Zu viel Nachrichten (News)

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    • FruchtigBunt wrote:

      Ich denke, dass mich negative Nachrichten oft so betreffen, weil ich mich selbst damit identifiziere. Bei diesen Personen im Bergstollen habe ich mir wohl irgendwie vorgestellt, wie das wäre, wenn ich da eingeschlossen wäre und Gefühle wie "Ohnmacht", "Hilflosigkeit" in entsprechenden Situationen triggern mich sehr stark. Vielleicht habe ich dann gar kein Mitgefühl mit den Personen, sondern nur mit mir selbst
      Den Vorfall mit den eingeschlossenen Kindern kenne ich. Und dieses "...wenn ich da eingeschlossen wäre..." macht wohl den Unterschied. Das stelle ich mir erst gar nicht vor. Zumindest nicht bei den Nachrichten. Vielleicht will ich mich auch gar nicht in die Lage versetzen, um zu verhindern, daß solche Nachrichten mich "runter ziehen"... Muß ich mal drüber nachdenken. Das kann dauern... :lol:


      Bei Filmen ist es bei mir aber ganz anders. Da ich in den Film "eintauche", versuche ich mich in die Lage der Figur zu versetzen. Z.B. eine Szene aus "Indiana Jones - Der Tempel des Todes" Indi entkommt in letzter Sekunde aus einer Falle. Sein Hut bleibt in dem Raum mit der Falle zurück und die schwere steinerne "Tür" senkt sich herab. Im letzten Moment greift er unter der Tür her und zieht seinen Hut raus. Ich bekomme jedes mal :m(: "Panik"... Ich stelle mir dann vor, ich wäre das und ich bin nicht schnell genug und mein (!) Arm wird dann von der Tür zerquetscht. Ich weiß ich habe einen and er Waffel :lol: Im Forum fehlt eindeutig ein "Verrückt" Smilie :d Warum es mir in den "Splatter-Filmen" nicht so geht, kann ich nicht sagen. Vielleicht liegt es daran, daß ich mich mit den Figuren da einfach nicht identifizieren kann. Ganz im Gegenteil zu Indiana Jones. Der Typ ist klasse!



      @Linnea
      Ah, dann habe ich das in dem anderen Thread falsch verstanden. Ich dachte, Du hättest gar nichts empfunden.
    • Die einzige Quelle für Nachrichten, die ich in Anspruch nehme, ist Twitter. Damit verliere ich zumindest nicht völlig den Überblick was Neuigkeiten angeht.
      Allerdings selektiere ich hier relativ stark. Promi-Nachrichten umgehe ich komplett. Was interessiert es mich, was Heidi Klum schon wieder für irgend nen Schwachfug gemacht hat oder ähnliches?

      Und es belastet mich, insbesondere so seit ein/zwei Jahren, was man so zu lesen bekommt. Dass wir beispielsweise keine anständige und vernünftig denkende Politik mehr haben? Dass der Klimawandel jetzt schon soweit fortgeschritten ist, wie man es sich erst in neun Jahren erwartet hatte?
      Dass Kinder vor Züge gestoßen werden, interessiert mich dabei nicht, geschweige denn, ob wieder welche verschwunden sind. Auch das wird kategorisch selektiert.

      Ab und zu muss dann auch mal eine zweiwöchige Twitter-Pause her. Da schau ich in die App gar nicht rein. Man mag es nicht meinen, aber das hilft ungemein...
      I am the person who feels guilty because I think I could be a much better person
      if I didn't have to always deal with society hating me.
    • kame wrote:

      Habt ihr ähnliche Probleme mit Nachrichten?
      Ja.

      kame wrote:

      Wie geht ihr damit um?
      Ich ignoriere sie und stolpere eher zufällig mal drüber.

      Den täglichen Müll mag ich nicht mehr hören oder lesen. Hintergrundberichte zu bestimmten Themen finde ich aber interessant.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Humorist wrote:

      "Konstruktiver Journalismus - Wie Nachrichten sich auf unser Gehirn auswirken"


      Artikel auf Deutschlandfunk Nova vom 25.05.2019

      Danke für den interessanten Artikel. Die zugehörige Homepage finde ich allerdings unübersichtlich. Es sah nach einer Anmelde- und Bezahlseite aus.


      Perspective Daily wrote:

      Maren Urner will mit ihrem Online-Magazin die Berichterstattung durch Konstruktiven Journalismus verändern. Zu den fünf W-Fragen: Wo, was, wer, wann, warum komme eine zusätzliche W-Frage für die Journalisten hinzu: "Was jetzt oder wie kann es weiter gehen?"
      Das finde ich sinnvoll. Ich finde es nämlich auch grauenhaft, wenn man permanent über Missstände in der Zeitung liest, aber so gut wie nie gibt es dann einen Lösungsvorschlag oder einen hoffnungsvollen Gedanken. Ich zog dann meist immer selbst den Schluss, der dann in etwa so lautete "alles hoffnungslos und niemand kann etwas dagegen tun."

      Ich finde es interessant, dass es wohl nicht nur Aspies so geht, sondern das ist offenbar auch bei NTs schon aufgefallen, dass es ein Phänomen der vermittelten Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit durch Medienkonsum gibt. Vermutlich sind Aspies bzw. Hochsensible mal wieder die ersten, die diese Missstände bemerken bzw. sich davor schützen. Vor 20 Jahren noch galt man ja als Banause, wenn man keine Tageszeitung abboniert hatte und auch vor zehn Jahren wurde man für ungebildet gehalten, wenn man sagte, dass man sich nicht für Nachrichten interessiert. Ich glaube, es geht mittlerweile bzw. bald in eine andere Richtung. In dem Artikel klang ja auch an, dass man daran kritisches Denken ablesen könne. Dann bleibt ja zu hoffen, dass einem zukünftig nicht die Intelligenz abgesprochen wird, weil man keine Nachrichten schaut oder liest, sondern die Leute sich wünschen, das auch zu können. :d

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • BlauesZebra wrote:

      Die einzige Quelle für Nachrichten, die ich in Anspruch nehme, ist Twitter.
      Twitter ist aber keine Quelle, sondern nur das Medium - so wie TV, Radio, Zeitung.
      Ist denn die Zeichenbegrenzung inzwischen aufgehoben? Normalerweise reicht es in einem Twitter-Beitrag doch gerade mal für die Überschrift und einen Link zur echten Quelle. :roll:
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      BlauesZebra wrote:

      Die einzige Quelle für Nachrichten, die ich in Anspruch nehme, ist Twitter.
      Twitter ist aber keine Quelle, sondern nur das Medium - so wie TV, Radio, Zeitung.Ist denn die Zeichenbegrenzung inzwischen aufgehoben? Normalerweise reicht es in einem Twitter-Beitrag doch gerade mal für die Überschrift und einen Link zur echten Quelle. :roll:
      Ja, mit der 'Quelle' hast du recht. Es ist für mich einfach die einfachste Sammelstelle, wenn es um allerlei Nachrichten geht. Sagen wir es so herum.

      Was die Zeichen angeht: Ich glaube man kann inzwischen mehr als die 140 Zeichen schreiben, aber es gibt nach wie vor eine Begrenzung. Aber diese genügt meist, um filtern zu können und den Link zur Weiterleitung als unwichtig oder interessant zu klassifizieren. Für mich hat das den Charakter, als würde ich Zeitung lesen und weiterblättern, wenn mich die Headline nicht anspricht.
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