Online Umfrage der Abteilung Pädagogische Psychologie, Universität Bern: Teilnehmer/-innen gesucht!!!

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    • Online Umfrage der Abteilung Pädagogische Psychologie, Universität Bern: Teilnehmer/-innen gesucht!!!

      Geschätzte/r User/in,

      vielen herzlichen Dank allen, die vor einer Weile an der Studie zu Prüfungsangst und Autismus der Abteilung Pädagogische Psychologie der Universität Bern teilgenommen haben. Es konnten erste wertvolle Erkenntnisse zu Autismus im Zusammenhang mit Prüfungsangst gewonnen werden. Um hilfreiche Forumskommentare aufzugreifen und damit einen nächsten Forschungsschritt zu machen, führen wir nun direkt eine Folgestudie durch. Bei dieser wird jetzt zwischen mündlichen und schriftlichen Prüfungen unterschieden. Wir sind dabei erneut auf Ihre Mithilfe angewiesen.

      Teilnehmen kann jede/r, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Die Teilnahme an unserer ersten Studie zu Autismus und Prüfungsangst ist weder eine Voraussetzung noch ein Hindernis bei dieser Folgestudie mitzumachen.

      Es werden Fragen zur Prüfungsangst gestellt. Zudem kommen Fragen zu Ihrer Wahrnehmung und Ihrem Verhalten vor. Wie bei der ersten Studie ist die Teilnahme anonym. Daher können wir die Daten der beiden Studien nicht miteinander verbinden. Somit benötigen wir manche Angaben von Ihnen erneut (z.B. Alter, Geschlecht, Fragen zur Diagnose, zur Wahrnehmung etc.), auch wenn Sie manches bei der ersten Studie schon einmal angegeben hatten.

      Wenn die Folgestudie abgeschlossen ist, werden wir die Befunde beider Studien hier posten und unser Vorgehen erklären. Der Grund, weshalb wir die bereits vorhandenen Ergebnisse noch nicht gepostet haben, ist, dass die Folgestudie davon unbeeinflusst bearbeitet werden sollte.

      Unter folgendem Link können Sie an der Umfrage, die etwa 5-10 Minuten in Anspruch nimmt, teilnehmen:

      ww3.unipark.de/uc/Autismus/Pruefungsangst/

      Für Fragen und/oder Anregungen stehen wir Ihnen gerne unter app@edu.unibe.ch zur Verfügung.

      Vielen Dank für Ihren geschätzten Beitrag zur wissenschaftlichen Erkenntniserweiterung!

      Prof. Dr. Alex Bertrams & das Team der Abteilung Pädagogische Psychologie (APP)
    • Die ganzen Fragen erinnern mich eher an ADHS...
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ich habe an der Umfrage teilgenommen.
      Es verhält sich bei mir so, dass ich schriftliche Prüfungen eher leicht schaffe, hingegen bei mündlichen Prüfungen mich eine Art Starre befällt, so dass ich nur sehr mühevoll auf das angeeignete Wissen Zugriff habe oder teilweise gar kein Zugriff darauf habe.
      Ich erwähne dies, da es dahingehend keine Frage gab und dies eventuell viele betrifft.
    • Die einzige mögliche Ablenkung in Prüfungen scheinen in dieser Umfrage die eigenen Gedanken zu sein, oder?
      Die stören mich nun am wenigsten. Es sind die ganzen Umgebungsreize, die ablenken - vor allem mündlich - darüber wurde fast nichts gefragt.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Ewig suchender Michael wrote:

      Ich habe an der Umfrage teilgenommen.
      Es verhält sich bei mir so, dass ich schriftliche Prüfungen eher leicht schaffe, hingegen bei mündlichen Prüfungen mich eine Art Starre befällt, so dass ich nur sehr mühevoll auf das angeeignete Wissen Zugriff habe oder teilweise gar kein Zugriff darauf habe.
      Ich erwähne dies, da es dahingehend keine Frage gab und dies eventuell viele betrifft.
      Bei mir ist es auch so.
      Schriftliche Prüfungen schaffe ich ziemlich locker, auch wenn ich meine Wissenslücken kenne.
      Bei mündlichen Prüfungen verfalle ich ebenfalls in Schockstarre und bekomme ein Blackout. Also ein ausgeprägte Stressreaktion. Hm, ich meine Mal gelesen zu haben, dass die Amygdala bei Autisten stärker aktiv ist. Das in Kombination mit einer sozialen Situation (der mündlichen Prüfung), in der wir ja sowieso schon viel denken und umsetzen müssen, könnte ein Grund für eine so hohe Stressbelastung sein, dass wir erstarren. Das könnte man mal untersuchen ;)
    • Bei mir ist es eine Mischung aus dem:

      Ewig suchender Michael wrote:

      Es verhält sich bei mir so, dass ich schriftliche Prüfungen eher leicht schaffe, hingegen bei mündlichen Prüfungen mich eine Art Starre befällt, so dass ich nur sehr mühevoll auf das angeeignete Wissen Zugriff habe oder teilweise gar kein Zugriff darauf habe.
      und dem:

      Garfield wrote:

      Es sind die ganzen Umgebungsreize, die ablenken

      Ich bekomme bei mündlichen Prüfungen leider sehr schnell Blackouts, wodurch ich nicht mehr auf mein Wissen zugreifen kann und den Rest erledigen dann die äußeren Reize. Bei schriftlichen Prüfungen bekomme ich in der Regel keine Blackouts und kann daher auch problemlos auf mein Wissen zugreifen, aber die äußeren Reize lenken mich dabei auch z.T. sehr stark ab. Allerdings in abgeschwächter Form, da der Blick ja eher aufs Papier gerichtet ist und mich zumindest Bewegungen und andere visuelle Reize dann nicht ganz so leicht ablenken.
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Ich konnte mich bei schriftlichen Prüfungen meist gut konzentrieren und habe dort vor lauter Fokus keine Umgebungsreize mehr mitbekommen, meistens jedenfalls.
      Vor mündlichen Prüfungen war ich immer extrem nervös, aber einen Blackout habe ich eigentlich nicht bekommen.
      Alles wird galaktisch gut.
      • Ich habe weder bei mündlichen noch bei schriftlichen Prüfungen Probleme. Nur wenn ich ein Thema schlecht oder garnicht beherrsche, ist mir es peinlich, die Zeit des Prüfers zu beanspruchen, um mein Nichtwissen zu demonstrieren. Ich sage dann gleich, dass ich es nicht kann, und wenn der Prüfer dann meint, ich solle trotzdem erzählen, was mir einfällt, bekomme ich wegen der Stille Panik. Es ist so, dass mir beim Nichtwissen das Skript fehlt, was ich sagen könnte, so dass ich verstumme. Das setzt mich unter Druck, denn ich habe immer das Gefühl, ich müsse trotzdem irgendwas sagen und weiß nicht was. Bzw. wird es in dieser Situation ja auch tatsächlich erwartet. Aber erschwerend ist dann, dass ich es als besonders schlimm empfinde, es nicht zu versuchen, indem ich irgendwas sage. Das Versagenserleben geht über das bloße Nichtbestehen der Prüfung hinaus, als Gefühl des gänzlichen, absoluten Versagens. Das kommt wohl daher, dass ich als Kleinkind sprachlos war und mir das als etwas ganz Schlimmes attestiert wurde und ich Angst hatte, jederzeit deswegen von meinen Eltern getrennt zu werden (Heim).
      • Bin auch ein Mensch, der in unsicheren Gesprächs - Situationen entweder das Thema auf etwas lenkt, wo er sich auskennt, um das Gespräch damit zu dominieren oder ganz still zu sein.
      • Bei praktischen Prüfungen habe ich wegen des Beobachters große Angst. Ich bin ungeschickt und wurde deswegen belächelt und musste dafür früher in Therapie. Oder es hieß „stell dich nicht so an!“. Dann werde ich noch ungeschickter, und bekomme zusätzlich Wortfindungsstörungen oder verliere vorübergehend ganz die Sprache. Ich denke oft, dass die anderen eh denken, dass ich es nicht könnte, obwohl ich es in Wirklichkeit kann. Dass andere nicht daran glauben, dass ich etwas könne. Dass ich wegen meiner Ungeschicklichkeit stigmatisiert werde. Vor meiner praktischen Fahrprüfung bin ich zusammengesackt, und mein Fahrlehrer fing mich rechtzeitig auf. Ich zitterte dann noch immer. Zum Glück bekam es der Prüfer nicht mit, und ich bestand darauf, die Prüfung schnellstmöglich hinter mich zu bringen. Hatte es dann auch geschafft.
      "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein."
      - Albert Einstein -

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    • ich habe teilgeommen,
      und bemerkt, dass ich
      starke Prüfungsangst habe.

      Seltsam ist, dass auch die xte sehr gut abgelegte Prüfung die Angst nicht beschwichtigt, sondern noch schlimmer macht.

      Nicht : " Jetzt hast du gute Prüfungen gemacht und wirst auch die nächste gut bestehen!"
      sondern eher : "O nein, jetzt erwarten wieder alle so viel von mir ....." x(

      Ich fand die Fragen auch mehr Richtung ADHS,
      für mich war beispielsweise immer wichtiger:

      - Kenne ich den Prüfungsraum?
      - Kann ich irgendwo an der Wand sitzen ? ( Nicht an der Tür, nicht am Fenster)
      - Kenne ich einen oder mehrere Prüfer und schätzen die mich? - dann schaue ich am Anfang nur sie an
      - Gibt es Zuhörer in meinem Rücken ? ( ganz schlecht)
      - Habe ich das Thema gut verstanden und vorbereitet?
      - Zeit ! (großes Problem, den Zeitrahmen einzuhalten und die Zeit bei schriftl. Prüfungen einzuteilen)
      - bei schriftlich : Gibt es Mitprüflinge, die husten, schniefen oder sonst etwas tun - irritiert ?
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony: