Dauer der Klage auf Schwerbehinderung vor dem SG

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    • Neben den schonmal erwähnten Gründen macht es auch aus einem 4. Sinn nicht separat mit dem SG zu reden:
      Direkte Handlungen des Klägers sind verbindlich, was im Ergebnis dazu führen könnte, dass Verfahrenshandlungen vorgenommen werden ohne dass der Anwalt das mitbekommt oder die im Widerspruch zu solchen des Anwaltes stehen. Bittet der Kläger z.B. um ein schnelles Ende des Verfahrens, nachdem der Anwalt eine weitere Beweisaufnahme beantrag hat, dann könnte das so interpretiert werden, dass der Antrag des Anwalts zurückgenommen wurde.


      Es gibt nur das allgemeine Beschleunigungsgebot. Heisst ein Verfahren soll so schnell wie möglich erledigt werden. Das kann zu Eilfällen führen. Das sind aber dann oft Haftfragen. Ein GdB-Verfahren, bei dem mit Gutachten und viel Schriftverkehr ein Sachverhalt ermittelt wird gibts das nicht wirklich.
    • Sehr schade. Aber wahrscheinlich ist es einfach der absolute Ausnahmefall, dass jemand dringend aufs Kindergeld angewiesen ist. Als die Callcenter-Dame der Familienkasse mir vor zwei Jahren riet, wenn ich kein Geld zum Leben habe, doch zum Jobcenter zu gehen, bin ich innerlich so ausgerastet, dass ich ihr am liebsten "durch den Hörer gekommen" wäre.

      Ergänzung zum gestrigen Beitrag: Ja, ich habe mir mein Studium lange nicht zugetraut. Auch war ich sieben Jahre in der Oberstufe, obwohl es mir nicht an Intelligenz mangelt. Im ersten Anlauf hätte ich es gar nicht schaffen können, weil ich emotional im "Hauptschulmodus" festhing, habe mich durchweg wie eine Hochstaplerin gefühlt, die zum eigenständigen Denken nicht befähigt ist, sich aber geschwollen ausdrücken kann. Erst nach über drei Jahren war ich soweit, die Oberstufe mehr oder minder ernsthaft anzugehen.

      Auch wenn ich medikamentös noch nicht optimal eingestellt bin, werde ich mich diesem Semester nun (fast) voll stellen. Die Abschlussklausur meines Griechischkurses, in dem ich aber schon einige Sprachkenntnisse erwerben konnte, verschiebe ich um ein Semester. Zwei Kurse habe ich bereits bestanden, für einen steht eine Hausarbeit an, nächste Woche schreibe ich zwei Klausuren, eventuell hole ich noch eine Hausarbeit aus einem vergangenen Semester nach. Und für den Informatikkurs wird wohl die nächsten sechs Wochen sehr viel gelernt werden. Es wird wohl minimal auf 20 Leistungspunkte hinauslaufen. Das sind immerhin (minimal) 2/3 der regulären Leistung, trotz der Behinderung und trotz des Nebenjobs. Falls alles glattläuft, habe ich in diesem Semester drei Module abgeschlossen. 10 Leistungspunkte sind bisher mein semesterweises Maximum... Aber wenn mich eines wesentlich am Lernen hindert, ist es das alltägliche Reinsteigern nach Triggern zu verschiedensten Themen - Hauptschule, Zahnfehlstellung, Bafög, Kindergeld, Behinderung, Freundschaften, Polyamorie, Bevormundung, Studentendiskriminierung... Aber solange ich am Ende dieses Semesters im dreistelligen Leistungspunktbereich angekommen bin, bin ich schon zufrieden.
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    • Lissy wrote:

      ist es das alltägliche Reinsteigern nach Triggern zu verschiedensten Themen - Hauptschule, Zahnfehlstellung, Bafög, Kindergeld, Behinderung, Freundschaften, Polyamorie, Bevormundung, Studentendiskriminierung... Aber solange ich am Ende dieses Semesters im dreistelligen Leistungspunktbereich angekommen bin, bin ich schon zufrieden.
      8o
    • Was meinst du? Die vielen Trigger, oder den dreistelligen Leistungspunktebereich? :d
      Da ich von Ersterem ausgehe: ja, es ist tatsächlich so, dass ich durch aus Sicht anderer noch so irrelevante "Kleinigkeiten" in den "Reinsteigermodus" gerate und da dann stundenlang nicht rauskomme. Dann kann ich weder putzen noch lernen oder gut arbeiten... Das habe ich aber bisher auch nicht bei meinem Psychiater thematisiert - und allenfalls am Rande bei meinem Psychotherapeuten. Welche Diagnose wäre da wohl naheliegend? Komplexe posttraumatische Belastungsstörung?
    • Nein, kann man die überhaupt erhalten, wenn nur ADHS + Komorbiditäten diagnostiziert wurden?

      Das einzige dahingehende Angebot der Uni, das ich im kommenden Semester zu nutzen plane, ist das wöchentliche Treffen bei der Zentralen Studienberatung, bei dem sich mehrere psychisch kranke Studenten treffen und über ihre Pläne und Fortschritte sprechen.