Autismus und/oder Narzismus?

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    • Sonne wrote:

      Ich sehe schon, ich muss in den saueren Apfel beißen und die absolut userunfreundliche Zitierfunktion benutzen (am Handy ist es eine Katastrophe, wenn man nicht Vollzitat macht, das kenne ich aus anderen Foren anders. Dann kann man einfach Textteile markieren und als Zitate speichern).

      Ich habe eine ganz bestimmte Stelle kommentiert und auch extra im nächsten Satz hingeschrieben, dass ich weiß, wie es gemeint wurde. Aber diesen Satz hat natürlich keiner zitiert...

      Zum Stolz: hier ist doch auch schon das Wort Demut gefallen. Und dass man als nicht ganz schlecht sagen soll... Genau diese Einstellung begegnet mir häufig und ich weiß von Therapeuten, dass es ein großes Problem in Deutschland ist. Gerade bei Frauen wird es bekämpft, dass sie zu sich selbst stehen. Im Nachbarthread wird man dann als burschikos bezeichnet und generell wird man als Mannsweib usw. betitelt.

      Eine deutsche Frau muss bescheiden und zurückhaltend sein, andere Bedürfnisse sind immer wichtiger als eigene, sonst ist man egoistisch usw... Dazu gibt es unzählige Artikel. Wie man sieht, es sitzt richtig tief, auch im Jahr 2019.
      Hallo @Sonne, ja ich weiss. ich habe es gelesen, dass du zwischen nartistische Züge und Narzismus unterscheidet.
      danke.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Tauriel wrote:

      @Daniel1 das was du beschreibst ist nicht Narzisstisch finde ich.

      Vielleicht willst du dir ja z.B. dieses Video anschauen (und auch die anderen dieses Arztes dazu wenn es dich interessiert.):
      youtube.com/watch?v=BgjJkrnkuac

      Ich finde Narzissmuss kann man deutlich unterscheiden von Autismus. (Wobei ich mir sicher bin das auch Autisten einen Narzissten Charakter haben können :nod: )
      Danke @Tauriel, wenn ich WLAN habe, schaue ich es an.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Sonne wrote:

      Zum Stolz: hier ist doch auch schon das Wort Demut gefallen. Und dass man als nicht ganz schlecht sagen soll... Genau diese Einstellung begegnet mir häufig und ich weiß von Therapeuten, dass es ein großes Problem in Deutschland ist. Gerade bei Frauen wird es bekämpft, dass sie zu sich selbst stehen. Im Nachbarthread wird man dann als burschikos bezeichnet und generell wird man als Mannsweib usw. betitelt.
      Eine deutsche Frau muss bescheiden und zurückhaltend sein, andere Bedürfnisse sind immer wichtiger als eigene, sonst ist man egoistisch usw... Dazu gibt es unzählige Artikel. Wie man sieht, es sitzt richtig tief, auch im Jahr 2019.
      Äh, ja.

      Mit Themensprüngen zur Frauenunterdrückung, Meinungsdiktatur, Verschwörung der Reptiloiden und Aspies, die in irgendwelchen ominösen Nachbarthreads lauern, würde ich allerdings lieber warten, bis der Thread in die Kontroverse verschoben wurde. Vorher lesen hier nämlich evtl. noch Leute mit, die Interesse an einer ernsthaften Diskussion gehabt hätten. :?
      den Ochsen wird er betrachten
    • Abendstern wrote:

      Beim Autismus ist ja erst mal lediglich die "Abstimmung" mit den anderen Gesprächsteilnehmern beeinträchtigt... Oft berichten hier im Forum ja Leute z. B., dass sie in Gesprächen "nie wissen, wann sie 'dran' sind" o. ä... mit der Folge, dass sie mal viel zu viel, mal zu wenig sagen... Das geschieht dann aber nicht so sehr aus einem Drang heraus, mehr zu reden als einem quasi "zusteht", sondern ist eben wirklich in erster Linie ein Problem der "Feinjustierung".
      Kurz gesagt: Der Autist redet nicht zu viel oder zu wenig - er redet lediglich zu falschen / unpassenden Zeitpunkten.
      Das kann ich im Grunde so bestätigen.
      In den Autistentreffen wo ich in den letzten Monaten immer hingegangen bin war es auch oft so das manche anderen etwas ins Wort gefallen sind oder man merkte das sie was sagen wollte aber nicht sicher waren ob sie jetzt oder wenig später damit raus sollten um an das Gespräch anzuknüpfen, andere waren ganz still aber man merkte trotzdem das sie mithörten denn die Betreuer haben ja das gespräch auch irgendwie geleitet, also sie sind auch auf uns eingegangen, und man sah das sie sich gedanklich mit der Sache befasst haben wenn man sie dann fragte und sie sich dann auch mal konkret äußern konnten.
      Ich kann nicht beobachten das auch nur einer von der Gruppe narzistisch auf mich wirkt, mir kommt das ins Wort fallen eher als unbeholfen vor und das aus seiner Siche/Erfahrung erzählen als normal, zumindest aus autistischer Sicht, ich kenne es von mir ja auch nicht anders.
      Und ich will mit meinen Erfahrungen nicht angeben oder anderen was beweisen. Es gibt mir nur ein gefühl von Zugehörigkeit wenn ich von ähnlichen Dingen auch berichten kann.
      Ich habe aber selber auch oft die Unsicherheit das ich nicht weiß wann ich mich äußern kann ohne das ich anderen unangenehm auffalle.
      Ich kann bei den Leuten in der Runde eher eine art Impulsivsprechen beobachten, ich denke (weil ich das von mir auch so kenne), das man am liebsten gleich mit dem gedanken raus will weil man ihn sonst wieder vergisst, denn man denkt ja ständig weiter, je mehr jemand anderes was sagt und das bringt einen in die Bedrängniss Dinge die man beitragen könnte, nicht rechtzeitig oder garnicht mehr beizutragen und das baut Druck auf und man fühlt sich unwohl dabei.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich kann bei den Leuten in der Runde eher eine art Impulsivsprechen beobachten, ich denke (weil ich das von mir auch so kenne), das man am liebsten gleich mit dem gedanken raus will weil man ihn sonst wieder vergisst, denn man denkt ja ständig weiter, je mehr jemand anderes was sagt und das bringt einen in die Bedrängniss Dinge die man beitragen könnte, nicht rechtzeitig oder garnicht mehr beizutragen und das baut Druck auf und man fühlt sich unwohl dabei.
      Jap, kenne ich auch so von mir. :?

      Ich denke mir aber meistens: "Wenn alle zu 'impulsiv' sprechen, dann gibt es doch ein totales Chaos - wenn alle zu 'zurückhaltend' sind, herrscht einfach nur Stille. Letzteres wäre eindeutig das geringere Übel. :d "
      Also halte ich mich an den kategorischen Imperativ und sage lieber zu wenig als zu viel. :roll: :d
      den Ochsen wird er betrachten
    • @Daniel1 Vor längerer Zeit, als ich noch unter anderem Namen im Forum war, hatte ich dich mal auf die "Spielwiese" gelotst, vielleicht wär es eine Option für dich, das noch einmal auszuprobieren?, es ist eine Möglichkeit, Achtsamkeit in der Kommunikation zu üben, also erstmal schriftlich/virtuell. Ob sich dass dann übertragen lässt in eine Live-Situation, weiß ich nicht. Aber ich sage mal, du hast hier ein großes Übungsfeld für wechselseitige Kommunikation zur Verfügung stehen :)
    • Fidoline wrote:

      Ich habe gelesen, dass er es ableugnet, weil er eine ganz falsche Wahrnehmung von sich hat
      Hängt wohl auch von der Form der NPS ab, aber das ist auch mein Kenntnisstand. Meine Schwiegermutter, die sicher narzisstische Züge hat (wir nehmen an, dass sie eine NPS hat), würde das niemals akzeptieren. Ihr Psychiater (jenseits der 70, praktiziert eher hobbymäßig weiter) hat ihr erst eine bipolare Störung attestiert (unwahrscheinlich, dass meiner Frau jahrzehntelang die depressiven Phasen entgangen sein sollten...), jetzt soll es eine vaskuläre Demenz sein - was ihr Verhalten vor 50 Jahren natürlich nicht erklären würde. Diese Diagnosen hat sie angenommen (ebenso wie eine selbst angedichtete Krebsdiagnose etc. pp), den Verdacht einer NPS weist sie entrüstet zurück. Das entspricht ganz gut dem, was man sich als Laie so im Internet zusammenklauben kann.

      Gerade im Vergleich mit meiner Schwiegermutter jedenfalls kann ich bei @Daniel1 an seinen Äußerungen hier keine Züge feststellen, die irgendwie in Richtung NPS gingen.
    • Abendstern wrote:

      Ich denke mir aber meistens: "Wenn alle zu 'impulsiv' sprechen, dann gibt es doch ein totales Chaos - wenn alle zu 'zurückhaltend' sind, herrscht einfach nur Stille. Letzteres wäre eindeutig das geringere Übel. "
      Also halte ich mich an den kategorischen Imperativ und sage lieber zu wenig als zu viel
      LOL ja solche gibt es in unserer Runde auch, die sagen echt garnichts bis man sie konkret etwas fragt.
      Ich denke wenn man sich mit ihnen allein unterhält, sind Gespräche besser möglich-
      Ich bin auch eher still und bringe mich meist erst ein wenn jemand nichts mehr sagt weil ich dann weiß das ich was sagen kann.
      Es gibt aber auch ein bis zwei leute in der Gruppe die oft dazwischen reden. Mich stört das jetzt nicht so sehr weil es meist nur einer von denen ist wärend auch nur einer am reden ist, es wäre tatsächlich ein Chaos wenn alle ständig dazwischen reden wenn einer reden würde aber das passiert garnicht.
      Ich habe es nur schon öfter erlebt das sich Gruppen aufteilen und nur zwei leute miteinander reden aber wenn das dann alle tun, dann kann ich nicht mehr zuhören weil ich jeden reden höre und das schafft mich so sehr das ich versuche in meine eigenen Gedanken zu flüchten weil zuhören bringt dann eh nichts weil ich das akkustisch garnicht verarbeiten kann.
    • HCS wrote:

      Gerade im Vergleich mit meiner Schwiegermutter jedenfalls kann ich bei @Daniel1 an seinen Äußerungen hier keine Züge feststellen, die irgendwie in Richtung NPS gingen.
      Kann ich auch nicht.
      Ich vermute auch eher das das diese Person die ihm das sagte anders gemeint hat oder sich einfach ungünstig ausgedrückt hat.
      Wir können ja schlecht über Daniel urteilen bzw sein Verhalten im RL einschätzen, aber von dem was er über sich berichtet, sehe ich ihn eher als schüchtern und unsicher und das zeigen Narzisten eher nicht, sie wollen sowas glaube ich so gut es geht verbergen.
      Ich denke auch eher das das Verhalten was man bei Autisten oft findet, nähmlich das unbeugsahme unanpassbare was ja an einem selbst auch liegt, von der Person als narzistisch bezeichnet wurde was es aber nicht ist. Man könnte ihm allenfalls vorwerfen das das verhalten egoistisch ist, also sich nicht anpassen wollen und sich dann wundern warum man probleme mit anderen hat, aber bitte? Das finde ich eine recht anmaßende Sichtweise für jemanden der einem eigentlich helfen bzw unterstützen soll.
      Jemand mit einer offensichtlichen Behinderung bzw sozialen Einschränkungen wird scheinbar vorgeworfen das er nicht sozial kompetent sein will/kann.
      Entweder ist die Person nicht begrifssicher was ja auch passieren kann, oder es ist einfach :m(: :m(: :m(: - :sarcasm:
    • Abendstern wrote:

      Sonne wrote:

      Zum Stolz: hier ist doch auch schon das Wort Demut gefallen. Und dass man als nicht ganz schlecht sagen soll... Genau diese Einstellung begegnet mir häufig und ich weiß von Therapeuten, dass es ein großes Problem in Deutschland ist. Gerade bei Frauen wird es bekämpft, dass sie zu sich selbst stehen. Im Nachbarthread wird man dann als burschikos bezeichnet und generell wird man als Mannsweib usw. betitelt.
      Eine deutsche Frau muss bescheiden und zurückhaltend sein, andere Bedürfnisse sind immer wichtiger als eigene, sonst ist man egoistisch usw... Dazu gibt es unzählige Artikel. Wie man sieht, es sitzt richtig tief, auch im Jahr 2019.
      Äh, ja.
      Mit Themensprüngen zur Frauenunterdrückung, Meinungsdiktatur, Verschwörung der Reptiloiden und Aspies, die in irgendwelchen ominösen Nachbarthreads lauern, würde ich allerdings lieber warten, bis der Thread in die Kontroverse verschoben wurde. Vorher lesen hier nämlich evtl. noch Leute mit, die Interesse an einer ernsthaften Diskussion gehabt hätten. :?
      Schade, dass du ein erstes Thema, das gerade Aspergerfrauen betrifft, so sabotierst, indem du es ins Lächerliche ziehst.

      Ich habe nämlich weder von Frauenunterdrückung noch von Meinungsdiktatur oder sonstigem geredet. Sondern von meinen Erlebnissen, als Antwort auf deine Angriffe. Und von allgemeinen psychologischen Erkenntnissen, was Schwierigkeiten bei den Frauen in Deutschland sind.
    • Sonne wrote:

      Gerade bei Frauen wird es bekämpft, dass sie zu sich selbst stehen. Im Nachbarthread wird man dann als burschikos bezeichnet und generell wird man als Mannsweib usw. betitelt.
      Ich würde das nicht so auf die Goldwaage legen (RW), wenn sich manche Leute im besagten anderen Thread etwas unbeholfen ausdrücken und letztendlich vielleicht meinen, dass sie einfach auf Frauen stehen, die nicht von Rollenklischees geprägt sind, das aber noch mit einem durch ihre eigene Prägung übernommenes Klischee (burschikos, Tomboy) verknüpfen. Da wird schon ein hohes Maß an 'Wakeness' erwartet. Sind aber nicht alle so auf dem neusten Stand, wie man das am korrektesten betrachtet und bezeichnet.

      Ich kann allerdings nicht ganz nachvollziehen, wieso du das nicht in besagtem Thread, in dem du ja rege mitmachst, äußerst, sondern hier. Das scheint mir etwas out-of-place für eine ansonsten durchaus berechtigte Stellungnahme.
      For mash get SMASH!

      The post was edited 1 time, last by Nowhere Mat ().

    • Sonne wrote:

      Weil ich hier als unsympathisch betitelt wurde, weil ich es wage mich selbst zu lieben und es auch noch zu sagen.

      Ich muss sagen, ich bin ziemlich angepisst. Und es gibt nicht mal einen gescheiten Smiley dazu.
      Ja okay, das hatte ich nicht gelesen und das ist nicht nett. So etwas sollte man nicht sagen und ich kann das auch nicht bestätigen.
      For mash get SMASH!
    • Ich würde behaupten den meisten Autisten ist es schier unmöglich einen Menschen den sie als bedeutungsvoll ansehen anzulügen. Bei Narzissten scheint das anders zu sein, die können das weil ihnen die eigenen Bedürfnisse so wichtig sind dass sogar Schaden an einer bedeutungsvollen Person akzeptabel ist.
    • Sonne wrote:

      Schade, dass du ein erstes Thema, das gerade Aspergerfrauen betrifft, so sabotierst, indem du es ins Lächerliche ziehst.
      Ich ziehe nicht das Thema selbst, sondern den uninnigen Themensprung ins Lächerliche.

      Nowhere Mat wrote:

      @jervis Narzissten sind krankhaft manipulativ. Autisten sind dazu meist weitgehend unfähig.
      Zu bewusster / absichtlicher Manipulation vielleicht. Aber da Autisten oft auch ein schlechteres Gespür dafür haben, was ihr Verhalten / ihre Äußerungen bei anderen bewirken, kann das Resultat für Außenstehende in besonders ungünstigen Fällen ein ganz ähnliches wie bei bewusster, absichtlicher Manipulation sein.
      Dass ein Psychiater oder Psychologe, der sich nicht gerade auf die beiden Störungsbilder spezialisiert hat, das nicht immer so klar auseinanderhalten kann, kann ich mir schon vorstellen. :?

      Dass die Äußerung der Psychologin gegenüber dem TE mindestens mal sehr ungeschickt war, würde ich unterschreiben.
      Aber die Frage aus dem ersten Post, ob Autismus grundsätzlich etwas Narzisstisches (oder besser einfach "Egozentrisches", und zwar ganz klar in einem negativen Sinne) an sich hat, finde ich nicht mehr ganz so einfach. :?
      den Ochsen wird er betrachten
    • Abendstern wrote:

      Aber da Autisten oft auch ein schlechteres Gespür dafür haben, was ihr Verhalten / ihre Äußerungen bei anderen bewirken, kann das Resultat für Außenstehende in besonders ungünstigen Fällen ein ganz ähnliches wie bei bewusster, absichtlicher Manipulation sein.
      Deswegen hatte ich auch das Wort 'weitgehend' hinzugefügt :)
      Natürlich lernt auch ein Autist Muster, die sich manipulativ auswirken. Aber ich meine, da sind wir wieder beim "jeder Mensch hat narzisstische Züge".
      Beim pathologischen Narzissmus beherrscht das Manipulative den menschlichen Umgang aber als besonderes Merkmal: der Narzisst hinterfragt sein eigenes verhalten nicht. Autisten, hingegen, neigen dazu, extrem introspektiv und selbstkritisch zu werden. Das kann ein Narzisst nicht.
      For mash get SMASH!