Hypnose gegen Lärmintoleranz/Hyperakusis

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Hypnose gegen Lärmintoleranz/Hyperakusis

      Gibt es sowas? Gibt es noch andere Therapieansätze, die wirksam sind?
      Ich sah in einer Reportage, wie jemand hypnotisiert wurde und seine große Phobie vor Höhen verlor und sich sogar über Höhen freute, das wurde ihm einhypnotisiert.
      Vielleicht auch Substanzen, Tee o.ä?
      Hat da jemand schon Erfahrungen und Ergebnisse?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Hypnose erscheint mir unlogisch in Fällen, wo die Lärmempfindlichkeit kein Nebensymptom einer psychischen Krankheit sondern neurologisch bedingt ist.

      Wahrnehmungsdämpfende Substanzen gibt es natürlich reichlich, nur fraglich, ob du das wirklich willst...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Ich könnte mir schon vorstellen, dass es helfen könnte, weil Lärmempfindlichkeit nicht nur eine Sache der Wahrnehmung, sondern auch des Umgangs damit ist. Und am Umgang könnte man ansetzen.
      Ich habe es aber nicht probiert, daher nur Spekulation.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich nahm mal starkes Antibiotika und fühlte mich sehr schwach, aber als Nebeneffekt war ich auch nicht mehr so empfindlich, ich schlief einfach ein und mich kümmerte quasi nichts.
      Ich weiß nicht, welche Ursache genau vorliegt, aber ich glaube nicht, dass sich das gar nicht ändern lässt, siehe oben. Die Frage ist, wie kann man das forcieren, ohne Schäden in Begleitung und eben am besten langfristig ausgelegt.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • @Lex
      Welche Substanzen wären das?
      Gras funktioniert bei mir übrigens nicht, ich habe auch leider eine Prädisposition für Schizophrenie.
      Ich hatte da so an Tee gedacht, gibt ja sowas für Nervenberuhigung, hilft jemandem sowas?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Wie gesagt: wer sich pernanent unter Downer setzt, verpasst das Leben und gibt sich selbst auf, verpasst sich selbst quasi. Wer ist man, wenn man nicht mehr richtig wahrnehmen, denken und empfinden kann? Auch das Unfallrisiko wäre dadurch viel zu groß.

      Was du eigentlich möchtest ist selektiv nur das zu deckeln, was du tatsächlich als zu stark empfindest (so dass du es noch immer wahrnimmst aber weniger laut und / oder weniger unangenehm empfunden) Aber so etwas gibt es leider nicht.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Cloudactive wrote:

      Ich nahm mal starkes Antibiotika und fühlte mich sehr schwach, aber als Nebeneffekt war ich auch nicht mehr so empfindlich, ich schlief einfach ein und mich kümmerte quasi nichts.
      Da könnte aber eher die zugrunde liegende Krankheit für die Erschöpfung und den hohen Schlafbedarf verantwortlich gewesen sein.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Cloudactive wrote:

      @Lex
      Muss ja nicht komplett auf normal, aber wenigstens ein wenig!
      In vielen Momenten wäre mir das sehr viel wert.
      Solche Momente kennen hier viele, glaube ich. Gleichwohl kann ich Lex nur beipflichten:

      Lex wrote:

      Wie gesagt: wer sich pernanent unter Downer setzt, verpasst das Leben und gibt sich selbst auf, verpasst sich selbst quasi. Wer ist man, wenn man nicht mehr richtig wahrnehmen, denken und empfinden kann?
      Achtung, eigene Sprache!
    • Also, ehrlich gesagt, ist es mir lieber, nicht richtig ich selbst zu sein in meiner Wahrnehmung, weil meine normale Wahrnehmung einfach sucked. Es würde mich wahrscheinlich auch zu einem besseren Menschen machen, wenn mir alles gedämpft wird.
      Diesbezüglich würde ich sofort eine Pille schlucken, die das heilt.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • @Cloudactive
      Weißt Du noch wo die Reportage lief? Wenn es im TV lief, könnte ich es vielleicht in der Mediathek finden.

      Wenn es um Tee geht, schau mal hier:

      de.wikipedia.org/wiki/Indisches_Basilikum#Pharmakologie

      Unter Pharmakologie, 4ter Absatz. Meine Tochter testet das zur Zeit. Erfolg? Naja, mehr als 1-2 Tassen bekommt man nicht runter (ich teste auch). Keine Ahnung in welchen Mengen das getrunken werden muß, damit es einen Effekt hat. So ist es dann einfach ein herber Kräuter-Tee.
    • @Cloudactive mein Tipp ist nicht gerade gut, hilft vielleicht nicht jedem und macht auch noch Arbeit, aber ich versuche neuerdings, nicht die Geräusche zu fokussieren, die mich stören und konzentriere mich nach Möglichkeit auf etwas anderes, wenn da nichts ist, nehme ich meinen Atem. Am Anfang war das wirklich schwierig aber mit der Zeit wird es besser und auch immer einfacher. Es hilft auch, das ohne Bedarf zu üben, dann klappt es im Notfall besser. Ich filtere also bewusst, worauf ich mich konzentriere, mehr ist das nicht. Aber immerhin hat es keine Nebenwirkungen
    • Diamant wrote:

      @Cloudactive mein Tipp ist nicht gerade gut, hilft vielleicht nicht jedem und macht auch noch Arbeit, aber ich versuche neuerdings, nicht die Geräusche zu fokussieren, die mich stören und konzentriere mich nach Möglichkeit auf etwas anderes, wenn da nichts ist, nehme ich meinen Atem. Am Anfang war das wirklich schwierig aber mit der Zeit wird es besser und auch immer einfacher. Es hilft auch, das ohne Bedarf zu üben, dann klappt es im Notfall besser. Ich filtere also bewusst, worauf ich mich konzentriere, mehr ist das nicht. Aber immerhin hat es keine Nebenwirkungen
      Aus psychologischer Sicht ist es ein sehr guter Rat und eigentlich das einzig Wirksame.

      Als Hypnotiseurin würde ich genau das in der Sitzung versuchen. Dein Unterbewusstsein bitten, dass es dir hilft, dich in solchen Momenten auf die anderen körperlichen Empfindungen zu konzentrieren.
    • Sammellinse wrote:

      Wenn es um Tee geht, schau mal hier:

      de.wikipedia.org/wiki/Indisches_Basilikum#Pharmakologie

      Unter Pharmakologie, 4ter Absatz. Meine Tochter testet das zur Zeit. Erfolg? Naja, mehr als 1-2 Tassen bekommt man nicht runter (ich teste auch). Keine Ahnung in welchen Mengen das getrunken werden muß, damit es einen Effekt hat. So ist es dann einfach ein herber Kräuter-Tee.
      Ich trinke den schon seit mindestens 5 Jahren, im Schnitt täglich eine Tasse, im Winter auch mal 2-3
      Außer einer vielleicht vorhandenen spirituellen Wirkung durch Glauben habe ich aber keine Effekte in Richtung Reizempfindlichkeit bemerkt.
      Nach herbem Kräutertee schmeckt es aber überhaupt nicht - wer es nicht kennt, wird es für Minze halten.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Das mit dem Fokussieren geht schlecht durch die Konzentrationsstörung.
      Meine Konzentration ist meistens sehr labil durch Lärm.
      Ich weiß auch nicht, wie das funktioniert bei anderen, aber, wenn ich mich auf meinen Atem konzentriere, kriege ich trotzdem alles andere ebenfalls mit, akustisch. Visuell nur nicht.
      Man kann sich das so vorstellen, dass ich meinem Arbeitsspeicher nicht einfach nur einen Prozess Vorrang geben kann, sondern viele Prozesse den Speicherplatz für sich beanspruchen, gleichzeitig, nahezu gleichrangig.
      Lärm allerdings ziemlich starken Anteil einnimmt und Energie fordert.
      Es kann durchaus irgendein psychischer Mechanismus sein.
      Ich weiß nicht mehr, ob das mit MPH besser war.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Natürlich kriegst du es immer noch mit. Es wird nicht weggezaubert...
      es geht nur darum, den Leidensdruck zu verringern. Und natürlich geht es bei richtig hoher Lautstärke nur sehr begrenzt.

      Ich würde sagen, es nimmt so ungefähr die Spitzen weg, so wie ein Schmerzmittel bei richtig starken Schmerzen. Die Schmerzen sind noch da, aber etwas erträglicher...

      10% weniger würde ich schätzen.
    • Cloudactive wrote:

      Sammellinse wrote:

      @Cloudactive
      Weißt Du noch wo die Reportage lief? Wenn es im TV lief, könnte ich es vielleicht in der Mediathek finden.
      rtl.de/cms/kann-bernd-fuchs-se…-ueberwinden-4369290.html
      Ja, klar, kann das fake sein, aber ich kann ja hoffen. :roll:
      Angst ist etwas völlig anderes, weil sie nicht auf Sinneseindrücken beruht. Angst bzw Phobien sind mit Hypnose schnell und gut behandelbar, wenn der Betroffene es wirklich will (die meisten wollen ihre Ängste behalten).

      Das geht mit Sinneswahrnehmungen nicht so einfach, weil sie real sind. Die Angst entsteht dagegen nur in unserem Kopf.