Hypnose gegen Lärmintoleranz/Hyperakusis

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    • Ich kenn aber im Hyperfokus, wo ich wirklich nichts mehr bewusst akustisch aufnehme, aber das geht nicht bewusst, dass ich den forciere, der kommt von selbst.
      Könnt ihr euch dahingehend triggern?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Es ist eher umgekehrt: Wenn ich noch nicht so lang dem Lärm ausgesetzt bin und so auf etwas anderes fokussiert bin, dass ich ihn noch gar nicht bewusst wahrgenommen habe (was allerdings eher selten der Fall ist), kann ich es noch eine Zeit lang ertragen. Aber irgendwann, spätestens nach ein paar Stunden, ist meine Ertragfähigkeit - mein Puffer sozusagen - einfach aufgebraucht und es prasselt ungeschützt auf mich ein. Sobald ich einmal angefangen habe, es bewusst wahrzunehmen (was auch schon viel früher der Fall sein kann), kann ich das zudem sowieso nicht mehr rückgängig machen.
      Und Atemkontrolle fällt bei mir sowieso flach, sowas löst bei mir eher leichte Panikattacken bis hin zu Hyperventilation aus. Sobald ich meines Atems bewusst bin, bekomme ich quasi mehr oder minder stark ausgeprägte Todesangst / Atembeklemmung aufgrund der Tatsache, dass ich auf eine effektive Atmung angewiesen bin.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Sonne wrote:

      Angst bzw Phobien sind mit Hypnose schnell und gut behandelbar, wenn der Betroffene es wirklich will (die meisten wollen ihre Ängste behalten).
      Das finde ich eine ziemlich unverschämte Aussage. Aber ist natürlich eher im Sinne des Hypnotiseurs als zuzugeben, dass Hypnose doch kein hundertprozentiges On-the-go-Heilmittel ist.
      Seriöse Hypnotherapeuten behaupten sowas übrigens nicht. Wenn dein Therapeut dir erklärt, dass deine Angst nicht weggeht, weil du sie in Wirklichkeit behalten willst, und wenn du sie nur wirklich loswerden wollen würdest, dann ginge sie auch weg - dann würde ich das Geld und die Zeit sparen und einen anderen Therapeuten aufsuchen.
    • Lex wrote:



      Und Atemkontrolle fällt bei mir sowieso flach, sowas löst bei mir eher leichte Panikattacken bis hin zu Hyperventilation aus. Sobald ich meines Atems bewusst bin, bekomme ich quasi mehr oder minder stark ausgeprägte Todesangst / Atembeklemmung aufgrund der Tatsache, dass ich auf eine effektive Atmung angewiesen bin.
      Ja, davon abgesehen, ist bei mir auch der Fall, hab eine Panikstörung.
      Ist aber übrigens besser geworden nach meinem Krankenhausaufenthalt mit der ZahnOP. :)
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Platypus wrote:

      Sonne wrote:

      Angst bzw Phobien sind mit Hypnose schnell und gut behandelbar, wenn der Betroffene es wirklich will (die meisten wollen ihre Ängste behalten).
      Das finde ich eine ziemlich unverschämte Aussage. Aber ist natürlich eher im Sinne des Hypnotiseurs als zuzugeben, dass Hypnose doch kein hundertprozentiges On-the-go-Heilmittel ist.Seriöse Hypnotherapeuten behaupten sowas übrigens nicht. Wenn dein Therapeut dir erklärt, dass deine Angst nicht weggeht, weil du sie in Wirklichkeit behalten willst, und wenn du sie nur wirklich loswerden wollen würdest, dann ginge sie auch weg - dann würde ich das Geld und die Zeit sparen und einen anderen Therapeuten aufsuchen.
      Hypnose ist ja nicht das einzige Mittel gegen Phobien, es geht nur schneller.
      Normale Psychotherapie ist auch nur so erfolgreich, wie der Patient ernsthaft mitarbeitet.
      Weder der Therapeut noch der Hypnotherapeut werden die Angst los, das kann nur der Patient selbst. Sie helfen ihm nur dabei... Sie sind keine Dienstleister, die seine Probleme wegzaubern, auch wenn viele Patienten diese Erwartungen haben.

      Und das Erste, was man als Therapeut (egal welcher Richtung) abklären muss, ist - will der Klient die Angst wirklich loswerden? Tief in seinem Inneren?
      Oder sucht er nur unbewusst nach Gründen, warum es nicht geht, und geht zur Therapie, damit er später sagen kann, nicht mal das hätte geholfen?

      Das gibt es deutlich häufiger als man denkt, bei vielen Störungen, nicht nur Angst. Natürlich nicht bewusst...
    • Zum einen sind gar nicht alle Leute für Hypnose empfänglich / leicht (bzw. überhaupt) hypnotisierbar, und zum anderen ging es hier im Thread doch eigentlich gar nicht um Ängste und Phobien...
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    • @Cloudactive @Lex
      Deshalb schrieb ich ja, dass es Arbeit/ viel Übung ist. Man kann das nicht mal eben so mit einem Fingerschnippen. Ich habe mit sehr kurzen Übungen begonnen, Timer am Handy gestellt, für drei Minuten in den ersten Tagen. Erst als mich in diesen drei Minuten nichts mehr ablenken konnte, habe ich die Dauer erhöht. Es ist eben eine Ausdauerübung... wenn es mit der Atmung nicht funktioniert, könnte man zum Beispiel auch einen Geruch, ein Geräusch oder, wenn es etwas Haptisches sein, soll einen Lieblingsgegenstand nehmen. Da hat ja jeder so Seins und jeder muss auch selbst herausfinden, was für ihn am besten funktioniert. Die Atmung ist halt praktisch, weil man sie immer dabei hat. Wenn man dann nach einer gewissen Zeit relativ sicher ist, kann man selbst störende Geräusche einbauen, um den Notfall zu trainieren. Aber da würde ich dann auch wieder mit ganz kurzen Zeitspannen beginnen.

      The post was edited 1 time, last by Diamant ().

    • Lex wrote:

      Zum einen sind gar nicht alle Leute für Hypnose empfänglich / leicht (bzw. überhaupt) hypnotisierbar, und zum anderen ging es hier im Thread doch eigentlich gar nicht um Ängste und Phobien...
      Natürlich nicht alle, aber die meisten, die es wollen. Die, die es nicht sind, wollen es nicht (was ihr gutes Recht ist). Hypnose ist Vertrauen und Loslassen, wenigstens zu einem Teil - da muss man wollen sich mit sich selbst auseinandersetzen.

      Es ging der TE um Ängste, weil sie das Beispiel mit der Hypnose bei Höhensngst gebracht hat. Deswegen musste ich erklären, dass es völlig was anderes ist.
    • @Diamant
      Du machst es wirklich toll! Schön zu sehen, wenn jemand die Verantwortung übernimmt und bereit ist, an seinen Problemen wirklich zu arbeiten. Ist leider viel zu selten...
      Die meisten erzählen seitenlang, warum es nicht geht.

      Wer will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Gründe...
    • Manche Menschen können wirklich nicht vertrauen und loslassen, schon gar nicht einem Hypnotiseur gegenüber. Gilt erstrecht für Leute mit Angststörungen, Phobien, Traumata. Einfaches wollen reicht da nicht. Ich vermute sogar manche Menschen könnte man niemals erfolgreich hypnotisieren, die haben dafür einfach die falsche Persönlichkeit, sind zu sehr auf Selbstbestimmung und Kontrolle behalten geeicht, um allzeit allarmbereit zu sein.
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    • @Lex
      Gerade Kontrollfreaks kann man super hypnotisieren, wenn sie sich darauf einlassen.
      Es muss ja nur die Bereitschaft da sein, auf sich selbst einlassen zu wollen. 100% Vertrauen braucht man da nicht.

      Die meisten haben einfach eine falsche Vorstellung davon, was eine Hypnose ist. Weder gibt man Kontrolle ab, noch schläft man oder ist willenlos.

      Man ist immer noch dabei und präsent, nur das Bewusstsein an sich tritt zur Seite. Ist aber im Falle einer Gefahr sofort da.
    • Sonne wrote:

      @Diamant
      Du machst es wirklich toll! Schön zu sehen, wenn jemand die Verantwortung übernimmt und bereit ist, an seinen Problemen wirklich zu arbeiten. Ist leider viel zu selten...
      Die meisten erzählen seitenlang, warum es nicht geht.

      Wer will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Gründe...

      Meinst du u.a. mich damit?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Sonne wrote:

      Die meisten haben einfach eine falsche Vorstellung davon, was eine Hypnose ist. Weder gibt man Kontrolle ab, noch schläft man oder ist willenlos.
      Würde ich so nicht sagen. Habe es mal ausprobiert. Da meinte sie zu Anfang der "Hypnose", sich könne mein Bein (oder wars der Arm?) nicht mehr heben. Habe es ausprobiert, ging aber dennoch. Wusste also ich bin nicht hypnotisiert, also hab ich halt abgewartet bis es vorbei war. Später meinte sie dann ich sei wohl doch etwas hypnotisiert gewesen, denn ich hättes ja nicht ganz angehoben. Hät ich wohl doch zu Demozwecken tun sollen... Wenn es wirklich nicht um sowas geht, wieso baut sie dann solch eine Test am Anfang ein? Das war keine Zauberkünstlerin sondern da ging es wirklich um hilfreiche Hypnose...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Sonne wrote:

      Die meisten haben einfach eine falsche Vorstellung davon, was eine Hypnose ist. Weder gibt man Kontrolle ab, noch schläft man oder ist willenlos.
      Würde ich so nicht sagen. Habe es mal ausprobiert. Da meinte sie zu Anfang der "Hypnose", sich könne mein Bein (oder wars der Arm?) nicht mehr heben. Habe es ausprobiert, ging aber dennoch. Wusste also ich bin nicht hypnotisiert, also hab ich halt abgewartet bis es vorbei war. Später meinte sie dann ich sei wohl doch etwas hypnotisiert gewesen, denn ich hättes ja nicht ganz angehoben. Hät ich wohl doch zu Demozwecken tun sollen... Wenn es wirklich nicht um sowas geht, wieso baut sie dann solch eine Test am Anfang ein? Das war keine Zauberkünstlerin sondern da ging es wirklich um hilfreiche Hypnose...
      Ich weiß nicht, was konkret bei dir abgelaufen ist.
      Mit diesem Test kann man am Anfang prüfen, ob der Klient sich wirklich einlässt oder nicht.

      Ich mache es allerdings nicht, man kann trotzdem in Trance sein... Man spürt es ziemlich schnell, ob der Klient wirklich dabei ist. Allerdings nur, wenn man interaktiv arbeitet, also mit dem Klienten spricht, wie bei einer normalen Therapie.

      Viele arbeiten nur suggestiv, erzählen also, was sich alles verändern soll. Ich persönlich halte davon nichts, bei mir funktioniert es auch nicht.
      Wenn man einen kritischen Verstand hat und alles hinterfragt, funktioniert nur Interaktion.
    • Es gibt leider wie bei normalen Therapeuten auch viele schwarzen Schafe, die sich nicht wirklich auf den Klienten einlassen, sondern ihr Schema F durchziehen.

      Sie hätte merken müssen, dass du nicht wirklich dabei warst.
    • @Sonne

      Mich stört der gestörte Leseflusss, wenn Du für jeden Gedanken einen neuen Beitrag machst. Du kannst Deinen Beitrag IMHO eine Stunde lang editieren und somit auch vervollständigen.

      Ich glaube Hypnose könnte bei mir nicht funktionieren, eben weil ich Angst hätte, es könnte funktionieren....
      Eine Gabi namens Herbert. Friend of Carlotta und HAL 9000 Versteher. Achtung böser Mensch, empathielos und kindisch, kann Spuren von Küssen enthalten. Fährt für Freunde auch mal Nachts 500km, und wurde vom liebsten Freund als Abfall tituliert und rausgeschmissen. Kann beißen, aber auch zärtlich sein.
    • PressPlayOnTape wrote:

      @Sonne

      Mich stört der gestörte Leseflusss, wenn Du für jeden Gedanken einen neuen Beitrag machst. Du kannst Deinen Beitrag IMHO eine Stunde lang editieren und somit auch vervollständigen.

      Ich glaube Hypnose könnte bei mir nicht funktionieren, eben weil ich Angst hätte, es könnte funktionieren....
      Ich bin immer am Handy, da ist es sowieso alles schwieriger.

      Abgesehen davon kenne ich aus anderen Foren, dass es sehr ungünstig ist, die Beiträge zu editieren, um später was hinzuzufügen, weil niemand es mitkriegt, der den Beitrag schon gelesen hat.

      Da war es viel störender für den Lesefluss, dass die Beiträge deswegen untergingen.