Plätze für Schwerbehinderte in der Bahn

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    • Lex wrote:

      dass nicht nur Intelligenzminderung oder körperliche Behinderung sondern auch andere Faktoren, wie sie halt bei Autisten auftreten, die Mobilität stark einschränken können.
      Mal so zur Aufklärung: In wie weit wirkt sich Intelligenzminderung so stark aus, dass dadurch die Mobilität eingeschränkt ist? Ich kann mir das vorstellen, dass man Orientierungsprobleme hat oder nicht lesen kann, aber das hat ja dann weniger mit den Sitzplätzen zu tun (sondern man scheitert ggf. schon, bevor man in das Verkehrsmittel einsteigt).

      Ginome wrote:

      Weder Kinderwagen noch Rollator verstopfen den Gang. Das würden sie nur tun wenn zuviele davon mitfahren wollen.
      Och, das passiert hier durchaus häufiger. Wenn der Fahrer nett ist, lässt er die Fahrgäste dann vorne aussteigen, weil ein Aussteigen aus dem Bus an der 1. Türe leider nicht mehr möglich ist.
    • Also nochmal zur Klärung: Ja, geistig stark Behinderte haben Orientierungsprobleme, die ihnen (im Gegensatz zu den Orientierungsproblemen mancher Autisten) auch anerkannt werden, und entsprechend bekommen sie dann die tollen Merkzeichen, die mancherorts offenbar zu hübschen Ausweisfarben führen.


      Und zu der anderen Frage: Sitzplätze für Schwerbehinderte gibt es nur in der S-Bahn und U-Bahn und so. In Bussen gibt es das nicht, sondern da gibt es Stellplätze, wo keine Sitzplätze sind, damit Platz ist dort den Kinderwagen oder Rollstuhl oder so hinzustellen. Und da gibt es dann auch dabei Klappsitze und / oder Sitzbanken. Und wenn ich mit Hunden unterwegs bin, sitze ich bevorzugt da, damit die Hunde nicht den Gang verstopfen, was der Fall wäre, wenn ich auf nem normalen Sitzplatz im Bus säße. Aber oft stellt sich auch irgendwer einfach so da hin in den freien Raum (also die Nische für Rollstuhl und Co.), obwohl er nichts hat außer sich oder vielleicht noch n Köfferchen. Oder nimmt sogar den Klappsitz oder die Bank, obwohl genug andere Plätze frei sind.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Bei uns ist das auch in der Straßenbahn und in der Regiotram so.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Dafür gibts hier keine S- und U-Bahn xD Hebt sich auf :D
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ich bin zwingend auf den Nahverkehr angewiesen. Eine Vergünstigung aufgrund meines Schwerbehindertenausweises erhalte ich allerdings nicht, da mir das entsprechende Merkzeichen fehlt.

      Aus meiner Autismus-Sicht wäre es hilfreich, wenn ich in der S-bahn den abgegrenzten Bereich für die erste Klasse benutzen könnte. Das geht natürlich gegen Aufpreis - ist mir jedoch zuviel Geld. Dann würde ich monatlich mehr als 140 € bezahlen müssen.

      Ich bin mir aber bewusst, dass ich nicht der einzige bin, der unter überfüllten Bahnen und Bussen gerade in der kalten Jahreszeit leidet.
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...
    • 70Quadrillionen wrote:

      Ich bin mir aber bewusst, dass ich nicht der einzige bin, der unter überfüllten Bahnen und Bussen gerade in der kalten Jahreszeit leidet.
      Bin auch auf Bahnen und Nahverkehr angewiesen. Keinen Führerschein. Nie gehabt. Das geht nur mit Kopfhörern und lauter Musik, damit ich mir so eine Art Insel machen kann. Ich reagiere extrem auf Berührung. Gerüche mag ich auch alle nicht. Besonders unangenehm: Billigparfüm/Eau de Toilette. Zwei Mal schon hatte ich eine Frau neben mir, die sich während der Bahnfahrt parfümierte. Auch sehr störend: jede Art von Essensgerüche in der Bahn.

      Haha, lustige OT-Minianekdote. Neulich war ich ganz allein bei einem Koreaner essen. Ich hatte gebeten, dass man den Ventilator, der in meine Richtig stand, anmacht. Im nächsten Moment kommt ein langer Student zwischen den Ventilator und mich und bleibt stehen und ich hatte 1/2 Minute lang seinen abgestandenen Schweißgeruch in Turbomodus in den Nase x(
      For mash get SMASH!
    • Nowhere Mat wrote:

      Bin auch auf Bahnen und Nahverkehr angewiesen. Keinen Führerschein. Nie gehabt. Das geht nur mit Kopfhörern und lauter Musik, damit ich mir so eine Art Insel machen kann. Ich reagiere extrem auf Berührung. Gerüche mag ich auch alle nicht. Besonders unangenehm: Billigparfüm/Eau de Toilette. Zwei Mal schon hatte ich eine Frau neben mir, die sich während der Bahnfahrt parfümierte. Auch sehr störend: jede Art von Essensgerüche in der Bahn.
      Dito. Bin auch darauf angewiesen, hab auch keinen Führerschein.
      Das mit der lauten Musik hab ich gemacht, als ich jünger war. Da hatte ich immer laut Musik über Kopfhörer an im ÖPNV. Das mach ich jetzt nicht mehr, weil es mich selbst stören würde (ich mag nicht mehr Musik länger am Stück hören und hab lieber Ruhe - hab dafür jetzt die my noise-App) und weil ich auch weiß, dass andere Fahrgäste es hören können - ich finde es störend, die Musik aus dem Kopfhörer von jemand anderem zu hören. Damals war es mir nicht bewusst, dass man das außen hört.
      (Ich sprech nur für mich, es gibt ja Kopfhörer, wo wenig durchdringt).

      Bin auch sehr empfindlich, wenn ich gestreift werde und muss danach über die betroffene Körperstelle reiben, wie, um es wegzumachen. Wenn die verursachende Person es mitkriegen könnte, mach ich es leicht zeitversetzt und so, als würde ich mir zufällig jetzt über den Arm (z.B.) streichen. Das mach ich nicht aus Rücksicht, sondern weil ich nicht die negative Reaktion des anderen abbekommen möchte, wenn er/sie mich dabei "erwischt".

      Bei Essensgerüchen geht es mittlerweile mit dem Aushalten, schlimm sind Schweiß, Knoblauch (obwohl ich den selbst gern esse, aber diese Ausdünstungen sind ja wirklich übel), auch Parfüm und Alkoholausdünstungen.

      The post was edited 3 times, last by Lefty ().

    • Lefty wrote:

      Das mit der lauten Musik hab ich gemacht, als ich jünger war.
      Jünger... hmmm. Ich bin 54 :lol:
      Aber ich scheine irgendeine Art von Peter-Pan Syndrom zu haben. Jedenfalls bin ich in irgendeiner seltsamen Weise eine Art Teenager geblieben.

      Lefty wrote:

      Bin auch sehr empfindlich, wenn ich gestreift werde und muss danach über die betroffene Körperstelle reiben, wie, um es wegzumachen.
      Haha, genau. Oder wie eine Katze, die sich sofort an der Stelle putzt.
      For mash get SMASH!
    • Manchmal ist auch die Frage, was es einem und was man sich selbst wert ist, und was man statt dessen drangibt, um sich was zu erleichtern.
      Das wiederum ist eine Entscheidungsfrage, die einem niemand abnehmen kann, genausowenig wie die Konsequenzen aus der Entscheidung.
      Eine Entscheidung gegen etwas bedeutet immer auch eine für etwas anderes, eine für etwas immer auch eine gegen anderes. Ob man will oder nicht.

      Das hat mir mal ein Kollege drastisch klargemacht, als ich eine zeitlang in den Dauer-Jammermodus zu "Alles so schwer mir Kind und Job und allein und keine Hilfe" verfiel.
      Er hörte sich das alles an, meinte dann "Es gibt eine ganz einfache Lösung. Gib das Kind ins Heim. Wenn du dich dagegen entscheidest, entscheidest du dich für diese Probleme und die Lösungsarbeit dazu. Also kein Grund, dauernd zu jammern und damit Zeit zu verschwenden".
      Mein erster Gedanke war "Du Arsch". Der zweite "Er hat recht". Na ja, und dann sagte ich mir immer mal wieder vor "Ich hab mich dafür entschieden".
      Stimmt, an dem Tag, als ich "Ja " zu "Kind" sagte.
      Incl all dem, was man nicht voraussehen kann.

      So jetzt auch mit AS. Wenn ich ja sage zu mir mit AS, hier auf mich Rücksicht nehme, entscheide ich auch. Dauernd. Schone ich mich heute gegen Reizüberflutung und wenn ja, gegen welche? Was kostet mich das anderweitig?
      Brauche ich diese immer, oft, manchmal, selten? Woran merke ich, welche ich gerade brauche, und zwar bevor " das Übel" eintritt?
      Bin ich mir heute wert, ist heute der Bedarf bei mir da, in der ersten Klasse zu fahren? Ab und zu sind das in Bahnen des Nahverkehrs wenige Euro.
      Geht es mir gerade so mies in der DB, dass ich upgrade auf die erste, oder wäre es in der Lage sowieso besser, alles geplante zu canceln?
      Oder würde das ausreichen, um doch das Geplante machen zu können? Wieviel ist mir das wert?

      tja, und manchmal lenken solche Überlegungen so ab, dass das Ziel schon erreicht ist, bevor die Antwort da ist. :d
      Früher schon oft so gemacht, heute denke ich, die angeborene Fähigkeit, sich abzuschließen könnte man ja auch öfter und bewusster mal für sich nutzen. :)
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Lefty wrote:

      Bin auch sehr empfindlich, wenn ich gestreift werde und muss danach über die betroffene Körperstelle reiben, wie, um es wegzumachen. Wenn die verursachende Person es mitkriegen könnte, mach ich es leicht zeitversetzt und so, als würde ich mir zufällig jetzt über den Arm (z.B.) streichen. Das mach ich nicht aus Rücksicht, sondern weil ich nicht die negative Reaktion des anderen abbekommen möchte, wenn er/sie mich dabei "erwischt".
      Das mit dem Drüberreiben mache ich auch. :) Mir ist aber wurscht, ob der (versehentliche) "Missetäter" das mitbekommt. ;) Wenn mich Leute absichtlich antatschen (das kommt zum Glück nur sehr selten vor), gucke ich dazu noch böse. :d

      Es gibt schon furchtbar distanzlose Personen! Den "Vogel abgeschossen" hatte mal eine Verkäuferin in einem Reformhaus, die meine Halskette interessant fand, dies verbal zum Ausdruck brachte und im selben Moment nach der kurzen(!) Kette bzw. dem Anhänger daran gegriffen hat. :m(:
      In DOG We Trust.

      The post was edited 2 times, last by martienne: Ein Wort berichtigt. ;-) ().

    • 70Quadrillionen wrote:

      Aus meiner Autismus-Sicht wäre es hilfreich, wenn ich in der S-bahn den abgegrenzten Bereich für die erste Klasse benutzen könnte. Das geht natürlich gegen Aufpreis - ist mir jedoch zuviel Geld. Dann würde ich monatlich mehr als 140 € bezahlen müssen.
      Das wäre definitiv eine Erleichterung. Wenn man ein Merkeichen hätte, könnte man sich sowas ja ggf leisten wenn es einem wichtig ist.
      Beim ärtzlichen Dienst hatte man mir nahegelegt ein Sozialticket zu nutzen mit dem wenigstens die Uhrzeiten-grenze wegfällt denn im Moment zahlt meine Mutter für ein Monatsticket auch über 80€ nur für den Bereich Essen und man kann damit in der Woche erst ab 9uhr Mogens fahren. Dafür ist es aber übertragbar und am Wochenede kann man damit im ganzen vrr-raum fahren und eine Person mitnehmen (was in der Woche auch ab 7uhr abends kostenlos möglich ist).

      Lefty wrote:

      (Ich sprech nur für mich, es gibt ja Kopfhörer, wo wenig durchdringt).
      Jep, sowelche hab ich.
      Ich merke die Musik von anderen auch öfters aber entweder haben die dann ihre Riesenkopfhörer auf extrem laut, oder sie haben diese Stöpsel die mir immer aus den Ohren fallen.
      Oder viele haben ihr Handy auch ohne Kopfhörer an was ich sehr belästigend finde :thumbdown:

      Ich reagiere auch wesentlich empfindlicher auf fremde Gerüche seitdem meine eigene Körperpflege besser geworden ist.
      Ich vermute das früher als ich selber noch gestunken habe, die Gerüche anderer kaum wargenommen habe weil kaum mal einer schlimmer roch als ich XD
      Jetzt ist das anders, dank der Hormontherapie fühle ich mich nicht mehr unwohl in meinem Körper und daduch das keine Tage mer da sind, kann ich regelmäßigr baden wie es mir gefällt, also rieche ich wohl kaum mehr nach etwas da ich mich auch nicht einparfümiere oder nur höchst selten. Deo benutze ich auch nie.
      Dadurch fallen mir die Gerüche anderer schneller auf und ich finde sie sehr unangenehm, besonders so parfüms die nach künstlicher Vanille oder Desinfektionsmittel riechen, aber halt auch ungepflegte Menschen. Leichter Schweißgeruch geht da ja noch weil das natürlich riecht und eher dumpf in der Nase, aber sobald jemand sine Sachen nicht wäscht oder halt weniger als einmal die Woche duscht etc, wird es beissend scharf und dann geht es bei mir auch nicht mehr.
    • martienne wrote:

      Es gibt schon furchtbar distanzlose Personen! Den "Vogel abgeschossen" hatte mal eine Verkäuferin in einem Reformhaus, die meine Halskette interessant fand, dies verbal zum Ausdruck brachte und im selben Moment nach der kurzen(!) Kette bzw. dem Anhänger daran gegriffen hat.
      Dann kannst du dir vielleicht vorstellen, wie es für mich früher war, mit Lockenpracht.
      "Darf ich mal anfassen?"
      "Nein, lieber nicht ... ... ... Aaaah! Ich sagte: nein, lieber nicht!!!" :nerved: x(
      For mash get SMASH!
    • martienne wrote:

      Die haben gefragt - und dein Nein dann aber nicht respektiert?!?
      Die Frage war anscheinend nur rethorisch. Weißt du... wenn sich die Hand gleichzeitig schon in Richtung deines Kopfes bewegt. Wie wenn man nach einer Speisekarte am Nebentisch greift und dazu beiläufig sagt: "darf ich mal?" :nerved:
      For mash get SMASH!