Dauer der Klage auf Schwerbehinderung vor dem SG

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Platypus wrote:

      Wenn ich das so lese und auch ein wenig im Kontext dessen, was du sonst schon hier geschrieben hast, betrachte, dann denke ich, dass du in Erwägung ziehen solltest, dass auch du der Geisterfahrer sein könntest. Ich meine das wirklich nicht böse. Aber allen, mit denen du in Kontakt kommst und die anderer Meinung sind als du, Boshaftigkeit und Lügen zu unterstellen, das wirkt schon sehr... befremdlich. Und als jemand, der mehrere eigene und familiäre Bezüge zur Universität, zur Mathematik und Informatik, zu Schule und zu Studierenden hatte und hat, denke auch ich, dass die Grundsatzfrage für dich sein sollte, ob du das richtige Studienfach gewählt hat und ob überhaupt ein Studium das richtige für dich ist. Vielleicht wäre ein Fachwechsel in ein nichtmathemtisches Fach oder aber eine Ausbildung im Informatikbereich für dich zielführender. Und vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert, ob du dich nicht zunächt darum bemühen solltest, deinen Gesundheitszustand zu stabilisieren und anschließend erneut über berufliche Ziele und Wege zu ihrer Erreichung nachdenken solltest, anstatt an x Fronten zu kämpfen. Ich erinnere mich daran, dass du mal erwähntest, wiederholt die Telefonseelsorge angerufen zu haben, das inzwischen nicht mehr tust, weil sie dir "nicht helfen", stattdessen den Notarzt, weil du Psychopharmaka willst, aber nicht in eine Klinik und und und.

      Ich denke, dass du sehr massive Probleme in erster Linie mit dir hast, und der grundlegende Fehler bei dir und darin liegt, dich nicht deinen Problemen zu stellen, sondern anderen die Verantwortung für dein Wohlergehen zuzuschieben versuchst. Das wird dich nicht voranbringen, auch ein GdB von 50 wird da höchstens kurzfristig und vordergründig (Geldquelle BAfÖG) etwas ändern. Eine explizite Entscheidung für 40 nach Widerspruch dürfte ziemlich hieb- und stichfest (RW) begründet werden von einem Gutachter, der weiß schon haargenau, warum er nicht auf 30 und nicht auf 50, sondern auf 40 stuft...
      Danke für deine Antwort.

      Aber ich behauptete ja auch nicht, keine Probleme mit mir zu haben, die sind wesentlicher Teil meiner psychischen Probleme. Einige meiner Symptome gehen tatsächlich nicht unerheblich stark in Richtung Borderline.


      Und es geht hier um Kindergeld, nicht einmal um Bafög - das allenfalls sekundär, denn während es bei einem GdB von 50 quasi direkt wieder Kindergeld gibt, muss für Bafög von der Schwerbehinderung unabhängig Klage eingereicht werden.

      Zu lange habe ich die Verantwortung nur bei mir gesucht, mich trotz des verqueren Werdegangs, der nahezu ausnahmslos von Außenstehenden mit diesem Attribut versehen wurde, der sehr ungünstigen Ausgangslage jahrelang als "Loserin" wahrgenommen, weswegen ich aus Scham und Unsicherheit heraus weder Kindergeld oder Bafög noch die Anerkennung einer Behinderung durchzusetzen versuchte.

      Ein Gutachter, der dem zu Begutachtenden bei starker ADHS-Ausprägung, die ja bereits diagnostiziert wurde, und Depressionen sowie starken sozialen Ängsten als Komorbiditäten andichtet, keine Aufmerksamkeitsprobleme zu haben und sich sozial gut integrieren zu können, Äußerungen des zu Begutachtenden verdreht und außerdem essenzielle Punkte wie die ständigen Jobverluste, den unmittelbar nach Tätigkeitsaufnahme stattgefundenen Arbeitsunfall, meine beziehungsgefährdende Eifersucht und Symptome wie meine Ticstörung einfach verschweigt, wird höchstwahrscheinlich nicht haargenau wissen, weshalb er sich für 40 ausspricht, nicht für 30 oder 50, es sei denn, er agiert parteiisch und macht damit seinen Job nicht richtig. Die Kriterien für mittelgradige Anpassungsschwierigkeiten und damit eine Schwerbehinderung sind objektiv erfüllt - Sozialkontaktmangel, Unfähigkeit zum Aufbau sozialer Kontakte, berufliche und universitäre/schulische Probleme, die Vollzeitarbeit verunmöglichen und das Finden und Behalten eines Jobs deutlich erschweren, familiärer Kontaktverlust.
      Und mich beispielsweise zum Studienabbruch nötigen zu wollen, indem man die Schwerbehinderteneigenschaft abweist, weil man weiß, dass von dieser mein Kindergeld und davon wiederum mein Studium abhängt, wäre unprofessionell. Wobei ich ihm das nicht unterstellen möchte, aber auch das könnte theoretisch Anlass für ein Abweisen der Schwerbehinderung sein.

      Dazu sei ein weiteres Mal erwähnt, dass meine behandelnden Ärzte ausdrücklich der Meinung sind, dass mindestens mittelgradige Anpassungsschwierigkeiten vorliegen, der Gutachter des Versorgungsamtes mich kein einziges Mal persönlich gesehen hat und der Gerichtsgutachter offiziell einsehbar keine Ahnung von meiner Hauptdiagnose hat und laut Anwalt zudem dafür bekannt ist, die zu Begutachtenden nicht ausreden zu lassen. Dementsprechend werde ich notfalls auch in Berufung gehen.

      Natürlich muss man genau abwägen, was man beruflich machen möchte, und natürlich gilt das auch für mich. Aber nicht jedem (temporären) Versagen liegt eine generelle Nichteignung zugrunde. Und auf die Frage, weswegen ich diesen Ausbildungsweg und keinen anderen verfolge und worin meine genauen Probleme bei Jobs und im Studium bestehen, bin ich ja auch schon mehrfach eingegangen, obwohl das zur Klärung der Schwerbehinderungsfrage grundlegend irrelevant ist, wenn nicht kognitive Mängel vorliegen. In eine Berufsausbildung oder ein nichtmathematisches Fach werde ich nicht wechseln. Aber während ich ausdrücklich dafür plädiere, dass anerkannt wird, dass die erstmalige Methylphenidateinnahme mit Ende 20 nicht über 20 Jahre an ADHS-Folgen wie Mobbing, Ausgrenzung, Selbstzweifel und Versagensängste kompensieren kann, so behebt sie wenigstens ein massives primäres Problem meiner ADHS, nämlich das miserable Arbeitsgedächtnis.

      Ich lerne zur Zeit locker fünfmal so schnell wie und auch nachhaltiger als zuvor und werde in diesem Semester vermutlich über 20 Leistungspunkte erwerben, womöglich sogar über 30 und - so ich einen noch offenen Kurs aus letztem Semester nachholen können werde - bestenfalls 41, weil ich abgebrochene Kurse vergangener Semester, in denen aber schon Grundwissen besteht, nachholen kann. Zumindest die Studienfacheignung steht damit für mich außerfrage.
      Ich stand in Mathematik in der Oberstufe fast durchweg auf einer Sechs, aber als ich, da wir Algebra durchnahmen, eine Woche in guter psychischer Verfassung war und mehrere Tage hintereinander hyperfokussieren konnte, war ich schlussendlich für einige Wochen die Grundkursbeste, so dass Leute nicht nur zum Lehrer, sondern auch zu mir kamen, um sich Dinge erklären zu lassen. Und nein, das entspringt nicht irgendwelchen narzisstischen Träumen meinerseits, sondern ist tatsächlich so geschehen, klingt für die meisten Leute aber äußerst unglaubwürdig, weil eine solche Diskrepanz zwischen Leistung und Vermögen wohl recht selten ist. Und der Mathegrundkurs ist ja auch nichts außerordentlich Schweres, allerdings hat man schon einiges aufzuholen, wenn man zwei Jahre mental nicht anwesend war. Und wenn ich lernen kann, machen mir mathematische Fragestellungen einen Heidenspaß. Das gilt auch für IQ-Tests, bei denen mir die Logikaufgaben fast immer am meisten liegen.

      Die Frage, was ich beruflich machen sollte und was mir liegt, habe ich mir viele Jahre gestellt, vor dem Hintergrund des sechsjährigen Hauptschulbesuchs wohl länger als einige andere. Skurrilerweise haben mir auch diverse Berufseignungstests (Hauptschule, Gesamtschule und außerschulisch) "technische" bzw. "naturwissenschaftliche" Berufe nahegelegt - die Essenz war, dass logisches Denken mir liegt. Es war schon sehr seltsam, als mir im Hauptschulberufseignungstest vorgeschlagen wurde, Chemielaborantin zu werden - Chemie war und ist mein absolutes Hassfach, auf das ich mich noch schlechter konzentrieren konnte als auf Mathe, weil diese mich - anders als Mathe - nie interessiert hat. In der Oberstufe lag der Fokus auf informatiknahen Studiengängen (und Sprachen, Literaturwissenschaften und Philosophie).

      Zudem vermute ich, dass die meisten Menschen mit ähnlichem Profil dann leider doch in irgendwelchen "schnöden" (wertfrei gemeint) bzw. langweiligen/unterfordernden Berufsausbildungen "enden" und anderen Menschen dann als derart gelagerte Fälle einfach nicht präsent sind. Ein mir bekanntes Mädchen mit ähnlicher Konstitution, aber offiziell anerkannter Hochbegabung flog aus der Oberstufe, weil es in Mathe versagt hatte (Sechs auf dem Zeugnis). Heute arbeitet sie in Vollzeit im Callcenter und hat ein Kind. Eine Hochbegabte meiner ehemaligen Stufe hat ebenfalls das Abi abgebrochen, eine Berufsausbildung absolviert und dann mit Anfang 20 mehrere Kinder bekommen. Sicher, vielleicht sind sie glücklich damit, aber vielleicht eben auch nicht bzw. nicht so glücklich, wie sie sein könnten, und auch wenn das schwafeliges, irrationales Hypothetisieren ist: für mich wäre diese Vorstellung der Horror.
      Aber vielleicht ist das wieder ein ADHS-Spezifikum, das allenfalls Menschen mit ausgeprägtem ADHS nachvollziehen können - ohne das böse zu meinen. Und wenn ich mich hinsichtlich meines Werdegangs an Menschen orientiere, die nicht ADHS-betroffen sind, so am ehesten an einschlägig spezialisierten Fachleuten.

      Falls noch jemand Anregungen hat, gerne her damit. :thumbup:

      The post was edited 4 times, last by Lissy ().

    • Also ich habe ohne Probleme meinen Schwerbehindertenausweis GdB 50 auf unbefristet bekommen.

      Die Diagnose habe ich aus einer Spezialambulanz aus einer Psychiatrischen Uniklinik...

      Also ich habe nicht viele Freunde, nur einen, der ebenfalls Autist ist und mit meinen Bruder habe ich guten und regelmäßigen Kontakt. Zu meiner Familie habe ich auch guten Kontakt. Also daran kann das Ergebnis des Versorgungsamtes nicht liegen.

      Ich habe aber trotzdem große Probleme in der Interaktion mit anderen Menschen und mit der Aufrechterhaltung und Verständnis von sozialen Beziehungen... Ich hatte mit meinen 22 Jahren auch noch nie eine Beziehung, geschweige denn Freunde oder "Kollegen". Ich bin bisher fast überall angeeckt. Auf den ersten Blick wirke ich völlig normal und nicht autistisch. Man könnte denken, der steht voll im Leben mit Beziehung, Frau und Job...

      Nur wenn man mit mir länger zusammen ist, merkt man, dass ich nicht wie die anderen Menschen ticke.
      Ich denke, dass der GdB von 50 auf unbefristet bei mir gerechtfertigt ist.
    • Lissy wrote:

      .....als wäre ich kognitiv nicht zum Studieren meiner Fächer in der Lage ("obwohl sie in der Schule schlechte Noten in Mathematik hatte, studiert sie Informatik - das Studium fällt ihr sehr schwer").
      Umpf!
      Das zeigt doch deutlich, dass dieser Gutachter keine bis gar keine Ahnung von dem hat, was er als Profession betreibt. :x


      Lissy wrote:

      Eines weiß ich, ich kann und will bald nicht mehr. Ich kämpfe mich seit fast zwei Jahren ab, um endlich Kindergeld zu erhalten, um das Studium NICHT zu 100% selber finanzieren zu müssen, und scheinbar geht es einmal mehr in die nächste Instanz.
      Muss ich jetzt damit rechnen, dass ich die Klage verliere?
      Kann ich gut verstehen, das mit dem ständigen Energieverlust.

      JA, es wird wohl das Beste sein, in die nächste Instanz zu gehen. Auch wenn du das gar nicht wolltest. Denn die Anfrage nach Rücknahme der Klage bedeutet, dass der /die Richter wenig Aussicht auf Erfolg erkennt (bzw. zu erkennen glaubt).

      Lissy wrote:

      An der Stelle sehe ich die Implikation, dass man sich einfach stumpf auf dieses fehlerhafte, unzulängliche Gutachten berufen und mir weiterhin nur 40 zusprechen will.
      Doch, das ist ganz normal inzwischen. Früher, d. h. vor ca. 15 Jahren, waren die Gutachten ausgewogener und die Richter genauer beim Zuhören/Lesen und nicht auf die eigenen "erfahrenen" (was heißt das schon im Hinblick auf die Qualität?) Gutachter fixiert.

      Wenn du vor das Landessozialgericht gehst, wird es i.d. Regel eigene Sachverhaltsaufklärung betreiben.
      Es kann also sein, dass du in 2020 wieder zu einem "Sachverständigen" zum Gutachten eingeladen wirst. Und dieser Sachverständige muss nicht zwangsweise genauso borniert sein, aber auch nicht zwangsweise "besser".
      Daher würde es vielleicht Sinn ergeben, das letzte Gutachten sachlich zu kritisieren.


      Platypus wrote:

      Ich denke, dass du sehr massive Probleme in erster Linie mit dir hast, und der grundlegende Fehler bei dir und darin liegt, dich nicht deinen Problemen zu stellen, sondern anderen die Verantwortung für dein Wohlergehen zuzuschieben versuchst. Das wird dich nicht voranbringen, auch ein GdB von 50 wird da höchstens kurzfristig und vordergründig (Geldquelle BAfÖG) etwas ändern.
      Na, das wäre doch schon mal was! Nämlich eine deutliche Entlastung!


      Platypus wrote:

      Eine explizite Entscheidung für 40 nach Widerspruch dürfte ziemlich hieb- und stichfest (RW) begründet werden von einem Gutachter, der weiß schon haargenau, warum er nicht auf 30 und nicht auf 50, sondern auf 40 stuft...
      Ja, das darfst du (Platypus) gerne glauben. Ich glaube das nicht. Ich weiß, dass es - mehr als einem lieb ist - hanebüchener Unsinn ist, was Fachgutachter so verzapfen, wenn sie wenig bekannte "Störungsbilder" vor sich sehen.
      Leider, leider. :m(:
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Danke für eure Antworten und die Tipps.
      Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass es "hier" in der Umgebung tatsächlich schwieriger ist, schwerbehindert zu "werden", wie es mir hier schon gesagt wurde.

      Es steht im Gutachten, dass Anzeichen für mittelgradige soziale Anpassungs"störungen" erkennbar seien, wenn man sich die Schwierigkeiten im Umgang mit Mitmenschen anschaut. Da diese jedoch nicht konstant seien (wie kommt er zu dieser Ansicht? Selbstvertrauen, Freunde und Bekannte habe ich nicht nur drei Tage die Woche nicht), rechtfertigten sie keine mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten.

      Meine Jobprobleme, die für mittelgradige soziale Anpassungsschwierigkeiten ja ebenfalls wichtig sind, wurden keines Satzes gewürdigt. Und dass mein langsames Studieren nur Folge meiner niedrigen Intelligenz ist, steht für ihn wohl so oder so fest. Auch die familiären und Beziehungsprobleme wertete er nicht als mittelgradigen soz. AS entspringend. Aber welche psychische Schwerbehinderung will man auch in <1 Stunde diagnostizieren...

      Auch sind deutliche sprachliche Mängel in seinem Gutachten erkennbar, aber ich vermute mal, dass die vollkommen irrelevant sind, oder?

      Ich hoffe, dass Ärzte und Anwalt das noch rumreißen können...
    • @Lissy
      Ich könnte mir vorstellen, dass massive Gegenübertragungsphänomene mit daran schuld sind, dass es offenbar immer wieder gehäuft dazu kommt, dass dir Ansprüche versagt werden. Behandler, Tberapeuten, Gutachter, Sachbearbeiter sollten davon unbeeindruckt sein, aber selbst viele aus dem therapeutischen Bereich, die es besser wissen sollten, erkennen solche Mechanismen teilweise nicht, haben noch nie etwas von Gegenübertragung gehört, sind nicht bereit auch die eigene Verantwortung zu sehen und tragen durch ihr Verhalten zur Verschlimmerung der Situation bei.

      Die Frage ist: Wie kannst du wiederum damit umgehen? Deine berechtigten Ansprüche führen womöglich wegen dieser Mechanismen leider dazu, dass genau das Gegenteil eintritt von dem was dir zustehen würde.

      Ich lege nahe, es so zu versuchen, dass man diese psychischen Abläufe (auch bei anderen) durchschaut und versucht, Verständnis dafür zu entwickeln. Dann kann es gelingen, die nachteiligen Verhaltensweisen der Mitmenschen weniger auf sich selbst zu beziehen, mit dem Ergebnis, dass man weniger in die Gegenübertragung reingibt und somit dieses Phänomen nicht so stark befeuert wird.

      Es bedeutet nicht, dass du aufgeben sollst für deine Rechte zu kämpfen, sondern dass der Versuch, das Ganze diplomatisch anzustellen, möglicherweise zu besseren Ergebnissen führt. Dass dir die Ansprüche zustehen, steht für mich außer Frage, nach dem was du bislang geschildert hast.

      Mir selbst gelingt das nicht immer, aber am anderen Weg bin ich gescheitert, nachdem dieser immer wieder zu Re-Traumatisierungen führte. Was du schilderst an Verfahren mit den Ämtern klingt für mich auch stark danach. Vielleicht helfen dir die Gedanken. Es macht von außen auf jeden Fall den Eindruck, dass du sehr hilflos bist und immer wieder in ähnliche Situationen reingerätst. Deswegen ziehe ich Gegenübertragungsmexhanismen und (unbewusste) Reinszenierungen traumatischer Erfahrungen in Erwägung.

      Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • @Lissy Na dann versuch es doch auch eben weiter! Dann ziehst du halt die Klage durch, nimmst dir einen Rechtsbeistand, der dir erklärt, wie das mit selbstgewählten Gegengutachtern so funktioniert, und schaust ggf. bis in die letzte mögliche Instanz, was sich rausholenlässt. In D hat man ja grundsätzlich relativ viele Möglichkeiten zu hinterfragen, wer recht hat. Prozesskostenhilfe steht Menschen mit geringem Einkommen und Vermögen und ausreichend hohen Erfolgsaussichten der Klage ja zu, da wird man vom Steuerzahler also unterstützt.
      Ich selbst bin eher jemand, der sehr genau Aufwand gegen Nutzen aufwiegt, auch wenn es mir manchmal extrem schwer fällt, mein vermeintliches Recht nicht vehement durchzusetzen. Ich bin in solchen Fällen ganz froh, dass mein Partner mich manchmal bremst, bis ich selbst wieder klarer sehe, und dann eben ggf. zähneknirschend eine Lösung suche, bei der der Aufwand angemessener und der Nutzen größer und v.a. sicherer ist.
      Aber der Mensch ist zum Glück frei, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Was du auch tust: ich wünsche dir viel Erfolg dabei.
      Good bye :)
    • Platypus wrote:

      .....der dir erklärt, wie das mit selbstgewählten Gegengutachtern so funktioniert,....
      Das sind die so genannten 109er - Gutachten (im Gegensatz zu den 106er Gutachten).

      Aber davon ist aktuell doch noch gar nicht die Rede.

      Hier trotzdem noch ein paar passende Links: rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/anhoerung-arzt-109-sgg/

      dgbrechtsschutz.de/recht/verfa…ten-durch-arzt-nach-wahl/
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Lissy wrote:

      Auch sind deutliche sprachliche Mängel in seinem Gutachten erkennbar, aber ich vermute mal, dass die vollkommen irrelevant sind, oder?
      Vermutlich schnell herunterdiktiert und schlecht korrekturgelesen - aber unterschrieben ist unterschrieben - stimmt es denn sonst inhaltlich?
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Platypus wrote:

      .....der dir erklärt, wie das mit selbstgewählten Gegengutachtern so funktioniert,....
      Das sind die so genannten 109er - Gutachten (im Gegensatz zu den 106er Gutachten).
      Aber davon ist aktuell doch noch gar nicht die Rede.

      Hier trotzdem noch ein paar passende Links: rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/anhoerung-arzt-109-sgg/

      dgbrechtsschutz.de/recht/verfa…ten-durch-arzt-nach-wahl/
      Eben las ich, der Kostenvorschuss für ein Gutachten nach §109 sei u.a. von der finanziellen Situation des Klägers abhängig, aber eben im Ermessen des Gerichts. Sie wissen, dass ich bedürftig bin, ich erhalte ja PKH und bin in Insolvenz. Kann man also davon ausgehen, dass sie meine Situation als von diesem Gutachter hinreichend dargelegt betrachten ansehen, wenn sie meinem Anwalt mitteilen, dass ein o.g. Gutachten voraussichtlich einen Vorschuss von 1500€ verlange? Dieses Geld zahlen zu müssen, ist das eine Problem - es auf einen Schlag vorschießen zu müssen, noch ein ganz anderes.

      Wie sieht das eigentlich mit diesen "gegnerischen Anwaltskosten" aus? Kann ich damit rechnen, dass ich trotz Insolvenzphase (es ist also nichts zu holen, alles neue Vermögen müsste dem Insolvenzverwalter angegeben werden und würde dann direkt zu Geld gemacht werden) eine Pfändung durch den gegnerischen RA über mich ergehen lassen muss, wenn ich die Klage verliere? Wird das eigentlich herausgezögert, wenn ich in Berufung gehe?
      Auch sind deutliche sprachliche Mängel in seinem Gutachten erkennbar, aber ich vermute mal, dass die vollkommen irrelevant sind, oder?

      Obwohl es schon arg zynisch ist, einem Studenten, der prekären Verhältnissen entstammt, sich in Insolvenz befindet, behindert ist und sein Studium über einen Mindestlohnjob muss, ein Privatgutachten mit einem sofort zu leistenden Vorschuss von 1500€ vorzuschlagen. Hätte ich "mal eben" 1500€, müsste ich gar nicht klagen, aber lamentiert wurde ja schon genug. :nerved:


      Capricorn wrote:

      Lissy wrote:

      Auch sind deutliche sprachliche Mängel in seinem Gutachten erkennbar, aber ich vermute mal, dass die vollkommen irrelevant sind, oder?
      Vermutlich schnell herunterdiktiert und schlecht korrekturgelesen - aber unterschrieben ist unterschrieben - stimmt es denn sonst inhaltlich?
      Das meiste passt so, allerdings sind einige Punkte enthalten, die zwar an sich korrekt sein mögen, aber bei zu irrationalem oder oberflächlichem Lesen schnell missverstanden werden können. So schrieb er beispielsweise, Hinweise auf Impulsivität und eine niedrige Frustrationstoleranz hätten sich nicht ergeben. Auch wenn es sein mag, dass diese im Gespräch nicht festgestellt werden konnten, sind diese beiden Eigenschaften zwei (auch meinem Freund zufolge) mich stark definierende und damit ein wichtiger Teil der Behinderung.
      Außerdem verschweigt er die Probleme in meinem aktuellen Job (Anpassen der Arbeitszeiten, "Kloflucht", Verweigern besonders stressiger Teile meiner Arbeit, Außenseiterstatus, häufige psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeiten, Schlafstörungen, Schuld- und Schamgefühle) und behauptet: "Andererseits fügt [sic!] sie über weite Strecken über ein gutes Energieniveau und gute Kompensationsmöglichkeiten. So bewältigt sie auf der einen Seite einen Job im Callcenter, auf der anderen Seite studiert sie, wenn auch deutlich langsamer als üblich". Dort wird nicht einmal erwähnt, dass ich in meinem Leben noch nie in Vollzeit gearbeitet habe und dort auch nur in Teilzeit arbeite, mit sehr schwankenden Arbeitszeiten. Ihm mitzuteilen, dass ich neben dem Job keine stetige Anwesenheit in der Uni aushalte, also allenfalls 20 Stunden in der Woche unter Menschen bin, schaffte ich bei der Turbobegutachtung leider nicht.

      "Ansätze zu mittelgradigen sozialen Anpassungsstörungen kannman ausmachen, wenn man sich insbesondere den Umgang mit den Mitmenschen ansieht und die daraus resultierenden Schwierigkeiten. Andererseits sind diese auch nicht kontinuierlich vorhanden und nicht von hoher Ausprägung." Auf welcher Basis er sich da zusammengereimt hat, dass meine Probleme nicht von hoher Ausprägung UND nicht kontinuierlich vorhanden wären, interessiert mich hochgradig.
      Wann genau sollen diese von hoher Ausprägung sein? Wenn man -5 Sozialkontakte hat, oder -10? Oder wenn Minderwertigkeitskomplexe oder soziale Isolation zum Suizid führen? Und wann sollen diese konstant vorhanden sein - wenn ich mich den ganzen Tag in einer dunklen Kammer einschließe?
      Es gibt keinen Tag, an dem ich es schaffe, Freundschaften zu schließen, meine soziale Inkompetenz wie weggeblasen ist oder ich nicht Selbstzweifel in einem Ausmaß habe, dass ich am liebsten nichtexistent wäre. Ich habe absolut keine Aussage, worauf er das münzen will. Würde meine Beziehung kaputtgehen, wäre ich vollkommen alleine.

      Mein Anwalt schrieb mir eben, dass letztendlich ja das Gericht entscheide und das Gutachten durchaus ein paar Punkte biete, die das Gericht zu einer positiven Entscheidung bringen könnten, er außerdem zu dem Gutachten Stellung nehmen werde.

      FruchtigBunt wrote:

      @Lissy
      Ich könnte mir vorstellen, dass massive Gegenübertragungsphänomene mit daran schuld sind, dass es offenbar immer wieder gehäuft dazu kommt, dass dir Ansprüche versagt werden. Behandler, Tberapeuten, Gutachter, Sachbearbeiter sollten davon unbeeindruckt sein, aber selbst viele aus dem therapeutischen Bereich, die es besser wissen sollten, erkennen solche Mechanismen teilweise nicht, haben noch nie etwas von Gegenübertragung gehört, sind nicht bereit auch die eigene Verantwortung zu sehen und tragen durch ihr Verhalten zur Verschlimmerung der Situation bei.

      Die Frage ist: Wie kannst du wiederum damit umgehen? Deine berechtigten Ansprüche führen womöglich wegen dieser Mechanismen leider dazu, dass genau das Gegenteil eintritt von dem was dir zustehen würde.

      Ich lege nahe, es so zu versuchen, dass man diese psychischen Abläufe (auch bei anderen) durchschaut und versucht, Verständnis dafür zu entwickeln. Dann kann es gelingen, die nachteiligen Verhaltensweisen der Mitmenschen weniger auf sich selbst zu beziehen, mit dem Ergebnis, dass man weniger in die Gegenübertragung reingibt und somit dieses Phänomen nicht so stark befeuert wird.

      Es bedeutet nicht, dass du aufgeben sollst für deine Rechte zu kämpfen, sondern dass der Versuch, das Ganze diplomatisch anzustellen, möglicherweise zu besseren Ergebnissen führt. Dass dir die Ansprüche zustehen, steht für mich außer Frage, nach dem was du bislang geschildert hast.

      Mir selbst gelingt das nicht immer, aber am anderen Weg bin ich gescheitert, nachdem dieser immer wieder zu Re-Traumatisierungen führte. Was du schilderst an Verfahren mit den Ämtern klingt für mich auch stark danach. Vielleicht helfen dir die Gedanken. Es macht von außen auf jeden Fall den Eindruck, dass du sehr hilflos bist und immer wieder in ähnliche Situationen reingerätst. Deswegen ziehe ich Gegenübertragungsmexhanismen und (unbewusste) Reinszenierungen traumatischer Erfahrungen in Erwägung.

      Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.
      Danke, insbesondere für den Begriff der "Gegenübertragung" - das ist genau der, den ich für meine Art, solche Dinge anzugehen, suchte. Leider bin ich sehr impulsiv, weswegen es sich wohl besonders schwierig gestaltet, sachlich und objektiv zu bleiben. Durch das Ritalin bin ich etwas weniger impulsiv, aber die Impulsivität bleibt doch deutlich erhalten, ich würde beispielsweise den Leuten von der Familienkasse am liebsten an die Kehle springen :(
    • Lissy wrote:

      Ansätze zu mittelgradigen sozialen Anpassungsstörungen kann man ausmachen, wenn man sich insbesondere den Umgang mit den Mitmensche ansieht und die daraus resultierenden Schwierigkeiten. Andererseits sind diese auch nicht kontinuierlich vorhanden und nicht von hoher Ausprägung."
      Ich finde die Formulierungen sehr merkwürdig. Was sollen denn "Ansätze" zu mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten sein? Entweder die Schwierigkeiten sind vorhanden oder nicht. In der Realität kann es ja Ansätze geben oder nicht, aber in einer einem Gutachten müssen doch klare Aussagen unter korrekter Verwendung der Fachtermini getroffen werden, oder? Mit der aktuellen Formulierung wirkt es, als würde der Gutachter sich davor winden, klare Aussagen zu treffen. Warum er das tut, weiß ich nicht.

      Meiner Ansicht nach müssen diese Schwierigkeiten nicht permanent vorhanden sein, aber dazu kenne ich die Rechtslage nicht.

      Was ich für vollkommenen Quatsch erachte, ist die "hohe Ausprägung". Entweder es sind mittlere oder hohe Anpassungsschwierigkeiten. Innerhalb dieser (wenn man sich denn mal festlegen würde), wird doch nicht nochmal differenziert, oder? Das ergibt für mich keinen Sinn. Ich habe hierüber keine Spezialkenntnisse, finde die Punkte aber fragwürdig.
    • Lissy wrote:

      aber die Impulsivität bleibt doch deutlich erhalten, ich würde beispielsweise den Leuten von der Familienkasse am liebsten an die Kehle springen
      Möglicherweise ist es auch so, dass die Sachbearbeiter bestimmte Vorurteile gegenüber Menschen haben, die impulsiv sind oder gegenüber Menschen in Insolvenz etc. Es könnte womöglich sein, dass du deren negative Erwartungen spürst und diese unbewusst erfüllst.

      Die Idee kam mir gerade. Ob das auf dich zutrifft, weiß ich nicht. Es stellt sich bei mir beim Lesen deiner Beiträge jedenfalls schnell eine Art Gegenübertragung ein, so dass ich nur vermuten kann, was da im direkten Kontakt zwischen dir und Gutachtern etc. ablaufen könnte.
    • FruchtigBunt wrote:

      Lissy wrote:

      Ansätze zu mittelgradigen sozialen Anpassungsstörungen kann man ausmachen, wenn man sich insbesondere den Umgang mit den Mitmensche ansieht und die daraus resultierenden Schwierigkeiten. Andererseits sind diese auch nicht kontinuierlich vorhanden und nicht von hoher Ausprägung."
      Ich finde die Formulierungen sehr merkwürdig. Was sollen denn "Ansätze" zu mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten sein? Entweder die Schwierigkeiten sind vorhanden oder nicht. In der Realität kann es ja Ansätze geben oder nicht, aber in einer einem Gutachten müssen doch klare Aussagen unter korrekter Verwendung der Fachtermini getroffen werden, oder? Mit der aktuellen Formulierung wirkt es, als würde der Gutachter sich davor winden, klare Aussagen zu treffen. Warum er das tut, weiß ich nicht.
      Meiner Ansicht nach müssen diese Schwierigkeiten nicht permanent vorhanden sein, aber dazu kenne ich die Rechtslage nicht.

      Was ich für vollkommenen Quatsch erachte, ist die "hohe Ausprägung". Entweder es sind mittlere oder hohe Anpassungsschwierigkeiten. Innerhalb dieser (wenn man sich denn mal festlegen würde), wird doch nicht nochmal differenziert, oder? Das ergibt für mich keinen Sinn. Ich habe hierüber keine Spezialkenntnisse, finde die Punkte aber fragwürdig.
      Ja, das erscheint auch mir sehr seltsam. Auch wenn ich bei Verleumdung etc. sehr vorsichtig sein möchte, habe ich mich alleine bei der grammatikalisch und stilistisch sehr inkonsistenten Sprache des Gutachters gefragt, ob er irgendwelche gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat, und wenn man diese Äußerungen liest, fragt man sich wohl mitunter, ob er das Konzept der Schwerbehinderung/mittlegradigen Anpassungsschwierigkeiten (oder "-störungen", wie er sie nannte) wirklich verstanden hat.
      Auch steht im Gutachten, dass ich 2007 den "Hauptschulabschluss mit Qualifikation für die Gesamthochschule" erworben hätte :question: Erstens erwarb ich den Realschulabschluss/die Fachoberschulreife mit Qualifikation, nicht den Hauptschulabschluss, zweitens handelte es sich um die Qualifikation für den Besuch der allgemeinen gymnasialen Oberstufe, nicht den Besuch einer "Gesamthochschule"...

      FruchtigBunt wrote:

      Lissy wrote:

      aber die Impulsivität bleibt doch deutlich erhalten, ich würde beispielsweise den Leuten von der Familienkasse am liebsten an die Kehle springen
      Möglicherweise ist es auch so, dass die Sachbearbeiter bestimmte Vorurteile gegenüber Menschen haben, die impulsiv sind oder gegenüber Menschen in Insolvenz etc. Es könnte womöglich sein, dass du deren negative Erwartungen spürst und diese unbewusst erfüllst.
      Die Idee kam mir gerade. Ob das auf dich zutrifft, weiß ich nicht. Es stellt sich bei mir beim Lesen deiner Beiträge jedenfalls schnell eine Art Gegenübertragung ein, so dass ich nur vermuten kann, was da im direkten Kontakt zwischen dir und Gutachtern etc. ablaufen könnte.
      Das ist auch wieder so ein Trigger - es stimmt ja tatsächlich, dass nicht wenige Leute gerade Menschen in Insolvenz gegenüber negativ eingestellt sind, und das bringt mich vor dem Hintergrund, dass die Notwendigkeit zum Einreichen der Insolvenz ja erst entstand, nachdem man mir zwei Jahre trotz der Behinderung und einer offenkundig deutlichen Einschränkung der Erwerbsfähigkeit Sozialleistungen zur Sicherung des Existenzminimums verwehrt hatte, nur weil ich studiere, regelrecht "zum Kochen" :evil: :|
      Es fällt mir da auch sehr schwer, mich zu "mäßigen". Mein Halbbruder meinte schon in meiner Kindheit zu mir, ich solle mich nicht immer für alles rechtfertigen, vielleicht ist dieses impulsive, hastige Rechtfertigungsbedürfnis die laienhafte Bezeichnung dessen, was du oben schriebst. Und heute ist da eine weiter erhöhte emotionale Sensibilität und dann auch noch meine Paranoia, die mich die verrücktesten Antizipationen haben lässt.

      Dieses Konzept erklärt auch, weshalb ich im Internet nicht selten angemacht werde. Ich vermute, vor diesem Hintergrund ist es am besten, im Rahmen der Klageverfahren primär meinen Anwalt sprechen zu lassen. Wenn der denn nicht auch schon voreingenommen ist :m(:
    • Wenn ich so manche Dinge in deinen Beiträgen lese, dann verstehe ich nicht, warum du keine 50% bekommst. Aber vielleicht brauchst du auch einfach nur einen Psychiater, der dir die Angststörungen, Depressionen, ADHS, Bordeline und Autismus bescheinigt. Ich weiß nicht, ob man das alles tatsächlich zusammen haben kann, weil viele Symptome sich auch überlappen, aber das hört sich schon nach mittelstarken Problemen an. Für mich im Alltag sogar nach starken Problemen. Wenn es aber nur auf Autismus als Diagnose hinausläuft, dann kann es vielleicht doch schwieriger werden.
    • Mein Psychiater meinte letztens, dass Borderline leider alleine nicht einmal einen GdB von 10 bedinge, mir sehr wahrscheinlich nichts bringe. Ob es für Autismus reicht, steht noch in den Sternen - aber diesen kann mein Therapeut nicht diagnostizieren, und um im Klageverfahren nicht nicht in Therapie befindlich zu sein, was man mir als für eine geringere Behinderung sprechend auslegen könnte, wurde meine Psychotherapie bei meinem regulären Therapeuten verlängert, so dass ein Wechsel zwecks Diagnose erst einmal nicht möglich ist.

      Im Gutachten steht: "Es wurden folgende Gesundheitsstörungen benannt:ADHS, Dysthymie, Depression, kombinierte Persönlichkeitsstörung, diversePhobien, Angststörung, Panikstörung" - mein Psychiater hatte eigentlich ein Schreiben für das SG aufgesetzt, in dem drinstand, dass "vor dem Hintergrund des ADHS, der gemischt ängstlich-depressiven Störung und der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung mindestens mittelgradige Anpassungsschwierigkeiten vorhanden" seien und er darum bitte, dass das bei der Festlegung meines GdB berücksichtigt wird. Scheinbar ist dieses Schreiben aber nie angekommen...
      Auch meine Tics - die immer wechselnd über mehrere Monate vorhanden sind, dann wieder für einige Monate weg, mich aber stark belasten, wenn sie da sind - wurden nirgends erwähnt. Aber die hatte ich Dussel leider auch im Widerspruch nicht erwähnt, weil sie zu der Zeit nicht präsent waren, sondern erst in meinem Brief an den Gutachter :|
    • Leider kann ich nicht viel Produktives beitragen, aber:

      Lissy wrote:

      wurde meine Psychotherapie bei meinem regulären Therapeuten verlängert, so dass ein Wechsel zwecks Diagnose erst einmal nicht möglich ist.
      Du musst auch für eine ASS-Diagnostik deinen Psychiater gar nicht wechseln. "Nur" eine Spezialambulanz für das Diagnoseverfahren aufsuchen, bzw. dich auf die Warteliste setzen lassen (eventuell mit Dringlichkeit, das würde ich mit deinem Psychiater klären, wie er das einstuft).
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Lissy wrote:

      Mein Anwalt schrieb mir eben, dass letztendlich ja das Gericht entscheide und das Gutachten durchaus ein paar Punkte biete, die das Gericht zu einer positiven Entscheidung bringen könnten, er außerdem zu dem Gutachten Stellung nehmen werde.
      Okay, das klingt doch ganz gut.

      Du darfst nicht vergessen, dass du ja nicht gezwungen wirst, ein ( Selbstzahler-)109er - Gutachten zu beantragen.
      Genauso gut kannst du mit Anwalt ins Revisionsverfahren gehen vor das Landessozialgericht.
      Übrigens gibt es bei Sozialgerichten erst ab dem Bundessozialgericht eine Anwaltpflicht, vorher nicht.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich finde die Formulierungen sehr merkwürdig. Was sollen denn "Ansätze" zu mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten sein? Entweder die Schwierigkeiten sind vorhanden oder nicht. In der Realität kann es ja Ansätze geben oder nicht, aber in einer einem Gutachten müssen doch klare Aussagen unter korrekter Verwendung der Fachtermini getroffen werden, oder? Mit der aktuellen Formulierung wirkt es, als würde der Gutachter sich davor winden, klare Aussagen zu treffen.
      Sehe ich auch so, und die Schlussfolgerung (Herumreden "um den heißen Brei") wird sicherlich stimmen. Uh, mieses Gutachten.

      Lissy wrote:

      "Andererseits sind diese auch nicht kontinuierlich vorhanden..." (...)
      Und zwar deshalb nicht kontinuierlich, weil....?

      Wie in drei zarkender Fürwarks Namen kommt er denn darauf?
      Hat er diese zeitlichen Unterbrechungen der Kontinuität in der Anamnese erhoben/gefunden oder andere, schriftliche, verlässliche Aussagen?!?
      Mysteriös!

      Lissy wrote:

      ....steht im Gutachten, dass ich 2007 den "Hauptschulabschluss mit Qualifikation für die Gesamthochschule" erworben hätte.
      Noch ein Beispiel für ein eher hingeschludertes Machwerk als für ein wohlabgewogenes, fachlich versiertes Sachverständigengutachten.
      Bitte diese Ungereimtheiten unbedingt korrigieren lassen. Siehe auch DSGVO § 16 => hier nachzulesen!

      Hat irgendjemand die Ticstörung mal mitbekommen und kann sie dir attestieren? Kannst du ja nachreichen.

      Ach ja, und

      Kayt wrote:

      Du musst auch für eine ASS-Diagnostik deinen Psychiater gar nicht wechseln. "Nur" eine Spezialambulanz für das Diagnoseverfahren aufsuchen!
      das stimmt schließlich auch. Falls du es schaffst, mach es bald. Die Wartezeit wird dir schneller vergehen, als du denkst.

      Viel Erfolg, nochmal
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Lissy wrote:

      Dieses Konzept erklärt auch, weshalb ich im Internet nicht selten angemacht werde. Ich vermute, vor diesem Hintergrund ist es am besten, im Rahmen der Klageverfahren primär meinen Anwalt sprechen zu lassen.
      Vielleicht ist die Idee gar nicht so schlecht, wenn man es rein aus dem Blickwinkel betrachtet, womit man sich selbst (!) einen größeren Gefallen tut.
      Wenn man vor Gutachtern ausrastet, wäre zwar auch bewiesen, dass man arge Probleme hat, aber ich habe den Verdacht, dass einem Fürsprecher, der die Dinge auf netter Ebene erklärt irgendwie mehr geglaubt wird als einem wütenden Patienten, obwohl der in seiner Situation viel besser die Sachlage beweist. Ich denke, dass das tatsächlich an einer Gegenübertragung liegen kann.

      Vielleicht kannst du dich darauf einlassen. Der Vorteil wäre vermutlich, dass man selbst nicht getriggert wird. Ich würde es aber nur tun, wenn du dem Anwalt wirklich voll vertrauen kannst, dass er das Beste für dich will und fachlich auch rausholen kann. Sonst fühlst du dich hinterher vielleicht ohnmächtig, dass du die Kontrolle abgegeben hast.

      Vielleicht geht es auch bei dir um Kontrolle aufgeben. Es kann sein, dass ich einige meiner Erfahrungen auf dich projiziere. Sofern meine Ideen unpassend sind, möchte ich mich dafür entschuldigen. Beim Schreiben verarbeitet man ja auch immer für sich selbst. Vielleicht ist es so, dass ich an deinem beschriebenen Verhalten meine eigenen Probleme deutlicher sehen kann.
      Jedenfalls wünsche ich dir, dass du aus diesen Kreisläufen raus kommst.
    • Lissy wrote:

      mein Psychiater hatte eigentlich ein Schreiben für das SG aufgesetzt, in dem drinstand, dass "vor dem Hintergrund des ADHS, der gemischt ängstlich-depressiven Störung und der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung mindestens mittelgradige Anpassungsschwierigkeiten vorhanden" seien und er darum bitte, dass das bei der Festlegung meines GdB berücksichtigt wird. Scheinbar ist dieses Schreiben aber nie angekommen...
      Ich würde, sofern möglich, versuchen, dieses Schriftstück noch nachzureichen. Meiner Erfahrung nach ist immer wichtig, dass man Schreiben von Ärzten vorlegen kann, die konkrete Aussagen treffen und sich an den Vorgaben orientieren. Statt x Diagnosen aufzulisten macht es mehr Sinn (so wie im verloren gegangenen Schreiben geschehen) das zu dezimieren. Sonst ziehen manche Menschen auch wieder fehlerhafte Schlüsse.
    • Capricorn wrote:

      Lissy wrote:

      Mein Anwalt schrieb mir eben, dass letztendlich ja das Gericht entscheide und das Gutachten durchaus ein paar Punkte biete, die das Gericht zu einer positiven Entscheidung bringen könnten, er außerdem zu dem Gutachten Stellung nehmen werde.
      Okay, das klingt doch ganz gut.
      Du darfst nicht vergessen, dass du ja nicht gezwungen wirst, ein ( Selbstzahler-)109er - Gutachten zu beantragen.
      Genauso gut kannst du mit Anwalt ins Revisionsverfahren gehen vor das Landessozialgericht.
      Übrigens gibt es bei Sozialgerichten erst ab dem Bundessozialgericht eine Anwaltpflicht, vorher nicht.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich finde die Formulierungen sehr merkwürdig. Was sollen denn "Ansätze" zu mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten sein? Entweder die Schwierigkeiten sind vorhanden oder nicht. In der Realität kann es ja Ansätze geben oder nicht, aber in einer einem Gutachten müssen doch klare Aussagen unter korrekter Verwendung der Fachtermini getroffen werden, oder? Mit der aktuellen Formulierung wirkt es, als würde der Gutachter sich davor winden, klare Aussagen zu treffen.
      Sehe ich auch so, und die Schlussfolgerung (Herumreden "um den heißen Brei") wird sicherlich stimmen. Uh, mieses Gutachten.

      Lissy wrote:

      "Andererseits sind diese auch nicht kontinuierlich vorhanden..." (...)
      Und zwar deshalb nicht kontinuierlich, weil....?
      Wie in drei zarkender Fürwarks Namen kommt er denn darauf?
      Hat er diese zeitlichen Unterbrechungen der Kontinuität in der Anamnese erhoben/gefunden oder andere, schriftliche, verlässliche Aussagen?!?
      Mysteriös!

      Lissy wrote:

      ....steht im Gutachten, dass ich 2007 den "Hauptschulabschluss mit Qualifikation für die Gesamthochschule" erworben hätte.
      Noch ein Beispiel für ein eher hingeschludertes Machwerk als für ein wohlabgewogenes, fachlich versiertes Sachverständigengutachten.Bitte diese Ungereimtheiten unbedingt korrigieren lassen. Siehe auch DSGVO § 16 => hier nachzulesen!

      Hat irgendjemand die Ticstörung mal mitbekommen und kann sie dir attestieren? Kannst du ja nachreichen.

      Ach ja, und

      Kayt wrote:

      Du musst auch für eine ASS-Diagnostik deinen Psychiater gar nicht wechseln. "Nur" eine Spezialambulanz für das Diagnoseverfahren aufsuchen!
      das stimmt schließlich auch. Falls du es schaffst, mach es bald. Die Wartezeit wird dir schneller vergehen, als du denkst.
      Viel Erfolg, nochmal
      Meine Sorge ist nur, dass die Klage vor dem Landessozialgericht dann mehrere Jahre dauert und das LSG die letzte mir zugängliche Instanz darstellt, also meine letzte Möglichkeit, als schwerbehindert anerkannt zu werden, denn es handelt sich ja eher nicht um eine Grundsatzentscheidung, die das BSG noch bearbeiten könnte, oder?

      Der hat da wirklich ein Gutachten von miserabler Qualität verzapft. Sprachliche, stilistische, inhaltliche Mängel - Auslassungen, Verdrehen vorhandener Informationen, Hinzudichten von Informationen ("nicht konstant")... Kann man das irgendwo melden, wo man nicht mitkriegt, wer ich bin? Würde das vor Ende der Klage ungerne dem SG direkt melden.
      Ich könnte auch wieder kochen vor Wut, wenn ich mir vor Augen führe, dass der Richter (hoffentlich nur der Justizangestellte...) der Ansicht ist, das Gutachten wäre Basis für eine Ablehnung der Schwerbehinderteneigenschaft.

      Danke für euren Tipp mit der Ambulanz. Ich muss vorher sichergehen, dass dazu bestimmte Untersuchungen und insbesondere ein IQ-Test nicht vorausgesetzt werden, dann werde ich da bald mal um einen Termin in der Autismusambulanz bitten.

      Es stimmt schon, eigentlich ist das schon frech, mir einen anderen Abschluss zu unterstellen, als ich tatsächlich erworben habe :lol: Ich werde das auf jeden Fall meinem Anwalt mitteilen und ihn bitten, dass er um Korrektur bittet.

      Mit der Ticstörung tue ich mich sehr schwer: einerseits besteht diese schon seit meiner Kindheit mit den erwähnten "Tic-Phasen", andererseits ist das ja wirklich etwas, das man sich aus den Fingern saugen kann. Und ich habe Angst, dass es so interpretiert wird, als wollte ich nun kramphaft noch Diagnosen erhalten, die die Wahrscheinlichkeit, als schwerbehindert anerkannt zu werden, erhöhen.

      Was ich sehr seltsam fand: ich bat meinen Therapeuten vor einem guten halben Jahr, mit mir ein entsprechendes Testverfahren zu absolvieren, da ich vokale und motorische Tics hätte. Der meinte daraufhin, das seien sicher keine Tics, sondern es sei bei ADHS normal, dass man den einen oder anderen Tic habe, ohne dass es sich um eine eigene Störung handelt. Dann erzählte ich ihm vor kurzer Zeit noch mal von den Tics, die mich zur Zeit stark belasten - und er antwortete, das klinge ja schon nach einer ausgeprägten Tic-Störung in Richtung Tourette. Ich saß ziemlich perplex da und traute mich nicht, ihm zu erzählen, dass er vor einiger Zeit noch etwas ganz anderes behauptet hatte, weil ich es nicht selten in meinem Leben erlebt habe, dass ich mich an Dinge erinnern konnte, die andere schon vergessen hatten, aber dann, wenn ich sie daran erinnerte, als die dasaß und wahrgenommen wurde, die Dinge vergisst und sich kompensatorisch Dinge aus den Fingern saugt, also im Unrecht ist, gerade als ADHS-Betroffene. Ich hoffe, das war verständlich... ich habe mich jedenfalls nicht getraut, ihn darauf hinzuweisen, dass wir das Thema schon gehabt hatten :shake:

      FruchtigBunt wrote:

      Lissy wrote:

      Dieses Konzept erklärt auch, weshalb ich im Internet nicht selten angemacht werde. Ich vermute, vor diesem Hintergrund ist es am besten, im Rahmen der Klageverfahren primär meinen Anwalt sprechen zu lassen.
      Vielleicht ist die Idee gar nicht so schlecht, wenn man es rein aus dem Blickwinkel betrachtet, womit man sich selbst (!) einen größeren Gefallen tut.Wenn man vor Gutachtern ausrastet, wäre zwar auch bewiesen, dass man arge Probleme hat, aber ich habe den Verdacht, dass einem Fürsprecher, der die Dinge auf netter Ebene erklärt irgendwie mehr geglaubt wird als einem wütenden Patienten, obwohl der in seiner Situation viel besser die Sachlage beweist. Ich denke, dass das tatsächlich an einer Gegenübertragung liegen kann.

      Vielleicht kannst du dich darauf einlassen. Der Vorteil wäre vermutlich, dass man selbst nicht getriggert wird. Ich würde es aber nur tun, wenn du dem Anwalt wirklich voll vertrauen kannst, dass er das Beste für dich will und fachlich auch rausholen kann. Sonst fühlst du dich hinterher vielleicht ohnmächtig, dass du die Kontrolle abgegeben hast.

      Vielleicht geht es auch bei dir um Kontrolle aufgeben. Es kann sein, dass ich einige meiner Erfahrungen auf dich projiziere. Sofern meine Ideen unpassend sind, möchte ich mich dafür entschuldigen. Beim Schreiben verarbeitet man ja auch immer für sich selbst. Vielleicht ist es so, dass ich an deinem beschriebenen Verhalten meine eigenen Probleme deutlicher sehen kann.
      Jedenfalls wünsche ich dir, dass du aus diesen Kreisläufen raus kommst.

      FruchtigBunt wrote:

      Lissy wrote:

      mein Psychiater hatte eigentlich ein Schreiben für das SG aufgesetzt, in dem drinstand, dass "vor dem Hintergrund des ADHS, der gemischt ängstlich-depressiven Störung und der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung mindestens mittelgradige Anpassungsschwierigkeiten vorhanden" seien und er darum bitte, dass das bei der Festlegung meines GdB berücksichtigt wird. Scheinbar ist dieses Schreiben aber nie angekommen...
      Ich würde, sofern möglich, versuchen, dieses Schriftstück noch nachzureichen. Meiner Erfahrung nach ist immer wichtig, dass man Schreiben von Ärzten vorlegen kann, die konkrete Aussagen treffen und sich an den Vorgaben orientieren. Statt x Diagnosen aufzulisten macht es mehr Sinn (so wie im verloren gegangenen Schreiben geschehen) das zu dezimieren. Sonst ziehen manche Menschen auch wieder fehlerhafte Schlüsse.

      Leider weiß ich nicht, wie sehr ich meinem Anwalt da vertrauen kann. Er scheint seinen Job bis hierhin gut zu machen, allerdings erhielt ich nicht auf jede Frage eine Antwort (hatte aber auch viele Anfragen abgeschickt). Dass ich nicht auf alles eine Antwort erhielt, dürfte auch der Grund dafür sein, dass das ergänzende Schreiben meines Psychiaters nicht beim SG ankam... ich habe dem SG diesen nun digital, also via Mail zugeschickt. Wahrscheinlich reicht das nicht aus, und ich muss noch einen Ausdruck meines Psychiaters einreichen...
    • Lissy wrote:

      Was ich sehr seltsam fand: ich bat meinen Therapeuten vor einem guten halben Jahr, mit mir ein entsprechendes Testverfahren zu absolvieren, da ich vokale und motorische Tics hätte. Der meinte daraufhin, das seien sicher keine Tics, sondern es sei bei ADHS normal, dass man den einen oder anderen Tic habe, ohne dass es sich um eine eigene Störung handelt. Dann erzählte ich ihm vor kurzer Zeit noch mal von den Tics, die mich zur Zeit stark belasten - und er antwortete, das klinge ja schon nach einer ausgeprägten Tic-Störung in Richtung Tourette. Ich saß ziemlich perplex da und traute mich nicht, ihm zu erzählen, dass er vor einiger Zeit noch etwas ganz anderes behauptet hatte, weil ich es nicht selten in meinem Leben erlebt habe, dass ich mich an Dinge erinnern konnte, die andere schon vergessen hatten, aber dann, wenn ich sie daran erinnerte, als die dasaß und wahrgenommen wurde, die Dinge vergisst und sich kompensatorisch Dinge aus den Fingern saugt, also im Unrecht ist, gerade als ADHS-Betroffene. Ich hoffe, das war verständlich... ich habe mich jedenfalls nicht getraut, ihn darauf hinzuweisen, dass wir das Thema schon gehabt hatten
      Das Zitat ist m. Erachtens ein deutliches Beispiel für kommunikative Störungen im autistischen Spektrum. Nicht für Wahrnehmungsverarbeitungsstörung, sondern eben die Unfähigkeit, ganz zwanglos im richtigen Moment bei deinem ureigenen Anliegen zu bleiben und es ungeniert und frei von Selbstzweifeln anzusprechen.

      Lissy wrote:

      Ich muss vorher sichergehen, dass dazu bestimmte Untersuchungen und insbesondere ein IQ-Test nicht vorausgesetzt werden,
      Das kann ich dir natürlich nicht versprechen. Aber zu diesem Ausschlusszweck rufst du am besten in welcher Ambulanz auch immer vorher an.
      Und du bist natürlich nicht verpflichtet, jedwede Testdiagnostik mitzumachen. Intelligenz kann man auch anders feststellen (oder ausschließen, siehe Gutachter.... :twisted: ).

      Doch, in SG ist es der Richter, der entscheidet.
      Und deshalb empfehle ich dir das LSG. Erst da wirst du einen neuen, neutralen Richter finden, der sich die Angelegenheit nochmal genau betrachtet.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil: