Aktivismus Neurodiversität

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    • Aktivismus Neurodiversität

      Gibt es bei euch Leute, die sich diesbezüglich einsetzen? Ich möchte mich mehr für das Thema engagieren und frage mich, ob es hier Gleichgesinnte gibt.
      Themenschwerpunkte sind für mich: - Aufklärung
      -Kritik an selektiver Abtreibung
      -Abschaffung von Heimen
    • Möglich wäre zum Beispiel eine WG aus Autisten, die zusammenleben und sich gegenseitig helfen, jedoch würde es keinen von außen bestimmten Tagesplan geben, sondern es wäre selbstbestimmt.

      Das klingt nach nicht guten Erfahrungen mit der vorigen Familie?

      Eine weitere Möglichkeit wäre die persönliche Assistenz.

      Ich könnte mir nie vorstellen, in einem Heim zu leben. Da würde ich vermutlich psychisch krank werden. Fremdbestimmt und viel zu wuselig. Dann irgendwelche Erzieher, die mich zutexten und fremdbestimmte Tagespläne an die ich mich halten müsste. Das wäre für mich der absolute Horror.
    • Hundertwasser wrote:

      Ich könnte mir nie vorstellen, in einem Heim zu leben. Da würde ich vermutlich psychisch krank werden. Fremdbestimmt und viel zu wuselig. Dann irgendwelche Erzieher, die mich zutexten und fremdbestimmte Tagespläne an die ich mich halten müsste. Das wäre für mich der absolute Horror.
      Ja das ist schon eine Herausforderung für so manchen.
      Ich empfand die Pläne eher als eine Erleichterung, später als ich älter war, wurde auch mit einem zusammen der Plan erarbeitet, man soollte ja schon in richtung selbstständig erzogen werden.
      Ich hatte da auch mein eigenes Zimmer das ich sogar abschließen konnte, also man war jetzt nicht gezwungen ständig mit Aufsicht in einem Gemeinschaftsraum mit anderen was zu machen.
      Mir hatte das Heim damals geholfen Freundschaften zu mehreren anderen zu finden was mir vorher nie gelungen ist.


      Hundertwasser wrote:

      Möglich wäre zum Beispiel eine WG aus Autisten, die zusammenleben und sich gegenseitig helfen, jedoch würde es keinen von außen bestimmten Tagesplan geben, sondern es wäre selbstbestimmt.
      Soetwas gibt es glaube ich sogar aber das sind so geringe Nieschen das es schwer ist selber in sowas zu kommen.
      Ich finde die Idee aber auf jeden fall gut wenn da ein Gemischtes Team ist, die Leute müssen sich dann gegenseitig helfen.
      Man braucht quasi dann auch Autisten die die Probleme der anderen verstehen und lösen können, und das bedeutet auch Behördengänge machen oder sowas aber diese Autisten wird man denke ich gerade unter den Autisten selten finden.
    • Hundertwasser wrote:

      eine WG aus Autisten, die zusammenleben und sich gegenseitig helfen
      Stelle ich mir schwierig vor, wenn in der WG auch nonverbale Autisten mit schwerwiegend selbst- und fremdverletzendem Verhalten wohnen sollen, weil es für sie keine Heime mehr gibt....

      Du als erwachsener hochfunktionaler Autist musst normalerweise eh nie ins Heim, vor allem wenn du es nicht selbst willst, aber lasse sie doch denen, die dort gut versorgt sind und sonst niemanden haben.
      Ist es nicht egoistisch und kurzsichtig, etwas abschaffen zu wollen, von dem man selber wahrscheinlich nie betroffen sein wird, andere aber schon? Dann einfach über deren Köpfe hinweg entscheiden zu wollen, was gut für sie ist, finde ich nicht okay.

      Übrigens wird es ab 2020 keine offiziellen vollstationären Wohnformen mehr geben; die Trennung ambulant-stationär soll durch das Bundesteilhabegesetz aufgehoben werden. De Facto leben die Leute, die bisher in Heimen gelebt haben, aber auch ab 2020 weiterhin in ihrer vertrauten Wohnform. Sie heißt dann nur anders und ist etwas anders organisiert.

      Auf eine Aufklärung durch andere, über das was ich habe, kann ich auch verzichten, das mache ich lieber selbst. Sonst muss ich hinterher wieder lesen, dass Autismus ja keine Behinderung sei und ähnliche Weisheiten.

      Du merkst, Aktivisten sind mir eher unsympathisch. Mir wäre es oft lieber, sie würden einfach mal die Klappe halten.
      Sorry.
      Alles wird galaktisch gut.

      The post was edited 1 time, last by Shenya ().

    • @Shenya Fragst Du Dich nie, warum sie sich selbst verletzen? Es hat einen Grund, warum sie das tun. Sie leiden!

      Wenn ein Autist von sich aus in einem Heim leben möchte, werde ich es ihm natürlich nicht verbieten. Mir geht es um Autisten, die fremdbestimmt in einem Heim gelandet sind und eigentlich dort gar nicht leben wollen.

      Ist es nicht egoistisch, Kanner-Autisten in Heime zu stecken, die gar nicht dort leben möchten? Und weißt Du woher ich das weiß? Ich kommuniziere ganz einfach mit ihnen.
    • Hundertwasser wrote:

      Wenn ein Autist von sich aus in einem Heim leben möchte, werde ich es ihm natürlich nicht verbieten. Mir geht es um Autisten, die fremdbestimmt in einem Heim gelandet sind und eigentlich dort gar nicht leben wollen.

      Ist es nicht egoistisch, Kanner-Autisten in Heime zu stecken, die gar nicht dort leben möchten? Und weißt Du woher ich das weiß? Ich kommuniziere ganz einfach mit ihnen.
      Dem stimme ich zu, keiner sollte dort unfreiwillig leben oder wenn er dafür nicht geschaffen ist bzw wenn dort Dinge mit einem gemacht werden, mit denen man nicht klar kommt. Das ist ja für beide Seiten am ende auch nicht gut weil 1. der Mensch der Hilfe braucht sich wehrt, unzufrieden ist etc und leidet wie du sagst und 2. die Mitarbeiter deswegen gestresst, genervt etc sind und die anderen Heimbewohner das auch spüren.
      Wir hatten damals sojemanden im Heim den keiner leiden konnte weil wir alle unter seinem Verhalten gelitten haben.
      Keiner wusste was der hatte, der war sehr impulsiv, behauptete oft das er das garnicht wolle, er hatte sich normalerweise freundlich verhalten, konnte aber von einer auf die andere Sekunde böse, gewalttätig und fies werden und man hatte das gefühl das er das absichtlich tat weil es keinen Auslöser dazu zugeben schiehn. Er fing dann an Dinge von anderen kaputt zu machen oder einen auch zu schlagen und anzugreifen. Die Erzieher waren von ihm genervt, manchmal mussten wir alle früher ins bett nur weil er uns transalierte.
      Ich fand ihn völlig fehl am Platz weil keiner wusste was er hatte. Ich fand er gehörte eher auf die Geschlossene wo richtige Pfleger da waren die übergriffige Kinder ruhig stellen konnten und auch richtige Ärzte auf der Station sind die sich wirklich mit psychischen Krankheiten auskennen. Wir hatten in dem ganzen Heim nur einen Psychologen der scheinbar mehr darauf bemüht war die Kinder wieder zurück zu den Eltern zu führen und Probleme eher verharmloste. In meinem Bericht hieß es ja auch das ich definitiv autistisches Verhalten zeige, aber es wurde ohne Begründung gesagt das man ein Aspergersyndrom bei mir nicht sehen würde.
    • Es hat alles seine Berechtigung, auch Heime.
      Was nicht heisst, dass nicht mehr Alternativen geschaffen werden sollen für alle, für die sich das besser eignet.
      Das finde ich auch, grundsätzlich.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • Hundertwasser wrote:

      Fragst Du Dich nie, warum sie sich selbst verletzen? Es hat einen Grund, warum sie das tun. Sie leiden!
      Also ich kenne einen frühkindlichen Autisten, der verletzt sich und andere in jeder Umgebung, auch zu Hause bei seinen Eltern.
      Das kannst du mit Vorstellungen aus dem Wolkenkuckucksheim nicht ändern.
      Und ja, er braucht Medikamente, die tun ihm gut, machen ihn ruhiger (hast du schon mal selbst ein Medikament genommen zum Ruhiger Werden? Ich find's angenehm, weniger wahrzunehmen), und es gibt auch einen Beschluss zur geschlossenen Unterbringung, da er sonst weg und auf die Straße läuft, ohne auf irgendwas zu achten.

      Hundertwasser wrote:

      Wenn ein Autist von sich aus in einem Heim leben möchte, werde ich es ihm natürlich nicht verbieten.
      Wenn es aber keine Heime mehr gibt, hat er keine andere Wahl. Das ist dann auch Fremdbestimmung.

      Hundertwasser wrote:

      Mir geht es um Autisten, die fremdbestimmt in einem Heim gelandet sind und eigentlich dort gar nicht leben wollen.
      Die, die keine Betreuung haben, können selbst entscheiden. Oben von mir erwähnter Autist ging nicht freiwillig ins Heim (war zu der Frage auch nicht entscheidungsfähig), allerdings waren seine Eltern mit den Nerven am Ende, nach 22 Jahren Aufopferung. Sie hatten es nicht leicht, sie wollten ihn nicht ins Heim geben, aber es ging nicht anders. Und inzwischen hat er sich dort eingewöhnt und hat sicher eine bessere Förderung als zu Hause. Die Heime sind keine reinen Verwahranstalten, sondern Orte, wo auch gefördert wird. Seine Heimkosten belaufen sich auf 8000 EUR pro Monat.
      Dass jemand wie er in einer Autisten-WG lebt und von anderen Autisten versorgt wird, ist nicht vorstellbar.
      Aber nur um das zu beweisen würde ich sowas gerne mal sehen. Der oben erwähnte Autist schmiert auch mit Kot und Speichel, ich weiß nicht, wie ein hochfunktionaler Autist das finden würde, wenn er vollgesabbert wird. Wenn ich hier so manchmal die Empfindlichkeiten lese, kann ich mir das eher nicht vorstellen.

      Hundertwasser wrote:

      Ich kommuniziere ganz einfach mit ihnen.
      Sorry, hierzu könnte ich nur eine sehr sarkastische Antwort schreiben, daher kein Kommentar dazu.

      Ich klinke mich jetzt aus, damit andere Leute noch was anderes schreiben können. Es ist ja nur meine Meinung.
      Alles wird galaktisch gut.
    • @Shenya Ich nehme keine Medikamente. Meine Söhne auch nicht. Möchten sie nicht.

      Ich beurteile es nicht aus „Wolkenkuckucksheim“ sondern aus dem Zusammenleben mit einem Kanner-Autisten. Ich frage mich wie das kommt, dass mein Sohn früher auch Kot an die Wand schmierte, sich selbst verletzte und andere verletzte. Warum wurde das dann besser, nachdem ich ihn verstanden habe und wir gemeinsam! sein Umfeld barrierefrei gestalteten. Ich find es komisch, dass es genauso eintrat wie die erwachsenen Kanner-Autisten es vermuteten und Du glaubst, dass es da überhaupt keinen Zusammenhang gibt zwischen dem Umfeld und dem Verhalten eines Menschen?
      Ich sage nur, dass man versuchen muss, die Lebensumstände zu verbessern, damit die Kanner-Autisten nicht so viel leiden müssen. Was ist daran bitte verkehrt. Denk daran, dass Du es aus einer bequemen Position heraus berurteilst, denn Du bist nicht davon abhängig, welche Attribute Dir andere Personen zuschreiben.
    • Hundertwasser wrote:

      Ich frage mich wie das kommt, dass mein Sohn früher auch Kot an die Wand schmierte, sich selbst verletzte und andere verletzte. Warum wurde das dann besser, nachdem ich ihn verstanden habe und wir gemeinsam! sein Umfeld barrierefrei gestalteten. Ich find es komisch, dass es genauso eintrat wie die erwachsenen Kanner-Autisten es vermuteten und Du glaubst, dass es da überhaupt keinen Zusammenhang gibt zwischen dem Umfeld und dem Verhalten eines Menschen?
      Ich sage nur, dass man versuchen muss, die Lebensumstände zu verbessern, damit die Kanner-Autisten nicht so viel leiden müssen. Was ist daran bitte verkehrt. Denk daran, dass Du es aus einer bequemen Position heraus berurteilst, denn Du bist nicht davon abhängig, welche Attribute Dir andere Personen zuschreiben.
      Das klingt sehr interessant, darüber , also wie du es gemacht hast, würde ich gerne mehr erfahren. Und über deine Kommunikation auch.


      Hundertwasser wrote:

      Möglich wäre zum Beispiel eine WG aus Autisten, die zusammenleben und sich gegenseitig helfen, jedoch würde es keinen von außen bestimmten Tagesplan geben, sondern es wäre selbstbestimmt.
      Fände ich schwierig, weil ich als Asperger gerade so mit mir selbst klar komme und nicht die Energie habe, anderen noch zu helfen. Und ich bin auf Probleme und Ausnahmezustände anderer sehr durchlässig , es bedrückt und überfordert mich.
      Wenn WG , täte ich lieber in einer gemischten WG leben , also mit sehr verschiedenen Leuten, und nicht alle sollten ein Problem haben.



      Hundertwasser wrote:

      Ich nehme keine Medikamente. Meine Söhne auch nicht. Möchten sie nicht.
      Im Gegensatz zu @Shenya haben auf mich die Medikamente eine ungute Wirkung. Das chemische Runterdämmen der Reize führt zu Angst und Panik .Andere Arten von Reizabschirmung - Ruhe, Dunkelheit, Natur , Stille tun mir dagegen sehr gut.
      Wie ist das bei deinen Kindern? Wie alt sind sie?


      Hundertwasser wrote:

      -Kritik an selektiver Abtreibung
      Warum?
      Muss doch jede Mutter selbst wissen, mit was sie klar kommt. Eine Abtreibung ist evtl. besser als Kindesmisshandlung und Vernachlässigung später oder eine psychisch kranke Mutter wegen Überlastung und Burnout, zumindest wenn man es vorher bestimmen kann.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • Shenya wrote:

      Du als erwachsener hochfunktionaler Autist musst normalerweise eh nie ins Heim, vor allem wenn du es nicht selbst willst, aber lasse sie doch denen, die dort gut versorgt sind und sonst niemanden haben.
      Ist es nicht egoistisch und kurzsichtig, etwas abschaffen zu wollen, von dem man selber wahrscheinlich nie betroffen sein wird, andere aber schon? Dann einfach über deren Köpfe hinweg entscheiden zu wollen, was gut für sie ist, finde ich nicht okay.
      :thumbup: :thumbup: :thumbup: Super Beitrag, sehe ich ganz genauso.

      Hundertwasser wrote:

      Wenn ein Autist von sich aus in einem Heim leben möchte, werde ich es ihm natürlich nicht verbieten. Mir geht es um Autisten, die fremdbestimmt in einem Heim gelandet sind und eigentlich dort gar nicht leben wollen.
      Also oben schriebst du noch von der Abschaffung von Heimen. So gesehen ist das jetzt ein Widerspruch. - Also nur ein paar Heime abschaffen, oder?

      Hundertwasser wrote:

      es genauso eintrat wie die erwachsenen Kanner-Autisten es vermuteten
      DIE erwachsenen Kanner-Autisten. Das DIE ist vielleicht ein Teil des Problems, den ich bei deiner Argumentation sehe. Es gibt einfach nicht DIE Kanner-Autisten, auch die sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Warum schaust du nicht einfach, dass es deinen Kids gut geht? Warum maßt du dir an, für DIE Kanner-Autisten handeln zu müssen?
      Surprised by the joy of life.
    • Rhianonn wrote:

      Warum?
      Muss doch jede Mutter selbst wissen, mit was sie klar kommt. Eine Abtreibung ist evtl. besser als Kindesmisshandlung und Vernachlässigung später oder eine psychisch kranke Mutter wegen Überlastung und Burnout, zumindest wenn man es vorher bestimmen kann.
      Ich glaube was er damit meinte war die "Auslese" ein Kind nur deswegen abzutreiben weil man kein Kind mit Behinderung will. Nicht weil man mit dem Kind überfordert wäre wegen der Behinderung. Es gibt eben auch viele Menschen die kein Kind lieben können das nicht annähernd normal ist oder angeborene Makel hat, traurig aber wahr.
      Viele entscheiden sich genau aus dem Grund auch gegen die Abtreibung weil sie es nicht richtig finden ein Kind nicht lieben zu wollen nur wegen einer Behinderung.
    • Hundertwasser wrote:

      -Abschaffung von Heimen
      Nimmst Du die Leute dann bei Dir auf, die kein Zuhause mehr haben, wenn es keine Heime mehr gibt?

      Und warum eigentlich noch ein 2. Thread zu diesem Thema?
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Autisten, die sich gegenseitig helfen. :roll:
      Hoffentlich läuft es dort dann besser als dort, wo Autisten sich in virtuellen Räumen gegenseitig helfen oder besser gesagt "zerfleischen". :d
      Neurodiversität, schönes Wort, aber leider beobachte ich dort, wo sie gepredigt wird gar nicht mal so selten eher Nondiversität und das bereits in den eigenen Reihen.

      Ich vermute, dass Autipolitik berücksichtigen müsste, dass die Menschen im Spektrum quasi seit Urzeiten, grob, der Einfachheit so formuliert, in Leid und Pride gespalten sind. Ich denke ansonsten, dass es massive Unterschiede in diesem Spektrum gibt und das nicht nur auf der Strecke zwischen BAP und LFA, sondern bereits bei AS/HFA. Diesen Umstand müsste eine Autipolitik imo daher berücksichtigen und ich glaube das ist auch ein Grund, weshalb es quasi nie DEN "Autism speaker" gibt, der eben alle glücklich halbwegs vertritt und repräsentiert.
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read
    • Hundertwasser hat ja woanders schon ihre Abmeldung bekannt gegeben. Eigentlich schade. Ich hätte es schon gut gefunden, jemandem mit ihrer Meinung den Eindruck zu vermitteln, dass hier Platz ist für ihn /sie.

      Die "Abschaffung von Heimen" wurde ja heftig kritisiert. Dabei hat die TE nur ein Thema genannt (eben "Abschaffung von Heimen"), ohne zu fordern, dass grundsätzlich alle Heime abgeschafft werden. Das geht ja auch gar nicht. Aber grundsätzlich ist die Forderung nach Abschaffung von Heimen doch ein legitimer Gedanke, der Platz macht für die Überlegung nach anderen Wohn- und Betreuungsformen. Beispiel Altenheime: Kein Mensch will sie völlig abschaffen. Aber Offenheit im Denken hat dazu geführt, dass es mittlerweile sogar Wohngemeinschaften für demente Menschen gibt, dass Pflegemöglichkeiten zuhause erweitert wurden, dass es Mehrgenerationenhäuser entstanden sind und und und.

      Warum soll man im Fall von Autisten, bei denen eine Intelligenzminderung orliegt und die verstärkte Betreuung brauchen, nicht auch üher solche und andere Alternativen zum klassischen Heim nachdenken? Gleich abbügeln (RW) halte ich für wenig offen. Und auch der dritte Punkt aus Hundertwassers Themenliste ("Kritik an selektiver Abtreibung") ist einer, den man hier im Forum auch eingehender diskutieren könnte.
      Mein Grundgesetz = "Ein Grundgesetz, in dem Humanität, Teilhabe und Glücksstreben noch expliziter festgeschrieben stehen."
      (Jagoda Marinic, Frankfurter Rundschau vom 23. Mai 2019, dem 70. Jahrestag des GG der BR Deutschland)
    • Das Wort Abschaffung impliziert "alle".
      Sonst wäre es ja nur eine Reduzierung.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.