer wirklich für mich etwas Hilfreiches hat - wie der Pförtner im Krankenhaus, der auf meine Jammern zu "eigentlich unnötig nochmal gekommen, weil nur extreme Schmerzen aufgrund eines Virus nach der OP" nur lapidar antwprtete "..andere kommen schon wegen eines abgebrochenen Fingernagels..." - das erkennt man nur, wenn man das Hilfreiche überall erkennt, wenn es auftaucht.
      Dieser "ganz einfache Mensch" hat mit einem Satz aus seiner Lebenserfahrung mehr bewirkt als x Jahre Therapie zu "höre auf dich selbst, gesteh dir zu". Weil er hier in dieem setting mir etwas gab, das ich mit "bisher fehlende väterliche Erlaubnis" übersetzte.
      Seitdem fällt es mir zumehmend leichter, bei körperlichen Problemen Mediziner*innen aufzusuchen.

      Als mir hier beim Spoilern geholfen wurde - die extreme Angst vor Umgang mit unbekannten Funktionen wurde weniger. Letztens half mir ein Freund bei ein paar "Computerproblemen. Er erledigte das nicht für mich, gab mir nur per mail ein paar Hinweise, und zwar genau die, die ICH brauchte, um die Zwischenschritte herauszufinden - was ich mich traute, weil ich wusste, wenn ich nicht weiterkommen, darf ich "doof fragen", ohne dass auf der anderen Seite auch nur ein Hauch von Überheblichkeit und Abwertung kommen würde.
      Es ist oft das "wie" des Vermittelns, auf das es ankommt.
      Gerade da, wo ich unsicher bin, brauche ich Sicherheit auf der anderen Seite zu "das kriegen WIR hin".
      Es sind diese "Kleinigkeiten", die weiterhelfen, und sich summieren. Wenn man sie bewusst sammelt und sich dann daran erinnert, wenn die gefühlte totale Hilflosigkeit mal wieder über einem zusammenschwappt und man darin zu versinken droht.


      Beim letzten Buch habe ich gestern erst den Zusammenhang zwischen, Mitmenschen nicht verstehen, Theory of Mind und der damit einhergehenden Tatsache, das ich nur zu 50% empathiefähig bin. Akzeptiert ja, kein Thema. Das genau diese Tatsache, das ist warum meine zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zustande gekommen sind und ich dagegen nichts rein gar nichts machen kann, muss man erst mal sacken lassen.
      Du hast mehr Empahiefähigkeit als ich. Nach NT-Kriterien ist meine unterirdisch.

      Nichts desto trotz habe ich in Bereichen gearbeitet, wurde mir auf Zeignissen attestiert, ich hätte viel Empathie.
      Schon doof, wenn die Diagnose sagt, du hast was nicht - und auf der anderen Seite scheint doch sowas da zu sein.
      iIh habe diagnostizierte rhebliche Kommunilationsprobleme - und arbeitete jahrzehntelang u.a. als Kommunikationstrainerin, hab Mediationen durchgeführt - alles was ich angeblich nicht kann.

      Klar, mit der Diagnose hat sich vieles erklärt, was schief gelaufen ist. Sie hat aber nicht erklärt, warum ich trotzdem so manches hingekriegt habe, das ich eigentlich gar nicht können dürfte.

      TOM ist einfach nicht alles. Es gibt andere Wege. Und dann kommt am Ende das gleiche dabei heraus. Alte RW von den vielen Wegen, die nach Rom führen.
      Diese ganzen Bücher erklären aus NT-Sicht im Verlgeich mit NT-Standardfunktionen warum Aspies nicht nach NT-Standard-Funktionen wie NTs ifunktionieren, was sich dann in Abweichungen von NT-Standard-Verhalten zeigt.

      Bisschen so, als wolle ein Hund "Katze" darüber definieren, dass sie nicht wie ein Hund funktioniert, um das als Defizit der Katze zu beschreiben. Und "Hilfen" anzubieten zu "werde mehr Hund, aber gut genug wirst du nie bei dem Versuch".
      Oder Linux allein darüber erklären zu wollen, wo es nicht wie Windows funktoniert.

      Der Hund sieht nur, das ist nicht Hund, hat aber letztendlich keine Ahnung davon, wie Katzen funktionieren. Wir haben im Dorf einen Kater, der geht regelrecht auf Hundejagd. Wenn ich an dem vorbei muss, nehme ich lieber meinen gar nicht so kleinen Hund auf den Arm und trage ihn am Kater vorbei. Tja, wie macht der das, was Katzen doch angeblich nicht können?

      Jede*r, Aspie, der/die irgendwas hingekriegt hat, beweist, dass Aspies DOCH können. Vllt nicht alles, aber wer kann schon alles supergut - andere haben auch Haushaltshilfen und Manager*innen, Chauffeur*ìnnen, gehen in Kommunikationstrainings usw.
      Vllt nicht immer so, wie andere das hinkriegen - was bewundert wird, wenn Serien wie McGyver geschaut werden.
      Auch eine bessere Empathiefähigkeit, Kommunikation usw, lässt sich herbeiMcGyvern.

      Was dann eben nicht für alle "toll genug aussieht", die zusätzlich noch wollen, dass man es genau so wie sie macht, aber hier spreche ich dann von "ungeeignete Menschen".

      Die habe ich früher regelrecht gesucht. Dachte, da könne ich was abschauen, und bin regelmmäßig gescheitert. Hab mich abgemüht zu erklären, immer und immer wieder, anstatt mal DORT das Defizit in Verstehen können oder Verstehen wollen zu diagnostizieren.
      Erst als ich begann Menschen zu suchen, die mir ähnlich sind, die ähnlich denken bzw meine Denkwege wenigstens nachvollziehen wollen, wurde es leichter.
      Und nochmals, als ich die anderen traf, wo ich gar nichts mehr erklären musste, einfach weil "irgendwas" plötzlich alles so leicht machte.
      Selbst dort, wo erhebliche Unterschiede waren.

      Du hast eine Diagnose, die weist auf Dinge hin, die du auf NT-Art nicht kannst. Was aber nicht bedeutet, diese nicht auf deine ganz spezielle ASPIE-Art hinkriegen zu können.
      Mir helfen vor allem Hinweise, wie andere Aspies mit Dingen umgehen, die mir schwer fallen. Bzw, wenn diese auf ihre Aspie-Art sich vorstellen, ebenfalls dieses Defizit zu haben, und wie sie dann drangehen würden. Mal ist dann was dabei, was ich brauchen könnte, mal ist es nur gemerkt, was ein anderer vllt brauchen kann.

      So wie mir einer erklärte, auch er kann IN Situationen den Kontext der Situation nicht mehr erkennen. Kontexterkennungsschwäche. Als ich diesen Part der Diagnose las, hab ich geheult. Denn mit Abstand erkenne ich das ja super, kann es analysieren, weiß um diie Dynamiken, nur stecke ich drin..... und das sah ich jetzt natürlich immer öfter im Alltag, bewertete das als Defizit.
      Dann ein simpler Hinweis, sich IN Situationen daran zu erinnern, immer mal wieder kurz "umzuswitchen" mit der ganz sachlich gemeinten Frage "wo bin ich hier eigentlich, was mach ich hier eigentlich" - und dann zurück.
      Übe das seit einem halben Jahr, die Effekte machen sich bemerkbar.
      Was ich nicht gleichzeitig kann, kann ich aber als "schnell hintereinander" lernen - und, ganz faszinierend, die Detailwahrnehmung hilft jetzt sogar, mehr und früher zu erkennen als andere.

      Im Moment arbeite ich an meiner "Verpeiltheit" - erst gestern wieder der Moment, als ich meine Schuhe nicht fand. Abgelenkt irgendwo ausgezogen, an einer Stelle wo sonst nie. Kein "Bild" dazu bewusst eingeprägt, Weg waren sie, alles Suchen half nicht.
      Dann wurde mir bewusst, dass ich nur die bekannten "Verlegestellen" abgesucht hatte, anstatt auf meinen Detailblick zu vertrauen, und mal durch die Wohnung zu gehen, als sei es eine Fremde, die jemand anderem gehört . Mit diesem "ich gehe durch eine fremde Wohnung"-Technik, hab ich heute schon wieder was gefunden, was in der Ablenkung verloren gegangen war.

      Was Beziehungen angeht, wenn sie scheitern, es liegt nie nur an AS. Das sorgt höchstes dafür, dass man die Warnzeichen nicht erkennt nzw sich ungeeignete Leute für Beziehungsversuche aussucht.
      AS ist hier für mich wie "rothaarig" oder "kleine Titten" - wer unbedingt eine Rothaarige will oder Mega-Brüste braucht, wird immer behaupten, ich sei defizitär. Da könnte ich noch so färben, der Ansatz wäre immer wieder zu sehen, eine OP würde MIR Probleme machen...sry, das wäre dann aber keine Beziehung, sondern "dienen" aus Selbst-Defizitär-Gedanken, die die Vorlieben und Sichtweisen des anderen zur Norm erheben.

      Du hast dir ja Sachen aufgebaut, hast Dinge hingekriegt vor der Diagnose - wie hast das du das gemacht?
      Immerhin trotz und vor allem MIT AS.
      Wo hattest du dabei AS unbewusst berücksichtigt, und wo nicht, weshalb es schwer ist, das aufrecht zu erhalten?
      Wie ließe sich das auf dein AS anpassen?
      Auf was ließe sch verzichten bzw was ließe sich abschaffen, damit es mit AS leichter wird, was könnte ich mir dazu holen bzw aus meiner Art da dazu verstärken hineingeben, damit es leichter wird?

      Das sind oft scheinbare Kleinigkeiten im Äußeren, aber vor allem geht es hier um Glaubensvorstellungen zu sich selbst.
      AS hindert daran, Dinge auf NT-Art zu machen, ganz klar.
      Die AS-Aspekte, die daran hindern, lassen sich mal in den Griff kriegen, dann geht es auch, wenn auch angestrengter, auf NT-Art. Oder es muss halt eine eigene Aspie-Art dazu gefunden werden. Wobei ich nur wenige NTs kenne, die hier wirklch hilfreiche Hinweise haben, egal wie vel "Experte" die im Titel tragen.



      Da wird dann fröhlich munter mit irgendwelchen Psycho spielchen weitermdrauf geschlagen, was schon viel zu lang der Fall ist und angenommen zu wissen, was das beste für jmd. ist, der eigentl. Unbekannt ist.
      So, gute NT-Eltern würden hier jetzt sagen "Kind, das ist schlechte Gesellschaft und kein Umgang für dich, das schadet dir nur".

      Mit Menschen, die asozial denken, reden und handeln, gibt es keine sozialen Kontakte, sondern nur a-soziale.
      Besser ein sozialer Umgang nur mit sich selbst, als sich diesem A-Sozial auch noch auszusetzen, das wie bei Orwell als "sozial" zu bezeichnen, und ausgerechnet das sozialer machen zu wollen.
      Vor allem, solange man A-Soziale in seinem Umfeld hat, meiden sozial denkende Menschen dieses Umfeld - sie denken ja, man findet das gut, sonst hätte man das nicht.

      Auch wenn das bitter war, ich musste meine komplette Herkunftsfamilie "streichen". Aus dem "Freundeskreis" blieben gerade mal 3 Menschen übriig, dazu mein Sohn und der Vater meines Sohnes. Die ich lange auch nicht wirklich als Freunde wahrnehmen konnte, weil hier erst mal bei mir einiges ausheilen musste.
      Denn auch die sozialsten Menschen können nicht das "wegmachen", was A-Soziale bei einem oft über lange Zeit angerichtet haben.
      Erst wenn man beendet, was diese dauernd machen, kann das Ausheilen beginnen.
      Sind die A-Sozialen weh, werden scheinbar plötzlich Soziale auftauchen. Manchmal bleibt es bei Bekanntschaft , manchmal wird langsam Freundschaft daraus.

      Aber auch das ist ein Prozess, für den man selbst etwas tun muss.
      Als erstes beginnen, annehmend, geduldig, freundlich, verstehen wollend, sozial zu sich selbst zu denken und zu handeln.

      Im Moment denkst du mit Blick auf die Diagnose zu dir wie die, die du zitiert hast. Du schlägst auf dich ein wg AS. Gibst dem und dir alle "Schuld" an dem was nicht geklappt hat bzw noch nicht /noch nicht wieder klappt. Voll ungerecht.
      A-Soziale, die das erkennen, freuen sich, hier müssen sie nur noch nachtreten. Wenn man die dann auch noch immer wieder aufsucht, die jetzt bittet, das zu lassen, warum sollten sie? Wenn sich das hier sogar selbsterscheind anbietet?

      Wenn man macht, was man immer macht, kommt das dabei heraus, was immer herauskommt. Macht man mehr von dem, was man immer macht, kommt mehr von dem heraus, was immer herauskommt. Logische Schlussfolgerung, es geht darum, es anders zu machen.
      Was herausgefunden und ausprobiert werden will, vllt geübt werden muss gegen jahrelang eintrainierte ungünstige Routinen. Umlernen ist meist schwieriger als ganz neu lernen und braucht mehr Geduld.

      Ich hab mal deine Posts gelesen. Wenn es um die Probleme anderer geht, denkst du in AS um etwas zu erkennen und in Richtung Lösungen zu überlegen.
      Wie wäre es, das mal genauso für dich selbst zu nutzen, anstatt dir gegenüber und zu den Schwierigkeiten weiter auf NT zu denken? Dir damit selbst zu verweigern, was du für andere hilfreich einsetzen kannst ist doch "ein bisschen unlogisch" ;)

      Sich mit dem eigenen AS anzufreunden ist nicht immer einfach - das ist ein Freund mit ein paar doofen Macken halt. Aber ein zuverlässiger, der nicht abhaut, und der sehr hilfreich sein kann, wenn man ihn nicht überlastet, sondern in Ruhe denken lässt .
      Je besser ich mein AS kennenlerne,
      je bewusster mir die Unterschiede werden,
      je besser ich mir mich erklären kann und
      dann alles sachlich betrachte unter "was hat geklappt, und wenn ja wie, was nicht,"
      und "gab es da überhaupt etwas, worauf ich hätte Einfluss nehmen können?"
      "wenn ja, beim nächsten Mal anders machen
      wenn nein abhaken unter "dumm gelaufen, sowas passiert, und zwar allen Menschen immer mal wieder",
      desto leichter wird vieles.

      Schwierig wird es dann für mich, wenn ich selbst zu mir in NT-Kriterien denke, wenn ich doch unbewusst versuche, mich denen anzupassen, wenn in mir alte "So verhält man sich gegegenüber NTs, um keinen Ärger zu bekommen/nicht abgewertet zu werden von denen"-Reflexe losgehen.
      Was gerade in Freundschaften dann echt Probleme machen kann, mal nur aufgrund des inneren Chaos, das daraus ensteht und mal auch aufgrund des dann eigenen widersprüchlichen Verhaltens. Hier hab ich echt noch Übungsbedarf darin, wirklich ganz radikal ich zu sein, das dann auch eindeutig zu kommunizieren.
      Freunde sind, wo es möglich ist, ganz so zu sein, wie man ist, bzw das zu lernen, weil sie abwarten können und wollen, bis man sich selbst wieder zu sich klar ist und hier nichts "erwarten" :)
      Sich selbst der beste Freund sein bzw werden, damit beginnt es.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Sehr interessant. Ich hab so wenige Missverständnisse wie nie zuvor gefunden. Danke. :) Geht doch.

      Eins vorweg: So wie du schreibst, bist du so weit von der Klapse weg, dass du in diesem Leben dort garantiert nicht ankommst.

      Möglicherweise kann ich dich bei den Hilfsanträgen unterstützen. Was sind den Teilleistungsschwächen? Schick mir eine PN, mit ein paar Infos mehr, dann bleibts unter uns.

      Ich und denken wie ein NT, im Leben nicht. :) Mal abgesehen davon sind meine Gedankengänge öfters wenig bis gar nicht nachvollziehbar.

      Ähm, Linux funktioniert, ist stabil, Windows eben nicht und lässt alle Welt gern mal rein. Das ist der Unterschied.

      Die "Verpeiltheit" kenne ich. Verflixt wo hab ichs den hin getan. Wenn mal Ordnung geschaffen wurde. In meinem chaotischen Papierkrieg vorher: Posteingang = Tisch, Zwischenhalde = auf dem Sideboard, Endstation = im Schrank. Ruck zuck gefunden was ich suchte, weil ich grob wusste auf welchem Haufen die Post lag.

      Ich hab meine "Ordnungsliebe" an die eiserne Ordnung meiner Freundin angepasst. Platz für die Posthaufen Sortierung habe ich noch keinen gefunden und wenn ich was suche, ist halt hausinternes Google, nur mit mehr langsam als schnell, angesagt. Gut das ich nicht so viel Papierkrieg habe, mal sehen ob es so bleibt.

      Schwarze Haare und kleine Titten, back to topic.
      ehr
      Noch habe ich beziehungstechnisch keine Erfahrung, in kürze schon, trotzdem noch zu lang :) Von der plastischen Chirugie halte ich nix. Bei Entstellungen nach einem Unfall, klar kein Ding.
      Nur um irgendeinem Schönheitsideal Wahnsinn nahe zu kommen, no go never.

      Ich frage mich in letzter seit öfters, warum man einen Menschen nicht mal akzeptieren kann wie er ist. Bin ich denn der einzigste auf diesem Planeten, der das so sieht?

      Ich lebe momentan eher zurückgezogen, freiwillige Basis und daher auch so gesehen in diesem Sinne keine Freunde. Freundschaften bin ich mittlerweile wieder offen eingestellt. Nicht alle NT' s sind "ungeeignet".

      Eine Partnerschaft will ich nur mit einer nicht NT Frau eingehen. Bei NT's und den fragwürdigen Kommunikationsmethoden, bring ich mich nur selbst in die Klapse und das muss ich nicht haben und meine Zeit auf Erden muss nicht so verkürzt werden. Allein der Gedanke, Schreikrämpfe und Weg, Ich bin gestört holt mich hieraus. ;)

      Ohne Macke ist halt Kacke.

      Vergleiche dich nicht mit NT's, das bringt nix. Lass dir auch niemals von einem NT einreden, dass deine Empathie unterirdisch ist o.ä. Sollen erst klar Text lernen, bevor sie auch nur annähernd etwas zu unserer Empathie vom Stapel lassen können.

      Es gibt sehr viele NT's, die sich nicht aufplustern, weil sie meinen sie sind ja achso "normal" und meinen, sie hätten das Recht zu bestimmen, was wir zu tun haben.

      Immer im Hinterkopf behalten, ohne uns anders Normale, wäre jetz noch wohnen in der Höhle angesagt. Es gibt ja nicht umsonst sehr viele brilliante Köpfe, die Autisten waren und zur Entwicklung der Menscheit beigetragen haben.

      Was ausprobiert und erforscht werden will, ist bei mir einiges und wird lebenslang freudig weiter entwickelt. :)

      Die Macken eines AS sind nicht doof, sie machen ihn aus. :)

      Ohne Fehler kein lernen und auch kein Fortschritt und Weiterentwicklung. Nobody is perfect und ich erst recht nicht.

      Ich auf NT denken, im Leben nicht. Ich verleugne doch nicht meine Gestörtheit. Bin ja nicht verrückt. :)
      Hab nen Dachschaden und trotzdem gibts trockene Stellen.

      Ich bin so wie ich bin und anders will ich auch nicht sein. Habe viel zu lernen und die Bereitschaft ist mehr als nur da. Bin quasi in den Startlöchern und von mir aus kanns losgehen. :)

      Versuche nicht dich zu verbiegen und in irgend eine NT Norm quetschen zu lassen. Bleib so wie du bist, weil die Menschen dich so brauchen wie du bist.

      Entweder man akzeptiert dich so, oder muss sehen wo man bleibt.

      Ich bin mein bester Freund und die Selbstgespräche sind immer wieder interessant.

      Wiedersprüchliches Verhalten von meiner Seite entsteht durch den Mangel an verfügbaren Verhaltensweisen, die Situationsbedingt verwendet werden, sofern ich die Situation erkennen kann. Meine Großbaustelle und endet nicht als BER Bauschrott.

      Für eine Freundschaft sind Vertauen, Ehrlichkeit, Verlässligkeit, Respekt die gegeben sein müssen. Blick in die Gesellschaft sagt, noch keine Nadel im Heuhaufen, aber viele die so simple Sachen zu hoch sind.

      Schick mir ne PN wenn du Hilfe brauchst.