Autismus und Empathie

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    • Autismus und Empathie

      Was trifft zu? 40

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      durch die Medien scheint das Gerücht zu entstehen, das Autidten keine Empathie hätten.
      Ich bin kein psychopat,... warum denken die das alle?

      Wie seht ihr das?

      Ps. Fie Umfrage enthält 2 Fragen.
      Bitte eines der oberen beiden und eines der unteren beiden auswählen.

      The post was edited 1 time, last by Chelidon_Hirundinis ().

    • Surprised wrote:

      Hm. Die Umfrage ist aber schon so ein klitzkleines bißchen BILD Zeitung Niveau, oder?
      ich wollte es einfach und schlicht halten und wiessen, wie viele wirklich keine Empathie empfinden und wie verbreitet das denken darüber wirklich ist.

      Es geht mir Ziemlich nach, weil ich früher von Freunden schon für einen psychopsten bzw. Einen Nsrzisten gehalten wurde und das bin ich nicht.

      Wie hättest du den die Frage gestellt?
      Übrigens sind es zwei Fragen, in einer Umfrage.
      Du hast nur eine beantwortet.
    • Häufig wird das - habe ich den EIndruck - schon so wahrgenommen, dass wir keine Empathie haben, mehr noch, dass wir keine Gefühle hätten. Insbesondere, weil genau das wehtut.

      Ich denke schon, dass wir Empathie haben - manche mehr, manche weniger (wie bei allen Menschen), das nur vielleicht anders, weniger deutlich zeigen können.

      Dass dieses Bild vorherrscht ist, denke ich, eine Folge davon, dass häufig *über* Autisten geredet wird, seltener *mit* Autisten. Das wird in den letzten Jahren besser, aber die Vorurteile haben sich schon festgesetzt und werden - so meine Wahrnehmung - in einigen "Filterblasen" wohl auch geschürt, weil's für diese praktisch ist. (Letzteres meine Hypothese).
      Bei (Rück-) Fragen oder Bezugnahme bitte zitieren oder mit @ anschreiben, sonst übersehe ich das. —— Searching Kim from PLZ 38...
    • Kommt darauf an, was man unter Empathie versteht.
      Es ist ein so weiter Begriff, dass man als Autist pauschal fast mit "Ja" antworten muss.
      Tatsächlich haben Autisten aber eben nicht die landläufige Empathie, durch die man instinktiv "aus dem Bauchgefühl heraus" anderen Menschen ansieht, was für Gefühle sie haben und welche Gründe es dafür gibt.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich kann die Umfrage nicht eindeutig beantworten.
      Es gibt viele Situationen in denen ich keine emotionale, aber kognitive Empathie habe.
      Bei einigen Sachen auch gar keine.
      Manchmaö habe ich auch emotionale Emphatie.
      Denke hat ja jeder mehr oder weniger auageprögt und würde es bei mir etwas ausgeprägter bezeichnen.
    • Cloudactive wrote:

      Tatsächlich haben Autisten aber eben nicht die landläufige Empathie, durch die man instinktiv "aus dem Bauchgefühl heraus" anderen Menschen ansieht, was für Gefühle sie haben und welche Gründe es dafür gibt.
      Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur sagen, daß es mir schon möglich ist mitzufühlen, aber das funktioniert auf rein kognitiver Basis, z.B. durch Gespräche. Wenn ich jemanden nur anschaue, kann ich so etwas wie Mitgefühl nicht empfinden. Ich kann es mir aber einreden und nach außen hin so tun als wäre da was vorhanden.
    • Chelidon_Hirundinis wrote:

      ich wollte es einfach und schlicht halten und wiessen, wie viele wirklich keine Empathie empfinden und wie verbreitet das denken darüber wirklich ist.
      Danke für die Erklärung!

      Chelidon_Hirundinis wrote:

      Wie hättest du den die Frage gestellt?
      Übrigens sind es zwei Fragen, in einer Umfrage.
      Du hast nur eine beantwortet.
      Ich habe keine der Fragen beantwortet. Ich mag grundsätzlich kein pauschalisierendes "Die Leute denken". Wer sind denn "die Leute"?
      Ich glaube ich hätte die Frage(n) einfach gar nicht gestellt. Also einfach auch weil sich mir diese Frage(n) nicht stellen und es mir egal ist, was "die Leute" denken.

      Gedankenkarussell99 wrote:

      Oft habe ich keine Empathie nur bei Situationen die ich selbst schon so ähnlich erlebt habe ansonsten kann ich mich kaum hinein versetzen.
      Mir geht es auch so.

      Übrigens finde ich zu dem Thema das Buch
      Der Junge, der zu viel fühlte: Wie ein weltbekannter Hirnforscher und sein Sohn unser Bild von Autisten für immer verändern
      von Lorenz Wagner sehr empfehlenswert. Das Buch handelt von einem Autisten, der enorm viel fühlt.
      Surprised by the joy of life.
    • Cloudactive wrote:

      Kommt darauf an, was man unter Empathie versteht.
      Es ist ein so weiter Begriff, dass man als Autist pauschal fast mit "Ja" antworten muss.
      Tatsächlich haben Autisten aber eben nicht die landläufige Empathie, durch die man instinktiv "aus dem Bauchgefühl heraus" anderen Menschen ansieht, was für Gefühle sie haben und welche Gründe es dafür gibt.
      Ich verstehe unter Empathie, die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen und nicht darum, wie gut du Menschen und Situation deuten und oder analysieren kannst.
      In einem Roman, Film, PC-Spiel oder der gleichen, habe ich keine Probleme, insbesondere wenn man weiß, was die Person denkt und fühlt.

      um Empathie anwesend zu können, ist es notwendig die Gefühle zu erkennen.
      Wenn man keine Gefühle oder der gleichen, erkennen kann, heißt das nicht, das man keine Empathie empfinden kann.


      Surprised wrote:

      Chelidon_Hirundinis wrote:

      ich wollte es einfach und schlicht halten und wiessen, wie viele wirklich keine Empathie empfinden und wie verbreitet das denken darüber wirklich ist.
      Danke für die Erklärung!

      Chelidon_Hirundinis wrote:

      Wie hättest du den die Frage gestellt?
      Übrigens sind es zwei Fragen, in einer Umfrage.
      Du hast nur eine beantwortet.
      Ich habe keine der Fragen beantwortet. Ich mag grundsätzlich kein pauschalisierendes "Die Leute denken". Wer sind denn "die Leute"?Ich glaube ich hätte die Frage(n) einfach gar nicht gestellt. Also einfach auch weil sich mir diese Frage(n) nicht stellen und es mir egal ist, was "die Leute" denken.

      Gedankenkarussell99 wrote:

      Oft habe ich keine Empathie nur bei Situationen die ich selbst schon so ähnlich erlebt habe ansonsten kann ich mich kaum hinein versetzen.
      Mir geht es auch so.
      Übrigens finde ich zu dem Thema das Buch
      Der Junge, der zu viel fühlte: Wie ein weltbekannter Hirnforscher und sein Sohn unser Bild von Autisten für immer verändern
      von Lorenz Wagner sehr empfehlenswert. Das Buch handelt von einem Autisten, der enorm viel fühlt.
      Es geht auch nicht um alle Leute, sondern um die Erfahrungen, die du oder andere gemacht haben.
      Ich wollte eben keine drei Seiten dazu schreiben.

      Meine Empathie ist auch sehr groß,... Wenn eine Lieblingsfigur in einem Fiktiven werk leidet oder stirbt, muss ich auch immer weinen und leide mit ihr.
      In der Grundschule habe ich angefangen, zu dein weinen, weil eine mitschülerin geweint hat, die ich sehr mag,... Ich habe erst gemerkt das,sie traurig ist,vals sie angefangen hat zu weinen,... nachdem ich erfahren habe, das ihre oma gestorben ist, war ich eine ganze Woche niedergeschlagen, obwohl ich die nicht msl kannte.
      Autisten können auch eine größere Empathie besitzen, als neurotypische Menschen.

      Deswegen Kapsel ich mich meistens von anderen Menschen empotional ab, weil ich mit ihnen leide.
      Ich habe wegen meiner großen Empathie auch häufig stimungsschwankungen.


      Nalia wrote:

      Ich kann die Umfrage nicht eindeutig beantworten.
      Es gibt viele Situationen in denen ich keine emotionale, aber kognitive Empathie habe.
      Bei einigen Sachen auch gar keine.
      Manchmaö habe ich auch emotionale Emphatie.
      Denke hat ja jeder mehr oder weniger auageprögt und würde es bei mir etwas ausgeprägter bezeichnen.
      Empathie ist immer kognitive.
      Psychopaten haben keinerlei Empathie und ein vermindertes gefühlsempfinden, in manchen Bereichen.
      Psychopaten können nicht mal mitfühlen, wenn man es ihnen erklärt.

      Mich stören irgendwie die ganzen Vorurteile, die andere Menschen haben.

      Bei mir ist das denke ich ein bisschen anders, weil ich nicht asperger habe, sonder Kanner-Syndrom.

      The post was edited 3 times, last by Chelidon_Hirundinis ().

    • Mir wurde im Laufe meines Lebens zwischen zu viel Empathie bis hin zur Naivität und Selbstaufgabe und Kompletter Empathie/Gefühllosigkeit alles unterstellt.

      Viele versteh unter Empathie des anderen jedoch
      "Gibt mir Signale, die mich nicht wohlfühlen lassen"
      "Sagt nichts, dass ich nicht hören will"
      "Bestätigt mich im Jammern, das das/alles so schlimm ist"
      "Erwartet keine bzw fordert keine Eigeninitiative"
      "Erwartet/fordert keine Selbstreflexion"
      "Erledigt Dinge für mich, ohne dass ich hier bitten muss"
      "Errät, was ich meine, ohne es auszusprechen"
      "Sagt nichts zu dem, worüber ich nicht reden will, auch das muss erraten werden"
      "Sorgt irgendwie dafür, dass ich mich wohlfühle, ohne Hinweise von mir dazu zu erhalten".

      Oder anders, am meisten beklagen die bei anderen mangelnde Empathie und fordern diese von den anderen ein, die selbst für andere keine aufbringen.
      Sondern das alleinig für sich haben wollen.

      Hier eckst du dann an, wenn du Themen ansprichst, gar lösungsorient denkst und ganz schlimm, vom anderen ebenfalls Nachdenken, oder eine Beteiligung an Lösungsfindung oder gar Umsetzungsarbeit erwartest.
      Dann kriegst du von denen den Empathiemangelvorwurf.

      Ich bin dazu übergegangen, wenn sich immer wieder obiges zeigt, meine Empathie auf "tragisch für die, aber keine weitere Verpflichtung zu mehr Empathie oder anderem" zu reduzieren und mich dann von solchen fernzuhalten.

      Einseitige Empathie ist professionell nur im therapeutischen Rahmen angesagt, und dafür gibt es dann das Honorar/Schmerzensgeld.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Mir wurde im Laufe meines Lebens zwischen zu viel Empathie bis hin zur Naivität und Selbstaufgabe und Kompletter Empathie/Gefühllosigkeit alles unterstellt.

      ...
      ich höre auch immer wieder widersprüchliches,... das nehme ich nicht mehr ernst.


      Happy to be wrote:

      ...

      Viele versteh unter Empathie des anderen jedoch
      "Gibt mir Signale, die mich nicht wohlfühlen lassen"
      "Sagt nichts, dass ich nicht hören will"
      "Bestätigt mich im Jammern, das das/alles so schlimm ist"
      "Erwartet keine bzw fordert keine Eigeninitiative"
      "Erwartet/fordert keine Selbstreflexion"
      "Erledigt Dinge für mich, ohne dass ich hier bitten muss"
      "Errät, was ich meine, ohne es auszusprechen"
      "Sagt nichts zu dem, worüber ich nicht reden will, auch das muss erraten werden"
      "Sorgt irgendwie dafür, dass ich mich wohlfühle, ohne Hinweise von mir dazu zu erhalten".

      ...
      die wissen eben selbst nicht was Empathie bedeutet und haben deshalb falsche Erwartungen.


      Happy to be wrote:

      ...

      Oder anders, am meisten beklagen die bei anderen mangelnde Empathie und fordern diese von den anderen ein, die selbst für andere keine aufbringen.
      Sondern das alleinig für sich haben wollen.

      Hier eckst du dann an, wenn du Themen ansprichst, gar lösungsorient denkst und ganz schlimm, vom anderen ebenfalls Nachdenken, oder eine Beteiligung an Lösungsfindung oder gar Umsetzungsarbeit erwartest.
      Dann kriegst du von denen den Empathiemangelvorwurf.

      Ich bin dazu übergegangen, wenn sich immer wieder obiges zeigt, meine Empathie auf "tragisch für die, aber keine weitere Verpflichtung zu mehr Empathie oder anderem" zu reduzieren und mich dann von solchen fernzuhalten.

      Einseitige Empathie ist professionell nur im therapeutischen Rahmen angesagt, und dafür gibt es dann das Honorar/Schmerzensgeld.
      Viele Menschen sind irgendwie ziemlich egoistisch.
      Ist meine Erfahrung.
      Wenn es jemand mit mir zu weit treibt, versetze ich mich in andere hinein, um mich zu rächen und sie leiden zu lassen.
      Ein psychopat könnte das nicht, weil er keine Empathie besitzt.
      Solche Menschen machen mich aggressiv.
      Auf solche Menschen nehme ich irgendwann keine Rücksicht mehr und ich lasse die nicht nur sprichwörtlich ins Messer laufen, ich drehe wenn möglich auch noch den Wegweiser entsprechend, damit sie hinen tappen. Zumindest fals irgends möglich.

      Viele Menschen haben falsche Vorstellungen und daraus entstehen falsche Erwartungen.

      Ich bin Autist und kein Psychopat,... von solchen Menschen fühle ich mich angegriffen.

      Eigentlich ist mir ja egal was andere denken, aber ich weiß um die Nachteile, die dadurch entstehen.
      Und Nachteile kann ich nicht gebrauchen.
    • Es bindet doch nur unnötige Energien , die man für viel schöneres und lustiger verwenden kann, wenn man nach Rachemöglichkeiten sucht.
      Die Aufmerksamkeit ist weiter bei den anderen, und es heilt auch nichts an den eigenen Verletzungen, für deren Ausheilen man auch Energie braucht.

      Schnell kommt man dann in eine "Hass-Spirale", das sorgt dafür, dass sich jetzt die anderen berechtigt denken, ihrerseits wieder...
      und am Ende steht dann wieder das Ohnmachtsgefühl, das nicht ausgeheilt war.

      Nur Psychopathen ziehen wirklich einen "Gewinn" aus dem, was sie anderen antun.
      Diese haben zwar keine Empathie, aber sie erkennen, welche Gefühle und wie die in anderen ablaufen - erkennen also bei anderen was da ist, auch wenn sie das nicht in sich spüren können- und benutzen das dann, um andere fühlen zu lassen, was sie selbst NICHT empfinden können. Für sie sind andere Menschen wie Spielfiguren auf einem Schachbrett - ohne gefühlte Bedeutung.
      Wer aber fühlt bzw mehr als "Macht=Wohlfühlen" und "Ohnmacht=Unbehagen" , dem schadet Rache selbst am meisten, auch wenn da kurz ein anderer Moment auftaucht, der sich eine Weile "stark" denken lässt und die Verletzungen betäubt.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Ich fand diesen Artikel dazu sehr aufschlussreich: scientificamerican.com/article…d-emotions-feel-empathy1/

      Ich gehöre selbst zu den Menschen, die sehr viel fühlen und sich gegen den Schmerz anderer gar nicht abgrenzen können. Was mich manchmal regelrecht handlungsunfähig macht. Das geht mir auch dann so, wenn ich nur darüber lese oder es gar eine fiktive Geschichte ist.

      Entweder endet das dann ich einem großen Verzweiflungsanfall, oder ich fühle überhaupt nichts mehr. Beides sehr unschön.

      Die "Vibes" eines Raums mit Menschen kann ich sehr gut spüren, und auch die Gefühle meines Gegenübers (Frauen besser als Männer). Beweggründe oder Strategien verstehe ich oft nicht, aber die Gefühle, die ein Mensch ausstrahlt, schon.
      Angry young woman, there’s no way back, so just keep walking.
      Yoko Ono
    • Happy to be wrote:

      Es bindet doch nur unnötige Energien , die man für viel schöneres und lustiger verwenden kann, wenn man nach Rachemöglichkeiten sucht.
      Die Aufmerksamkeit ist weiter bei den anderen, und es heilt auch nichts an den eigenen Verletzungen, für deren Ausheilen man auch Energie braucht.

      Schnell kommt man dann in eine "Hass-Spirale", das sorgt dafür, dass sich jetzt die anderen berechtigt denken, ihrerseits wieder...
      und am Ende steht dann wieder das Ohnmachtsgefühl, das nicht ausgeheilt war.

      Nur Psychopathen ziehen wirklich einen "Gewinn" aus dem, was sie anderen antun.
      Diese haben zwar keine Empathie, aber sie erkennen, welche Gefühle und wie die in anderen ablaufen - erkennen also bei anderen was da ist, auch wenn sie das nicht in sich spüren können- und benutzen das dann, um andere fühlen zu lassen, was sie selbst NICHT empfinden können. Für sie sind andere Menschen wie Spielfiguren auf einem Schachbrett - ohne gefühlte Bedeutung.
      Wer aber fühlt bzw mehr als "Macht=Wohlfühlen" und "Ohnmacht=Unbehagen" , dem schadet Rache selbst am meisten, auch wenn da kurz ein anderer Moment auftaucht, der sich eine Weile "stark" denken lässt und die Verletzungen betäubt.
      mich blockiert so was viel zu stark und es ist dann schwierig, wenn man die Sache noch nicht abschließen kann,... außerdem zeige ich so, viel zu viel schwäche und das man es mit mir ja machen kann.
      So oder so fehlt bei mir dann die Energie,... Ich muss es erst abschließen können, bevor ich mich erholen kann und wenn ich keine Rache nehmen kann, brauche ich wenigstens das Gefühl, einen mehrgewinn aus dem Verlust gewinnen zu können, weshalb ich angefangen habe, über solche Dinge, eBooks zu schreiben.

      Übrigens habe ich nachgeschaut,... Psychopaten können nach neusten Erkenntnissen Mitgefühl haben, machen das aber zu meist nur dann, wenn sie dadurch provozieren, oder mit jemandem spiele spielen können.

      Seit dem ich angefangen habe, rechtzeitig zu blockieren und dicht zu machen, wenn ich merke, das es nicht so gut läuft, ist der rachedurst viel niedriger.
      Wenn ich mich rechtzeitig psychisch distanziere, dann ist der schaden auch nicht so groß.

      Ich habe früher viel Zeit mit Erinnerungen und tagträumen verbracht, konnte das nicht anders und konnte so wenig im hier und jetzt Leben.

      Im Moment habe ich aber mehr mit angstzuständen und entsprechenden zwanghaften Gedanken zu hadern, die zu dem noch irrsinnig und unwahrscheinlich sind.

      Zudem bin ich seit ein paar Jahren so demotiviert, das ich vieles nicht auf die Reihe bekomme.

      Ich finde auch irgendwie keinen Ausweg.
    • Das wesentliche hast du ja schon gemerkt. Rechtzeitig abgrenzen wenn man es merkt. Das traurige ist, dass ja auch dann schon ein Schaden, Verlust und damit eine seelische Verletzung oft auch durch Vertrauensmissbrauch entstanden sind.
      Und klar, je später man das merkt, desto mehr, desto verführerischer die Racheidee.
      Die suggeriert, dass es einem mit den v
      Verlusten besser gehen würde, wenn auch der Verursacher leidet.
      Nur, wenn, dann leidet der an etwas anderem und nicht so wie man selbst - würde er so an sowie leiden, würde er das anderen ja nicht antun - und dann wird das eigene Leid ja nicht besser, weil andere leiden. Egal wie.
      Im besten Fall entsteht eine Leidensgemeinschaft, in der kollektiv das Leid beklagt wird- besser wird es dadurch nicht.
      Wenn zweil verhungern, macht es das verhunhern jedes einzelnen nicht besser.

      Es geht also darum, akzeptieren zu lernen, dass das Leben nicht "gerecht" ist im Sinne der Märchengerechtigkeit, bei der irgendwie am Ende automatisch die Bösen bestraft und die Guten belohnt werden.
      Dass es nun mal Böse Menschen gibt, die auch gar nicht anders sein wollen.
      Dass egal was man macht, wie sehr man sich bemüht, diese nicht ändern kann, damit sie netter werden. Liebe heilt eben nichts dort, wo kein Liebevoll im anderen vorhanden ist - was man manche lange nicht glauben kann, und die Erkenntnis dann nochmals mehr weh tut.
      Dass es einem passieren kann, bei dem man das nicht gleich erkennt und man dann verletzt wird.
      Weil das menschlich ist, wenn man ein fühlenden Mensch ist.
      Rückwirkend ändert nichts an dem, was man zu den "Warum" und "Was hätte"- Fragen denkt irgendwas an dem, was war.
      Auch keine Rache ändert was daran.
      Hierzu ist man ohnmächtig.
      Aber, zu dem, was man daraus macht, hier hat man Handlungsmacht.
      Besser auf sich aufpassen, genauer hinsehen, nicht einfach mal so vorauseilend vertrauen, sondern in Stufen mehr, wenn sich dessen würdig erwiesen, nicht mehr geschockt zu sein, wenn andere fies sind - Schock und Empörung - genau wie fraglos begeistert - lähmen und beeinträchtigen das genaue Hinsehen....
      Letztendlich ist es die Entscheidung, wo man hinsehen und zu was man was machen will.
      Aufbau bzw Wiederaufbau des eigenen Selbst, Lernen und eigene Weiterentwicklung oder "Demontage" des/der anderen.
      Beides gleichzeitig geht nicht. Solange die Entscheidung zwischen den beiden nicht getroffen ist, ist alles blockiert.
      Wer sich für Rache entscheidet, handelt dann irgendwann so wie die, die ihm was angetan haben, betäubt damit die innere Ohnmacht, braucht aber immer mehr von dieser "Droge" - irgendwann ist Hass auf die ganze Welt da - und der Katzenjammer, von niemandem geliebt zu werden, und dann kommt der Selbsthass, weil sich immer weniger von der Rache als "Erfolg" anfühlt, nicht mehr betäubt.
      Sich für Entwicklung zu einem stärkeren Selbst mit mehr Erfahrung, mit der sich was machen lässt, damit das Leben erfreulicher wird, zu entscheiden bedeutet aber auch nicht "easypeasy". Das ist auch nicht immer schöne Arbeit. Bis sich erste Erfolge zeigen, und dann fühlbar werden, dauert es.
      Aber die haben dann auch Bestand. Und mit jedem wird wieder etwas leichter und lustiger...also nach der Durststrecke in der Wüste, und der nächsten...
      bis dann irgendwann klar ist, man hat alles, was man braucht, um solche Wüstenabschnitte zu durchqueren und dann schrecken die nicht mehr.
      Hier gibt es nur die Entweder-Oder- Wahl.
      Bzw die Lähmung, wenn man dazwischen hängt, weil keine Entscheidung getroffen wird.

      Was ich aber auch erlebt habe, nicht nur einmal, iegendwann, ganz ohne eigenes Zutun, "erwischt" es die Fiesen. Wann und wie kriegen ihre Opfer das selten mir und wenn, macht es für die ja nichts besser. Aber was die "Strafe durch das Leben selbst" angeht, darauf kann man sich voll verlassen.
      Und die eigene Energie für das eigene Ausheilen und Weiterentwickeln nutzen. :)
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Nalia wrote:

      Es gibt viele Situationen in denen ich keine emotionale, aber kognitive Empathie habe.
      Kannst du mir erklären wo der Unterschied zwischen kognitiver und emotionaler Empathie ist? Emotional ist denke ich klar aber das andere kann ich nicht zuordnen.

      Ich stehe dem Thema Empathie oft mit verwirrtem Gedanken gegenüber, weil ich weiß das ich durchaus Empathie besitze, aber scheinbar nicht so wie andere Menschen.
      Ist Empathie Mitleid? Oder was genau ist das?
      Ich versuche nur gerade abzugrenzen was ich Empathie habe und wann es nur Mitleid ist oder was auch immer.

      Ich fühle zB oft bei gegenständen etwas. Früher als ich Kind war, habe ich auch schonmal angefangen zu heulen wenn jemand im Fernsehen einen anderen erschossen oder anderweitig umgebracht hat, und ich weiß nichtmal warum, ich denke einfach weil ich wusste das das etwas ganz schlimmes ist.
      Bei anderen Sachen wie "normaler gewalt" im Fernsehen passierte das zB nicht.
      Damals war ich im Grundschulalter.
      Als Kind habe ich nie andere vor Mobbing verteidigt oder mich eingemischt, ich war wohl eher damit beschäftigt mich so gut es geht von Mbbern fernzuhalten.
      Ist denn andere vor Mobbern schützen sowas wie Empathie zeigen?
      Wenn ja, dann ab ich erst damit angefangen nachdem ich in dieser Horrorfamilie wohnte wo ich ständig selber Opfer häuslicher Gewalt war, und dann im Heim andere Kinder vor ähnlichem schützen wollte. Vielleicht tue ich sowas nichtmal der Kinder wegen sondern weil ich das selbst nicht aushalte es auch nur ansehen zu müssen ohne selber opfer zu sein, denn es ist nicht richtig, abgesehen davon das es einen auch an damals erinnert.
      Ich habe schon wirklich schlimme Gefühle gehabt wenn gegenstände kaputtgemacht wurden, sie taten mir leid und ich dachte man sollte sowas nicht machen. Ist das auch Empathie?

      Generell kann ich aber zu dem Thema auch sagen das ich kein geschick habe diese Dinge so zu zeigen das andere das verstehen, ohne das ich jetzt Heulkrämpfe bekomme oder anderweitig extreme Gefühlsausbrüche habe und diese habe ich extrem selten. Vielleicht wirke ich dann auf andere tatsächlich sehr nüchtern, sachlich und objektiv weil ich durch verbalen Ausdruck sagen kann was ich davon halte, sich das aber nicht wirklich an der Stimme und weniger im Gesicht abzeichnet.
    • Ich fühle oft enorm viel und bin dann irritiert , wenn verbal etwas ganz anderes ankommt/ heraus kommt.

      Ebenso gibt es aber auch Menschen und Situationen, die ich nicht fühle oder nachvollziehen kann.
      Mal emotional nicht, mal kognitiv.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      Ich fühle oft enorm viel und bin dann irritiert , wenn verbal etwas ganz anderes ankommt/ heraus kommt.

      Ebenso gibt es aber auch Menschen und Situationen, die ich nicht fühle oder nachvollziehen kann.
      Mal emotional nicht, mal kognitiv.

      Kenne ich. Ich verstehe momentan die Welt um mich rum nicht mehr. Das heisst nicht, dass ich etwas schlechte denke. Ich verstehe nicht, was die Menschen von mir wollen und was los ist. Wie ein Irrlicht laufe ich die letzten Wochen durch die Gegend und verstehe es einfach nicht.

      Ich will doch einfach nur endlich mit der Frau zusammen kommen die ich liebe, meinen Lebensunterhalt verdienen und nicht ständig nichts raffend durch die Gegend laufen. Das ist doch nicht zu viel des Guten oder?

      Ich kann auch auch nix für die langen Wartezeiten.

      The post was edited 1 time, last by AspiIT ().