Plätze für Schwerbehinderte in der Bahn

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    • Lefty wrote:

      thelord wrote:

      Nur: Du schreibt ja auch von "extrem überlastet". Und ich stelle die Frage, warum diese Überlastung? Ich habe für mich während der Wartezeit einige Antworten gefunden, und die übelste davon ist abgrundtief bitter.

      Und bei FruchtigBunt haben wir ja auch genug Postings gehabt, die klar machen, dass bei ihr Traumata und Trigger eine gewaltige Rolle spielen.

      Und da liegt der Knackpunkt.
      Ich verstehe den ersten Absatz nicht.
      Ich meine in diesem Zusammenhang Überlastung auf Grund von Außenreizen. Wenn ich Ruhe um mich herum habe, geht es mir gut, da fühl ich mich überhaupt nicht überlastet.

      Was meinst du denn damit, dass du während der Wartezeit Antworten gefunden hast bzw. was für Antworten waren das denn?
      Antworten, die einen Teil des Forums verunsichern würden.

      Ein ganz tief in den Gehirnwindungen vergrabenes Trauma aus Kindertagen, das für den Verlauf meines Lebens (AS hin, AS her) sehr unschöne Folgen hatte. Und die Erkenntnis, dass der Zugriff darauf blockiert wurde, um ein Funktionieren zumindest im Job überhaupt erst möglich zu machen.

      Hat das mit AS was zu tun? Da warte ich nun das Ergebnis der Diagnostik ab.

      Hat das Trauma was mit der totalen Shutdownphase vor anderthalb Jahren bei mir zu tun? Ja


      Gehe ich davon aus, dass Traumata, Mobbing o.ä. auch bei anderen Menschen Auswirkungen auf deren Denken haben? Das erscheint mir zumindest plausibel.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • Darlina wrote:

      Nur mal so als Verständnisfrage: Was ist denn genau in diesem Fall die Erleichterung durch das Sitzen auf den Sitzen für Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis? In Bus und Straßenbahn kenne ich diese Plätze. Im DB-Fernverkehr sind sie mir noch nicht aufgefallen. Was ist an diesen Plätzen so speziell, dass sie in diesem Fall hier eine Erleichterung darstellen? Am freigehaltenen Platz kann es nicht liegen, denn es kann zum Einen ja sein, dass 20 Leute mit Schwerbehindertenausweis einsteigen, es aber nur 18 Plätze gibt und zudem gibt es generell Platzreservierungsmöglichkeiten. Also wirklich nur zum Verständnis: Worin besteht die Erleichterung in diesem Fall durch die Plätze für Menschen mit SB-Ausweis?
      Im ICE gibt es in ganz bestimmten Abteilen Plätze für Schwerbehinderte mit Stellplatz in unmittelbarer Nähe.
      Dort werden Rollstühle etc abgestellt und der Behinderte plus Begleitung setzen sich auf die Plätze. Sofern der Behinderte den Rollstuhl überhaupt verlassen kann. Rollstuhlplätze gibt es leider sehr wenige. Je nach ICE sind diese in der ersten Klasse oder in der zweiten Klasse. Wenn sie in der ersten Klasse sind zahlt man trotzdem nur die zweite Klasse.
      Ohne Reservierung läuft da aber gar nichts. Das muss alles über die Mobilitätszentrale gemacht werden. Dann ist die Reservierung auch in der Regel kostenlos.
      Der Behinderte zahlt übrigens die Karte zu 100%. Es gibt keine Ermäßigung! Die Begleitperson, sofern Merkzeichen B vorhanden, fährt gratis mit.

      Mit Merkzeichen B ist die Reservierung kostenlos. Aber natürlich nicht am Automaten.
      Damit kann man überall resevieren. Auch im bereits angesprochenen Ruheabteil!

      https://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/barrierefrei-verguenstigungen.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0011_-_rs_barrierefrei_NAVIGATION-verguenstigungen_LZ01 wrote:

      Schwerbehinderte Menschen mit Merkzeichen B können bis zu 2 Sitzplätze
      kostenfrei reservieren. Dies gilt auch für schwerbehinderte Menschen und
      Schwerkriegsbeschädigte, die kein gültiges Beiblatt mit Wertmarke
      besitzen.


      Achtung: Dies ist nur über die Mobilitätsservice-Zentrale oder
      in den Verkaufsstellen der DB (DB Reisezentren oder DB Agenturen)
      möglich.

      FruchtigBunt wrote:

      @Darlina
      Das dürfte für jeden Schwerbehinderten anders sein, worin und ob darin eine Erleichterung besteht.

      Ich finde es jedenfalls interessant, dass als erstes Gedanken aufkommen wie "Darf der/die da überhaupt sitzen?" Ich finde diese Gedanken bezeichnend für eine durch Missgunst geprägte Gesellschaft. In der extremen Form hätte ich das hier im Forum nicht erwartet.
      Ich finde das sehr schade.
      Das hat mit Missgungst überhaupt nichts zu tun. Es hat damit zu tun, dass diese Plätze ohnehin rar sind.
      Es ist einfach mehr als nervig wenn Hinz und Kunz meint er müsse solche Plätze nutzen und der körperlich Beeinträchtigte darf dann den nächsten Zug nehmen. Das Verscheuchen kostet nunmal Zeit und die Züge warten nicht. Wer schonmal im Zug oder Bus aufgrund solcher Leute hingefallen ist weiß wovon ich rede.
      Das ist das gleiche wie die Leute, die meinen sie müssten Parkplätze für Schwerbehinderte einfach nutzen. Schließlich haben sie ja einen grünen Ausweis. Nein. Das ist auch ein Knöllchen wert! Und gar nicht mal so billig.
      Zu allem Überfluss kommt dann noch hinzu, dass die Plätze einfach blockiert sind. Schade nur, dass der Behinderte die breiteren Parkplätze wirklich braucht. Aber es geht ja immer um den eigenen Komfort, nicht wahr? Hauptsache kurze Wege egal wie gut man laufen kann.

      zaph wrote:

      Damals war es auch so, dass diese Schwerbehindertenplätze für Körperbehinderte vorgesehen waren.
      Das ist auch heute noch so.

      Surprised wrote:

      Eleganter fände ich, wenn man als Mensch mit GdB einen Platz irgendwo im Zug kostenfrei reservieren könnte.
      Das funktioniert wenn man Merkzeichen B hat.

      Lefty wrote:

      Ich hab das mehrfach erlebt, dass ich in der Bahn so eine Anspannung entwickelt habe, dass ich aussteigen musste, aber bis die Bahn hielt, bin ich schon fast implodiert. Da hab ich den Drang, um mich zu schlagen und alle Menschen, die mir zu nahe sind, aus meinem Radius zu "entfernen" (was ich aber nicht tue!).
      Sicher passiert sowas. Verstehe ich, geht mir auch so. Trotzdem ist es kein Grund körperlich Beeinträchtigte dadurch zu schädigen.
      Es gibt in der Nähe der Türen auch andere Plätze. Es gibt andere Türen mit Stufen und Sitzen daneben.
      Man ist ja nicht darauf angewiesen genau diese Plätze zu nehmen - im Gegensatz zu den Leuten mit Hilfsmitteln oder auch dem Kinderwagen.

      Darlina wrote:

      Für mich ist "normale Sitzplatzreservierung" am Automaten. Da wird mir hier in der Stadt gar keine grafische Darstellung des Zuges geliefert.
      Das geht nur am Schalter oder über die Mobilitätszentrale. :)
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:


      Lefty wrote:

      Ich hab das mehrfach erlebt, dass ich in der Bahn so eine Anspannung entwickelt habe, dass ich aussteigen musste, aber bis die Bahn hielt, bin ich schon fast implodiert. Da hab ich den Drang, um mich zu schlagen und alle Menschen, die mir zu nahe sind, aus meinem Radius zu "entfernen" (was ich aber nicht tue!).
      Sicher passiert sowas. Verstehe ich, geht mir auch so. Trotzdem ist es kein Grund körperlich Beeinträchtigte dadurch zu schädigen.
      Das seh ich auch so :thumbup: Ich wollte nur für @thelord darstellen, dass es nichts mit Kleinkind-Verhalten zu tun hat, wenn man in so einer Situation um sich schlägt oder um sich schlagen könnte.
    • Lefty wrote:

      dass es nichts mit Kleinkind-Verhalten zu tun hat, wenn man in so einer Situation um sich schlägt oder um sich schlagen könnte.
      Rein theoretisch gesehen, könnte man sagen das jemand der gleich umsich schlägt wenn jemand ihn bittet den Platz freizumachen oder auch wenn es generell zu voll im Zug,Bus etc wird, garnicht dafür geeignet ist damit überhaupt zu fahren. So jemand ist ja eigentlich eine tickende Zeitbombe, denn auf andere muss man sicher sehr verstörend wirken.
      Ich selber schlage jetzt nicht andere leute aber durch mein fluchtartiges Verhalten bei zu voll werdenen Zügen/Bussen (sofern ich stehen MUSS, beim Sitzen geht das denn da kann ich mich wegdrehen und durch die Sitze ist auch Abstand möglich aber unangenehm ist das trotzdem für mich) kann es passieren das ich leute unabsichtlich unsanft wegstoße beim versuch so schnell wie möglich das Fahrzeug zu verlassen. Viele Leute verstehen das nicht und reagieren unfreundlich, verwirrt oder erschrocken darauf. Die meisten haben dafür jedenfalls kein Verständniss.
      Ich kann das auch verstehen, wenn ich das versuche aus ihrer Perspektive zu sehen, denken die vermutlich ich bin verrückt. Kaum eher weiß was eine Panikattacke ist.
      Ich sage auch immer das ich raus will aber die Leute scheinen das auch nicht zu kapieren denn zurseite treten sie nicht.
      Ich fühle mich nicht in der Lage gut und sicher mit den Öpnvs eben wegen dieser unvorhergesehenen Dinge, aber ich wüsste auch nicht wie ich das Problem lösen kann.
      Da ich selber kein Auto fahren kann und niemanden kenne oder habe der mich herumkutschieren kann und Taxis kann ich mir auch keine leisten, bleibe ich eine mögliche Gefahr in brenzligen Situationen für andere.
      Da nützen auch die SB-plätze nicht viel.
      Früher hatten sie in den Bussen immer SB-Plätze direkt hinter dem Vordereingang und hinten am Ausgang. Ich weiß nicht wofür die vorne waren denn Gehbehinderte kamen da kaum hoch und runter, und Rollstuhlfahrer ja eh schonmal nicht.
      Hinten die Plätze waren für Gehbehinderte und Kinderwägen, was sie auch heute noch sind. In den modernen Bussen gibt es jetzt keine SB-Plätze mehr direkt hinter dem Eingang, die sind jetzt meißt die ersten Vierersitze vorne im Bus, was auch Sinn macht finde ich, denn da saßen seit jeher immer gern die älteren Leute die sich nicht gut bewegen können, denn da gibt es mehr Platz, Festhaltestangen und so weiter. ich sitze ohnehin am liebsten vorne auf den Single-plätzen weil man da keine Angst haben muss das sich jemand dazu setzen will.
      In Zügen kenne ich nur SB-Plätze in den Doppeldecker Nahverkehrzügen, da sind die glaube ich in den Zwischenabteilen, bevor man von einem Abteils ins nächste geht, oder unten wo die Fahrradplätze sind, denn da ist die einzige Möglichkeit mit Rollstühlen, Kinderwägen etc durch Rampe ein und auszusteigen. Die anderen Eingänge haben alle Stufen.
      Ich kenne leider die Plätze in Fernferkehrszügen nicht. Das letzte mal das ich überhaupt mit so einem Zug unterwegs war ist schon fast 5 Jahre her.
      Generell kann ich sagen das ich an diesen Zügen die Kabinen lieber mag, da sitzen maximal nur 6 Leute drin und sind unter sich. Ich war damals in einem IC von essen nach Heidelberg oder so und das war ein Großraumwagen, das war akkustisch ansträngend, trotz Musik mit Kopfhörern. Aber an dem tag war es recht voll und wir hatten einen 4rer Sitz und immer wieder mal wechselnde Leute.
      In den Zügen versuche ich nur damit zu fahren wenn sie nicht voll sind, denn es ist eigentlich egal in welchem Bereich ich mich aufhalte, solange der Zug nicht so voll ist das man noch normal darin laufen kann, stören mich die anderen Menschen nicht, und da ist mir der Platz dann auch egal.
      Die Doppeldecker sind nur meist so voll das man egal wo man sich befindet keinen meter mehr laufen kann weil dann gleich Leute, koffer etc im Weg stehen da ja auch alle Plätze besetzt sind.
      In S-bahnen geht es, es kommt seltener vor das die zu voll sind, außer sie haben nur einen triebwagen, dann fahre ich meißt nicht damit und warte auf den nächsten oder ich fahre damit garnicht, wenn die eh immer nur einen Triebwagen haben :-/
      Mit Bussen fahre ich auch nur wenn sie lehrer sind, sonst steige ich ga garnicht erst ein, aber sitzen tu ich meist vorn oder hinten an den ersten Plätzen wo man hoch geht. Hinten ist es mir oft zu laut oder es sitzen immer Jugendliche dort und da fühle ich mich unwohl bei.
    • Happy to be wrote:

      Da andere ja nichts für die eigene Behinderung, Traumata usw. können, wäre es auch ungerecht, eine "Anspruchshaltung" diesen gegenüber abzuleiten.
      Und kann man wissen, ob der Jugendliche unter dem Kopfhörer, der "Alte, hau ab" sagt, nicht viel schwerer von ASS betroffen ist? Ob die Frau, die ihr Kind einfach nicht zur Ruhe bringen kann, gestern Nacht vom Ehemann vergewaltigt wurde? Ob der Typ im Anzug nicht gerade versucht, mit allen Mitteln die Insolvenz des Unternehmens zu verhindern?
      Gerade mit unsichtbaren Problemen sollte doch klar sein, dass man anderen nicht unterstellen kann, deren Leben wäre einfacher und easy, aus dem dann ein zu "Ansprüchen berechtig" ableiten könnte.
      finde ich auch.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • @RegenbogenWusli

      Ich schätze die setzen Dein "Ich will raus" mit ihrem eigenen gleich. Nichtsahnend das da Welten dazwischen liegen.

      Um schneller rauszukommen würde sich vielleicht ein "Ich muss spucken!" eher anbieten. Gerade nah stehende Personen sehen dann ihrem eigenen Vorteil darin Platz zu machen.
    • thelord wrote:

      Traumata und Trigger eine gewaltige Rolle spielen.
      Das ist bei einigen hier so.
      Berechtgt aber nicht dazu, alles Triggernde stark, heftig und unzählige Male ins Forum zu knallen.
      Wir sind auch alles Menschen und nicht nur Abladestation.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Happy to be wrote:

      Da andere ja nichts für die eigene Behinderung, Traumata usw. können, wäre es auch ungerecht, eine "Anspruchshaltung" diesen gegenüber abzuleiten.
      Diesen Satz z.B. verstehe ich überhaupt nicht. Nehmen wir an, jemand ist körperlich so beeinträchtigt, dass er es gerade so schafft, in den Bus einzusteigen, dann muss er aber sitzen, weil er sonst umfallen würde oder starke Schmerzen bekommen würde. Natürlich kann keiner der anderen Fahrgäste etwas für diese Behinderung. Trotzdem hat doch der Behinderte dann eher einen Anspruch auf einen Sitzplatz als jemand, dem das Stehen jetzt vielleicht auch schwer fallen würde, der es aber trotzdem aushalten kann.
    • Darlina wrote:

      Danke für die Infos, Ginome. Da ist nur etwas beim Zitieren durcheinander geraten. Das mit der Missgunst kam nicht von mir.
      Steht doch gar nicht Dein Name drüber?
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Lefty wrote:

      Ginome wrote:

      Lefty wrote:

      Ich hab das mehrfach erlebt, dass ich in der Bahn so eine Anspannung entwickelt habe, dass ich aussteigen musste, aber bis die Bahn hielt, bin ich schon fast implodiert. Da hab ich den Drang, um mich zu schlagen und alle Menschen, die mir zu nahe sind, aus meinem Radius zu "entfernen" (was ich aber nicht tue!).
      Sicher passiert sowas. Verstehe ich, geht mir auch so. Trotzdem ist es kein Grund körperlich Beeinträchtigte dadurch zu schädigen.
      Das seh ich auch so :thumbup: Ich wollte nur für @thelord darstellen, dass es nichts mit Kleinkind-Verhalten zu tun hat, wenn man in so einer Situation um sich schlägt oder um sich schlagen könnte.
      AS gilt als tiefgreifende Entwicklungsstörung.

      Und wenn du in der Bahn dich so bedrängt/belastet fühlst, dass du als vernünftig handelnder und erwachsener Mensch um dich schlagen könntest, dann hat dein Vernunft-Ich nur noch insoweit die Kontrolle, als dass du das eben nicht tatsächlich ausführst. Aber woher kommt der Impuls, das zu tun?
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • RegenbogenWusli wrote:

      Früher hatten sie in den Bussen immer SB-Plätze direkt hinter dem Vordereingang und hinten am Ausgang. Ich weiß nicht wofür die vorne waren denn Gehbehinderte kamen da kaum hoch und runter, und Rollstuhlfahrer ja eh schonmal nicht.
      Der Fahrer hat die alten Leute auf diesen Plätzen eigentlich besser im Blick und die können ihm auch vorm Aussteigen direkt eben mitteilen, dass sie jetzt raus müssen und es etwas länger dauern könnte.
      Trotz Kameras hat der Fahrer alles weit hinten im Bus eher weniger gut im Blick.

      Miami wrote:

      Um schneller rauszukommen würde sich vielleicht ein "Ich muss spucken!" eher anbieten. Gerade nah stehende Personen sehen dann ihrem eigenen Vorteil darin Platz zu machen.
      Gute Idee! Am besten noch ein "mir ist schlecht" davor - dann verstärkt es die Wirkung noch.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • @thelord Ich weiß nicht, irgendwie steh ich heute wohl auf dem Schlauch. Ich finde es schwer, dir zu folgen. Mir wäre es lieber, wenn du "einen deutschen Hauptsatz" sagen würdest (das ist eine Redewendung, die bedeutet, dass man sich klar ausdrücken soll). Ich unterstelle damit nicht, dass du dich nicht klar ausdrückst, sondern gehe davon aus, dass es an mir liegt, da es sich ja heute zu häufen scheint, dass ich etwas nicht kapiere.

      Als "vernünftig handelnden und erwachsenen Menschen" betrachte ich mich nicht. Ich fühl mich im Gegenteil überhaupt nicht erwachsen.

      Woher kommt der Impuls, um mich zu schlagen? Daher, dass alles in mich eindringt: die Geräusche, die Gerüche, die visuellen Eindrücke. Das hat m.E. nichts mit Traumata zu tun, denn mein Vater hatte das gleiche Problem, er war sehr geräuschempfindlich (und auch anderweitig sensibel, z.B. hat er viele Duschgels nicht vertragen, weil er davon Juckreiz bekommen hat) und er hat auch die Gesellschaft von anderen (auch geliebten Personen) nicht lange ausgehalten, es wurde ihm "zuviel".
    • Miami wrote:

      @RegenbogenWusli

      Ich schätze die setzen Dein "Ich will raus" mit ihrem eigenen gleich. Nichtsahnend das da Welten dazwischen liegen.

      Um schneller rauszukommen würde sich vielleicht ein "Ich muss spucken!" eher anbieten. Gerade nah stehende Personen sehen dann ihrem eigenen Vorteil darin Platz zu machen.
      Ich find den Vorschlag auch gut, musste grinsen, als ich das gelesen habe, dass die, die in der Nähe von einem stehen, dann schon zu ihrem eigenen Vorteil Platz machen :d

      Ich könnt das aber glaube ich nicht, weil es nicht der Wahrheit entspräche. Wäre zwar nur eine Notlüge, aber ich würd dann vielleicht im Hinterkopf haben: was, wenn einer mit mir aussteigt und sieht, dass ich mich gar nicht übergeben muss? :nerved: Anderseits hätte ich in solch einer Lage wohl keine Kapazität für solche Gedanken - aber evtl. auch keine Kapazität dafür, mich daran zu erinnern, dass ich diesen Satz sagen könnte.

      Weil so, wie @RegenbogenWusli es beschreibt, dass man sich dann mit aller Energie rausdrängt und dabei keine Rücksicht mehr nehmen kann, ob man andere wegschiebt dabei, kenne ich es auch. Das ist dann wirklich pure Panik. Hab ich zum Glück in dem Ausmaß nur selten erlebt, weil ich wirklich eingezwängt war. Auf der Straße kann ich i.d.R. flüchten, indem ich loslaufe zwischen den Menschen hindurch und mir eine Wand oder so suche, wo ich erstmal durchatmen kann.