Autismusambulanz Düsseldorf

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    • Pummelchen wrote:

      Wie kommst du darauf, dass es immer so ist, dass man dort stationär soll?
      Ich sprach von den 5 mir persönlich bekannten Fällen.

      Da war es so.
      If you're happy and you know it clap your hands.....(three times!)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • Capricorn wrote:

      Ich sprach von den 5 mir persönlich bekannten Fällen.

      Die angeblich 5 dir persönlich bekannten Einzelfälle müssen nicht repräsentativ sein und rechtfertigen keine Aussagen wie

      Capricorn wrote:

      In der Ambulanz des LVR-Klinikums in Düsseldorf wird keine Diagnostik für Erwachsene angeboten.
      oder

      Capricorn wrote:

      eher wahrscheinliche stationäre Diagnostik

      Wenn die ganze Nörgelei, die man hier bisweilen zu lesen bekommt, repräsentativ wäre, wäre es um die Autismus-Diagnostik in Deutschland wirklich schlecht bestellt.

      Vielleicht solltest du bei Gelegenheit auch mal nachzählen, ob es nun

      Capricorn wrote:

      5 mir persönlich bekannte Fälle
      oder doch

      Capricorn wrote:

      mehr als 5 Fälle

      waren.
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Tuvok wrote:

      Wenn die ganze Nörgelei, die man hier bisweilen zu lesen bekommt, repräsentativ wäre, wäre es um die Autismus-Diagnostik in Deutschland wirklich schlecht bestellt.
      Ich wundere mich auch manchmal wie es so grottenschlecht sein soll anderswo wenn ich so zufrieden war mit meiner Diagnostik in der Autismusambulanz in Dresden. Sind sie die Einzigen die professionell und freundlich sind? Hatte ich außergewöhnliches Glück dass ich dort war? Sie nahmen mich ernst, nahmen sich Zeit für mich, haben haufenweise aufwendige Tests gemacht (ADOS, IQ Test, verschiedene andere Tests), ich hatte mehrere lange (jeweils ungefähr eine Stunde) Gespräche mit drei verschiedenen Diagnostikern plus einer Psychologin in Ausbildung, inklusive 90 Minuten Abschlussgespräch mit Psychiater und Psychologin zusammen. Das hat der Krankenkasse bestimmt viel gekostet und ich war nur jemand der auf die Idee gekommen war dass er AS haben könnte (jemand der eine objektive Kontrolle seiner, sozusagen, "Selbstdiagnose" wollte). Niemand war "fies" zu mir oder ablehnend und niemand hat mein Anliegen als blöd abgetan wie man so oft hier liest über andere Diagnosestellen. Manchmal wundere ich mich wie es so sein kann dass es überall anders so schlecht sein soll.

      The post was edited 1 time, last by Unbewohnte Insel ().

    • Unbewohnte Insel wrote:

      Sie nahmen mich ernst, nahmen sich Zeit für mich, haben haufenweise aufwendige Tests gemacht (ADOS, IQ Test, verschiedene andere Tests), ich hatte mehrere lange (jeweils ungefähr eine Stunde) Gespräche mit drei verschiedenen Diagnostikern plus einer Psychologin in Ausbildung, inklusive 90 Minuten Abschlussgespräch mit Psychiater und Psychologin zusammen. Das hat der Krankenkasse bestimmt viel gekostet und ich war nur jemand der auf die Idee gekommen war dass er AS haben könnte (jemand der eine objektive Kontrolle seiner, sozusagen, "Selbstdiagnose" wollte). Niemand war "fies" zu mir oder ablehnend und niemand hat mein Anliegen als blöd abgetan wie man so oft hier liest über andere Diagnosestellen. Manchmal wundere ich mich wie es so sein kann dass es überall anders so schlecht sein soll.

      @Unbewohnte Insel Danke für Deine präzise Beschreibung. Auch ich kann sehr positive Erfahrungen dieser Art vom UKE in Hamburg berichten und finde

      Tuvok wrote:

      Wenn die ganze Nörgelei, die man hier bisweilen zu lesen bekommt, repräsentativ wäre, wäre es um die Autismus-Diagnostik in Deutschland wirklich schlecht bestellt.
      ganz stimmig formuliert.

      Jede Diagnostik ist individuell und subjektiv, meist wird (zu) viel über negative Erfahrungen berichtet und dabei vergessen, dass die restlichen diagnostischen Erfahrungen für viele sehr wohlwollend und positiv sind.
    • Tuvok wrote:

      Die angeblich 5 dir persönlich bekannten Einzelfälle müssen nicht repräsentativ sein
      Das "angeblich" finde ich jetzt ein bisschen sehr überflüssig.
      Dass 5 oder mehr als 5 Fälle repräsentativ sind, habe ich nicht behauptet, auch wenn dein Hinweis das nahelegt.

      Tuvok wrote:

      Vielleicht solltest du bei Gelegenheit auch mal nachzählen, ob es nun (..... 5 oder mehr als 5.....)
      Fälle

      waren.
      'n bisschen sarkastisch, oder kommt mir das nur so vor?

      Tuvok wrote:

      Wenn die ganze Nörgelei, die man hier bisweilen zu lesen bekommt, repräsentativ wäre, wäre es um die Autismus-Diagnostik in Deutschland wirklich schlecht bestellt.
      Meiner Meinung nach ist es um die Autismus-Diagnostik in Deutschland aus mehreren Gründen schlecht bestellt.

      Und diese Meinung speist sich aus meinen Erfahrungen. Aus beruflichen und aus privaten Erfahrungen. Und ich bin kein Mensch, der allen anderen zuerst was Böses unterstellt. Obwohl ich langsam das Gefühl entwickele, dass ich (wenn ich das doch täte) dabei gar nicht so falsch liegen würde: ich denke nur an meinen heutigen Heimweg von der Arbeit über die Autobahn.....

      Wenn du meine Kritikpunkte, die ich nicht ausufernd zum Besten geben wollte, auch unter "Nörgelei" subsummierst, tust du anderen Ratsuchenden nicht unbedingt einen Gefallen....und mir - beispielsweise - Unrecht.

      maksa wrote:

      Jede Diagnostik ist individuell und subjektiv, meist wird (zu) viel über negative Erfahrungen berichtet und dabei vergessen, dass die restlichen diagnostischen Erfahrungen für viele sehr wohlwollend und positiv sind.
      Wenn jemand negative Erfahrungen gemacht hat, sollte er/sie das auch mitteilen dürfen.
      Ich denke nicht, dass jedermann nun deshalb die gleichen, nämlich negative, Erfahrungen machen muss.

      Dass es "gute" und auch "schlechte " Tage für z.B. Ärzte und für Normalsterbliche gibt, ist mir so geläufig, dass ich auch schon darauf hingewiesen habe.

      Meiner Beobachtung nach fällt auch eine Persönlichkeit, die überall nur Schlechtes sieht und sich nur jammernd darüber auslässt, in Online-Selbsthilfeforen früher oder später (unangenehm) auf.
      Aber ich glaube nicht, dass das auf mich zutrifft. Meine ich mich doch zu erinnern, dass ich auch schon ermunterndes ausgesprochen geschrieben habe.


      Ariel77 wrote:

      ich wurde dort ambulant diagnostiziert.
      Also geht es doch...nur nicht für jede.
      Die Auswahl kann ich nicht nachvollziehen. Muss ich ja auch nicht, es sei denn, es beträfe mich selbst.

      @Ariel77 Kannst du mir sagen, ob es bei dir eine Diagnostik mit Tests war oder ob es eine so genannte "Blickdiagnose" war? Und hattest du eventuell Vorbefunde, die schon von einer ASS bei dir sprachen? (ich bin echt interessiert, es geht mir nicht um's Rechthaben jedenfalls nicht nur ;) )
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      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • @Capricorn
      Es war eine "Blickdiagnose" kurz nach Eröffnung der Ambulanz. Ich wurde 2011 im Ausland schon mal ausführlich diagnostiziert mit Testungen etc. und hatte das erwähnt. Allerdings interessierte in meinem Fall wohl mehr mein Verhalten etc.
      Aber jeder Diagnostiker entscheidet anders.
      AS und ADHS
    • Vielen Dank @Ariel77 für deine Erläuterung!

      Auch den letzten Satz finde ich bemerkenswert. Ich sehe es ähnlich. Es gibt meines Wissens nach keinen einen, verpflichtend anzuerkennenden Test auf ASS, somit spielt die Erfahrung der Diagnostiker eine große Rolle - aber auch weltanschauliche Ansichten, finanzielle Gründe und (sind alles Menschen!) Sympathie, Empathie und Antipathie bei der Begegnung miteinander.
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      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • @Capricorn
      Es kann aber ebenso gut vorkommen, dass der Patient sehr "festgefahren" in seinem Autismusverdacht ist. Wenn er den Diagnostiker davon überzeugen will, im Spektrum zu sein, kommt das ziemlich besserwisserisch rüber. Natürlich können Diagnostiker eine veraltete Vorstellung von Autismus haben oder mit dem "Social Masking" überhaupt nichts anfangen, das streite ich nicht ab. Aber ich denke, dass es auch viele Fälle wie oben beschrieben gibt.
    • Capricorn wrote:

      Diagnostik mit Tests war oder ob es eine so genannte "Blickdiagnose"
      @Capricorn ... siehst Du darin einen qualitativen Unterschied in der Diagnostik und was verstehst Du genau unter Diagnostik mit Tetsts und von welchen Tests sprichst Du? Neuro-kognitive, Screenings, 'Reading Mind in the Eyes test', ADOS, ADI-R ...

      The post was edited 1 time, last by maksa ().

    • So - ein paar Tage lang hatte ich sehr viel um die Ohren (RW)und fühle mich auch etwas kränklich.
      Nach und nach werde ich jetzt versuchen zu antworten. Zuerst @Grübler_1988


      Grübler_1988 wrote:

      Es kann aber ebenso gut vorkommen, dass der Patient sehr "festgefahren" in seinem Autismusverdacht ist. Wenn er den Diagnostiker davon überzeugen will, im Spektrum zu sein, kommt das ziemlich besserwisserisch rüber. Natürlich können Diagnostiker eine veraltete Vorstellung von Autismus haben oder mit dem "Social Masking" überhaupt nichts anfangen, das streite ich nicht ab. Aber ich denke, dass es auch viele Fälle wie oben beschrieben gibt.
      Klar, so kann es ein. Das ist meiner Meinung nach fast trivial.....
      Ob es nun "viele Fälle wie oben beschrieben" gibt und was "viele" sind, kann ich nicht schlussendlich sagen. Du vermutlich auch nicht, denn du schreibst ja "ich denke..."
      Solange wir alle nicht exakt wissen, was Sache ist (RW) und wie so ein diagnostisches Gespräch tatsächlich ablief, sollten wir uns alle ein wenig im Urteil zurückhalten, was natürlich auch für mich gilt.

      (deshalb ging's bei mir um die paar Fälle, die mir eben persönlich bekannt sind...und diese stellen 100% an Erfahrungen für mich dar. 100% sind 100%, aber selbstverständlich sind 5 oder 6 Fälle nicht "repräsentativ".)


      Chch wrote:

      ...was ist eine Blickdiagnose?
      : wird auch "klinische Diagnose" genannt und bedeutet, dass bereits aus dem beobachtbaren Verhalten eine Diagnose ableitbar ist/erstellt werden kann.


      maksa wrote:

      ....siehst Du darin einen qualitativen Unterschied in der Diagnostik und was verstehst Du genau unter Diagnostik mit Tetsts und von welchen Tests sprichst Du? Neuro-kognitive, Screenings, 'Reading Mind in the Eyes test', ADOS, ADI-R ...

      Ich denke, dass DiagnostikerInnen mit sehr viel unterschiedlichen Erfahrungen sehr wohl eine "Blickdiagnose" stellen können und damit Recht haben.
      Der Knackpunkt kommt erst dann, wenn es um das Schreiben eines "offiziellen " Arztbriefs geht.
      Der stellt ein Dokument dar und sollte nachvollziehbar verdeutlichen, wie & auf welchem Weg jemand zu einer Diagnose gekommen ist.
      Dann reicht die Angabe "Blickdiagnose" eigentlich nicht mehr aus!

      Es gibt in Deutschland die qualitätssichernden Regeln der AWMF, Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften, die ein bestimmtes Vorgehen bei der Diagnosestellung - auch bei ASS- Diagnosen - fordern.
      Der Hintergrund ist unter anderem (außer des vergleichbaren Qualitätsstandards einer Diagnose)der, dass sich Therapieerfolge ja eigentlich nur bei korrekter Diagnose erzielen lassen. Deshalb sollten die Leitlinien bei einer Erstdiagnostik Beachtung finden.
      Außerdem geben die "Leitlinien" der AWMF Entscheidungshilfen, wenn zum Beispiel bei den ASS auch eine Persönlichkeitsstörung vom Schizotyp in Frage kommt - oder man denke an ADHS und AS, die ja eine gewisse gemeinsame Schnittmenge an Symptomatik haben können.
      Die Verschlüsselung nach dem DSM V und der ICD 10 dient in erster Linie der eindeutigen Verständigung, zum Beispiel mit der KV (kassenärztlichen Vereinigung)und den Krankenkassen. Natürlich tauchen diese Schlüsselzahlen auch in den Arztbriefen auf und sorgen auch dort für Eindeutigkeit (bzw. sollten das tun!).

      Bei den gemeinsamen Sitzungen der Leitlinien-Beauftragten (salopp ausgedrückt; vielleicht gibt es auch eine besseren Ausdruck; Prof. Vogeley sitzt zum Beispiel für ASS mit in dem Fachgremium) wird diskutiert und entschieden, welche diagnostischen Methoden allgemein als zweckmäßig anerkannt werden und von welchen eher abgeraten wird.

      Wer mag, kann sich das gerne auf der entsprechenden Seite der AWMF anschauen.

      Wenn ich mich recht erinnere, ist der ADOS noch immer trotz gewisser Kritik der "Goldstandard" bei der Diagnostik. Zumindest solange, bis ein besserer Test erfunden wird.
      Da die Forschung zu ASS noch nicht so furchtbar alt und erfahren ist, gibt es auch ziemlich viel "Irrungen und Wirrungen" bei empfohlenen Testungen, was wieder für eine Ergänzung mit der durch nichts zu ersetzende Erfahrung bei den DiagnostikerInnen spricht.

      Soweit die Theorie!
      Wie es leider oft in der Praxis ausschaut, ist ein anderes Thema.
      Deshalb schrieb ich oben sowas ähnliches wie "die Diagnostik in Deutschland ist leider ein trauriges Kapitel".
      Es muss sich aber niemand diesen Schuh anziehen (RW), es sei denn, er will das so - und eine fundierte und gut begleitete Diagnose auch im ASS ist eine feine Sache, weil sie Klarheit bringen kann, weil sie Voraussetzung für passende Unterstützung sein kann und so weiter, und so fort.
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      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)

      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • Capricorn wrote:

      Wer mag, kann sich das gerne auf der entsprechenden Seite der AWMF anschauen.

      Wenn ich mich recht erinnere, ist der ADOS noch immer trotz gewisser Kritik der "Goldstandard" bei der Diagnostik. Zumindest solange, bis ein besserer Test erfunden wird.
      Da die Forschung zu ASS noch nicht so furchtbar alt und erfahren ist, gibt es auch ziemlich viel "Irrungen und Wirrungen" bei empfohlenen Testungen, was wieder für eine Ergänzung mit der durch nichts zu ersetzende Erfahrung bei den DiagnostikerInnen spricht.
      Jein... Kinder ja; aber nicht bei Erwachsenen laut der Leitlinie
      S164
      Verhaltensbeobachtung
      Erwachsene Fragestellung Autismus und Autismus-Spektrum: Aktuell kein Instrument zu empfehlen