Mein Sohn (2 J) ist in meiner Gegenwart Verhaltensauffällig

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    • Mein Sohn (2 J) ist in meiner Gegenwart Verhaltensauffällig

      Hallo zusammen,

      ich habe das Problem, dass sich mein Sohn auffällig verhält, wenn ich zu Hause bin. Insbesondere an den Wochenenden, wo ich nicht arbeite, ist es schlimm. Er ist laut, wirft Dinge, schlägt, tritt, ist sehr aufgeregt. Meine Frau versichert mir, dass er in meiner Gegenwart ein anderes Kind ist. Sie ist der Überzeugung, dass ich ihm schweren seelischen Schaden zufügen. Aus diesem Grund liebt meine Frau mich nicht mehr und die Beziehung steht vor dem Aus. Wir gehen bald zur Paarberatung, aber ich erhoffe mir nicht zuviel davon.
      Folgenden Maßnahmen musste ich zustimmen, damit meine Frau mich nicht verlässt:
      Getrennte Betten (einer schläft zukünftig im Wohnzimmer) und an den Wochenenden soll ich das Haus verlassen, damit mein Sohn ruhig bleiben kann.
      Ich habe erstmal zugestimmt, Frage mich aber was ich machen kann, damit mein Sohn auch in meiner Abwesenheit ruhig bleibt. Denkt ihr auch, dass seelischer Schaden entstehen kann?
      Vorwürfe meiner Frau sind, dass ich nicht auf ihn eingehe, oft Nein sage, ihm keine Aufmerksamkeit schenke und einiges mehr.
      Ich belassen es erstmal dabei und hoffe auf rege Diskussion ;)

      Viele Grüße
      Chris
    • Zeigt er diese Auffälligkeiten denn nur bei Dir? Nicht bei der Mutter, nicht bei den Großeltern, nicht in der eventuellen Kita oder "Krabbelgruppe" (bzw. was es so an Gruppen für Kinder in dem Alter gibt?).

      Das zu erkunden, wäre der 1. Schritt, finde ich. Dann gibt es noch die Möglichkeit, mit den Kita-Mitarbeitern zu sprechen. Manche Kitas sind zu Familienzentren ausgebaut, wo es auch Erziehungs- und Familienberatung gibt. Solche Beratungsangebote findet man aber auch außerhalb, wie z.B. bei der Caritas, der Stadt, der Diakonie, der AWO, etc. . Da lässt sich sicher auch erkunden, woran das Problem liegt bzw. wie Du anders mit ihm umgehen könntest. Irgendwo drauf reagiert er ja. Worauf auch immer.

      Kann er sagen, ob ihn etwas stört bzw. was? Zuviel Beschäftigung, Zuwenig Beschäftigung, unklare Reaktionen und Aussagen, ärgern, das Nein des Kindes nicht akzeptieren, dem Kind mal sagen, dass es xy darf und mal darf es das nicht,... .

      Dein "Im Wohnzimmer schlafen" hilft dem Kind wohl nur, wenn es dann nicht durchs Zimmer muss, um irgendwo hinzu kommen.
      ...oder bekommt das Kind Krach zwischen Dir und Deiner Partnerin mit und wird dann unruhig, wenn ihr beide zusammen seit?

      Alles Ideen. Diskutieren will ich hier nicht. Nur Ideen liefern, um die Situation verbessern zu können.
    • LeuChris wrote:

      Denkt ihr auch, dass seelischer Schaden entstehen kann?
      Das halte ich für Quatsch. Selbst wenn es stimmen sollte, dass Du Dich zu wenig mit ihm befasst und zu oft nein sagst - das sollte kein Kind derart aggressiv machen, dann baut er einfach keine Beziehung zu Dir auf und das wars. Damit seelischer Schaden entstehen kann, musst Du ihn oder seine Mutter körperlich oder psychisch misshandeln, ständig mit ihr streiten (wozu in der Regel zwei gehören!) und womöglich noch dauernd besoffen randalieren. Das Problem scheint mir nicht das Verhältnis zwischen Dir und ihm, sondern vielmehr das zwischen Dir und Deiner Frau zu sein.
    • LeuChris wrote:

      Vorwürfe meiner Frau sind, dass ich nicht auf ihn eingehe, oft Nein sage, ihm keine Aufmerksamkeit schenke und einiges mehr.
      Und ist das auch so? Oder könntest Du Dir vorstellen, das zu ändern, auch wenn Du es gar nicht so siehst?
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Ich würde das Problem mindestens so sehr beim Kind verorten, wie bei dir. Vielleicht fühlt es sich durch dich eingeschränkt und rebelliert dagegen oder es will die Zuneigung der Mutter nicht mit dir teilen oder es mag dich nicht oder es will deine Aufmerksamkeit und hat gerlernt, dass es sie nur bekommt, wenn es richtig Krawall macht. In diesen Fällen läge es auch an der Mutter zwischen euch zu vermitteln.

      Eine Familienberatung kann bei solchen Erziehungsproblemen und kinderpsychologischen Problemen wahrscheinlich besser helfen als eine einfache Paarberatung. Die können dir auch sagen, was du tun musst um mit dem Kind besser umzugehen. Und sie vermitteln zwischen beiden Partnern. Die Familienberatung ist kostenlos, Paarberatungen hingegen nicht immer.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Kommt drauf an, wo. Es gibt auch Ehe- bzw. Paarberatung bei sozialen Trägern, wobei hier eben der Fokus mehr auf der Beziehung zwischen dem Paar liegt, als bei einer Erziehungs- oder Familienberatungsstelle. Letztlicht ist es aber auch irgendwie miteinander verknüpft, denn die Probleme als Paar wirken sich auch auf das Kind aus und Probleme des Kindes (oder mit dem Kind) auch auf das Paar. Allerdings handelt es sich hier ja um einen Zweijährigen und die Probleme (was ihn angeht) beziehen sich nur auf das Verhalten. Das alleine sollte eigentlich nicht so gravierende Auswirkungen auf eine Paarbeziehung haben. Da gibt es andere Themen, die stärker wirken.

      Ich denke, dass dieses Kind auf irgendwelche Reaktionen, Nicht-Reaktionen und Unklarheiten ihm gegenüber reagiert...oder auch auf Stress, der zwischen den Eltern ist. Es gibt Kinder, die ein Elternteil schützen wollen oder Angst haben, dass es wieder Stress gibt. ...und so ein Zweijähriger ist nicht in der Lage, das zu erfassen und reflektiert auszudrücken, was los ist (manche Erwachsene auch nicht).
    • Wir gehen zur Diakonie. Die bieten alles an, von Paarberatung bis zur Erziehungsberatung und ich hoffe daher, dass sie dort in allen Fragen auch helfen können.

      Darlina wrote:

      Ich denke, dass dieses Kind auf irgendwelche Reaktionen, Nicht-Reaktionen und Unklarheiten ihm gegenüber reagiert...oder auch auf Stress, der zwischen den Eltern ist. Es gibt Kinder, die ein Elternteil schützen wollen oder Angst haben, dass es wieder Stress gibt. ...und so ein Zweijähriger ist nicht in der Lage, das zu erfassen und reflektiert auszudrücken, was los ist (manche Erwachsene auch nicht).
      Meine Frau erklärt es mir immer so in etwa. Ich versuche zwar die Hilfestellungen meiner Frau und meiner Therapeutin umzusetzen, aber es gelingt mir nicht gut genug. Ich reagiere oft nicht schnell genug auf Wünsche meines Sohnes (weil ich sie entweder nicht erkenne oder der Meinung bin, dass sie unangebracht sind), rede zu sehr wie mit einem Erwachsenen mit ihm und schaffe es nicht Dinge auch mal auf einer emotionalen Ebene zu klären.
      Dieser "Stress" zwischen meinem Sohn und mir, führt zu enormen Stress bei meiner Frau ("der da macht mein Kind kaputt"), was dann zu enormen Problemen zwischen meiner Frau und mir führt. Letztlich ist es ein Teufelskreis (RW) in dem wir uns gerade befinden und ich suche nun nach Wegen, diesen zu durchbrechen mit einer Lösung die ungleich "meine Frau verlässt mich" ist. Am liebsten wäre es mir, wenn mal jemand tageweise in die Familie kommt, beobachtet und uns dann korrigiert wo sinnvoll und nötig.

      Darlina wrote:

      Zeigt er diese Auffälligkeiten denn nur bei Dir? Nicht bei der Mutter, nicht bei den Großeltern, nicht in der eventuellen Kita oder "Krabbelgruppe" (bzw. was es so an Gruppen für Kinder in dem Alter gibt?).
      Er macht das leider nur bei mir. In die Kita geht er noch nicht (keinen Platz bekommen).

      Darlina wrote:

      Kann er sagen, ob ihn etwas stört bzw. was? Zuviel Beschäftigung, Zuwenig Beschäftigung, unklare Reaktionen und Aussagen, ärgern, das Nein des Kindes nicht akzeptieren, dem Kind mal sagen, dass es xy darf und mal darf es das nicht,... .
      Nein, das kann er leider nicht. Auch wenn er sprachlich auf einem enormen Niveau ist (1-2 Jahre weiter als für das Alter üblich), kann er seine Gefühle noch nicht gut ausdrücken. Es steht ja immer auch noch die Möglichkeit im Raum, dass er auch Autist ist. Einige Verhaltensweisen sprechen dafür, einige dagegen - da müssen wir noch abwarten.

      Puk wrote:

      Ich würde das Problem mindestens so sehr beim Kind verorten, wie bei dir. Vielleicht fühlt es sich durch dich eingeschränkt und rebelliert dagegen oder es will die Zuneigung der Mutter nicht mit dir teilen oder es mag dich nicht oder es will deine Aufmerksamkeit und hat gerlernt, dass es sie nur bekommt, wenn es richtig Krawall macht. In diesen Fällen läge es auch an der Mutter zwischen euch zu vermitteln.
      Ja, das sehe ich auch so. Ich glaube meine Frau ist da einfach aber schon so festgefahren (RW), dass Sie erstmal Ruhe will, bevor Sie wieder Kraft hat um hier zu vermitteln.

      Darlina wrote:

      Dein "Im Wohnzimmer schlafen" hilft dem Kind wohl nur, wenn es dann nicht durchs Zimmer muss, um irgendwo hinzu kommen.
      ...oder bekommt das Kind Krach zwischen Dir und Deiner Partnerin mit und wird dann unruhig, wenn ihr beide zusammen seit?
      Ne, das kommt daher, dass meine Frau unglaublich schlecht schläft. Mein Sohn wird nachts noch wach und dann ruft er oft nach mir. Ich kann immer wieder sofort einschlafen, aber meine Frau ist dann irgendwann wach. Sie ist dadurch chronisch erschöpft und übermüdet. Die letzten 2 Tage bin ich rüber ins Kinderzimmer, sobald unser Sohn nach mir gerufen hat. Das hat immerhin dazu geführt, dass die Nacht ruhiger verlief. Meine Frau schlief besser, mein Sohn schlief besser - nur ich nicht. Aber das Opfer bin ich gerne bereit zu bringen, da ich mit Schlafmangel von uns allen am besten umgehen kann.
    • Ich kann nur persönliche Erfahrungen beitragen:
      Wenn ich meinem Sohn keine Aufmerksamkeit schenke, dreht er auch auf und macht Faxen. Kurze Ansprache oder Aufmerksamkeit nebenbei hilft da nicht.
      Ich habe aber gemerkt (und eingesehen) das ich als Elternteil nun mal "richtig" auf ihn eingehen muss und nicht nur nebenbei.
      Seitdem wir "echte" Stunden zusammen verbringen (z.B. die Nachmittage am Wochenende oder nach der Schule - hat das komplett aufgehört. :) )
      Das ist zwar anstrengend und fremdbestimmt (ich bin leider selbst auch meistens mit irgendwas beschäftigt) aber dafür bekommt man auch etwas: Ein ausgeglicheneres Kind und viel mehr Harmonie zuhause sowie die Zeit dazwischen viel mehr Ruhe.

      Ich mache mit ihm was (Brettspiele, PS4 oder wir malen, lesen, spielen verstecken, Spielplatz usw..... was auch immer anfällt .... aber ohne das ich zwischendurch was anderes mache).
      Mit einem 2 jährigen kann man vielleicht Bücher anschauen oder verstecken spielen oder basteln, Spielplatz :roll: Vielleicht hilft es auch bei dir die Situation zu entschärfen. Alles Gute!
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*
    • Puk wrote:

      es will deine Aufmerksamkeit und hat gerlernt, dass es sie nur bekommt, wenn es richtig Krawall macht.
      Das hätte ich vermutet, dass er versucht, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen an den Tagen, wo du da bist. Vielleicht könntest du versuchen, mehr mit ihm zusammen zu unternehmen.
      Kann aber auch sein, dass er die Differenzen zwischen dir und deiner Frau spürt und darauf mit Unruhe reagiert. Dann wäre deine Frau genauso Schuld daran.
      Alles wird galaktisch gut.
    • ich hatte assoziativ den Eindruck, es könnte sich um das Phänomen handeln, dass autistische Kinder in der Kita so (über)angepasst sind, dass sie zu hause (im "geschützten Raum") quasi "die Sau rauslassen".
      Aber der Fall scheint ja doch anders zu sein.

      Für autistische Väter (bin auch einer) ist die intensive Lektüre eines Erziehungsratgebers sinnvoll, denn intuitiv ist eher schwierig.
    • Hallo @LeuChris, ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten:

      Als mein Sohn (Aspie) so alt war wie deiner, war er auch sehr anstrengend und fordernd.

      Wir wussten damals weder, dass er Autist ist, noch wusste ich um mein eigenes Asperger - sein...Ich war oft überfordert mit seinem Verhalten, mein Mann auch.

      Was ich rückblickend sagen kann: mein Mann und ich haben uns in der Betreuung, berufsbedingt, oft abgewechselt, mein Sohn war also meist mit einem von uns allein zu Hause.

      Sobald wir zu dritt waren, war die Hölle los. Sohn drehte komplatt durch. Ich dachte zuerst auch, es läge an meinem Mann. (oder an mir...)

      Selbiges berichteten die Großeltern, die ab und zu auf ihn aufpassten:

      er sei "ganz brav", aber sobald mein Mann oder ich auftauchten, um ihn abzuholen, drehte er komplett durch, "war ein ganz anderes Kind"...(meine Mutter war sich sicher, er sein nur wegen mir so, bei IHR wäre er ein Engel...)

      Worauf ich hinaus will: mein Sohn bekam seine Diagnose erst mit 7 Jahren, vorher herrschte große Rat - und Hilflosigkeit...

      Ich glaube rückblickend, dass er in diesen Situationen mit dem Wechsel der Betreungspersonen, oder dem Zusammentreffen beider Betreuungspersonen überfordert war.

      Vielleicht ist das bei deinem Sohn auch so?

      Vielleicht hilft es, ihm einen ganz simplen Wochenplan mit Symbolen zu basteln, auf dem zu sehen ist, welche Personen an dem Tag zu Hause sein werden?

      Oder ihn zumindest verbal darauf vorzubereiten?

      Ich glaube nicht, dass du deinem Sohn einen "seelischen Schaden" bereitest, indem du zuviel mit ihm redest, oder zuviel erklärst (das musste ich mir auch anhören...).

      Manchmal hilft trotzdem eine kurze und klar formulierte Ansage, was für ein Verhalten du von ihm wünscht.

      Und der Tipp bezüglich des Lesens von Kindererziehungsratgebern (oder auch von Entwicklungspsychologiebüchern), hilft auf jeden Fall auch, den "Mangel" an Intuition & Erfahrung auszugleichen. (ich hab´verdammt viel gelesen, damals...)

      Hat eure Paarberatung Ahnung von Autismus? Sonst könnte ich mir vorstellen, dass die Ratschläge fehlgehen...
    • LeuChris wrote:

      Hallo zusammen,

      ich habe das Problem, dass sich mein Sohn auffällig verhält, wenn ich zu Hause bin. Insbesondere an den Wochenenden, wo ich nicht arbeite, ist es schlimm. Er ist laut, wirft Dinge, schlägt, tritt, ist sehr aufgeregt. Meine Frau versichert mir, dass er in meiner Gegenwart ein anderes Kind ist. Sie ist der Überzeugung, dass ich ihm schweren seelischen Schaden zufügen. Aus diesem Grund liebt meine Frau mich nicht mehr und die Beziehung steht vor dem Aus. Wir gehen bald zur Paarberatung, aber ich erhoffe mir nicht zuviel davon.
      Folgenden Maßnahmen musste ich zustimmen, damit meine Frau mich nicht verlässt:
      Getrennte Betten (einer schläft zukünftig im Wohnzimmer) und an den Wochenenden soll ich das Haus verlassen, damit mein Sohn ruhig bleiben kann.
      Ich habe erstmal zugestimmt, Frage mich aber was ich machen kann, damit mein Sohn auch in meiner Abwesenheit ruhig bleibt. Denkt ihr auch, dass seelischer Schaden entstehen kann?
      Vorwürfe meiner Frau sind, dass ich nicht auf ihn eingehe, oft Nein sage, ihm keine Aufmerksamkeit schenke und einiges mehr.
      Ich belassen es erstmal dabei und hoffe auf rege Diskussion ;)

      Viele Grüße
      Chris
      Ich entschuldige mich bereits jetzt für das was ich im Folgenden schreiben werde, sofern ich damit in Deinen Augen völlig falsch liege und Du meinen Beitrag als unangebracht empfindest:

      Beim ersten Lesen, habe ich spontan gedacht, es handelt sich um einen nicht ganz ernstgemeinten Beitrag.
      Aber aufgrund Deiner Reaktionen und der Beiträge hier, lag ich damit wohl falsch:

      Ich bin selber Vater eines 6 Jahre alten Jungen und habe an anderer Stelle gerade einen Thread zu meinem Sohn eröffnet.

      Da ich selber auch dem Spektrum Asperger zuzuordnen bin und ebenfalls verheiratet, war und bin ich spontan vor allem über eines sehr verwundert: Deine Frau !

      Ich habe die aus meiner Sicht unglaublichen Aussagen einmal fett markiert.

      Du fügst Deinem Kind schweren seelischen Schaden zu ?
      Wodurch ? Was tust Du denn ?

      Aus diesem Grund liebt Deine Frau Dich nicht mehr ?
      Was wirft sie Dir vor ?
      Hast Du ihr erst nach der Geburt verraten, dass Du ein "Asperger" bist ?
      Wie war die Beziehung denn vor der Geburt ?
      Hast Du Dich so grundlegend verändert ?

      Getrennte Betten
      Dein Sohn ruft nachts nach dir ? Obwohl Du ihm seelischen Schaden zufügst ?
      Wie passt das zusammen ?

      An den Wochenenden sollst Du das Haus verlassen, damit Dein Sohn ruhig bleiben kann !
      Das hat Deine Frau verlangt ? Nicht wirklich oder ?
      Und Du hast Dich darauf eingelassen ?
      Klingt nach totaler Unterordnung und nicht nach Beziehung auf Augenhöhe !


      Auch wenn er Dir wahrscheinlich kein Trost ist, aber nur mal so zum Vergleich:
      Mein Apsergersein betrifft fast alle Bereiche meines sozialen Lebens (oder besser meines nicht vorhandenen sozialen Lebens)
      ABER:
      Als Vater bin ich der empathisch, weich, einfühlsam und gefühlvoll.
      Mein Sohn liebt mich wie er seine Mutter liebt.
      Niemals würde meine Frau auf die Idee kommen, ich würde durch mein Tun meinem Sohn seelischen Schaden zufügen.

      Wäre das hier ein Sexualforum würde ich sagen: Deine Frau hat sadistische Neigungen ?

      Ich hoffe diese Offenheit nimmst Du mir nicht übel.
      Aber ich bin wirklich sehr erschrocken über Deine Schilderungen.

      Aber nochmal: Entschuldigung, wenn ich da zu weit gegangen bin.

      Ach und noch was:
      Mein Sohn war und ist auch immer aufgedrehter, wenn ich zu Hause bin.
      Ich arbeite die ganze Woche.
      Nach Feierabend und am Wochenende freut er sich einfach, dass sein Papa zu Hause ist...
      und kann mit mir mehr und anderen "Quatsch" machen, als mit meiner Frau.

      The post was edited 1 time, last by Teilzeitheld ().

    • LeuChris wrote:

      Wir gehen zur Diakonie. Die bieten alles an, von Paarberatung bis zur Erziehungsberatung
      Das finde ich gut. Da ist ja dann Alles abgedeckt und die können auch vermitteln. Ich drücke Euch dreien die Daumen, dass die Beratung weiter hilft!!!!

      LeuChris wrote:

      Ich versuche zwar die Hilfestellungen meiner Frau und meiner Therapeutin umzusetzen, aber es gelingt mir nicht gut genug. Ich reagiere oft nicht schnell genug auf Wünsche meines Sohnes (weil ich sie entweder nicht erkenne oder der Meinung bin, dass sie unangebracht sind), rede zu sehr wie mit einem Erwachsenen mit ihm und schaffe es nicht Dinge auch mal auf einer emotionalen Ebene zu klären.
      Es gibt auch so Elterngruppen, wie "Starke Eltern, starke Kinder". Da kann man viel über Bedürfnisse und das Verhalten von Kindern lernen und sich auch darüber austauschen, wie man in Situation x besser reagieren kann.

      LeuChris wrote:

      Am liebsten wäre es mir, wenn mal jemand tageweise in die Familie kommt, beobachtet und uns dann korrigiert wo sinnvoll und nötig.
      Das gibt es ja durchaus. Sicher auch bei der Diakonie. Die sozialpädagogische Familienhilfe macht das z.B. . Manche arbeiten auch mit Kamera´s, so dass man Situationen aufnehmen und hinterher analysieren kann. Dabei geht es weniger um Kritik, sondern um Erkennen durch Beobachtung (durch die Kamera hat man Abstand und erkennt selber viel mehr) und überlegen, mit Abstand, wie man es ändern kann. Fragt doch mal bei der Diakonie nach. Ich denke, so etwas in der Art wird es sicher auch bei Euch geben.

      LeuChris wrote:

      Sie ist dadurch chronisch erschöpft und übermüdet.
      Das kann ich gut verstehen. Dann ist die Situation noch mehr gereizt. Vielleicht wäre eine Mutter-Kind-Kur gut für sie.
    • Wir gehen jetzt erstmal zu einer Familienberatungsstelle. Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht, welche Art der Beratung wir benötigen: Eheberatung? Familienberatung? Erziehungsberatung? Ich hoffe, dass wir dort auf kompetente Menschen treffen, die uns als Familie helfen, den richtigen Weg für uns zu finden.