räumlich-konstruktive Störung und deren Auswirkungen (sich getrennt fühlen, Angst vor unbekannten Umgebungen)

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    • räumlich-konstruktive Störung und deren Auswirkungen (sich getrennt fühlen, Angst vor unbekannten Umgebungen)

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      Auf das im Betreff genannte Thema bin ich heute gestoßen und mir kommen dazu ein paar Dinge in den Sinn, die damit zusammen hängen könnten.

      Erstmal ein Link zum Nachlesen, worum es geht:
      handlungsplan.net/raeumlich-ko…rgotherapeutischer-sicht/

      Kurz gesagt geht es um ein wenig ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen.

      Folgende zwei Themen kommen mir hierzu in den Sinn:

      1. Mein Problem mit Abschieden, worüber ich in einem anderen Thread schrieb, den ich ebenfalls verlinke:
      aspies.de/selbsthilfeforum/ind…m-diese-so-schwer-fallen/


      Ich zitiere mich selbst (hab die Absätze umgeordnetet):


      "Ich nehme immer nur einen kleinen Ausschnitt meiner Umgebung wahr. Ich kann den Raum (also Raum an sich) um mich herum immer nur von Ausschnitt zu Ausschnitt erfassen. Daraus dann ein Gesamtbild zu erschaffen, fällt mir sehr schwer. Ich kriege die Einzelteile nur schwer bis gar nicht zusammen gesetzt. (Was mir auch meine Vorliebe für kleine, überschaubare Räume erklärt).


      Wenn ich mir z.B. den Ort, an dem ich lebe (Nachtrag: oder auch nur das "Viertel", also die nähere Umgebung oder auch nur die Wohnung!), nicht in seiner Gesamtheit vorstellen kann und keine Vorstellung von den Entfernungen habe, dann ist es doch nachvollziehbar, dass ich da, wo ich bin, das Gefühl habe, die Person, die eben noch da war und jetzt woanders hingegangen ist, dass diese Person jetzt "weg" ist. Ich kann mir die andere Person nicht vorstellen (Anmerkung: bei mir kommt also noch ein grundsätzlich gering ausgeprägtes visuelles Vorstellungsvermögen hinzu, nicht nur den Raum betreffend), kann mir die Entfernung zwischen mir und der Person ebenso wenig vorstellen.


      Ich muss sagen, dass mich die Erkenntnis, dass diese Dinge (Abschiedsproblematik und Mangel an, vor allem räumlichem, Vorstellungsvermögen) zusammen hängen, gerade ein bisschen "umhaut".



      2. Meine Angst davor, andere Wege als gewohnt zu gehen, fremde Umgebungen aufzusuchen

      Ich bekomme schon Beklemmungen, wenn ich auf dem Weg zur Straßenbahn nur minimal von meinem gewohnten Weg abweichen muss, wenn ich z.B. die Straßenseite wechseln muss, weil ich vorher noch eine Kleinigkeit erledigen will. Ich dachte bisher, ich hätte Angst vor der Veränderung, davor, dass etwas anders ist, als normalerweise, jetzt stellt sich mir aber die Frage, ob diese Problematik nicht auch auf das mangelhafte räumliche Vorstellungsvermögen zurückzuführen ist - dass ich also keine Angst vor der Veränderung habe sondern Angst davor, die Orientierung zu verlieren.

      Begründung: Wenn ich immer nur einen kleinen Ausschnitt meiner Umgebung wahrnehme und dann plötzlich die gewohnten Wege verlasse, dann sehe ich in diesem Moment, wo ich auf dem unbekannten Weg bin, ja nur den Ausschnitt, in dem ich mich gerade befinde. Ich muss dazu sagen, dass ich beim Gehen die meiste Zeit auf den Boden vor mir gucke. Wenn ich mal hochschaue, denke ich: ach, so sehen die Häuser hier aus!...

      Ich bin also ganz da, wo ich gerade bin, und kann das Gesamtbild meiner Umgebung nicht rekonstruieren. Bin ich nur auf der anderen Straßenseite, kann ich mich noch umschauen und erkennen, was wo ist, aber allein schon die veränderte Perspektive verunsichert mich.

      Und wenn ich dann in einer völlig fremden Umgebung bin, schlägt die fehlende räumliche Vorstellungskraft so richtig zu: denn ich kann von da aus, wo ich bin, nicht rekonstruieren, wie ich dorthin gekommen bin, also auch nicht, wie ich zurückkomme. In meinem Kopf befindet sich keine Übersichtskarte über meine Umgebung, und so bin ich dem Ort, an dem ich gerade bin, quasi ausgeliefert.

      Ich versuche, mir den Weg zu merken anhand von markanten Einzelheiten, aber OB ich ihn mir merken kann, weiß ich ja erst, wenn ich den Rückweg erfolgreich zurückgelegt habe. In dem Moment, wo ich aber noch "mittendrin" bin, weiß ich ja nicht, ob ich es schaffen werde, zurückzufinden (ich verlaufe mich schon von Kindheit an und bin froh, dass ich jetzt ein Smartphone habe und unterwegs auf Google Maps zurück greifen kann, was mir allerdings nicht hilft, wenn ich in meinem Bürogebäude irgendwo hin muss, wo ich nie oder selten war, denn selbst da verlaufe ich mich). D.h., bis ich nicht wieder am Ausgangspunkt angekommen bin, bin ich permanent beunruhigt, mich zu verirren.

      Hierzu passt auch, dass ich regelmäßig Träume habe (auch von Kindheit an), in denen ich ewig herum irre und den Weg nicht finde, ganz häufig betrifft das die Schule, also dass ich im Schulgebäude herum irre. Da kommen dann immer neue Gänge und Treppen dazu und ich finde bis zum Ende nicht den Raum, in den ich zum nächsten Unterrichtsfach muss.

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      Ich hab diese Gedanken jetzt erstmal einfach nur aufgeschrieben für mich, um sie irgendwo zusammen zu haben, jeder ist eingeladen, seine eigenen Gedanken, Erfahrungen etc. hier dazu zu schreiben.


      Letzte Anmerkung, auch Selbst-Zitat aus dem Abschieds-Thread:


      "Ich sehe auch mal wieder ganz klar, warum "normale" Psychotherapie für mich und viele andere alles andere als hilfreich ist. Ein Therapeut würde die Abschiedsproblematik (Nachtrag: und die Probleme mit unbekannten Orten) rein psychologisch erklären wollen, dabei zeigt sich hier deutlich, dass es ein rein kognitives Problem ist."

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

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      Ich kenne mich nicht aus, aber es klingt ziemlich schlüssig, was du beschreibst.
      Nicht alle Ängste sind irrational. Manche kommen daher, dass das Unterbewusstsein weiß, dass es sich nicht auf den Körper (hier wohl das visuelle Vorstellungsvermögen) verlassen kann.

      Bei mir ist es eine ähnlich gelagerte Angst, die ich mir auch lange nicht erklären konnte, bis vor paar Wochen und dem VA.
      Ich hatte schon immer eine Angst vor Geschwindigkeiten, bei denen es auf die Motorik ankam - Ski, Fahrrad, Rutsche rutschen usw.
      Erst mit VA ist mir aufgegangen, dass es mit der schlechter Motorik durch AS zusammenhängt und die Angst gerechtfertigt ist.
      Ich habe nämlich versucht, dagegen anzugehen, denn ich mag keine Ängste. Aber besser wurde es nicht...

      Ich will dich auf jeden Fall bestärken, auf dein Gefühl zu hören.
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      Danke @Sonne!

      Ja, das mit den Geschwindigkeiten hab ich auch. Ich bin immer alarmiert, wenn ich über die Straße muss und ein Auto in der Nähe ist, weil ich die Geschwindigkeit (und halt die Entfernung) überhaupt nicht einschätzen kann. Beim Fahrradfahren hab ich auch immer Angst, wenn ich nicht ganz in Ruhe fahren kann (also zwischen Feldern z.B.)

      Sonne wrote:

      Nicht alle Ängste sind irrational. Manche kommen daher, dass das Unterbewusstsein weiß, dass es sich nicht auf den Körper (hier wohl das visuelle Vorstellungsvermögen) verlassen kann.
      Ganz genau! Und Menschen, die diese Probleme nicht haben, sagen immer: das lernst du schon (siehe Skifahren oder Autofahren), die Übung macht's etc. Bis zu einem gewissen Grad mag das stimmen, aber im Endeffekt bleibt ja die "Störung" und stellt definitv ein Risiko für das eigene und das Wohlergehen anderer dar. Deshalb find ich den Satz

      Sonne wrote:

      Ich will dich auf jeden Fall bestärken, auf dein Gefühl zu hören.
      sehr angenehm, zu lesen. Die meisten wollen einem das ausreden, auf das eigene Gefühl zu hören, und dann kommt man sich vor wie ein Angsthase, dabei hat es alles seinen Grund.
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      Ja, ich habe auch darunter gelitten, dass es für viele wie "Schiss" erscheint, wenn man etwas nicht machen möchte.

      Ich fahre jetzt gar kein Fahrrad mehr und bin sehr glücklich darüber. Ich rede mich mit meiner Verletzung am Fuß heraus, aber in Wirklichkeit bin ich nicht besonders traurig, dass ich kein Fahrrad mehr fahren kann.
      Im Stadtverkehr war es für mich sowieso immer eine Katastrophe, ich habe es nur paar Mal gemacht und finde es sehr beängstigend.

      Seit ich es akzeptiere, dass ich körperlich einfach deutlich schlechter als die anderen bin und es sich nie ändern wird, geht es mir deutlich besser, ich muss mich nicht mehr zwingen.

      Sport mache ich trotzdem, regelmäßiger Kraftaufbau, das tut mir auch sehr gut.
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      Nachtrag: dieses allmähliche Herausfinden, WAS der Grund für dies und jenes ist, finde ich sehr sehr aufregend. Ich hab, seit ich mich mit AS beschäftige (und ich muss sagen, obwohl bzgl. AS negativ diagnostiziert, dass ich hier, also bei der Lektüre über AS, viel, viel mehr über mich lerne als in den Büchern über ADHS) schon so einiges für mich herausgefunden, Dinge ausprobiert, die andere als sehr ungewöhnlich betrachten würden (z.B. unterwegs mit dem Handy Fotos machen, damit ich zurückfinde).

      Es ist so ein gutes Gefühl, wenn sich einem wieder etwas erschließt! Die Selbstzweifel (gerade auch wegen der Verunsicherung durch die pauschalen Tipps anderer) werden immer weniger, und das ist großartig. Man findet zu sich selbst.
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      Das freut mich sehr, dass du das beflügelnde Gefühl der Selbstwirksamkeit kennenlernst.

      Niemand, absolut niemand kann dir sagen, was wirklich in dir abgeht. Bzw wenn dein Gefühl dagegen ist, hat dein Gefühl immer Recht. Man kann sich Tipps und Impulse holen, aber die Entscheidung, ob es passt, trifft man immer noch selbst.

      Ich lerne seit meinem Verdacht auf AS auch sehr viel über mich und ziehe neue Schlüsse. Ich brauche dafür keine offizielle Diagnose, ich weiß ja, welche Eigenschaften und welche Probleme ich habe...
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      Mir wurde ja, wie auch @Happy to be, schon immer gesagt, ich solle nicht zu viel denken/nachdenken, ich würde mir zuviele Gedanken machen. Ich dagegen denke (schon wieder "denken" ;) ), dass es bestimmt seinen Grund hat, dass ich soviel nachdenke. Und wenn dann mal was Sinnvolles bei der Denkerei herauskommt, sehe ich mich in dieser meiner Ansicht bestätigt.

      Am "besten" sind so Tipps wie der, dass man nicht soviel nachdenken, sondern mehr "leben" soll. Wie soll man einfach "leben", wenn man in diesem "leben" immer wieder auf dieselben Probleme stößt? Je mehr ich aber herausfinde, desto näher komme ich dem "einfach leben" können. Also das Denken gehört absolut zu meinem "leben können" dazu - Denken, Denkresultate erzielen und dann kann man sich auch mal "zurücklehnen".
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      Es ist halt eine Gratwanderung, zwischen zu wenig denken und zu viel denken. Zu viel denken wäre dann, wenn man sich monatelang im Kreis dreht und nicht vorwärts kommt. Da wäre es sinnvoll eine Pause vom Thema zu machen und vielleicht über etwas anderes nachdenken...

      So wie du es beschreibst, findest du durchs Denken Lösungen, die dir deinen Alltag erleichtern.
      Ein Foto zu machen, um zurückzufinden, ist eine sehr gute Idee. Viele machen ja ein Foto vom Parkplatz im Parkhaus, um später sein Auto noch zu finden.
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      Sehr interessant. Diese Angst vor hohen Geschwindigkeiten habe ich auch, insbesondere bei Skifahren, Inlinerfahren und Schlittschuhlaufen.
      Dabei hat mir Skifahren an sich sogar Spaß gemacht, nur eben nicht in dem Tempo in dem es wohl gedacht ist.
      Und Straßen überqueren ohne Ampel macht mir auch große Angst, genauso beim Autofahren "auffahren" auf schnellere Straßen, also das Einfädeln. Ich glaube ich habe da auch einfach starke Probleme die Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen bzw oder rechtzeitig zu reagieren.

      Vor Autofahren allgemein insbesondere in Städten habe ich auch Angst, obwohl ich weiß, dass ich es kann wenn es sein muss.
      Dabei bin ich eigentlich kein ängstlicher Mensch. Zu lesen, dass sich das vielleicht auch mit AS oder ADS erklären lassen könnte, tut irgendwie gut, auch ohne Diagnose (dauert ja leider noch).
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      Autofahren in Deutschland geht ganz gut (Einfädeln auf Autobahnen ist auch stressig), auch in den Städten. Muss jetzt aber ganz selten, da kein eigenes Auto.
      Aber in anderen Ländern, vor allem in denen mit einem chaotischen Verkehr, würde ich mich nie trauen. Genauso wenig wie in denen mit Linksverkehr...
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      Lefty wrote:

      Ich dachte bisher, ich hätte Angst vor der Veränderung, davor, dass etwas anders ist, als normalerweise, jetzt stellt sich mir aber die Frage, ob diese Problematik nicht auch auf das mangelhafte räumliche Vorstellungsvermögen zurückzuführen ist - dass ich also keine Angst vor der Veränderung habe sondern Angst davor, die Orientierung zu verlieren.


      ...

      Ich bin also ganz da, wo ich gerade bin, und kann das Gesamtbild meiner Umgebung nicht rekonstruieren.
      Ich finde die Gedanken bzw. die Theorie zum Thema sehr interessant.

      In meinem Fall ist es so, dass ich ein gutes bis sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen habe. Ich orientiere mich fast immer an den Himmelsrichtungen und wenn ich neu in einer Stadt hin, schaue ich mir als erstes (bzw schon lange vorher) den Stadtplan an.

      Ich hatte mal einen ähnlichen Beitrag gepostet wo es um das Wählen der gleichen Gehwege und der (möglicherweise bei Menschen mit ASS mangelnden) körperlichen Verortung im Raum ging. Vielleicht entsteht die Orientierungslosigkeit, die du beschreibst, auch durch solch eine fehlende Verortung im Raum? Vielleicht ist sie auch etwas ganz eigenes.

      Auf mich passt die Theorie nicht ganz. Mir fällt es bei gut bekannten Umgebungen (deren Wege ich als Abbild im Kopf habe) wesentlich leichter, alternative Wege zu gehen. Wenn ich das Bild nicht im Kopf habe, probiere ich nur äußerst selten neue Wege. Aber auch dann, wenn ich die Straßenverläufe im Kopf habe, wähle ich oft die bekannten Wege.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Theorie einen Anteil an der diesbezüglichen Verhaltensweise hat, glaube aber, dass alles Mögliche mit reinspielt.

      Gerade las ich in einem Buch über ASS, dass sich Menschen mit ASS, Alternativen schwer vorstellen können. Das wäre ein ähnlicher Vorgang auf einer anderen Ebene, der beispielsweise zu Entscheidungsschwierigkeiten führen könnte. In beiden Fällen hapert es an einer Art Einbettung in etwas Übergeordnetes. Und im Prinzip ist meine Theorie der fehlenden körperlichen Verankerung auch eine Unterkategorie davon. :o

      Die Überkategorie würde dann "fehlende Einbettung" lauten. Drei Unterkategorien davon: "aufgrund mangelndem räumlichen Vorstellungsvermögen", "des Körpers im Raum" und "Probleme mit der Visualisierung von Alternativen in einem größeren Ganzen".

      Insgesamt hat das meiner Seite nach etwas mit dem Fokussieren auf Details zu tun und dem Verlust des Gesamtkonzeptes. Ich hab diese Detailfokussierung bisher noch nicht an solchen Beispielen beschrieben gesehen und ich denke, sie liefern sogar Erklärungen dafür.

      Ich finde das sehr spannend. :nod:
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      FruchtigBunt wrote:

      Ich hatte mal einen ähnlichen Beitrag gepostet wo es um das Wählen der gleichen Gehwege und der (möglicherweise bei Menschen mit ASS mangelnden) körperlichen Verortung im Raum ging. Vielleicht entsteht die Orientierungslosigkeit, die du beschreibst, auch durch solch eine fehlende Verortung im Raum? Vielleicht ist sie auch etwas ganz eigenes.
      Möglicherweise ist es beides zusammen, denn ich hab ja definitiv das miserable räumliche Vorstellungsvermögen - und auch diese Probleme mit der "körperlichen Verortung im Raum" (weshalb ich regelmäßig irgendwo anstoße oder hängen bleibe).
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      Lefty wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Ich hatte mal einen ähnlichen Beitrag gepostet wo es um das Wählen der gleichen Gehwege und der (möglicherweise bei Menschen mit ASS mangelnden) körperlichen Verortung im Raum ging. Vielleicht entsteht die Orientierungslosigkeit, die du beschreibst, auch durch solch eine fehlende Verortung im Raum? Vielleicht ist sie auch etwas ganz eigenes.
      Möglicherweise ist es beides zusammen, denn ich hab ja definitiv das miserable räumliche Vorstellungsvermögen - und auch diese Probleme mit der "körperlichen Verortung im Raum" (weshalb ich regelmäßig irgendwo anstoße oder hängen bleibe).

      @Lefty
      Nun müsste man nur noch wissen, ob beide Personen (@Lefty @FruchtigBunt) tatsächlich nur Asperger haben und nichts anderes, dann könnte man möglicherweise noch mehr daraus ableiten. ;) Dann besteht die Studiengruppe aus zwei Probanden :fun: Aber interessant ist es dennoch. Ich fände es erstrebenswert, wenn diese ganzen Theorien im Rahmen von Studien tatsächlich abgeprüft werden könnten.
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      Lefty wrote:

      @FruchtigBunt Na ja, bei mir wurde ja kein AS diagnostiziert, stattdessen AD(H)S. Vielleicht liegt das ja bei dir auch vor.
      AD(H)S sehe ich bei mir nicht. Evtl. sind die Symptome auch Ausdruck von AD(H)S ;) Am Besten, man betrachtet es vielleicht doch unabhängig von Diagnosen, und überlegt sich, was die Entstehungsgründe bei einem selbst sein könnte bzw welche Lösungsansätze es geben könnte. Die Ursachenforschung wäre nur wesentlich leichter, wenn man die Diagnosen sicher wüsste. Aber da beißt sich die Katze in den Schwanz. Man versucht Ursachen für etwas zu finden, dessen Definition man schon vorab über eingegrenzte Ursachen definiert hat. x( Irgendwie ist somit (mit der Definition von Diagnosen anhand der vermuteten Ursachen) ja alles auf einem sehr vagen Wissensstand zementiert und eine weitere Ergründung der Zusammenhänge und Ursachen sehr erschwert.
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      FruchtigBunt wrote:

      Am Besten, man betrachtet es vielleicht doch unabhängig von Diagnosen, und überlegt sich, was die Entstehungsgründe bei einem selbst sein könnte bzw welche Lösungsansätze es geben könnte.
      Genau das hab ich ja getan bzgl. o.g. Probleme bzw. bin ich auf das Thema gestoßen (räumlich-konstruktive Störung) und kam auf die Idee, dass diese Störung bei mir die oder zumindest eine wesentliche Ursache für die o.g. Probleme sein könnte.
      Und da ich schon hier und da Strategien für mich gefunden habe, bin ich zuversichtlich, mit dieser neuen Erkenntnis mir weitere Strategien ausdenken zu können.
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      Unbekannte Umgebungen erzeugen bei mir keine Angst. Bei unbekannten Situationen, auf die ich mich nicht wirklich "einstellen" kann und somit nicht abschätzen kann was auf mich zu kommt, sorgen für Angespanntheit u. Unruhe. Der großteil dessen liegt in meinen, nicht gerade vielfältigen Handlungs- bzw. Verhaltensmöglichkeiten. Wenn ich nicht aufpasse und rechtzeitig die Nervosität reguliere, klappt ganz gut, dann wird es kritisch.
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      Lefty wrote:


      Und wenn ich dann in einer völlig fremden Umgebung bin, schlägt die fehlende räumliche Vorstellungskraft so richtig zu: denn ich kann von da aus, wo ich bin, nicht rekonstruieren, wie ich dorthin gekommen bin, also auch nicht, wie ich zurückkomme. In meinem Kopf befindet sich keine Übersichtskarte über meine Umgebung, und so bin ich dem Ort, an dem ich gerade bin, quasi ausgeliefert.
      Kenne ich leider sehr gut.

      Was du schreibst macht jedoch Sinn, wobei mir die Zusammenhänge aus dem Link und co jetzt nicht so unerwartet waren.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)