Kind mit autistischen Eltern

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    • Kind mit autistischen Eltern

      Hallo zusammen.
      Wie auch in einer Kategorie im Forum begegnet mir online überwiegend die Konstellation Eltern+autistisches Kind. Ich habe online nichts über die Konstellation Kind+autistische Eltern/Elternteil gefunden, was der Grund dieses Threads ist.

      Hat jemand Infos darüber, wie es ist wenn eines- oder beide Elternteile Autismus haben (zB Asperger) und die Eltern aufgrund ihrer Defizite/Probleme dem (nicht autistischen) Kind vielleicht manches gar nicht richtig vermitteln können? Es gibt auch (erwachsene) Autisten, deren Autismus nicht diagnostiziert ist und die wegen ihrer Defizite trotzdem nie eine (Verhaltens-)Therapie oder andere Unterstützung in Anspruch genommen haben.

      Kann ein nicht autistisches Kind, das von seinen autistischen Eltern manches nicht- oder anders gelernt hat (zB Soziale Normen, Kommunikation, usw) so zusagen "an-erzogene" autistische Züge oder autistische Verhaltensweisen haben?

      In einer Reportage über einen erwachsenen autistischen Mann gab es diese Konstellation, das seine beiden Kinder keinen Autismus hatten. Dort war dann aber seine Frau (Mutter der Kinder, nicht-Autist) die Erziehungsperson. Hat ein Elternteil Autismus und das andere zB psychische Probleme und deswegen Einschränkungen oder Defizite, wie kann ein gesundes/normale Kind sich dann trotz dieser Konstellation möglichst normal entwickeln? Oder wäre das vermutlich eher nicht der Fall?

      LG Phreno.
    • Mein Kind ist NT, ich bin Asperger und mein Mann ist auch NT

      Aber warum sollte sich das Kind nicht normal entwickeln?

      Ich habe gelesen, dass sich Asperger mit Kindern gerade besonders viel Mühe geben und haufenweise Bücher über Erziehung durchstudieren. Dass sie vielleicht eher etwas verstandesbetonter und nicht so emotional an die Erziehung rangehen, das ist wohl kein Nachteil, solange das Kind Sicherheit hat. Pluspunkte sind Berechenbarkeit, Gerechtigkeitssinn, intellektueller Input und Toleranz - negativ könnte die schnelle Reizüberflutung und der Rückzug sein, wobei Kinder verstehen, dass es nicht gegen sie geht , sondern halt so ist - sofern ihnen jemand das erklärt.


      Phreno wrote:

      Kann ein nicht autistisches Kind, das von seinen autistischen Eltern manches nicht- oder anders gelernt hat (zB Soziale Normen, Kommunikation, usw) so zusagen "an-erzogene" autistische Züge oder autistische Verhaltensweisen haben?
      Ich habe gemerkt, dass ich nicht alles bieten kann. Aber das kann ich sportlich auch nicht. Also habe ich früh dafür gesorgt, dass Kind das Paket anderswo bekommt - Sportkurse, Aktivitäten, andere Familien.
      Ich glaube nicht, dass es anerzogene autistische Züge gibt.
      Das wären eher Züge anderer Persönlichkeitsstörungen, ängstlich - vermeidende ....
      und man darf nicht vergessen: Autismus ist ein Spektrum.
      Es gibt Familienangehörige mit einzelnen autistischen Zügen, aber das ist dann nicht durch die Erziehung gekommen, sondern genetisch.

      Phreno wrote:

      Hat ein Elternteil Autismus und das andere zB psychische Probleme und deswegen Einschränkungen oder Defizite, wie kann ein gesundes/normale Kind sich dann trotz dieser Konstellation möglichst normal entwickeln
      Diese Konstellation macht es schwierig und setzt einen guten Organisationsgrad voraus ( von Seiten des Autisten und da kommt es darauf an, welchen Grad des ASS er/sie hat ).Da gilt das obengesagte : Beizeiten Leute organisieren, die das anbieten können, was die Familie gerade nicht kann.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony: