Leben mit Asperger-Syndrom (Radiosendung auf Ö1)

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    • Leben mit Asperger-Syndrom (Radiosendung auf Ö1)

      Einschränkung, Sonderbegabung und der Kampf um soziale Akzeptanz

      Als Greta Thunberg mit ihren Schulstreiks begann, wurde sie von politischen Gegnern mit Häme überschüttet. Das Mädchen sei autistisch, so die Argumentation vieler politischer Gegner, sie sei geistig abnormal, verrückt, gestört, nicht ernst zu nehmen, von anderen manipuliert.

      Sendung vom 06.09.2019 (55 Minuten)

      oe1.orf.at/player/20190906/572129
      Die Erkenntnis, daß es zu spät ist, kommt selten rechtzeitig.
    • Hallo,

      ich habe es mir heute (zugegeben in 2 Etappen, da so lang) angehört.
      Ist recht okay. Den Arzt kenne ich, der ist in Ordnung.

      Die Sendung ist wirklich lang, ich musste zwischenzeitlich mal weg, daher konnte ich nicht alles auf einmal anhören. Manches ist brauchbar, anderes nicht.
      Am besten selbst mal reinhören.

      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Ich hab mir das auch angehört. Ein netter Überblick. Sehr entspannend.

      Danke fürs teilen.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Ja, danke...nur ein Stelle stiess mir auf:
      "ABA trotz EU-Projekt sei noch nicht finanziert, obwohl weltweit nachgewiesen sei, dass die besten fundierten und meist untersuchten Therapien sind, die angeboten werden" :nerved:

      Soll aber keine Diskussion werden.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      Ja, danke...nur ein Stelle stiess mir auf:
      "ABA trotz EU-Projekt sei noch nicht finanziert, obwohl weltweit nachgewiesen sei, dass die besten fundierten und meist untersuchten Therapien sind, die angeboten werden" :nerved:

      Soll aber keine Diskussion werden.
      Deswegen empfehle ich die Autistenhilfe auch nicht weiter. Weil die vor Jahren Vortragende aus den USA einluden, die behaupteten, man könne Autismus durch richtige Ernährung heilen. Naja, und die unkritische Haltung zu ABA.
    • Pompeji wrote:

      Ich hab eine Zusammenfassung geschrieben

      wp.me/p6YQGx-371

      Verglichen mit früheren Sendungen war es die beste in Ö1 bisher.
      Danke für deine Zusammenfassung!
      Ich hab´die Sendung gehört, als sie gesendet wurde und mich währenddessen recht aufgeregt...
      Ich finde, sowohl der Arzt, als auch die "Betroffene" haben zuviel Wissen des Zuhörers vorausgesetzt und zuwenig erklärt & erläutert.
      Ich fand es zum Beispiel schade, dass die Kernsymptomatik bzw. Problematik des Aspergersyndroms (u.a. auch eine "Störung" der Kommunikation, der sozialen Beziehungen usw) nicht wirklich erwähnt wurde. Auch auf Routinen, Rituale usw wurde nicht eingegangen. Alles Dinge, die aber den Kontakt mit der Umwelt erschweren, einen zum Aussenseiter werden lassen.
      Für mich kam es so rüber, als wären Menschen mit Asperger halt einfach zu reizoffen und empfindlich.
      Wäre die Symptomatik besser erklärt worden, wäre auch klarer gewesen, warum "Maria" nicht mehr als Lehrerin arbeiten kann.
      Ich sehe es auch kritisch, wenn ein Psychiater Selbsttest im Internet empfiehlt, statt noch andere Diagnosestellen zu nennen. (da hätte auch der Redakteur recherchieren können...)
      Ich war sehr froh über den Anruf der Präsidentin der Autistenhilfe, die einiges besser erklärt hat, als die Menschen im Studio.
      Das ABA bei der Autistenhilfe hat im übrigen nur sehr wenig mit dem ABA der "Knospe"in Deutschland oder mit der Anwendungen von ABA in den USA gemein.
      Ich kenne einige Familien, die das ABA der Autistenhilfe sehr hilfreich finden - ich finde, man sollte immer zuerst sehen, wer eine Therapie anwendet und wie - und nicht zuletzt auch an wem (nicht für jeden ist jede Therapie hilfreich), bevor man urteilt.
    • Nicht alle in der Autistenhilfe stehen ABA unkritisch gegenüber. Lg.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • crocodylia wrote:

      Ich kenne einige Familien, die das ABA der Autistenhilfe sehr hilfreich finden - ich finde, man sollte immer zuerst sehen, wer eine Therapie anwendet und wie - und nicht zuletzt auch an wem (nicht für jeden ist jede Therapie hilfreich), bevor man urteilt.
      Ja, die Ablehnung von Therapien ist manchmal zu dogmatisch, das finde ich auch.

      Ich bin wieder über den Satz gestolpert, Autisten würden ständig alles wahrnehmen und nichts ausblenden können, und könnten sich nicht in andere hineinversetzen. Naja, das ist halt alles zumindest sehr vereinfacht.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      crocodylia wrote:

      Ich kenne einige Familien, die das ABA der Autistenhilfe sehr hilfreich finden - ich finde, man sollte immer zuerst sehen, wer eine Therapie anwendet und wie - und nicht zuletzt auch an wem (nicht für jeden ist jede Therapie hilfreich), bevor man urteilt.
      Ja, die Ablehnung von Therapien ist manchmal zu dogmatisch, das finde ich auch.
      Ich bin wieder über den Satz gestolpert, Autisten würden ständig alles wahrnehmen und nichts ausblenden können, und könnten sich nicht in andere hineinversetzen. Naja, das ist halt alles zumindest sehr vereinfacht.
      Ja, überaus vereinfacht und verkürzt. Es wäre schön gewesen, wenn das alles klarer strukturiert gebracht und erklärt worden wäre.
      Dann könnte man auch den "Kraftakt" von Greta Thunberg (die ja als "Aufhänger" der Sendung gedient hat) besser nachvollziehen.
      Jemand, der nicht schon viel Vorwissen mitbringt, hat nach dieser Sendung jedenfalls nicht unbedingt einen Erkenntnisgewinn, finde ich.
      Allerdings mochte ich den Moment, als "Maria" sagt, es wäre schön, wenn nicht überall so nebenbei das Radio laufen würde, um dann noch hinzuzufügen, so etwas solle man wohl nicht gerade live im Radio sagen...
    • Das mit den Selbsttests fand ich auch etwas seltsam, das ging an der eigentlichen Fragestellung vorbei, stimmt.

      Das Sendekonzept Punkteins krankt generell in meinen Augen daran, dass ein interessantes Thema immer wieder durch Musik unterbrochen wird.
      Autismus lässt sich nun mal nicht in knapp 30min oder weniger Sendezeit abhandeln, inklusive Anrufer. Maria kam seltener zu Wort als der Psychiater.
      Entsprechend kamen viele Symptome zu kurz.

      Ich bin auch nicht unbedingt der Meinung, dass Maria den falschen Beruf gewählt hat. Ich kenne auch Lehrerinnen,
      die diagnostizierte Autistinnen sind. Das Problem besteht vor allem aus Vorurteilen in der Gesellschaft bzw. unter Kollegen. Maria ist ja ihrer Aussage nach nicht unter den Kollegen geoutet,
      wie sollen sie da auf ihre Bedürfnisse eingehen (z.b. kein Zwang, die Pause im Lehrerzimmer zu verbringen)? Ein gewisser Idealismus ist immer noch notwendig letzendlich. Mein Beruf ist auch nicht perfekt,
      ich muss viel telefonieren, häufig zwischen Aufgaben wechseln, hab keinen geregelten Wochenablauf, Nachtdienste. Aber ich hab mein Spezialinteresse zum Beruf gemacht, es macht mir Spaß und das lässt mich bis zu einem gewissen Ausmaß Bedingungen tolerieren, die nicht für meinen Autismus ideal sind.

      Was ABA betrifft ... ich kenne eine der Beteiligten, die an dem EU-Projekt über ABA mitwirkt, und selbst gesagt hat, dass ihr ABA nichts mit dem aus den USA zu tun habe, sondern stärker die andere Wahrnehmung berücksichtige.

      Die Österreichische Autistenhilfe veranstaltete 2014 einen Internationalen Kongress, weil sie selbst zugaben, dass Österreich etwa 20 Jahre hinter dem aktuellen Stand hinterher hinke. Jedoch luden sie Vortragende von der “Autism-Speaks”-Organisation ein, die sich sowohl von der Wortwahl als auch dem Schwerpunkt ihrer Forschung darauf spezialisiert hat, Autisten als krank, heilungsbedürftig und verhinderungswürdig darzustellen.

      Ein Programmpunkt war auch die Ernährung bei Autisten, wobei hier aus der Vortragsankündigung nicht hervorging, ob es hier um Begleiterkrankungen wie Magen-Darm-Beschwerden geht, oder Ernährung als Ursache autistischen Verhaltens betrachtet wird.
    • @Pompeji...auf die Gefahr hin, diesen: :prof: hier zu geben: der Autismuskongress 2014 wurde soweit ich weiß, nicht von der Autistenhilfe organisiert, sie war nur eine der zahlreich eingeladenen und unterstützenden Institutionen.
      Das Ganze wurde, glaub ich, sogar von einer Mutter eines autistischen Kindes organisiert.
      Ja, das Ganze war dadurch ziemlich "bunt gemischt", da waren einige Programmpunkte fragwürdig, daran kann ich mich gut erinnern.
      Es hat aber, neben ExpertInnen von der Autistenhilfe, auch Frau Schirmer gesprochen, die ich recht gut finde.
    • Ich hab die Autistenhilfe schon 2x angeschrieben, das erste Mal wegen der fragwürdigen Programmpunkte, vor kurzem wollte ich was zu ABA wissen, leider jedes Mal keine Antwort, obwohl ich mich höflich und sachlich ausgedrückt habe.

      Das fördert zugegebenermaßen nicht mein Vertrauen in die Institution.