Neurotypical Peers are Less Willing to Interact with Those with Autism based on Thin Slice Judgments

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    • Totschweigen mach es ja nicht ungeschehen. Statt dessen blendet es Teile der eigenen Vergangenheit aus, die nun mal zu einem gehört, und ohne die man nicht der Mensch wäre, der man heute ist. Dieses Ignorieren zu etwas, das nun mal als Erfahrungswert zu einem gehört, sorgt dann aber für ein "Unvollständig"-Gefühl.

      Ohne unsere Erfahrungen hätten wir uns hier nicht getroffen. Wäre doch schade :)
      Und wer weiß, was dann statt dessen wäre - das könnte ja auch schlimmer sein.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Totschweigen mach es ja nicht ungeschehen. Statt dessen blendet es Teile der eigenen Vergangenheit aus, die nun mal zu einem gehört, und ohne die man nicht der Mensch wäre, der man heute ist. Dieses Ignorieren zu etwas, das nun mal als Erfahrungswert zu einem gehört, sorgt dann aber für ein "Unvollständig"-Gefühl.

      Ohne unsere Erfahrungen hätten wir uns hier nicht getroffen. Wäre doch schade :)
      Und wer weiß, was dann statt dessen wäre - das könnte ja auch schlimmer sein.
      Das finde ich wirklich sehr schön gesagt :nod:
    • Lex wrote:

      Das wird daran liegen, dass du Autist bist und / oder dass wir uns kaum kennen. Des Risikos war ich mir bewusst, denke jedoch eine virtuelle Umarmung reicht in ihrer Intensität nicht annähernd an eine echte heran und ist insofern zu verschmerzen bzw. als reine Geste zu betrachten.
      Ja das ist wahr, ic nehme dir das auch nicht übel, du zeigst ja damit das dir andere nicht egal sind und das finde ich gut :)

      Ich mag es auch nicht bei Leuten die ich kenne. Ich mag nicht das die Berührung sich so intensiv anfühlt, vielleicht weil ich in einem schwachen Moment eh schon mehr spüre als ich will.
      Ist nur eine Vermutung. Das kann an dem Autismus liegen, ja.


      Hinkypunk wrote:

      Da bin ich sehr froh dass du das konntest.
      Ich selber hatte die Fähigkeit nur in manchen Fällen, dann aber eher wenn Andere kritisiert oder gegen sie gehetzt wurde.
      Eigentlich funktioniert bei mir der Instinkt immer, aber ich neige leider oft dazu trotzdem nicht auf ihn zu hören, weill eben naiv und gutgläubig, so mein Gefühl, anders kann ich es mir nicht erklären warum ich trotz Negativerfahrungen jeglicher Art immer wieder denke "Es könnte ja bei dieser Person / dieses Mal ja anders sein als vorher" :m(:
      Man sagt ja die Hoffnung stirbt zuletzt und die Hoffnung will einfach nicht sterben in diesem Fall :irony:


      Hinkypunk wrote:

      allerdings soll ja in Internaten das Mobbing schlimmer sein, also wer weiß...
      Genau deswegen wollte ich NIE in ein Internat oder Heim.

      Man kann aber echt nicht danach gehen.
      Ich war in einem heim für schwer erziehbare Kinder, wo sie bei mir autistische Züge zwar bejat haben, aber trotz AS-Diagnose die ich vorher schon bekommen hatte, meinten ich hätte kein AS. Jedenfalls wurde ich dort mehr oder weniger genötigt mich umarmen zu lassen (von der Erzieherin) die meinte das gehöre zum normalen Sozialverhalten dazu und ich solle es genießen lernen.
      Ich hab das nur mitgemacht weil ich wusste das ich dann schneller wieder zu meiner Mutter zurück kann.
      Die hatte mir nie Umarmungen angeboten bzw es ist und war nie so wirklich Thema.
      In dem heim gab es auch andere Kinder mit Einschränkungen und Störungen, daher wurde ich dort nicht gemobbt, ich hatte dort mehr Freunde als jemals anderswo.
      An einem Internat oder Heim für normale wäre ich gestorben, so viel ist sicher x(
    • Happy to be wrote:

      Totschweigen mach es ja nicht ungeschehen. Statt dessen blendet es Teile der eigenen Vergangenheit aus, die nun mal zu einem gehört, und ohne die man nicht der Mensch wäre, der man heute ist. Dieses Ignorieren zu etwas, das nun mal als Erfahrungswert zu einem gehört, sorgt dann aber für ein "Unvollständig"-Gefühl.

      Ohne unsere Erfahrungen hätten wir uns hier nicht getroffen. Wäre doch schade
      Und wer weiß, was dann statt dessen wäre - das könnte ja auch schlimmer sein.
      :thumbup: sehe ich auch so C:
    • @Waspie: Die Erkenntnis, dass Autisten anhand von Stimme, Mimik etc. gleich auf den ersten Blick als unsympathisch wahrgenommen werden, finde ich einerseits auch übel. Andererseits erfreut und erleichtert es mich, das zu lesen. Denn diese Erfahrung mache ich ja ohnehin, habe sie in unterschiedlichsten Lebensphasen wieder und wieder gemacht und mache sie noch immer. Das zu lesen, führt bei mir zu dem, was Tebartz van Elst, Riedel etc. als "Entschuldung" bezeichnet haben. Ich bin keine Versagerin, sondern eine Behinderte. Das entschuldet und stärkt mich enorm. Schlimmer als diese Tatsache finde ich persönlich aber inzwischen, dass ich bei längerem, kontinuierlichem Kontakt auch bei Menschen, die mich ursprünglich mochten, "verliere". Gerade in Gruppendynamiken bin ich dann zumeist irgendwann Außenseiterin, oft, ohne sagen zu können, ab wann es "aus dem Ruder lief". Auch unter Autisten kommt das übrigens vor. Daher kann ich langfristig kaum Bindungen aufbauen. Meiner Ansicht nach ist das schlimmer als die anfänglich unsympathische Ausstrahlung. Aber vielleicht hängt auch beides zusammen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

      The post was edited 1 time, last by Leonora ().

    • Ich erlebe es seit der Diagnose genau umgekehrt.
      Sie bestätigt nur, ich bin halt anders, und zeigt auf, womit.
      Jetzt, wo ich weiß, womit ich irritiere, gelingt mir zunehmend besser, das so zu "verpacken" dass es einfach nur als "spezielle Macke" wahrgenommen wird. Auch komme ich in Gruppen besser klar, finde leichter den Zugang, bleibe unhinterfragt "drin".
      Ich bin heute mehr ich, stehe zu meinen Macken, hinterfrage mich immer weniger zu "drin" oder "draußen". Früher hab ich unbewusst immer wieder Bestätigung durch die anderen zu meinem "drin" gesucht bzw erfragt.
      Habe manches NT-Verhalten als Signal für "draußen" interpretiert, das gar nichts mit mir zu tun hatte.
      Zusammen wirkte das jedoch fatal.
      Es war meine Unsicherheit zu mir, dieses "Anders" unbedingt verbergen zu wollen, weil ICH dachte, das sei Voraussetzung für "drin".
      Und genau das war der Irrtum. Weil ja nicht echt, und mit Unecht ist man automatisch "draußen".
      Das Anders wird mal mehr, mal weniger akzeptiert. Da wo weniger, ist das keine Gruppe bzw sind das keine Menschen für mich.
      Je radikaler ich das lebe, desto leichter wird es.

      Auf Fotos sehe ich aber immer noch "blöd" aus :m(: :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".