Eure erste Reaktion auf den Eltern-Fragebogen?

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    • Ich habe den Fragebogen an die Eltern gar nicht durchgelesen, weder vor noch nach dem Ausfüllen.
      Inwiefern soll/kann sich das Lesen denn auswirken?
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Ich zweifle plötzlich am Sinn der Diagnostik - Weil ich kaum von einer Auffälligkeit bei mir weiß, die da abgefragt werden. Höchstens ein Drittel könnte bejahen. Andererseits ist es ja auch extra ein Fragebogen an die Bezugspersonen..
    • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Andere (Familie, Freunde, Bekannte) mich als deutlich merkwürdiger und unpassender wahrgenommen haben als ich mich selbst. Doch das kam erst raus als es explizit zum Thema gemacht wurde. Gut möglich, dass es Auffälligkeiten gab, an die du dich nicht erinnern kannst und über die deine Eltern nie gesprochen haben, weil es sich "verwachsen" hat.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Letztens erwähnte meine Oma, dass ich mit ca zwei Jahren über Monate hinweg jeden Morgen dasselbe Kleidungsstück anziehen wollte, und ansonsten nicht zu beruhigen war. "Deine Mutter musste es verstecken!" - "Hab ich dann nicht geschrien?" - "Doch, aber nicht ganz so lange."
      Die Geschichte war mir vollständig neu, wir kamen durch Zufall auf das Thema. Damit will ich sagen, an deiner Erfahrung kann auch in meinem Fall was dran sein. Danke für's Erzählen!
      Vielleicht habe ich ja auch Angst, die wirkliche Einschätzung der anderen zu erfahren. Gleichzeitig fühle ich mich sehr gestresst, weil meine Familie alles mögliche leugnet/abstreitet/ignoriert/vergessen hat, was Besonderheiten ihrer Mitglieder betrifft.

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    • Ich hatte auch Angst die Einschätzung der Eltern zu erfahren. Darum habe ich mir ja die Antworten nicht durchgelesen. Und wer die Fragen liest, den lassen die Antworten nicht los. ;)
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Ich hatte gar keinen Elternfragebogen.
      Bei mir hat die Psychologin meine Mutter angerufen. Hatte gleich dannach den Termin und sie erzählte mir was meine Mutter gesagt hat. War für mich nichts wirklich neues dabei.

      Wenn es dir Sorgen macht, dass sie dich nicht neutral beachreiben können würd ich den Diagnostiker darauf ansprechen. Evt hast du sonst noch jemand im Umfeld, der einen ausfüllen könnte?

      Bei meinem 1. Gespräch war mein Freund mit dabei. Er erlebt Situationen viel stärker, als ich (wenn ich etwas noch keine übertriebene Reaktion von mir finde, finder er das öfters schon. Meinte das sei typisch Autist, sich selbst anderst wahrzunehmen)
    • Ah stimmt. Bei der Kindheitsbefragung gehts aber glaub hauptsächlich darum auszuschliessen, obs ein Trauma gab (wegen Differentialdiagnose PTBS oder so).
      Bei mir hatte die Psychologin beim 2. Termin gesagt, sie sei schon sicher mit der Diagnose, wolle aber andre Diagnosen mit der Mutterbefragung ausschliessen. Sie sagte es geht da hauptsächlich um Trauma, hat aber meine Mutter auch sonst gefragt (bzw sie hat alles schon von sich aus erzählt :d )
    • für Trauma braucht kein Elternteil befragt zu werden, das kann ich selbst berichten :|
      Darf ich dich fragen, wie du die Wahrnehmungsfähigkeit deiner Mutter einschätzt? Meine sagt nämlich über ihren kleinen (introvertierten, sehr traurigen, stillen) Enkel immer: "er war so fröhlich! Und hatte so einen Spaß!" Ich habe das Gefühl, bei meiner Familie gegen eine unsichtbare Wand zu rennen (aber schon immer).
    • Puk: Für mich ist Diagnostik in erster Linie meine eigene Spurensuche, mit einer anderen Lupe/anderen Fragestellung als bisher.
      Darf ich dich auch fragen, wer für dich den Bogen ausgefüllt hat, und inwieweit du den Wahrnehmungsfähigkeiten der Person vertraut hast/vertraust?
    • Ich dachte das sei der Hauptgrund der Befragung, kann aber sein, dass ich da falsch liege.
      Ich denke man erinnert sich nicht unbedingt selbst an ein Traums, wenn man noch klein war.

      Hast du einmal nachgefragt, wie sie auf die Idee kommt er sei so glücklich gewesen? Manchmal klärt sich vieles darüber, wenn man den andern Ernst nimmt und nachfragt (kann ja zB sein, dass sie nur eine Situation in Erinnerung hat).

      Ich würde das offen bei der Disgnostik ansprechen, dass du Zweifel an der Einschätzung deiner Verwandten hast.
      Ich kann mich selbst total schlecht einschätzen und war deswegen total verunsichert. Wurde für mich besssr, als ich das direkt gesagt hab.

      Ich denke meine Mutter hat mich schon einigermassen richtig eingeschätzt.
      Wobei sie letztens zu mir sagte, ich könne ja doch kein Autist sein, ich habe ja Humor (sie war sich zuvor sicher und hat wohl irgendwo gelesen wie humorlos Autisten sind). Fand ich schon etwas seltsam, dass ihr das nicht aufgefallen ist in 30 Jahren!
    • Als meine Mutter den Fragebogen ausgefüllt und ich mir dann spaßeshalber mal durchgelesen hatte, was sie da geschrieben hatte, war ich doch sehr überrascht. Sie hatte einige Dinge aufgeschrieben, die deutlich für AS sprechen und an die ich mich überhaupt nicht erinnern konnte, bzw. von denen mir gar nicht klar war, dass das ungewöhnlich war. Ihr ist dadurch aber auch erst so richtig bewusst geworden, wie anders als andere Kinder in meinem Alter ich war. Es war also nicht nur für den Diagnostiker, sondern auch für mich und für meine Mutter sehr hilf- und aufschlussreich. :nod:
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Windtänzerin wrote:

      Als meine Mutter den Fragebogen ausgefüllt und ich mir dann spaßeshalber mal durchgelesen hatte, was sie da geschrieben hatte, war ich doch sehr überrascht. Sie hatte einige Dinge aufgeschrieben, die deutlich für AS sprechen und an die ich mich überhaupt nicht erinnern konnte, bzw. von denen mir gar nicht klar war, dass das ungewöhnlich war. Ihr ist dadurch aber auch erst so richtig bewusst geworden, wie anders als andere Kinder in meinem Alter ich war. Es war also nicht nur für den Diagnostiker, sondern auch für mich und für meine Mutter sehr hilf- und aufschlussreich. :nod:
      was für ein Bogen war das? Bei mir gibt's nur ja oder nein anzukreuzen, ohne freien Platz für Text..
    • Gruen wrote:

      Puk: Für mich ist Diagnostik in erster Linie meine eigene Spurensuche, mit einer anderen Lupe/anderen Fragestellung als bisher.
      Darf ich dich auch fragen, wer für dich den Bogen ausgefüllt hat, und inwieweit du den Wahrnehmungsfähigkeiten der Person vertraut hast/vertraust?
      Meine Mutter hat den Fragebogen ausgefüllt.
      Der Psychiater hatte zuerst gefragt: "Wie ist die Beziehung zu ihren Eltern?"
      Ich: " Zum Vater eher gut, zur Mutter... schwierig."
      Da wollter er direkt den Fragebogen von der Mutter haben 8o

      Meine Mutter hat eine sehr schlechte Meinung von mir. Ihre Urteilsfähigkeit ist von Egozentrik geprägt, also ihre eigene Sichtweise ist immer richtig und andere Sichtweisen sind falsch. Ihre Vorstelung von mir ist zum Teil realitätsfern aber so negativ, dass es bei der Autismusdiagnose durchaus geholfen haben müsste. Also ich konnte mich erstens darauf verlassen, dass sie viel schlechtes über mich berichtet und zweitens hatte sie bereits entschieden, dass ich Autismus habe. :m(:

      Mein Fall ist zwar genau anders herum gelagert als bei dir, aber ich kann gut nachvollziehen wie es ist, wenn man mit unabänderlichen Vorstellung konfrontiert ist, die eher den Wünschen entspringen als der Realität.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Bei mir hat meine Mutter den Fragebogen ausgefüllt und auch das Telefonat mit der Diagnostikerin geführt. Sie konnte sich jedoch nicht mehr wirklich an Details erinnern, verwechselte vieles mit meinem Bruder und war davon überzeugt das ich keine Autistin bin.

      In der Diagnostik wurden dann diese Informationen nicht gewertet.
    • Nalia wrote:

      Ich dachte das sei der Hauptgrund der Befragung, kann aber sein, dass ich da falsch liege.
      Ich denke man erinnert sich nicht unbedingt selbst an ein Traums, wenn man noch klein war.
      Das kann sein.

      Es kann auch sein, dass die Erinnerung vorhanden, aber aus Selbstschutzgründen "gesperrt" ist.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)