Frage an aspies

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Bei mir läuft es über den Laptop. Da ich den Laptop den ganzen Tag an habe, kriege ich auch alle Erinnerungen mit. Ist wirklich manchmal auch nervig, aber es hilft, Dinge regelmäßig zu machen, und wenn man das tut, dann werden sie irgendwann zur Gewohnheit. Dann muss man nicht mehr so viel darüber nachdenken.

      Aber da muss jeder seinen eigenen Weg finden, und ich bin auch noch am Suchen.
      Der Punkt ist nur, dass Routinen vieles erleichtern, aber dazu muss man sie erst einüben.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Der Punkt ist nur, dass Routinen vieles erleichtern, aber dazu muss man sie erst einüben.
      Ja das ist definitiv richtig, mir fällt alles auch leichter durch Routinen.
      Ich hab leider manchmal das problem das ich Dinge vergesse weil ich sie auch nicht jeden Tag mache.
      Ich mache zB immer auf die gleiche Weise bei der Frau unten sauber aber ich mache das nur einmal in der Woche und scheinbar sind alle Handgriffe zu komplex um sich jedes mal wirklich exakt in genau der gleichen Reihenfolge zu machen, aber meist klappt es. Ich habe aber auch schonmal was vergessen, vielleicht weil meine Gedanken oft auch woanders sind, ich Lieder im Kopf habe oder sonst was.
      Das gleiche Problem habe ich auch bei Hausarbeiten in der eigenen Wohnung. Ich nehme mir was vor und vergesse es wieder, oder manche Dinge muss ich zwinschendrinn auch unterbrechen weil ich nicht daneben stehen kann bis es fertig ist (die Waschmaschine braucht zB über 2 Stunden und piept nicht wenn sie fertig ist) und in der Zwischenzeit mache ich dann was anderes was auch nicht immer am PC stattfindet und dann gerät das natürlich in vergessenheit.
      Es ist schon sehr oft passiert das ich erst nachts im Bett oder Tage später wieder daran gedacht hab.
      Das einzige was ich eigentlich wirklich routiniert hinbekomme ist immer zur selben Zeit in die Badewanne gehen weil das irgendwie noch am einfachsten ist, denn das kann ich am besten und am einfachsten einplanen weil das zwar nicht jeden Tag passiert, aber sehr regelmäßig und ich dafür auch nicht weggehen muss bzw keine langen Pausen dazwischen liegen. ich höre zudem auch das Wasser laufen also kann ich es nicht vergessen. Heute sollte ich zB die Spülmaschine ausräumen und gespülte Sachen wegräumen. Ich hatte angst das ich es wieder vergesse also hab ich es sofort gemacht nachdem man mir es sagte.
    • Ich lass mich überwiegend vom PC erinnern. Ob die Erinnerung da nun schon den ganzen Tag auf mich wartet, ist ja erst mal egal.
      Denn den PC nutze ich meisten, wenn ich sonst keine anderen Verpflichtungen mehr habe. Und wenn ich dann die Erinnerung sehe, dann mach ich es halt.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Ich mach mir immer 'nen Wochenplan. Da steht für jeden Tag drauf, was ich wann machen soll. Alles in kleine Abschnitte unterteilt. Das Ganze schreib ich auf ein Whiteboard, das gut sichtbar im Flur hängt und ich kann da jeden kleinen Abschnitt abhaken. Erinnerung über Laptop/PC/Handy ist zwar schön und gut, aber da kann man den Alarm einfach ausschalten und - Zack! - aus den Augen, aus dem Sinn. Da ist mir das Whiteboard lieber, denn das ist nicht zu übersehen. An manchen Tagen schaff ich's übrigens sogar, was vorzuarbeiten und hab dann am nächsten Tag mehr Zeit für meine Hobbys. Anfangs klappte das alles noch nicht so gut (weil ich z. B. nicht genau wusste, wofür ich wie lange brauch) und ich musste mir oft selber in den Hintern treten, aber mittlerweile läuft's eigentlich wie geschmiert. Man muss diese Routinen wirklich erst 'ne ganze Weile einüben, bis das auch funktioniert. Also nie vorschnell aufgeben! :)
      "Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen."
      Erasmus von Rotterdam

      The post was edited 1 time, last by Rusty Mike ().

    • Ich habe da auch schon so einiges durch, weil ich mitunter sogar damit Probleme habe, an meine Routinen zu denken und mich hinterher wundere, was ich ausgelassen haben könnte - für mich funktioniert z.B. die Whiteboard-Lösung nicht, weil ich da nicht raufgucke.

      Für mich funktioniert auch die digitale Lösung am besten, in meinem Fall mit Things (leider nur Apple-Universum; ich nutze es auf dem Telefon). Das kann mit wiederholten Aufgaben (zwei Wochen nach Erledigung, jeden Montag und Mittwoch) umgehen (Blumen gießen, ...), was ich vor allem für die Routinen brauche. Ansonsten habe ich das so konfiguriert, dass die wichtigen Sachen als Benachrichtigung kommen, aus der Tagesübersicht verschwinden die erst, wenn sie erledigt sind. Die weniger wichtigen, nicht termingebundenen Sachen (bei Gelegenheit mal den Farn umtopfen, ...) lege ich entweder unter "Irgendwann" ab oder gebe ihnen ein Datum, das bei diesen Sachen auch mal "gerissen" und einfach neu gesetzt werden kann. Funktioniert für mich überraschend gut.
      Bei (Rück-) Fragen oder Bezugnahme bitte zitieren oder mit @ anschreiben, sonst übersehe ich das. —— Wie das Land, so die Witze: Platt. —— Generisches Femininum FTW —— Searching Kim from PLZ 38...
    • Hundertwasser wrote:

      Warum unterstützt aspies.eV eigentlich nicht die Initiative „Daheim statt Heim“? Gibt es dafür bestimmte Gründe?

      Vielleicht deshalb:

      Daheim statt Heim wrote:

      Daheim statt Heim – Altenpflege & Seniorenpflege zu Hause

      Informationen zur Seniorenpflege im eigenen zu Hause.
      Wir freuen uns, dass Sie sich für das Thema „Daheim statt Heim“ interessieren.
      Daheim statt Heim ist eine Webseite zur Verwirklichung des Rechts älterer Menschen auf ein Leben in der eigenen Häuslichkeit und in der Gemeinde statt in der Sonderwelt „Heim“. Wir betrachten uns als Helfer älterer und pflegebedürftiger Menschen und kämpfen für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.
      Setzen auch Sie sich mit uns für ein Leben von behinderten und älteren Menschen Daheim statt Heim ein.
      Offensichtlich geht es bei der Initiative "Daheim statt Heim" in erster Linie um Alten- und Seniorenpflege! Über Autismus ist auf deren Homepage kein einziges Wort zu lesen.
      In DOG We Trust.
    • Es sind vorallem Körperbehinderte gemeint. Diejenigen mit hohem (teuren) Assistenzbedarf.
      Die wollen sie gerne ins Heim abschieben weil es deutlich billiger ist.
      Bei einer 24h-Assistenz hat man mehrere Assistenten. Insgesamt kommt man da auf eine Summe, die ein Heim um Längen übersteigt.
      Eine Bekannte von mir arbeitet als Assistenz und der Betroffene hat nur für die Assistenten Kosten von über 20000 Euro im Monat.
      Den hatten sie auch schon versucht ins Heim abzuschieben. Noch weigert er sich aber standhaft.
      Die 20000 Euro sind wie gesagt in meiner Gegend. Ich möchte nicht wissen was sowas zB in München kostet wo die Löhne viel höher sind als hier auf dem Land.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ich weiß garnicht wie das bei der Frau ist die unter mir wohnt. Selbst als ihr bettlägriger Mann noch da war, kam nicht andauernd jemand der irgendwas machte. Es kam ein ambulanter Pflegedienst der ihn morgens gewaschen hat, aufs Klo half, sonst noch grob anzog und die Windel anlegte. Dann kam irgendwann noch jemand um seine Beine zu verbinden weil er damit durch das Liegen probleme hatte und abends kam halt noch jemand der auch nochmal das mit den Windeln machte. Die Leute haben ihn auch gefüttert.
      Den rest hat seine Frau gemacht, sie hat ihm ständig Essen und Trinken gebracht und in eine Flasche pinkeln lassen, obwohl sie selber gehbehindert ist.
      Jetzt ist er tot, nachdem er für ca einen Monat im Heim war.
      Sie selber hat Leute die auch mehrmals am Tag kommen. Morgens eine um ihr irgendwelche Strümpfe an und aus zu ziehen, und um dabei zu stehen wenn sie sich wäscht, das darf sie garnicht allein. Dann kommt eine andere die ihr Tropfen in die Augen tut und abends kommt dann auch wieder eine um ihr die Strümpfe wieder auszuziehen.
      Ich weiß nicht welchen Pflegegrad sie hat, sie hat es mir mal gesagt, glaube es war 3 aber nicht sicher.
      Sie sagt selber das sie nicht in ein Heim will.