Eure erste Reaktion auf den Eltern-Fragebogen?

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    • Danke für eure Antworten. Ehrlich gesagt bewundere ich hier im Forum die Strukturiertheit vieler Beiträge, wie oft sachlich, zeitlich nah, wohlwollend, detailliert auf fast alles geantwortet/eingegangen wird!
      Klar, nicht alle, nicht immer..
      Mich überfordert, euch einzeln zu antworten. Das tut mir sehr leid, weil ich mich über alle Beiträge wirklich freue, Gedanken dazu habe, mich eure Meinungen und Erfahrungen interessieren. Also: danke, auch wenn das gerade alles ist, was ich schreiben kann. Ihr nehmt mir die Panik angesichts der "Du warst tootaaal normal, in unserer Familie sind alle normal"-Wand. Gegen die zu rennen ich eigentlich hätte erwarten können.
    • Ich bin Mutter eines diagnostizierten Autisten.
      Hatte auch die ja nein Bögen und einen wo ich einschätzen sollte wie stark etwas ausgeprägt war . Da ich mich auch nicht an alles erinnern konnte ( hab noch ein größeres NT Kind) , habe ich den Bogen nach besten Wissen und Gewissen ausgefüllt .
      In wieweit das zur Endgültigen Diagnose beigetragen hat weis ich nicht.
    • faithira wrote:

      Da ich mich auch nicht an alles erinnern konnte ( hab noch ein größeres NT Kind)
      Das finde ich gerade spannend. Meine Mutter hat für mich einen Fragebogen ausgefüllt (MBAS), sie konnte sich auch bei manchen Dingen nicht mehr erinnern. Also weder, dass etwas was war, noch dass etwas nicht war, die Felder blieben frei. Ihre Begründung: "Ich habe schließlich noch mehr Kinder. Ich kann aber gerne mit denen telefonieren oder hingehen, wenn die noch was wissen wollen." War nicht nötig, der Arzt bei der Diagnostik schloss messerscharf: Wenn keine Erinnerungen da sind, dann war auch nichts auffällig :m(:
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      ~Schneckenbeauftragte und Muschelschubserin in Gurkistan~
    • @Mya
      Das finde ich jetzt seltsam von dem Diagnostiker . Die Psychiaterin von meinem Sohn hat mit mir darüber gesprochen. Das Grund Ding ist doch das ich beide Kinder liebe und sie halt als Individuum wahrgenommen habe . Es war nichts komisches an ihnen . Sie waren aber Grund verschieden . Mein Sohn hat die Diagnose auch erst mit 17 erhalten . Ich wäre nie auf die Idee gekommen ,wenn ich nicht vermehrt von außen auf das Thema Autismus angesprochen worden wäre . Ich habe ihn immer für ein normales Kind mit Eigenheiten gesehen . Vielleicht liegt es auch daran ,das ich nicht bereit bin , Menschen in Normen einzuordnen.

      The post was edited 1 time, last by faithira ().

    • @faithira: Ich bin Mitte 30, manchne Fragen bezogen sich aufs Kindergartenalter. Eigentlich kein Wunder, dass nicht mehr alle Erinnerungen da sind. Aber die ganze Diagnostik samt beteiligten Diagnostikern war seltsam, daher steht auch eine Zweitdiagnostik an. Ich habe versucht, dem Herrn zu erklären, dass ich aufgrund der Gesamtsituation der Familie einfach "untergegangen" bin. Er: "Das ist schon wieder Theory-of-Mind, das ist das Gegenteil von Autismus."... War aber auch keine Spezialambulanz.

      BTT: Ich fand den Fragebogen ganz interessant, ich war dabei, als meine Mutter ihn ausgefüllt hat. Manche Dinge waren sehr deutlich, z.B. dass ich mich als Kindergartenkind nicht für fremde Kinder interessiert habe. Der Bogen hatte ein Copyright von 2005, also dürften viele Besonderheiten von weiblichen Aspie-Kindern noch gar nicht erfasst sein (kam mir jedenfalls so vor, es wurde auch immer "er" und "ihn" geschrieben, weil so viel mehr Jungen betroffen seien). Insgesamt schien meine Mutter mir aber recht aufgeschlossen und auch bereit, wirklich hinzugucken und keine Idealkind zu beschreiben. Liegt vielleicht daran, dass ich seit viele Jahren sehr deutliche Probleme habe, auch wenn die bisher anders benannt sind.
      Anekdote am Rande: Als ich meiner Mutter sagte, dass es um das Asperger-Syndrom geht, fragte sie, ob ich mir jetzt sieben gleiche Hosen kaufe - sie hat mal einen Spielfilm gesehen, in dem eine Asperger-Autistin, als sie eine passende Hose fand, gleich sieben Stück kaufte, für jeden Wochentag eine. Meine Antwort: Ich trage meine Hosen länger als einen Tag, ich komme mit drei gleichen Hosen aus!
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    • @Mya ... ich lache mir gerade einen Ast (RW)....
      Deine Mom erscheint mir , dich zu lieben . Auch für mich waren erstmal viele Fragen . Wie zum Beispiel die Hosen . Deswegen bin ich auch im Forum gelandet . Habe hier also meinen Horizont erweitert . Das jeder anders ist hat sich auch hier bestätigt.
    • Ist es autistisch, wenn man sich gleich mehrere gleichen Sachen kauft, wenn sie gut sind??
      Ich mach es häufig, in verschiedenen Farben am besten, für mich ist es ein Zeichen der Effizienz (Faulheit trifft auf Intelligenz :d ).

      Gerade Männer machen es doch häufig so? Oder wäre es nur bei Frauen autistisch? Ich bin eine Frau...
    • Sonne wrote:

      Ist es autistisch, wenn man sich gleich mehrere gleichen Sachen kauft, wenn sie gut sind??
      Das Beispiel kam aus einem Spielfilm, da wird ja manches überzeichnet. Vielleicht sollte das Nicht-Umgewöhnen-Können dargestellt werden oder sonst ein Klischee bedient werden.
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    • Mya wrote:

      Sonne wrote:

      Ist es autistisch, wenn man sich gleich mehrere gleichen Sachen kauft, wenn sie gut sind??
      Das Beispiel kam aus einem Spielfilm, da wird ja manches überzeichnet. Vielleicht sollte das Nicht-Umgewöhnen-Können dargestellt werden oder sonst ein Klischee bedient werden.
      Ich meine ja umgekehrt, für mich ist es logisch und nachvollziehbar und nicht überzeichnet.
    • Das gleiche mehrfach kaufen versuche ich immer wieder, wenn denn mal was genau richtig ist - die Kleidungsstücke sind aber alle verschieden. Derselbe Hersteller, dieselbe Größe, dieselbe Charge - und dann unterscheiden sich die Teile in genau den Merkmalen, die mich beim Original zum Wohlfühlen bewogen haben: (Nicht)Tiefe des Ausschnitts, bundhöhe der Hose, die ganz genaue Farbe, usw. Wenn ich dann trotzdem ein zweites "gleiches" Kleidungsstück kaufe, habe ich, solange die beiden halten, den Unterschied präsent, das macht dann das perfekte erste Teil ebenfalls "kaputt". Kleidung zu finden ist für mich eigentlich eine Halbtagsstelle.
    • Hm, kommt vielleicht auf den Hersteller an, ich habe es nur selten erlebt... Ich probiere tatsächlich alles an, auch wenn es gleich aussieht, um sowas auszuschließen.

      Und ich hasse Kleidung kaufen, dieses Jahr habe ich, glaube ich, gar nichts gekauft...

      Was ich erstaunlicherweise empfehlen kann - Jeans von Aldi, ansonsten Versandhäuser. Deutlich bessere Passform als in den Läden.
    • @Sonne
      Du lachst, viele Mütter erkennen ihre HB, HS, ADHS und ASS erst durch ihre Kinder...
      Da geb ich dir recht ...
      Bin halt schräg ... wie meine Leute oft sagen ... da ich aber mit dem ganzen gut zurechtkomme ... bleib ich einfach ich !
      Das geht soweit das ich mir Kleidung ... zumindest in Teilen anfertigen lasse .