Dauer der Klage auf Schwerbehinderung vor dem SG

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    • Ginome wrote:

      Seit der Änderung zum 01.01.2011 gilt nur wie stark man eingeschränkt ist, nicht wie die Diagnose lautet.
      Äh...du meinst: in Bezug auf Autismus/tief greifende Entwicklungsstörungen?

      Die Änderungsverordnung stammt aus 2010.

      Denn dass die Diagnose allein seltenst (!) ausreicht, um eine zutreffende Beurteilung vornehmen zu können, ist ja schon länger Maßgabe/Vorgabe/Vorschrift usw.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Äh...du meinst: in Bezug auf Autismus/tief greifende Entwicklungsstörungen?
      allgemein

      Capricorn wrote:

      Die Änderungsverordnung stammt aus 2010.
      Ja ok. In Kraft trat sie aber am 01.01.2011
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • RegenbogenWusli wrote:

      ....und Therapeuten und dann am ende auch geschädigte sind selbst schuld.
      Nein, von Schuld habe ich nicht gesprochen! ich habe versucht zu erklären, wie es läuft und wer was an welcher Stelle im Verfahren macht.


      thelord wrote:

      Psychische Einstufungen sind doch per se schwammig.
      Kommt sicher drauf an, wer wie was macht: ich kenne einen Gutachter persönlich, der sich richtig viel Mühe gibt, während der Untersuchung herauszufinden, wo jemand richtige Probleme hat. Und er hat fachliche und allgemein-menschliche Erfahrung genug, um gute Gutachten abzuliefern.

      Und ich kenne (zahlenmäßig mehr) promovierte fachärztliche Vollpfosten, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben (RW), was ja für's Tuten und Blasen schon schlimm genug wäre, aber leider haben sie auch keine bis gar keine Ahnung vom richtigen Leben oder von Autismusspektrumstörungen :sarcasm:
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • @Ginome schrieb:
      "Seit der Änderung zum 01.01.2011 gilt nur wie stark man eingeschränkt ist, nicht wie die Diagnose lautet."

      Capricorn wrote:

      Äh...du meinst: in Bezug auf Autismus/tief greifende Entwicklungsstörungen?

      Ginome wrote:

      allgemein
      Was nicht stimmt, denn....

      Capricorn wrote:

      .....dass die Diagnose allein seltenst (!) ausreicht, um eine zutreffende Beurteilung vornehmen zu können, ist ja schon länger Maßgabe/Vorgabe/Vorschrift usw.
      Siehe Teil A der VersMedV & Anhaltspunkte 2008

      Wenn wir Zwei Beiden schon Haare spalten, dann aber richtig! :fun:
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Oh, sorry, gut zu wissen, aber ich kenne mich damit nicht detailliert aus. Hatte definitiv irgendwann mal gelesen, dass (zumindest irgendwann einmal) bei Asperger-Autismus 50 als Minimum angesetzt wurde. Und das habe ich dann wohl als korrekt übernommen.

      Ich habe aktuell wieder große Angst, dass man der Meinung sein könnte, dass ich nicht schwerbehindert bin - in einem anderen Forum meinte jemand, dass der (Nicht)Bezug einer Erwerbsminderungsrente sich deutlich auf den GdB auswirke(n könne) und GdB größer gleich 50 sehr selten wegen psychischer Diagnosen vergeben würde :nerved:

      Meine bisherige eigene Erfahrung mit Gutachtern ist gut, aber leider nicht repräsentativ, da nur auf einen Fall bezogen - ich habe mal ein Praktikum am Amtsgericht gemacht, da wurde in einer Sitzung ein ausführliches Gutachten verlesen; der Gutachter wirkte kompetent und zugleich "human" auf mich. Aber wenn man hier liest, dass Münster zum Erhalt einer Schwerbehinderung eine ungünstige Gegend sei...
    • Interessanterweise gab es aber vor 2011 grundsätzlich mindestens GdB 50 bei Asperger :D

      Eigentlich ist es ja auch egal. Demnächst wird es ja noch krasser.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Lissy wrote:

      in einem anderen Forum meinte jemand, dass der (Nicht)Bezug einer Erwerbsminderungsrente sich deutlich auf den GdB auswirke(n könne) und GdB größer gleich 50 sehr selten wegen psychischer Diagnosen vergeben würde
      - das sind aber doch Informationen aus 2. Hand (RW)!

      - dein Fall (eigentlich jeder) ist individuell zu sehen und zu beurteilen

      - es gibt auch noch Menschen, die denken können UND lesen können!!!, was sehr wichtig ist
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Ginome wrote:

      Interessanterweise gab es aber vor 2011 grundsätzlich mindestens GdB 50 bei Asperger :d

      Eigentlich ist es ja auch egal. Demnächst wird es ja noch krasser.
      Eben auch nicht. Mir hatten sie 2010 20 zuerkannt und für die 50 musste ich kämpfen. Der erste Gutachter, zu dem ich geschickt wurde, meinte dann, 50 wäre angemessen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Sorry jetzt blicke ich garnicht mehr durch. Ich dachte sie macht diese Klage weil sie Geld braucht für den Lebensunterhalt und das mit Hilfe von weiterem Kindergeld bekommen würde, weshalb sie nun klagen muss wegen ihrem SbA-antrag. Was hat das jetzt mit dem Führerschein zutun?
      Bei meiner Antwort - und nur dieser einen, auf die du reagiert hast - ging es um Bedenken von @Lissy zum beabsichtigten Führerscheinerwerb.

      Sie hatte in einem Beitrag unter anderem zum geplanten Führerschein selber von Befürchtungen geschrieben, dass sie Ärger wegen einer seelischen Behinderung bekommen könnte.
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    • Capricorn wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      .....ud die Ämter sind ja häufig eher tendenziell gegen die Antragsteller
      Das ist mir neu. Hast du belastbare Daten, um diese These zu untermauern?
      Was ich weiß, ist folgendes: Die Behandler*innen sind oft bar jeglichen Wissens über die Anforderungen einer Auskunft ans die Versorgungsämter.
      Bewertet (ist bestimmt schon 100 mal beschrieben worden) werden ja keine Diagnosen (außer vielleicht "Arm ab rechts/links"), sondern die Einschränkungen, Teilhabeeinschränkungen, Funktionsdefizite und -verluste.

      Teils hüllen sich die Ärzte darüber in Schweigen, teils merkt man deutlich dass es sich um Gefälligkeitsgutachten handelt. Es gibt ja oft mehr als einen Bericht zu einer/m AntragstellerIn. Bei deutlichen Unterschieden in den Befundbeschreibungen wird manch beurteilender Gutachter dann doch schon mal misstrauisch....
      Es gibt schon eine Verweigerungstendenz bei den nicht ausdrücklich bestimmten und offensichtlich unablehnbaren Ansprüchen. Sieht man überall: Krankenkassen lehnen oft ab, die Widersprüche haben zu 50% Erfolg. Klagen vor Sozialgerichten zu 40%. Das sind keine Fehler, sondern schon systematisches Leistungendrücken.

      Es gibt zahlreiche Behinderungen wo die Diagnose automatisch zu einem GdB führt. Da ists dann die Gesamt-GdB-Bildung die Ärger macht. Allerdings sind diese diagnose-fixen zugleich Ansatzpunkt für die ganzen teilhabe-offenen.
      Und dann die "moderne" Bewertung nach Teilhabe. Die wird sehr gerne als Ansatzpunkt fürs Verweigern, zumal das ja im Grunde eine Vorentscheidung für Eingliederungshilfe ist: Wenn einem wegem Teilhabebeeinträchtigungen ein GdB von 50 gegeben wurde kann Behörde (mitunter das selbe Personal) sich nachher schlecht hinstellen und sagen, er brauche keine Hilfe. Passiert natürlich trotzdem, siehe oben.
      Ohnehin ist das GdB-Verfahren ursprünglich entworfen worden um zu gucken wie viele Arme und Beine der Krieg gekostet hat, nicht dafür ob jemand wegen Kopf nicht unter Leute kann ( die waren ja alle umgebracht).
      Im Grunde müsste das Verfahren, wenn es auf Teilhabebeinträchtigungen gerichtet sein soll, genauso ablaufen wie das der Eingliederungshilfe (insbesondere wie das Gesamtplanverfahren) oder Asylverfahren. Nur wäre das teuer, man müste geschultes Personal haben, sehr viel geschultes Personal, vorallem wenn die Verfahren nicht Monate dauern sollen.

      Das Verrückte bei Gefälligkeitsgutachten ist ja, dass das den behandelnden Ärzten vorgeworfen wird, aber das wirtschaftlich größte Interesse an einem bestimmten Ergebnissen hat die Behörde. Jeder erfolgreich abgelehnte und vergraulte Anspruchsberechtigte ist hunderte bis tausende € im Monat wert. Und die wirtschaftliche Macht haben die Behörden auch, immerhin haben die quasi unbegrenzt Geld für regelmäßige Aufträge für einige Hundert bis Tausend € pro Gutachten.
      Betrug gedeiht trotz allem Westentaschenmisstrauen, seien es hunderte Millionen mit Rentenbetrug (maßgeblich von einem DRV-Gutachter betrieben, aufgedeckt durch Polizei, nicht die Behörde selber), oder gleich Millliarden in der Pflege, um die sich die Behörden nichtmal scheren.
    • Waspie wrote:

      Und die wirtschaftliche Macht haben die Behörden auch, immerhin haben die quasi unbegrenzt Geld für regelmäßige....
      Ich weiß nicht, welche Behörde du meinst. Kann sein, dass es irgendwo so ist.

      In NRW im Bereich der Sozial-/Versorgungsämter ist es definitiv nicht so. Da gibt es ein Jahresbudget. Danach Schluss, aus, Ende Gelände.

      Dass Betrug und Filz gut gedeihen, mag so sein, leiderleider. Aber schmeiß' bitte nicht alle Halunken und Gauner in einen Topf mit Menschen, die sich auch in Behörden und Ämtern einsetzen und für Menschlichkeit stehen.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Waspie wrote:

      Und die wirtschaftliche Macht haben die Behörden auch, immerhin haben die quasi unbegrenzt Geld für regelmäßige....
      Ich weiß nicht, welche Behörde du meinst. Kann sein, dass es irgendwo so ist.
      In NRW im Bereich der Sozial-/Versorgungsämter ist es definitiv nicht so. Da gibt es ein Jahresbudget. Danach Schluss, aus, Ende Gelände.
      Da steht ja auch quasi.
      Verglichen mit anderen ist eine Behörde, die jedes Jahr für x-tausende € Gutachten zu vergeben hat eine exzellente und zuverlässige Auftrags- und damit Geldquelle. Für den einzelnen Gutachter sind ja schon ein paar Aufträge im Jahr lukrativ.
      Dazu kommen dann die behördeneigenen Mediziner, wo auch nicht Wenige den Sparzwang gut verinnerlicht haben und von denen dann ja auch der Vorwurf der Befangenheit gegen behandelne Ärzte kommt. Dabei ist es z.B. ein RV-eigene Untersuchungsergebnis, dass deren Gutachter in Widerspruchssachen nicht wie vorgesehen die ganze Entscheidung nochmal prüfen sondern lediglich die Klagefestigkeit prüfen bzw. herbeiführen.

      Und dann ist da das grundlegende Problem, dass (Psycho-)Gutachten ziemlich willkürlich sind.

      Aber wie schon gesagt, im Grunde müsste die Beurteilung der "Teilhabe"-Behinderung nach ICF gehen. Das ist aber nicht mehr das medizinische sondern das soziale Modell von Behinderung.
    • Skurril. Hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun - aber in dem verlinkten Artikel steht, die DRV zahle (2007) üblicherweise ca. 130€ für ein Gutachten. Weshalb sollte ein Gutachten, das man selbst beibringt, 1500€ kosten? Das hörte ich nun schon mehrfach.

      Ergänzung: mein Psychiater stellte mir schon zwei Kurzgutachten/Stellungnahmen ohne Entgelt aus. Darf er das überhaupt? Darf ich erwähnen, dass er das (unter Berücksichtigung meiner prekären Situation) tat?

      Mein Therapeut riet mir heute, unbedingt dafür zu sorgen, dass der Gutachter sich mit ADHS auskennt. Kann ich darauf Einfluss nehmen? Psychiater, die sich mit ADHS auskennen, sind rar gesät, in Münster beispielsweise kenne ich nur zwei.

      The post was edited 3 times, last by Lissy ().

    • Capricorn wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      .....ud die Ämter sind ja häufig eher tendenziell gegen die Antragsteller
      Das ist mir neu. Hast du belastbare Daten, um diese These zu untermauern?
      Höre dich doch mal um, wie viele Schwerbehinderte ihren GdB gleich auf Anhieb bekommen haben und wie viele sich den GdB erklagen mussten und mit welchen Methoden Fakten ignoriert werden. Das ist ja keine Neuigkeit, dass im Bereich des Gesundheitswesen es immer mehr darum geht, erstmal pauschal abzulehnen, um die Antragsteller damit mürbe zu machen und sich Arbeit und Geld zu sparen.

      Ich behaupte nicht, dass du auch so arbeitest, aber die Tendenz innerhalb des Systems geht ganz offensichtlich in diese Richtung.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Lissy wrote:

      Skurril. Hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun - aber in dem verlinkten Artikel steht, die DRV zahle (2007) üblicherweise ca. 130€ für ein Gutachten. Weshalb sollte ein Gutachten, das man selbst beibringt, 1500€ kosten? Das hörte ich nun schon mehrfach.

      Ergänzung: mein Psychiater stellte mir schon zwei Kurzgutachten/Stellungnahmen ohne Entgelt aus. Darf er das überhaupt? Darf ich erwähnen, dass er das (unter Berücksichtigung meiner prekären Situation) tat?

      Mein Therapeut riet mir heute, unbedingt dafür zu sorgen, dass der Gutachter sich mit ADHS auskennt. Kann ich darauf Einfluss nehmen? Psychiater, die sich mit ADHS auskennen, sind rar gesät, in Münster beispielsweise kenne ich nur zwei.
      Weil die DRV nur die tatsächliche Untersuchungszeit (grob ne Stunde) bezahlt, das Schreiben etc. kommt dazu. Dein Privatgutachter wird sich aber auch die Arbeitszeit jenseits der Untersuchung voll vergüten lassen.
      Spielt auch viel Macht eine Rolle: Der Bürger braucht das Gutachten von dem Gutachter, der will dafür Geld.
      Die RV hat hingegen zum einen die Auswahl unter hunderten wenn nicht tausenden Medizinern, die zum anderen grundsätzlich zum Gutachten verpflichtet sind. Im Grunde kann jede Behörde jeden Sachverständigen zwangsweise beauftragen und ihn halt entschädigen. Ein Mediziner, der die Gutachtenerstellung widerrechtlich verweigert kann schlimmstenfalls seine Approbation verlieren.

      Deine Ärzte müssen dir keine Rechnungen stellen, sie könnten es halt. Eine Frage der Kulanz.

      Auch darauf kannst du das Gericht hinweisen, wenn dir einer oder beide Gutachter zusagen kannst du die auch vorschlagen. Du darfst nur nicht deren (ehemaliger) Patient sein.
    • @FruchtigBunt : Okay, du hast also keine belastbaren Daten.


      Diese Daten werden zumindest im Bereich Versorgungsämter in NRW seit Jahren erhoben. Sie umfassen "Eingang Erst- und Änderungsanträge", Erledigungsquoten dazu, Anzahl der Widersprüche und ebenfalls Erledigungsquoten dazu.
      Parallel werden die Klagen (seit 2008 ebenfalls Aufgabe der V-Ämter in NRW, da es hier kein Landesversorgungsamt mehr gibt) erfasst, auch die Fälle in denen Berufung eingelegt wurde.

      Dann bitte noch auseinanderhalten den gesamten öffentlichen Gesundheitsdienst und die Rehaabteilungen der Rentenversicherer und den Bereich Schwerbehindertenrecht, denn ich finde genau wie du, dass man sich klar und deutlich ausdrücken sollte und somit auch nicht alles über einen Kamm scheren darf (RW, hier: pauschal verurteilen).


      FruchtigBunt wrote:

      Höre dich doch mal um, wie viele Schwerbehinderte ihren GdB gleich auf Anhieb bekommen haben und wie viele sich den GdB erklagen mussten und mit welchen Methoden Fakten ignoriert werden.
      Ja, natürlich, ich höre mich nicht nur um, ich sehe mich auch um.

      Vor einigen Jahren fand ich z.B. viele Klagen berechtigt; da haben die Behörden oft etwas übersehen oder falsch gewertet.
      Das erlebe ich aber schon lange nicht mehr so.

      Es wird eine deutliche hohe Erwartungshaltung der AntragstellerInnen erkennbar und auf Teufel komm raus um einen 10er Wert beim GdB oder vor allem um die Merkzeichen gestritten. Das ist das Recht der Antragsteller, das ist auch gut so.

      Allerdings gibt es sowas wie Erfahrungswerte und die Versorgungsmedizin-Verordnung - und nach ein paar Jahren Tätigkeit fällt manch ein niedergelassener Azrt auf, wenn er wortwörtlich den gleichen Befundbericht zu unterschiedlichen Patienten abgibt. Das sollte doch wenigstens nachdenklich stimmen...!
      Also kurz und gut, es liegt nicht immer an den (häufig pauschal verunglimpften) V-Ämtern, sondern auch an anderen Gründen, wenn jemand nicht auf Anhieb das Ergebnis im Bescheid stehen hat, was er oder sie erwartet hatte.

      Ich gebe zu, dass ich relativ wenigen psychiatrischen Gutachten auch eine gute Qualität nachsagen kann.
      Das ist aber nun wirklich ein anderes Thema und selbst wenn wir uns hier im Forum darüber unterhalten, wird das noch keine Änderung im Verhalten jener Ärzte hervorrufen, die ohne Scham mehrere hundert Euro für ein miserables Gutachten kassieren, weil es im Sozialgerichtsverfahren bislang noch kein finanzielles Limit gibt (aber erst da).
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Lissy wrote:

      Mein Therapeut riet mir heute, unbedingt dafür zu sorgen, dass der Gutachter sich mit ADHS auskennt.
      Das kann ich nur unterstreichen...!


      Lissy wrote:

      Kann ich darauf Einfluss nehmen? Psychiater, die sich mit ADHS auskennen, sind rar gesät, in Münster beispielsweise kenne ich nur zwei.
      Versuche es bitte. Hinterher nutzt nämlich jede Form des Protests wenig.
      Daher auch mein Rat, eine Begutachtung nicht alleine anzugehen.

      Viel Erfolg, Lissy!
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Lissy wrote:

      Mein Therapeut riet mir heute, unbedingt dafür zu sorgen, dass der Gutachter sich mit ADHS auskennt.
      Das kann ich nur unterstreichen...!

      Lissy wrote:

      Kann ich darauf Einfluss nehmen? Psychiater, die sich mit ADHS auskennen, sind rar gesät, in Münster beispielsweise kenne ich nur zwei.
      Versuche es bitte. Hinterher nutzt nämlich jede Form des Protests wenig.Daher auch mein Rat, eine Begutachtung nicht alleine anzugehen.

      Viel Erfolg, Lissy!
      Danke, mein Anwalt bestätigte mir heute, die Wichtigkeit der ADHS-Erfahrung des Gutachters dem Gericht mitzuteilen.

      Ich habe hier wieder Unmengen an Informationen gesammelt. Was denkt ihr - worauf sollte man den Fokus legen, wenn man mit dem Gutachter spricht? Welche Indizien gibt es für "schwere, therapieresistente" psychische Störungen? Laut "gutachterlicher Stellungnahme" aus dem Widerspruchsverfahren könne nicht davon ausgegangen werden, dass meine Störung "schwer, therapieresistent und chronisch" ist. In der versorgungsmedizinischen Verordnung finde ich nichts zur Definition von "schwer", "chronisch" und "therapieresistent", bis auf die unpräzisen Standardpunkte, die man auf jeder Seite liest ("mittelgradige Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn eine psychische Veränderung (?) [...]"). :|
      Wird es wohl als behindernd betrachtet, wenn man einen Schlafrhythmus hat, nach dem man erst um 14 Uhr aufsteht?