Asperger und (C)PTBS

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    • Shenya wrote:

      Nowhere Mat wrote:

      Es ist leider bekannt, dass viele Ärzte und Therapeuten meinen, PTBS und Asperger würden sich gegenseitig ausschließen.
      Glaub ich nicht.Aber es ist wichtig, dass genau unterschieden wird. Viele Traumatisierte ohne Autismus haben das Empfinden oder den Eindruck, sie seien Autisten, weil sie sich so fühlen wie sie glauben, dass Autisten sich fühlen müssten (vom falschen Planeten, Außenseiter). Ein Arzt muss deshalb ganz genau hinsehen, dass er nicht Autismus diagnostiziert, wo nur Trauma/Bindungsstörung/PTBS die Ursache für alles ist, und andersrum auch, dass kein zu Grunde liegender Autismus übersehen wird. Wenn ein Trauma vorliegt, ist es naheliegender anzunehmen, dass dieses die Ursache für alles ist (Ockham's Razor), deshalb wird vielleicht mancher Arzt bei dieser Konstellation Autismus ausschließen, aber sicher nicht jeder.

      Autismus führt vielleicht häufiger zu Traumata, aber wenn jemand ein Trauma erlitten hat, das jeden, auch einen Nichtautisten, traumatisiert hätte, und das nicht mit dem Autismus erklärbar ist, dann muss man meiner Meinung nach nicht als allererstes Autismus als Ursache für irgendwelche Probleme annehmen, sondern dann liegt die Lösung in der Aufarbeitung des Traumas.
      Wäre schade, wenn das versäumt würde.

      Ich habe keine derartige Diagnose wie PTBS, und finde es sehr irritierend, dass von meinem Blickwinkel aus die Autismusambulanzen wie auch dieses Forum geradezu von Traumatisierten überschwemmt werden. Das sieht man im Forum auch so gut an den Themen, es geht häufiger um irgendwelche Traumafolgen als um Autismus. Mich stört das durchaus, weil ich mich nicht mehr zu Hause hier fühle. Dasselbe gilt für ADHS, weil ich da auch nicht den Eindruck habe, dass das irgendwas mit Autismus zu tun hat. Heißt jetzt aber nicht, dass alle Leute mit anderen Diagnosen das Forum verlassen sollen, nicht dass das falsch verstanden wird. (Wäre ja nett, wenn ich nur mit dem Finger schnippsen dürfte und sofort wäre alles so, wie ich es will... aber ich bin kein Narzisst und damit nicht der Mittelpunkt der Welt.)
      Seht es als Befindlichkeitsbekundung.

      Ich wollte meine Irritation über die Anzahl an Leuten mit Trauma/PTBS in diesem Forum gerne mal zum Ausdruck bringen, in sich hineinfressen tut auch nicht gut. Ich glaube nicht, dass hier nur Autisten mit Trauma sind, sondern auch jede Menge Nichtautisten mit Trauma/PTBS/Persönlichkeitsstörung. Da bin ich jetzt mal ganz ehrlich, auch wenn das sicherlich gleich einen shitstorm geben wird (auf den zu reagieren mir zu anstrengend sein wird). Es übersteigt einfach meine Vorstellungskraft, dass PTBS bei Autismus derartig häufig vorkommen soll.

      PS: ich will nicht, dass sich jemand gekränkt fühlt.
      Irritierend finde ich das ganz und gar nicht.

      Anfang 2017 habe ich mich zur Diagnostik angemeldet, nachdem ein halbes Jahr zuvor ein Psychiater den AS-Verdacht geäußert hat.

      AS erschien mir durchaus plausibel, es schien vieles zu erklären.

      Vor zwei Jahren dann kamen nach Jahrzehnten Erinnerungen hoch an traumatische Erlebnisse aus der Kindheit, die das Gehirn so tief eingegraben hatte, dass man da nie wieder rankommen sollte, und wäre ich nicht unwissend verhaltenstherapeutisch zu nahe an den heißen Punkt gekommen, wüsste ich vermutlich immer noch nicht bewusst davon.

      Vor anderthalb Jahren dann der psychische Zusammenbruch mit Zuständen, die ich als "Shutdown" bezeichnen würde.

      Mit einem gewissen zeitlichen Abstand würde ich sagen, dass da wirklich eine unverfälschte, abgespeicherte Panikemotion durchbrach, die wirklich abgeschottet tief hinten im Gehirn eingekerkert saß und von den positiven Entwicklungen, die man im Laufe seines Lebens macht, komplett abgeschnitten war.


      Aber erklärt das auch, dass mir Mimik entgeht, ich Gesten häufig nicht verstehe und ich beim Augenpartientest den Eindruck gewinne, dabei völlig blind zu sein?


      Fakt ist jetzt, dass man mir nun gesagt hat, es liege kein Vollbild von AS vor, und es könne auch nach der Elternteil-Befragung nicht sicher gesagt werden, ob es sich um angeborene Symptomatiken handele. AS-Diagnose wird also nicht vergeben. Es handele sich um eine komplexe Traumafolgestörung.

      Ja, das ist sicherlich richtig. Aber kann man daraus zwangsläufig folgern, dass es sich nicht um AS handeln kann?

      Hätte ich anderenorts dennoch eine AS-Diagnose bekommen?

      Wenn das Unterbewusstsein die Blockade durchgehalten hätte, wäre ich dann jetzt ein Autist, weil es dann keine andere plausible Erklärung gäbe?


      Und um auch den Shitstorm voranzubringen (OK, nicht zu ernst zu verstehen): Ich habe erfahren müssen, dass unser Bewusstsein nur das ist, was unser Unterbewusstsein uns bewusst sein lässt. Mehr nicht. Vielleicht (!) glaubt mancher auch nur, nicht traumatisiert zu sein und flüchtet sich in andere Erklärungen, warum er dieses oder jenes nicht kann. Wer vermag das zu sagen?
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


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    • @thelord
      Ich (und meine Therapeutin) bin mir ziemlich sicher, traumatisiert zu sein. Allerdings nicht klassisch durch ein schlimmes Ereignis und PTBS, sondern eine andauernde jahrelange Traumautisierung in der gesamten Kindheit.

      Die Auswirkungen (kein Urvertrauen, keine Familienbindung usw) sind natürlich da und bedürfen jahrelanger Arbeit.
      Eine Diagnose habe ich nicht (keine einzige), allerdings war ich auch noch nie bei einem Psychiater, habe mich halt selbst durchgeschlagen. Meine Therapeutin bezahle ich seit 3 Jahren privat (einmal im Monat).

      Für mich macht der gegenseitige Ausschluß wenig Sinn, gerade hochsensible Autisten können deutlich leichter traumatisiert werden. Auch wenn Kriterien für PTBS sehr eng gesteckt sind.
    • Ich weiß nicht, aber ich habe sicherlich einige Traumata.
      Die Ursache und Wirkung kann ich aber relativ gut erkennen und von der Kernpersönlichkeit trennen.
      Das geschieht umso besser, je besser man sich an die Zeit vor bestimmten Ereignissen, insbesondere der Zeit während der unbefangenen Kindheit, erinnert und sich vergegenwärtigt.
      Simples Beispiel: Von einem Brand habe ich eine ausgeprägte Feuerphobie entwickelt.

      Natürlich weiß ich überhaupt nicht, wie es ist, wenn es nicht nur um klar umgrenzte Ereignisse im Leben geht, sondern um ganze Jahre von Missbrauch oder ähnlichem.
      Das ist dann schwierig, wenn man auch nicht mehr weiß, oder keinen Zugang mehr zu seinem Kindheitserleben, vor den prägenden Ereignissen, per Erinnerung hat.
      Ich kann mir da durchaus vorstellen, dass man dann quasi "zum Autisten werden" kann (in Bezug auf die Außenwirkung).
      Es gibt ja Hospitalismus. Der ist auch nicht angeboren. Da verändert sich die Persönlichkeit tatsächlich derart drastisch, dass es nicht mehr nur isolierte Bereiche des Verhaltens betrifft, sondern das ganze Wesen, das gesamte Erleben.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich les nur mit, aber ich will zu @Shenyas Beitrag sagen, dass ich den völlig in Ordnung finde. Dass du dich im Forum nicht mehr so wohl fühlst, weil zu viele fragliche und/oder nicht-Autisten anwesend sind, das ist natürlich nicht schön. Ich denke, es ist okay, sowas auch mal auszusprechen, wie du ja auch sagst, in sich reinfressen ist ja auch nicht gut.
      Finde deinen Beitrag auch sachlich genug verfasst, dass sich da niemand von gekränkt fühlen muss.
      Ja, das wollt ich nur mal einwerfen.
    • thelord wrote:

      Aber erklärt das auch, dass mir Mimik entgeht, ich Gesten häufig nicht verstehe und ich beim Augenpartientest den Eindruck gewinne, dabei völlig blind zu sein?


      Fakt ist jetzt, dass man mir nun gesagt hat, es liege kein Vollbild von AS vor, und es könne auch nach der Elternteil-Befragung nicht sicher gesagt werden, ob es sich um angeborene Symptomatiken handele. AS-Diagnose wird also nicht vergeben. Es handele sich um eine komplexe Traumafolgestörung.

      Ja, das ist sicherlich richtig. Aber kann man daraus zwangsläufig folgern, dass es sich nicht um AS handeln kann?

      Hätte ich anderenorts dennoch eine AS-Diagnose bekommen?

      Wenn das Unterbewusstsein die Blockade durchgehalten hätte, wäre ich dann jetzt ein Autist, weil es dann keine andere plausible Erklärung gäbe?
      Vollbild? :roll:

      sagte der Arzt auf deine Fragen hin das? 8o -->

      thelord wrote:

      Und um auch den Shitstorm voranzubringen (OK, nicht zu ernst zu verstehen): Ich habe erfahren müssen, dass unser Bewusstsein nur das ist, was unser Unterbewusstsein uns bewusst sein lässt. Mehr nicht. Vielleicht (!) glaubt mancher auch nur, nicht traumatisiert zu sein und flüchtet sich in andere Erklärungen, warum er dieses oder jenes nicht kann. Wer vermag das zu sagen?
      :? Das kann man zu allem sagen :thumbdown: despektierlicher Satz zu einem Patienten. :frown:

      "Du denkst nur das du dich schlecht fühlst - du fühlst dich aber in Wirklichkeit gar nicht so weil du halt Sklave deines Unterbewusstseins bist und ich hier (den Arzt meine ich) der einzige bin der das unterscheiden kann was in deinem Sein und in deinen Beobachtungen zu dir selbst die Wirklichkeit ist und was nicht ! " :sarcasm: x( (Ich mag keine Ärzte, das wisst ihr schon :frown: )

      ... Ich habe den Eindruck der Arzt hat da was vermischt. Und nicht unabhängig von deinem Erlebnis in der Kindheit getestet? Deine Fragen oben finde ich nicht unberechtigt.

      The post was edited 1 time, last by Tauriel ().

    • Lefty wrote:

      Ich les nur mit, aber ich will zu @Shenyas Beitrag sagen, dass ich den völlig in Ordnung finde. Dass du dich im Forum nicht mehr so wohl fühlst, weil zu viele fragliche und/oder nicht-Autisten anwesend sind, das ist natürlich nicht schön. Ich denke, es ist okay, sowas auch mal auszusprechen, wie du ja auch sagst, in sich reinfressen ist ja auch nicht gut.
      Finde deinen Beitrag auch sachlich genug verfasst, dass sich da niemand von gekränkt fühlen muss.
      Ja, das wollt ich nur mal einwerfen.
      Sorry aber nee. Sie kann so was gerne äußern aber in einem eigenen Thread. Dieser Thread hier ist erstens über AS und Komorbidität, wie es die Themenunterteilung des Forums vorgibt und zweitens sehe ich nicht, wo das Forum von nicht-Autisten bevölkert wird, was drittens hier in meinem Fall, da sie mich (nicht zum ersten Mal) ja anspricht, eine Art Ferndiagnose beinhaltet. Ich habe viel mehr den Eindruck, und das habe ich schon mal vor Monaten geäußert, dass @Shenya manche Leute nicht mag und dass sie das auf diesem Weg äußert. VA bedeutet nicht nicht-Autist. Es bedeutet, dass keine eindeutige Diagnose vorliegt aber wie schon gesagt: der Einwand von ihr ist hier völlig OT und in einem Thread, wo es wirklich um Rat und Hilfe geht, unangebracht. Ein eigener Thread dazu hätte den Doppeleffekt, nicht diesen Thread zu torpedieren (RW) und mich nicht als Zielscheibe für ihren Frust zu nehmen.
      For mash get SMASH!
    • Du meinst VA, oder? Wenn noch keine eindeutige Diagnose vorliegt.
      Ja, dazu sagte ich bereits, dass ja ganz viele, die jetzt hier AS stehen haben ....Lange VA waren.
      So, wie alle mal Kind waren.
      Daher sagt VA erstmal garnichts über den Wahrheitsgehalt, ob man AS sei oder nicht.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ich habe meine PTBS (zwei) abgearbeitet. Ich habe sie immer "Knacks" genannt. Aus meiner heutigen Sicht sind sie keineswegs mit meinem Autismus zu verwechseln, sie unterscheiden sich klar davon. Ich frage mich daher, warum das für manche Diagnostiker so schwer auseinander zu halten sein soll...
    • Linnea wrote:

      Du meinst VA, oder? Wenn noch keine eindeutige Diagnose vorliegt.
      Hatte ich noch korrigiert :)

      Chch wrote:

      Ich habe meine PTBS (zwei) abgearbeitet. Ich habe sie immer "Knacks" genannt. Aus meiner heutigen Sicht sind sie keineswegs mit meinem Autismus zu verwechseln, sie unterscheiden sich klar davon. Ich frage mich daher, warum das für manche Diagnostiker so schwer auseinander zu halten sein soll...
      Mir war anfangs auch gesagt worden, meine 'AS-Symptomatik' kame von meinem KPTBS und ich hatte mich auch damit abgefunden. Als ich dann aber anfing, mich selbst darüber fortzubilden, fand ich auch heraus, dass es da deutliche Unterschiede gab und dass dei AS-Symptomatik bei nach wie vor vorhanden ist und für einen Diagnostiker von meiner PTBS-Symptomatik unterscheidbar sein müßte. Wieso manche Diagnostiker Schwierigkeiten haben? Vielleicht weil sie sich doch nicht so gut informiert haben und sich dennoch für ausreichend kompetent halten.
      For mash get SMASH!

      The post was edited 4 times, last by Nowhere Mat ().

    • Cloudactive wrote:

      Ich weiß nicht, aber ich habe sicherlich einige Traumata.
      Nur der Ordnung halber: Traumata sind nicht dasselbe wie PTBS. Traumata haben wohl sehr viele (alle? Je nachdem, wie weit man die Definition fasst?!) Menschen, aber nicht jeder entwickelt auf dieser Basis eine PTBS.

      Zu dem, was Shenya schrieb, noch: Mich stören nicht "die Leute mit Trauma/PTBS" im Forum, für mich wird es erst dann störend, wenn ich das Gefühl habe, dass nicht mehr differenziert wird zwischen dem, was Auswirkungen einer PTBS sind und dem, was Auswirkungen einer ASS sind und dann meinem Empfinden nach Dinge der ASS zugeschrieben werden, die mir völlig fremd sind, aber sich perfekt durch eine PTBS erklären ließen. Bei ADHS übrigens dasselbe - für mich sind das zwei völlig unterschiedliche Dinge, die man vermutlich schon gleichzeitig haben kann, aber halt unabhängig voneinander. So wie Zahnschmerzen und Fußpilz. ;)

      Und mein Einwurf ist hier eigentlich auch fehl am Platz, weil ich in diesem Thread allerweitestgehendst nicht den Eindruck hatte, dass es sich unangenehm vermischt... würde es einen speziellen Thread dazu geben, hätte ich hier nicht geschrieben, aber es gibt halt grade keinen.
    • filipendula wrote:

      Und mein Einwurf ist hier eigentlich auch fehl am Platz, weil ich in diesem Thread allerweitestgehendst nicht den Eindruck hatte, dass es sich unangenehm vermischt... würde es einen speziellen Thread dazu geben, hätte ich hier nicht geschrieben, aber es gibt halt grade keinen.
      Ich finde gar nicht, dass dein Einwurf hier fehl am Platz ist. Er ist sachlich korrekt und themenbezogen.
      For mash get SMASH!
    • filipendula wrote:

      Zu dem, was Shenya schrieb, noch: Mich stören nicht "die Leute mit Trauma/PTBS" im Forum, für mich wird es erst dann störend, wenn ich das Gefühl habe, dass nicht mehr differenziert wird zwischen dem, was Auswirkungen einer PTBS sind und dem, was Auswirkungen einer ASS sind und dann meinem Empfinden nach Dinge der ASS zugeschrieben werden, die mir völlig fremd sind, aber sich perfekt durch eine PTBS erklären ließen.
      Das ist ein guter Punkt. Vielleicht ist es das, was auch bei mir das Unbehagen oder Befremden auslöst. Zusammen mit dem Eindruck, dass es immer mehr wird.

      Es ist auch oft so undurchsichtig, weil nie geschrieben wird, wodurch das Trauma und ggf. nachfolgende PTBS ausgelöst wurden. Ich fühlte mich z.B. durch zwei Umzüge 2011/2012 ziemlich traumatisiert. Aber das hat sich wieder gegeben, habe mich davon erholt.
      Ein Nichtautist wäre sicher durch zwei Umzüge nicht traumatisiert.
      Es macht ja schon einen Unterschied, ob man in der Kindheit missbraucht wurde, oder ob man später als Jugendlicher unter Mobbing gelitten hat oder erst als Erwachsener etwas Schlimmes erlebt hat.
      Natürlich ist mir klar, dass das oft sehr persönliche und unangenehme Dinge sind, und deshalb verstehe ich auch, weshalb das nicht immer offengelegt wird.
      Aber durch diese Unklarheit, was überhaupt die vorliegenden Fakten sind, ist eben alles sehr schwer greifbar.
      Vielleicht kann jemand mit Autismus oder auch nur ich damit besonders schlecht umgehen, wenn andere über Dinge reden bzw. schreiben, aber nicht konkret sagen, was es ist.
      Wenn man pauschal von Trauma und PTBS liest, dann denkt man, wenn man keine weiteren Informationen hat, erstmal an Missbrauch, Misshandlung u.ä., und das hat mit Autismus nun mal nichts zu tun.
      Soll aber kein Appell an euch (wer auch immer) sein, mehr zu schreiben, sondern nur ein Erklärungsversuch.

      Nowhere Mat wrote:

      Ich habe viel mehr den Eindruck, und das habe ich schon mal vor Monaten geäußert, dass @Shenya manche Leute nicht mag und dass sie das auf diesem Weg äußert.

      Ich hatte nie ein Problem mit VA an sich, und mit dir noch gar nie. Ich komme mit vielen sehr gut aus. Es ist auch eine VA in der Moderation übrigens. Also man muss keine Minderwertigkeitskomplexe haben als VA.
      Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich dir jemals schonmal was geschrieben habe dazu, und wenn, dann war es anlassbezogen und nicht gegen deine Person an sich. Deine Person habe ich mir jedenfalls nicht gemerkt. Mir geht es in der Regel nur um Inhalte, wenn ich was schreibe, nicht um Personen.

      Aber leider kommt immer der Vorwurf, man hätte nur ein Problem mit VA, wenn man etwas in die Richtung äußert, wie ich das getan habe. Als ob damit alle Fragen geklärt und Probleme beseitigt wären, wenn man sagt, das Problem liege halt bei mir. Ich denke, es gibt schon ein Problem mit der Abgrenzung Trauma/Autismus, und zwar natürlich vor allem bei frühen Traumata. Es nutzt nichts, das einfach wegzuwischen mit dem Hinweis, shenya hat ein Problem mit VAs. Man könnte sich dem ja stattdessen auch mal stellen und mindestens für sich selbst überlegen, wie man das abgrenzt.

      Ein interessantes Thema wäre auch, wie man Trauma überhaupt definiert, was alles darunter fällt, und was eine PTBS im Gegensatz dazu ist.

      Also, wenn du dir über deinen AS-Verdacht sicher bist, musst du dich von mir nicht angegriffen fühlen. Zumal es mir gar nicht um deine Person ging, aber ich merke, du fühlst dich persönlich angegriffen, deshalb schreibe ich das. Mein Beitrag war aber ganz allgemein gemeint.


      Ich finde übrigens, dass mein Beitrag in diesen thread gut reinpasste. Hier haben sich viele mit Trauma/PTBS zusammengefunden, d.h. die Ansprechpartner für mein Thema waren da. So war es naheliegend, hier zu schreiben. Außerdem wollte ich keine riesengroße Diskussion in einem eigenen thread aufziehen. Ich wollte es nur hier mal loswerden.
      Ich denke, man muss bei jedem Thema, das man eröffnet, damit rechnen, dass Leute da was reinschreiben, und dass einem nicht immer alles gefällt, was geschrieben wird. Das liegt in der Natur der Sache. Ich habe oft in anderen Foren den Hinweis gelesen, dass man kein Hausrecht hat in seinem thread, sondern dass eben alle threads öffentlich sind und jeder da schreiben kann, was er möchte (natürlich solange es nicht gegen Forenregeln verstößt).
      Alles wird galaktisch gut.

      The post was edited 1 time, last by Shenya ().

    • Also. Ich habe ja vermutlich mehrere Diagnosen nach meiner Odyssee. .und die spezielle Therapeutin, die sich mit Autismus und Ptbs auskennt, sagt, sie ist zum einen sicher, dass ich beides habe und manches recht eindeutig dem einen oder anderen zugeschrieben werden kann.
      Aber halt nicht alles .
      Dazu müsste man alles aus der Kindheit wissen und am besten in den Kopf hinein sehen können.

      Es bleibt....wie eine klare Diagnostik selbst bei Menschen mit Komorbitäten.. schwierig.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)