Gleichstellung und Diagnose dem AG mitgeteilt - und nun?

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    • Gleichstellung und Diagnose dem AG mitgeteilt - und nun?

      Ich habe seit ein paar Tagen einen neuen Job und wurde in einem Fragebogen nach Schwerbehinderung etc. gefragt. Da ich nach der Probezeit eigentlich meine Gleichstellung bekannt geben wollte, konnte ich jetzt nicht lügen und die Frage verneinen. Das wäre in 6 Monaten sonst aufgeflogen. Also weiß mein Arbeitgeber jetzt über meine Gleichstellung und die Diagnose AS Bescheid. Allerdings kam keine Reaktion und das wundert mich etwas. Ich wurde nicht nach meinem Gleichstellungsbescheid gefragt. Oder ob es etwas besonderes zu beachten gibt aufgrund meiner Diagnose.

      Ist bei euch etwas passiert, nachdem ihr Schwerbehinderung/Gleichstellung und Diagnose eurem Arbeitgeber mitgeteilt habt?
      Habt ihr euch von Mehrarbeit freistellen lassen? und wenn ja, wie?
      Ist da wer?
    • Sollte man dir Probleme machen: Die Frage nach der Schwerbehinderten-Eigenschaft ist während der Bewerbungsphase und innerhalb der Probezeit illegal. Hier darfst du natürlich lügen.

      Ich würde mir jetzt erstmal keine Sorgen darum machen.
      AS, diagnostiziert am 14.06.2017
    • kim wrote:

      Ist bei euch etwas passiert, nachdem ihr Schwerbehinderung/Gleichstellung und Diagnose eurem Arbeitgeber mitgeteilt habt?
      Einmal ist nichts passiert und einmal wurde ich gefragt, ob es was zu beachten gibt.

      kim wrote:

      Habt ihr euch von Mehrarbeit freistellen lassen? und wenn ja, wie?
      Nein. Sehe bei mir auch keinen Grund dazu.
      Surprised by the joy of life.
    • Surprised wrote:

      Grübler_1988 wrote:

      bei der AS-Diagnose bin ich da sehr vorsichtig, gerade in einem sozialen Beruf
      Warum?
      Weil in einem sozialen Beruf der gute Umgang mit Menschen sehr wichtig ist, ich aber bisher in meinem Beruf keine großen Schwierigkeiten habe (damals hatte ich dieses Glück allerdings nicht). Außerdem sind im Hinblick auf AS immer noch zu viele Klischees verbreitet (z.B. kein Interesse an Mitmenschen, Computer-Nerd).
    • Ah, okay, ich verstehe. Wobei ich Kolleginnen habe, wo ich mir ziemlich sicher bin, dass die auch im Spektrum sind und gerade bei einer fände ich ein Auting super, weil sie ihren Job total gut macht und das anderen verdeutlichen würde, dass Autist*innen auch im Sozialberuf kompetent sein können.
      Surprised by the joy of life.
    • happily_alone wrote:

      Sollte man dir Probleme machen: Die Frage nach der Schwerbehinderten-Eigenschaft ist während der Bewerbungsphase und innerhalb der Probezeit illegal. Hier darfst du natürlich lügen.

      Ich würde mir jetzt erstmal keine Sorgen darum machen.
      Auch wenn das Gesetz auf meiner Seite ist, habe ich ein ziemliches Problem damit vorsätzlich zu lügen.
      Nun ist es eh zu spät, ich habe bereits alles mitgeteilt. Meine Frage war, ob eure Arbeitgeber das Gespräch gesucht haben, nachdem ihr die Schwerbehinderung bzw. Diagnose bekannt gegeben habt.
      Ist da wer?
    • Surprised wrote:

      Ah, okay, ich verstehe. Wobei ich Kolleginnen habe, wo ich mir ziemlich sicher bin, dass die auch im Spektrum sind und gerade bei einer fände ich ein Auting super, weil sie ihren Job total gut macht und das anderen verdeutlichen würde, dass Autist*innen auch im Sozialberuf kompetent sein können.
      Vielleicht wissen die Kolleginnen selber gar nicht, dass sie möglicherweise im Spektum sind und können sich daher nicht outen. Ging hier einigen, die erst im Erwachsenenalter die Diagnose bekommen haben, auch so. Meist merkt man, dass man anders tickt, kann es aber nicht greifen oder zuordnen. Ich hatte mich z. B. nie mit Autismus oder Asperger befasst, zwar mal davon gehört aber mehr nicht. Erst als ich von Aussenstehenden darauf aufmerksam gemacht wurde, fing ich an, mich überhaupt damit zu beschäftigen und war dann doch erstaunt, geschockt oder... keine Ahnung.
    • kim wrote:

      @Grübler_1988
      Ist dein AG irgendwie auf dich zugekommen und hat dich gefragt, ob es etwas zu beachten gibt hinsichtlich deiner Behinderung?
      Ich kam über die Maßnahme "Unterstützte Beschäftigung" in meinen Beruf. Mein damaliger Jobcoach begleitete mich zum Vorstellungsgespräch. Dort wurden dann u.a. meine Schwierigkeiten genannt. Einmal pro Woche gab es auch ein Reflexionsgespräch zwischen mir, meinem Jobcoach und meiner damaligen Praxisanleiterin.