Plätze für Schwerbehinderte in der Bahn

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    • Das handhabt im Zweifel jedes Unternehmen anders.

      In der Deutschen Bahn reserviere ich immer einen Platz, sofern der Zug das bietet.
      Ich nehme im ICE bewusst einen Platz im Ruhebereich, möglichst am Ende/Anfang des Zuges. Dort gibt es genau 2x 2 Plätze direkt hinter dem Lokführer wo man niemandem gegenüber sitzt und das Abteil ist auch deutlich kleiner als die leider inzwischen fast ausschließlich vorhandenen Großraumabteile. Wenn diese wenigen Plätze schon belegt sind, nehme ich eben einen Platz in einem Großraumwagen, möglichst ohne Gegenüber und im Gang (so wie auch im Flugzeug).

      Die Geh-Behinderten können auch ziemlich stur sein. Ich saß mal als Kind mit meiner Mutter in einem Zug, wo es die üblichen 4er Plätze gab. Auf der einen Seite waren 2 Sitze für Behinderte ausgeschrieben, auf der gegenüberliegenden Seite - also genau so weit von der Tür weg - waren alle Plätze normal. Auf diesen normalen Plätzen war ein Sitz frei. Der sture Behinderte hat trotzdem gefordert, dass ich aufstehe und "seinen" Platz freigebe. Ich musste mich dann auf den freien Platz abseits von meiner Mutter setzen. Mit den heutigen Regeln wäre das wohl nicht mehr durchsetzbart. Bzw. heute würde ich ihm sachlich die Lage erklären und einfach sitzen bleiben.
      Wenn nichts Anderes mehr frei ist, dann habe ich kein Problem, mich auf solche Plätze zu setzen. Falls Jemand seinen Ausweis vorzeigt oder gebrechlich aussieht, dann kann man ja immer noch aufstehen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • FruchtigBunt wrote:

      Gibt es hier auch jemanden, der der Meinung ist, dass auch schwerbehinderte Aspies auf einem Platz sitzen dürfen, der für Schwerbehinderte ausgewiesen ist?
      Es geht hier nicht nur darum, was dran steht, sondern auch, was in den Beförderungsbedingungen der Bahnunternehmen steht.

      Dort steht meist, dass Sitzplätze (allgemein) für behinderte, alte Menschen, schwangere oder Kinder frei zu machen sind. Der an der Tür ist nur zur Erinnerung noch mal markiert.

      Übrigens fehlt bei der Aufzählung bei vielen Verkehrsverbünden das Wort "schwerbehindert". Da reicht einfach nur "behindert" ;)
      Wird schon Und immer an das Handtuch denken.
    • Gerade im fernverkehr kann man sich doch einen platz reservieren. ich weiß nicht genau, ob es ab 50 GDB gilt oder höher, es geht auch kostenfrei (man muss nur mit seinem ticket zum schalter). und im ruhebereich kann auch jeder reservieren. wenn man so große probleme hat, kann man auch den mobility-service anfragen. das darf man auch ohne körperliche behinderung. die kämpfen dann für einen ;)

      @FruchtigBunt
      mal abgesehen von der diskussion und den wörtlichen regeln der DB kannst du ja einfach deinen Ausweis vorzeigen und höflich um den platz bitten. menschen, die da nicht drauf reagieren, würden wahrscheinlich auch nicht reagieren, wenn es explizit in den beförderungsbedingungen steht.
    • Leseratte wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Wenn ich schon hier mich dafür rechtfertigen muss, warum ich mich auf einen solchen Platz setze und dazu Artikel verlinkt werden, die Schwerbehinderte, die auf diesen Plätzen sitzen wollen, diffamieren, frage ich mich, ob ich mich dann zukünftig im Zug vor Fremden rechtfertigen werden 'muss', warum ich da sitzen will.
      Du hättest den Artikel ganz lesen sollen. Es geht nämlich nicht um Diffamierung - und wenn, dann höchstens um die Diffamierung unhöflicher Rüpel.
      Genau so ist es. Aber dafür muss den Artikel auch mal vollständig lesen.

      FruchtigBunt wrote:

      Leseratte wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Wenn ich schon hier mich dafür rechtfertigen muss, warum ich mich auf einen solchen Platz setze und dazu Artikel verlinkt werden, die Schwerbehinderte, die auf diesen Plätzen sitzen wollen, diffamieren, frage ich mich, ob ich mich dann zukünftig im Zug vor Fremden rechtfertigen werden 'muss', warum ich da sitzen will.
      Was die Plätze für Schwerbehinderte angeht... Du hattest doch kritisiert, dass sie oft nahe bei denen für Mutter-Kind-Plätzen sind und du dich von dem Lärm und der Unruhe der Kinder gestört fühlen würdest. Darauf hin wurde nur vorgeschlagen, dass du ja durchaus fern von den Kindern sitzen kannst. Warum du das als Angriff aufgefasst hast, weiß ich nicht.
      Das ist nicht korrekt. Die Beiträge, die ich meine, hatten nichts mit Kinderlärm zu tun, sondern damit, dass man mir sagte, ich hätte als nicht körperlich Behinderte auf diesen Plätzen nichts verloren. Und dagegen wehre ich mich, genauso wie gegen die Unterstellung, dass ein körperlich Behinderter pauschal einen wahrscheinlichen Vorrang auf diese Plätze haben sollte. Nach deiner utilitaristischen Argumentation die Idee mal weitergesponnen: Die Gehbehinderte Person kann umfallen. Ein Autist kann bei einem Meltdown um sich schlagen und mehrere Personen verletzen. Wer hat nun ein höheres Anrecht auf den Platz? :shake: Es dürfte doch offensichtlich sein, dass die Problematik nicht so simpel zu lösen ist, wie es teilweise dargestellt wird.
      Der Gehbehinderte kann nichts für seine Behinderung. Punkt.

      Der Autist kann auch nichts für seine Behinderung. Aber ein erwachsener und intelligenter Mensch kann erkennen, dass er ein intelligenter und erwachsener Mensch ist, und sich nicht wie ein Kleinkind verhalten muss.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • Surprised wrote:

      Ich kenne die aus dem ICE. Dort sind die in einem Abteilwagen in der Nähe vom Türbereich.
      Ah, okay.

      Surprised wrote:

      mit den Personen gegenüber. Ich nutze die deshalb nicht,
      Ja, mir ist es in den Abteilen auch zu eng, zu nah (wegen dem Gegenüber im kleinen Abteil). Ich mag da auch lieber die Großraumwagons.

      Surprised wrote:

      es mir persönlich peinlich ist in einem Abteil zu sitzen, wo im Reservierungsanzeiger "Schwerbehinderte" steht.
      Das kann ich nachvollziehen. Wobei das ja in Bus und Bahn auch so ist und es Leute gibt, die sich darüber aufregen, dass sich Nicht-schwerbehinderte da einfach hinsetzen. Gibt es so ein Zeichen nicht (gut, könnte man anders bezeichnen), wäre es ganz klar, dass sich kaum einer von denen absichtlich auf "den falschen" Platz gesetzt hat.

      Surprised wrote:

      Eleganter fände ich, wenn man als Mensch mit GdB einen Platz irgendwo im Zug kostenfrei reservieren könnte.
      Das ist eine gute Idee. Stimmt. Wobei es für die Gehbehinderten dann schon sinnvoll wäre, wenn sie nah an der Türe wären. Andererseits: wenn der Zug sehr voll ist und Leute stehen, dann ist es auch vor diesen Sitzplätzen voll und unruhig, eben weil die Leute grade da immer vorbei müssen (Aus- und Engang).

      Surprised wrote:

      eine hohe "Fehlbelegerquote", also die bereits geschilderten Geschäftsleute mit Laptop
      Ja. Wobei ich nicht weiß, ob man die Plätze selber auswählen darf. Also Abteil, Großraumwagen, Stiller Waggon (ich weiß den Namen grade nicht), Tisch, Fensterplatz, Gangplatz,...schon, aber ich glaube, noch genauer auswählen geht max. am Schalter.

      Surprised wrote:

      finde ich auch mein zuletzt benanntes schlechtes Gewissen berechtigt.
      Das kann ich verstehen.

      Surprised wrote:

      Denn es gibt schon viele die dann einfach sitzenbleiben - und das finde ich ob mit oder ohne GdB (wegen Psyche) nicht okay.
      Ja, oder wie solche Leute, die den Bereich für Kinderwagen, Gepäck, Fahrräder,...voll stellen bzw. sich da hinsetzen und nicht mal aufstehen, wenn jemand mit Kinderwagen, Fahrrad, etc. kommt. So dieses Selbstverständnis, diese Weitsicht,...fehlt einfach zunehmend...oder wirkt sich dann leider auch auf die Kinder aus.

      ...oder auch in diesem "Stillen Waggon" von dem ich oben schrieb. Das war eine Auswahl, die ich mal bei einer ICE-Buchung erlebt habe. Letztlich saßen da Leute drin, die sich wunderten, was das Symbol da an der Wand bedeutet, die normal miteinander redeten und telefonierten. Gut, vielleicht waren das Leute ohne Sitzplatzreservierung, die nur geguckt haben, ob sie in der "richtigen Klasse" sitzen, aber wenn man es denen erklärt, warum gehen sie dann nicht weg, sondern reden weiter?

      Surprised wrote:

      Und übrigens kann das auch das wohltuende Gefühl erzeugen, geholfen zu haben.
      Stimmt!


      (Nachtrag: Komisch. Ich habe jetzt auf einen Beitrag von der letzten Seite geantwortet. Habe ich solange gebraucht, dass die nachfolgenden Beiträge während dessen geschrieben wurden oder hat das Forum mich gleich auf die 1. Seite geschickt (und ich die 2. dann gar nicht wahrgenommen?).

      The post was edited 3 times, last by Darlina ().

    • thelord wrote:

      Der Autist kann auch nichts für seine Behinderung. Aber ein erwachsener und intelligenter Mensch kann erkennen, dass er ein intelligenter und erwachsener Mensch ist, und sich nicht wie ein Kleinkind verhalten muss.
      Falls das auf das um sich schlagen bezogen ist, muss ich sagen, das hat dann nichts damit zu tun, dass man sich wie ein Kleinkind verhält, sondern damit, dass man extrem überlastet ist in der Situation und in einen Flucht- oder, wenn Flucht nicht möglich, Kampfmodus schaltet - oder noch besser passt Notwehrmodus.

      Ich hab das mehrfach erlebt, dass ich in der Bahn so eine Anspannung entwickelt habe, dass ich aussteigen musste, aber bis die Bahn hielt, bin ich schon fast implodiert. Da hab ich den Drang, um mich zu schlagen und alle Menschen, die mir zu nahe sind, aus meinem Radius zu "entfernen" (was ich aber nicht tue!). Einmal in so einer Situation hat dann noch ein Fahrgast sich mit Parfüm besprüht und ich dachte, ich müsste gleich ersticken. Da bekam ich einen meiner "Tourette-Anfälle" und fing an, vor mich hin zu zetern, bin aufgesprungen und hab mich vor der Tür an die Haltestange geklammert und als die Tür aufging, bin ich wie ein Tier auf der Flucht rausgesprungen.

      Ich will damit sagen, man hat das nicht immer unter Kontrolle. Wenn ein gewisses Level erreicht ist, dann befindet man sich nur noch im Überlebensmodus und alles, was auf einen einwirkt, ist ein Zuviel, das an Folter grenzt.

      Ich schreib das als nicht AS-Diagnostizierte, aber es ist ja unerheblich, auf welche Störung das zurück zu führen ist.

      Ich dachte schon mehrmals, ich bräuchte eigentlich in öffentlichen Verkehrsmitteln einen für mich reservieren Einzelplatz, der rundherum abgeschlossen ist durch Wände, wo man auch nicht durchgucken kann. Die Arbeit im Büro ermüdet mich auch, aber das Schlimmste an jedem Arbeitstag ist die Heimfahrt mit dem ganzen Lärm und dem Gewusel und der Enge.

      The post was edited 2 times, last by Lefty ().

    • Darlina wrote:

      Ja. Wobei ich nicht weiß, ob man die Plätze selber auswählen darf. Also Abteil, Großraumwagen, Stiller Waggon (ich weiß den Namen grade nicht), Tisch, Fensterplatz, Gangplatz,...schon, aber ich glaube, noch genauer auswählen geht max. am Schalter.
      Bei der normalen Sitzplatzreservierung bekommt man eine grafische Darstellung des kompletten Zuges und kann sich seinen Platz konkret aussuchen. Da die bereits reservierten Plätze auch angezeigt werden, sieht man auch, ob der Wagen bereits sehr voll sein wird etc.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Für mich ist "normale Sitzplatzreservierung" am Automaten. Da wird mir hier in der Stadt gar keine grafische Darstellung des Zuges geliefert.

      Zu dem Einzelraum ohne Blicksicht im Zug fällt mir etwas ein, aber der wird hier nicht gemeint sein. Abgesehen davon fände ich es auch sehr unsozial, wenn dieser für solche Zwecke entfremdet werden würde.
    • Beim Versorgungsamt wurde mir 2009 gesagt, dass ich im ÖPNV Anspruch auf einen Schwerbehindertenplatz habe. Ich könnte die Leute sozusagen "hochscheuchen".
      Da war kein Licht, und die im Dunkeln sieht man doch. Der Zeiger bricht,
      verlorene Zeit bewegt sich noch.
      (Rosenstolz)

      Ich wurde geboren auch wenn ich nicht wollte, ich werde sterben auch wenn ich nicht will, so lasst mich wenigstens leben wie ich will.
    • Lefty wrote:

      thelord wrote:

      Der Autist kann auch nichts für seine Behinderung. Aber ein erwachsener und intelligenter Mensch kann erkennen, dass er ein intelligenter und erwachsener Mensch ist, und sich nicht wie ein Kleinkind verhalten muss.
      Falls das auf das um sich schlagen bezogen ist, muss ich sagen, das hat dann nichts damit zu tun, dass man sich wie ein Kleinkind verhält, sondern damit, dass man extrem überlastet ist in der Situation und in einen Flucht- oder, wenn Flucht nicht möglich, Kampfmodus schaltet - oder noch besser passt Notwehrmodus.
      Ich hab das mehrfach erlebt, dass ich in der Bahn so eine Anspannung entwickelt habe, dass ich aussteigen musste, aber bis die Bahn hielt, bin ich schon fast implodiert. Da hab ich den Drang, um mich zu schlagen und alle Menschen, die mir zu nahe sind, aus meinem Radius zu "entfernen" (was ich aber nicht tue!). Einmal in so einer Situation hat dann noch ein Fahrgast sich mit Parfüm besprüht und ich dachte, ich müsste gleich ersticken. Da bekam ich einen meiner "Tourette-Anfälle" und fing an, vor mich hin zu zetern, bin aufgesprungen und hab mich vor der Tür an die Haltestange geklammert und als die Tür aufging, bin ich wie ein Tier auf der Flucht rausgesprungen.

      Ich will damit sagen, man hat das nicht immer unter Kontrolle. Wenn ein gewisses Level erreicht ist, dann befindet man sich nur noch im Überlebensmodus und alles, was auf einen einwirkt, ist ein Zuviel, das an Folter grenzt.

      Ich schreib das als nicht AS-Diagnostizierte, aber es ist ja unerheblich, auf welche Störung das zurück zu führen ist.
      Ich hatte fast auf den Tag genau vor 6 Jahren so eine horrible Fernfahrt mit der DB, wo meine nervliche Überlastung immer weiter anstieg, je länger ich in Berlin Hbf auf den Zug warten musste. 10 Minuten Verspätung, dann 20, dann 40. Je länger ich wartete, desto mehr verfestigte sich dieses "Ich will da jetzt nicht einsteigen", was ich dann freilich doch tat. Während der Fahrt hatte ich nun allerdings keinen Meltdown, sondern eher das Gefühl der totalen Resignation.

      Ich habs hier im Regionalverkehr natürlich auch schon erlebt, wie meine Nerven schon total angespannt sind und dann eine ganze Schulklasse im Zug herumschreit.

      Oder als ich im letzten Herbst zur Reha fuhr und mein Gepäck in den Fahrstuhl schieben wollte, wies mich in meinem Heimatbahnhof jemand darauf hin, dass vorher noch ein Zug von einem Bahnsteig fahre. Das war mir bewusst, ich wollte absichtlich den wenige Minuten später fahrenden Bummelzug nehmen, weil ich davon ausging, dass der erheblich leerer sein würde. Also hab ich ihn völlig genervt angepampt, dass ich das wisse. Dabei wollte er nur nett eine Information geben.


      Nur: Du schreibt ja auch von "extrem überlastet". Und ich stelle die Frage, warum diese Überlastung? Ich habe für mich während der Wartezeit einige Antworten gefunden, und die übelste davon ist abgrundtief bitter.

      Und bei FruchtigBunt haben wir ja auch genug Postings gehabt, die klar machen, dass bei ihr Traumata und Trigger eine gewaltige Rolle spielen.

      Und da liegt der Knackpunkt.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • Shenya wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Wie gesagt steht da nicht "mobilitätseingeschränkte Personen" oder ein Piktogramm mit einem Rollstuhl oder Mensch mit Gehstock, sondern da steht "Schwerbehinderte".
      Damit sind aber schon mobilitätseingeschränkte Menschen gemeint, nicht psychisch Kranke.Ich würde mich nicht trauen, mich dort hinzusetzen und finde das auch dreist.
      Das ist wie wenn manche Leute sich einfach auf den Behindertenparkplatz stellen, obwohl sie gar keine Gehbehinderung haben.

      oepnv-info.de/reisen/bahnreise…zplaetze-und-stellplaetze
      Das sehe ich auch so.
    • thelord wrote:

      Nur: Du schreibt ja auch von "extrem überlastet". Und ich stelle die Frage, warum diese Überlastung? Ich habe für mich während der Wartezeit einige Antworten gefunden, und die übelste davon ist abgrundtief bitter.

      Und bei FruchtigBunt haben wir ja auch genug Postings gehabt, die klar machen, dass bei ihr Traumata und Trigger eine gewaltige Rolle spielen.

      Und da liegt der Knackpunkt.
      Ich verstehe den ersten Absatz nicht.

      Ich meine in diesem Zusammenhang Überlastung auf Grund von Außenreizen. Wenn ich Ruhe um mich herum habe, geht es mir gut, da fühl ich mich überhaupt nicht überlastet.

      Was meinst du denn damit, dass du während der Wartezeit Antworten gefunden hast bzw. was für Antworten waren das denn?
    • Da andere ja nichts für die eigene Behinderung, Traumata usw. können, wäre es auch ungerecht, eine "Anspruchshaltung" diesen gegenüber abzuleiten.
      Und kann man wissen, ob der Jugendliche unter dem Kopfhörer, der "Alte, hau ab" sagt, nicht viel schwerer von ASS betroffen ist? Ob die Frau, die ihr Kind einfach nicht zur Ruhe bringen kann, gestern Nacht vom Ehemann vergewaltigt wurde? Ob der Typ im Anzug nicht gerade versucht, mit allen Mitteln die Insolvenz des Unternehmens zu verhindern?
      Gerade mit unsichtbaren Problemen sollte doch klar sein, dass man anderen nicht unterstellen kann, deren Leben wäre einfacher und easy, aus dem dann ein zu "Ansprüchen berechtig" ableiten könnte. Was ja nur sagt "Seid anders als ihr seid und macht das, was und wie ich es gerade will, damit ich mich wohlfühle. Was mit euch ist, ist für mich uninteressant."
      Andere zuständig erklären für "Mir soll es gut gehen, was bedeutet, die müssen für mich den Wohlfühlmodus erzeugen, in dem sie sich mir und meinen Wünschen und Vorstellungen anpassen. Und das alle, überall zu allem. Und wo überall wo und wer nicht, sind die die Bösen, Doofen und Schuld an meinem Leiden."

      So kann man das sehen, hilft nur nicht weiter und ändert auch nichts am eigenen Leiden. Eher wird das mehr, das ist dann aber "hausgemacht".
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Darlina wrote:

      Für mich ist "normale Sitzplatzreservierung" am Automaten.
      Achso. Ich meinte mit normal die kostenpflichtige Variante, unabhängig davon, wo man die Reservierung macht. Ich buche meine Fahrkarten übers Internet, am Bahnhof ist mir viel zu viel Trubel und der ist auch viel zu weit weg, um da mal einfach hinzugehen.
      Automaten nutze ich nur für die lokalen Regionalverkehre.

      Happy to be wrote:

      Ob der Typ im Anzug nicht gerade versucht, mit allen Mitteln die Insolvenz des Unternehmens zu verhindern?
      Das würde man ja im Laufe des Gespräches mitbekommen.

      Lefty wrote:

      Es geht mir nicht um gut oder schlecht, sondern darum, den Beitrag nachvollziehen zu können.
      Sie bezog sich auf im Laufe des Threads genannte Beispiele. So lang ist der Thread ja noch nicht, da könnte man es noch nachlesen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.