Buch: Elvén 2017 - Herausforderndes Verhalten vermeiden

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    • Oh, ist tatsächlich ein Mann.
      Dachte auch es sei ein Mann, aber da er sich im Buch als Mutter beschreibt ging ich dann natürlich von Frau aus.
      Mal schaun, ob ich die Stelle finde, evt hab ich was falsch verstanden.

      Ich vermute er ist gegen Strafen. Schreibt mehrfach er sei dagegen, aber wiederspricht sich eben an der zitierten Stelle.

      Edit:
      Auf Seite 69 steht "Ich war nie eine konsrquente Mutter". Für mich sieht das nicht nach Zitat aus.
      Bin ein wenig irritiert...

      The post was edited 1 time, last by Nalia ().

    • Ich finde das Buch gerade gut, weil es zum um die Ecke denken einlädt und untypischen Sichtwiesen Raum gibt.

      Nalia wrote:

      Zitat S 78:
      "Im Bus: "Wenn ihr nivht leise seid und aufhört, euch zu zanken, wird aus dem Ausflug nichts und wir fahren wieder nach Hause!" Falls die Kinder daraufhin nicht zu streiten aufhören, fahren sie vieleicht wirklich nach Hause und machen keinen Ausflug. Ist das positives Lernen? Ist das für Kinder eine gerechte Konsequenz?
      Ich habe ein Prinzip: Wenn das Kind unsere Konsewuenz für unfair und eine Strafe hält, dann ist das wahrscheinlich der Fall. ..."
      Steht das wirklich genau so im Buch? Oder fehlt da was zwischen dem oberen Teil und dem unteren? Oder ist falsch zitiert?

      Nalia wrote:

      Sie schreibt, wieso sie logische Konsequenz ungerechtfertigt findet anhand einem Beispiel:
      Gefangenen in einem Gefängnis wird als Strafe für nicht nachkommen einer Aufforderung und Wutausbruch etwas weggenommen (Zigaretten, DVD-Player, Musikverbot...). Das löste bei den gefangenen eine eskalietende Gewaltspirale aus.

      Für mich ist das keine logische Konsequenz. Oder sehe ich das falsch?
      Ich würde das so verstehen, dass er mit logischer Konsequenz nicht das Wegnehmen meint, sondern dass durch das Wegnehmen eine Gewaltspirale ausgelöst werden kann.
      Surprised by the joy of life.
    • Bin glaub grad nicht so gut im um die Ecke denken. Ich kenne einiges aus der Hundeerziehung, ist also nicht so neu für mich :d
      Ich finde aif jeden Fall, dass er gute Ideen hat, es ist nur total schwierig zu lesen mit den Wiedersprüchen und so.

      Nein, steht genauso. Also fast, hab grad nochmals nachgeschaut.
      "wird nichts aus dem Ausflug" und nicht "aus dem Ausflug wird nichts". Aber das macht ja keinen Unterschied ;)

      Hab mir auch schon überlegt, ob ich irgendwo Ironie nicht verstanden hab, oder ob ich irgendwas verpasst hab und den grossen Zusammenhang nicht sehe (das Buch ist halt auch nicht für Autisten, da könnte man ihm nichts vorwerfen)

      Doch, ich denke er meint die Strafen mit der logischen Konsequenz.
      Zutat S 69:
      " Ein allgemeinübliches Konzept im Umgang mit herausforderndem Verhalten sind "logische Kobsequenzen".

      Wenn das so gemeint ist wie du schreibst sollte ich vieleicht besser keine Bücher mehr lesen :m(:
    • Ich denke ich habe das Buch schon öfter erwähnt. Ich finde es jedenfalls sehr gut und empfehlenswert. Sehr aufschlussreich.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Ich habe das Buch nicht gelesen, aber die Kommentare im Thread. Vielleicht soll mit den Beispielen ja gezeigt werden, dass die Strafen das herausfordernde Verhalten provozieren, weil die Kinder zwischen ihrem Verhalten und der Strafe keinen Zusammenhang herstellen können. Die Konsequenz, die dieses Unverständnis nach sich zieht, ist dann das herausfordernde Verhalten.
      Ich lese aus den Beispielen aber auch ein Kommunikationsproblem heraus. Man sollte Kindern schon sagen, was erlaubt ist und was nicht und einschreiten, bevor Schaden entsteht , nicht erst, wenn das Fenster kaputt ist, damit das Kind dann bestraft werden kann. Das ist dann herausforderndes Verhalten von Erwachsenen, die es versäumt haben, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen, aber das Kind dafür bestrafen.
    • Wenn man das Buch erst interpretieren muss, wie könnte der Autor es gemeint haben, ist es für mich kein gutes Sachbuch. Ein Sachbuch sollte klar und deutlich sein und sich nicht in Widersprüche verwickeln, die nur mit sehr viel Phantasie auflösbar sind...
    • Es tut mir leid, dass du, Nalia, das Buch gekauft hast und es dir nun nicht wirklich weiterhilft.

      Nalia wrote:

      " Ein allgemeinübliches Konzept im Umgang mit herausforderndem Verhalten sind "logische Kobsequenzen".
      Ich denke, wenn er einen Satz so einleitet will er sagen: "Üblicherweise ist es so und so" aber ich schlage vor das man xy tut.

      Diamant wrote:

      Ich habe das Buch nicht gelesen, aber die Kommentare im Thread. Vielleicht soll mit den Beispielen ja gezeigt werden, dass die Strafen das herausfordernde Verhalten provozieren, weil die Kinder zwischen ihrem Verhalten und der Strafe keinen Zusammenhang herstellen können. Die Konsequenz, die dieses Unverständnis nach sich zieht, ist dann das herausfordernde Verhalten.
      Ja, ich denke so ist das gemeint.

      Sonne wrote:

      Ein Sachbuch sollte klar und deutlich sein und sich nicht in Widersprüche verwickeln, die nur mit sehr viel Phantasie auflösbar sind...
      Ich überlege mir gerade, ob es auch am Übersetzer liegen könnte, dass es anscheinend nicht ganz leicht zu verstehen ist. Manchmal passiert das ja, dass Botschaften die in einer Sprache ganz leicht zwischen den Zeilen (RW) zu lesen sind in einer anderen Sprache nur erschwert verständlich sind.
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    • Sonne wrote:

      Das könnte natürlich sein. Hast du das auch in Deutsch und sind dir die Widersprüche nicht aufgefallen?
      Ich las es auch auf Deutsch, allerdings sind mir keine Widersprüche aufgefallen. Gefühlt zielte alles in die gleiche, für mich gut nachvollziehbare und verstehbare Richtung. Gerade deshalb denke ich, dass vielleicht durch die Übersetzung der rote Faden nicht mehr so "tiefrot" ist, sondern an manchen Stellen vielleicht nur noch spürbar ist.
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    • Müsste ich nochmal nachlesen bei Zeiten. Aber ist halt schon generell so, dass wenn jemand entweder nicht weiß wofür er bestraft wird oder er für etwas bestraft wird, bei dem er gar nicht die Möglichkeit hatte es nicht zu tun (also die Erwartungen zu hoch waren), es keinen positiven Effekt hat. Wenn die Person also meint sie kann es nicht vermeiden, wieder bestraft zu werden, kommt sie in eine permanente "Angst vor Strafe" Erwartungshaltung, die dafür sorgt, dass der Stresspegel so sehr ansteigt, dass alleine schon dadurch die Gefahr von unerwünschtem Verhalten erhöht wird, denn je gestresster jemand ist desto leichter kann sein Verhalten auch eskalieren. Und Angst vor Strafe ist eben auch ein Stressfaktor. Besonders, wenn man das Gefühl hat, diese nicht zuverlässig verhindern zu können.

      Mal als banales Beispiel zum besseren Verständnis: Wenn jemand mit Tourette-Syndrom jedes Mal bestraft werden würde, wenn er flucht, sein Syndrom aber das Fluchen verursacht und dafür sorgt, dass Selbstregulierung nicht greifen kann an der Stelle, kann man auch nicht über Strafe die Selbstregulierung erhöhen, da hierfür die neurologischen Voraussetzungen fehlen. Wenn Strafe also als etwas Unabwendbares empfunden wird, da die Person den Anlass für die Strafe nicht bei sich selbst unterbinden kann (oder auch, wenn Bestrafung willkürlich und unzusammenhängend erscheint) gerät die Person zunehmend in innere Not, was weiteres Fehlverhalten zur Folge hat und / oder weitere Meltdowns oder was auch immer.

      Bei vielen Menschen mit geistiger Behinderung ist es auch so, dass ihre Fähigkeiten zur Selbstregulation bzw. zum Erlernen von Selbstregulation (also z. B. Impulskontrolle) extrem eingeschränkt sind. Und auch für manche Jugendliche gilt das.
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