Autismusambulanz Düsseldorf

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    • Pechblende wrote:

      gehts bei Museum vs Theater nicht drum, ob man eher Menschen oder Gegenstände beobachtet ?
      Und ich dachte, es geht darum, ob man lieber sich bewegende oder still sitzende Menschen um sich rum hat... :m(:
      "Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen." ~ Blaise Pascal
    • Pechblende wrote:

      gehts bei Museum vs Theater nicht drum, ob man eher Menschen oder Gegenstände beobachtet ?
      Ich vermute, der Hintergedanke ist, dass es beim Theater in einem vollen Saal meist um Emotionen und Zwischenmenschliches geht, das auch nonverbal dargestellt wird, im Museum eher um Fakten und/oder um das contemplative Betrachten, zudem mit Platz um sich rum. Hat sich dann allerdings jemand ausgedacht, der nie versucht hat, in den Louvre oder ein ähnlich berühmtes Museum reinzukommen.

      Ist deshalb übrigens eine der wenigen Fragen, wo ich ohne Nachzudenken auf "überhaupt nicht zutreffend" geklickt habe (also "kein Theater").
    • Leonora wrote:

      Auch im Museum werden heute Geschichten erzählt, nicht nur 30 Faustkeile, Käfer oder was auch immer nebeneinander gezeigt.
      Das stimmt, und wie!

      Wobei gerade die altmodische Art (bestes Beispiel: the british museum in London oder das alte Löbbecke-Museum in Düsseldorf) meinem lieben Mann super gefallen hat. Er sagt immer, er hätte es sehr gemocht, sich stundenlang an gefühlten 1000 vollgepfropften Vitrinen die Nase in Eigenregie plattzudrücken.

      Da konnte er selber entscheiden, was er sich wie lange ansehen wollte.
      Mittlerweile werden oft im Museum ausgesuchte Stücke mit viel Brimborium und Erklärungen versehen "dargeboten". Es kann dazu führen, dass man sich wie ein Wesen fühlt, das fern und unbeleckt von jeglicher Kultur aufgewachsen ist und nun vor den Wundern der Kunst schier verstummt :frown:
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • FrankMatz wrote:

      Zugrunde liegt der Frage (die mich immer ärgert!) etwas anderes, nämlich die schlichte Meinung des Frage-Erstellers "Theater = wuselig, viele Zuschauer, laut, grell usw." vs. "Museum = leise, kontemplativ, gedämpfte Atmosphäre". Also: Extravertierte gehen ins Theater, Introvertierte ins Museum. Eine naive Vorstellung.

      Capricorn wrote:

      Ich empfinde es genau so, wie du es beschreibst, inklusive Ärger über intentionale Fragen, die inhaltlich weitere Fragen aufwerfen, statt sie zu beantworten
      So naiv ist die Vorstellung eben nicht, da sich 60,3% der Autisten, aber nur 32,2% der Nichtautisten für das Museum entscheiden.
      Und mehr Intention steckt in der Frage auch nicht drin: sie wollen nur eine Frage stellen, die in Kombination mit 49 anderen Fragen relativ gut zwischen Autismusverdächtigen und Unverdächtigen unterscheiden kann, mehr nicht.

      Ghost wrote:

      was hat es eigentlich mit den fliegenden Frösche auf sich? Ich habe die Geschichte überhaupt nicht kapiert.

      Karou wrote:

      Ich auch nicht, es wurde hier oft gefragt, was es damit auf sich hat, aber soll anscheinend nicht verraten werden (dürfen)
      Dazu habe ich mich schon mal hier geäußert.

      MonaLisa wrote:

      Fliegende Frösche??? Sind wir noch im Museum oder schon wieder bei einem Autismus-Test?

      Karou wrote:

      Autismus-Test
      Eigentlich waren wir auch nur im Museum sondern bei der Autismus-Ambulanz in Düsseldorf, und dort gibt es weder fliegende Frösche noch Autismus-Tests, in denen solche vorkommen.
      Also sollten wir vielleicht beim Thema bleiben oder zum Thema zurückkehren.
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Tuvok wrote:

      So naiv ist die Vorstellung eben nicht, da sich 60,3% der Autisten, aber nur 32,2% der Nichtautisten für das Museum entscheiden.Und mehr Intention steckt in der Frage auch nicht drin: sie wollen nur eine Frage stellen, die in Kombination mit 49 anderen Fragen relativ gut zwischen Autismusverdächtigen und Unverdächtigen unterscheiden kann, mehr nicht.Ich
      Ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Ich zweifele nicht an der Entscheidung von 60 Prozent Autisten oder 32 Prozent Nichtautisten, ich kritisiere eine Fragestellung, die sich an Klischeevorstellungen von vor 50 Jahren orientiert. Deshalb nochmal: Wenn ich heute ins Theater gehe, freue ich mich darauf, in einem Theatersessel zu sitzen und vier Stunden lang eine Hamlet-Inszenierung zu sehen, die mich entspannt und zugleich fordert. Gehe ich heute in eine Kunstausstellung, ist es nix mit ruhig im Sessel sitzen. Andauernd muss ich etwas tun: Ich kann Filme zu Bildern abrufen (über Audioguide), ich kann bestimmen, wie ich bestimmte Videos (Videokunst) sehen will und ich gerate viel mehr in Interaktion mit anderen Besuchern, als das im Theater der Fall ist, wo ich maximal mal den Nachbarn zunicke. Ich bin in einer Ausstellung viel öffentlicher, kann Menschen treffen, die mich kennen und anquatschen, während ich mir im Theater grundsätzlich einen Randplatz hole und vor Socializing geschützt bin. - Deshalb haben Menschen wie ich Schwierigkeiten, sich zu entscheiden: Sie müssen die Denke, ja die Ideologie des Fragenden mitberücksichtigen, bevor sie antworten.
      "Lies are just another way of telling the truth." (Paravadin Kanvar Kharjappali)
    • FrankMatz wrote:

      nix mit ruhig im Sessel sitzen. Andauernd muss ich etwas tun
      :d

      Als ich vor rund 30 Jahren das erste Mal mit meiner Schulklasse im Museum war, mussten wir Brot backen wie in der Steinzeit.
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    • FrankMatz wrote:

      Ich bin in einer Ausstellung viel öffentlicher, kann Menschen treffen, die mich kennen und anquatschen, während ich mir im Theater grundsätzlich einen Randplatz hole und vor Socializing geschützt bin.
      Wer - so wie ich - tatsächlich gerne sowohl ins Museum wie ins Theater geht, weiß zudem, dass es im Museum gerade bei populären Ausstellungen und gegen Ende der Laufzeit ziemlich voll sein kann, und Theater keineswegs immer auf den letzten Platz besetzt sind. Ich kann die Frage schon deshalb so pauschal nicht beantworten, weil es für mich auf die jeweilige Thematik ankommt, ob ich Interesse habe.

      FrankMatz wrote:

      Deshalb haben Menschen wie ich Schwierigkeiten, sich zu entscheiden: Sie müssen die Denke, ja die Ideologie des Fragenden mitberücksichtigen, bevor sie antworten.
      Ja. Die meisten Leser können Fragen wie diese durchaus "knacken" und wissen, was dahinter steckt. Daher antworten sie dem Klischee folgend, nicht nach ihrer tatsächlichen Einstellung. Viele gehen ja generell kaum ins Museum oder Theater.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Ich bin mir gar nicht so sicher, was wirklich hinter der Frage steckt. Ob es wirklich um Introvertiert oder extrovertiert, ob um Gegenstände oder Menschen usw. geht.

      Beides habe ich als actionbeladen kennengelernt (beim ersten Theaterbesuch stand ein Panzer auf der Bühne und dazu lief der Matrix Soundtrack (clubbed to death von Rob d.,) das war eine Aufführung von Goethes Faust).

      Aber beim Theater gibt es gesellschaftliche Codes, man muss sich passend kleiden und verhalten, in der Pause gepflegt quatschen usw. , dieses Korsett gibt's beim Museum so nicht.
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    • FrankMatz wrote:

      Deshalb haben Menschen wie ich Schwierigkeiten, sich zu entscheiden: Sie müssen die Denke, ja die Ideologie des Fragenden mitberücksichtigen, bevor sie antworten.
      Nein. Du musst immer wahrheitsgemäß antworten. Der Test liefert genug Fragen, dass eine einzelne Antwort das Ergebnis nicht beeinflusst.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich habe z.B. bei der Frage einen anderen Gedanken gehabt und deshalb Museum ausgewählt.
      Ich habe nämlich nicht an die in Kunst Museum gedacht sondern eher an ein Technik/Wissenschaftsmuseum. Habe also Wissenschaft mit Kunst verglichen.
      Und bei mir ist Wissenschaft immer auf Platz 1 vor Kunst.
      Ich hab mir dabei auch gar keine Gedanken gemacht was dem Klischee entspricht. Und mein AQ lag bei der Diagnose bei 43.
    • Es gibt Museen mit tollen (Ausstellungs-)Themen.
      Da wäre bestimmt auch oft was für @wintereule dabei.

      Beim Thema Museum kommen mir aber z. B. die letzten drei Erfahrungen aus dem Gedächtnis ins Bewusstsein, bei denen es um langwierige Debatten beim Einlass und teils unverschämt agierende Angestellte ging.
      Ist also trotz früher eher positiver Erfahrungen jetzt aversiv besetzt.

      Diese individuellen inneren Bewertungen finden gar keinen Platz in bestimmten Fragebögen.
      Wenn ich so einen ausfüllen soll, dann garantiere ich jede Menge Randbemerkungen.
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • Der AQ hat mit Sicherheit Schwächen. [Ich gehe je nach Museum (Thema/Art der Ausstellung) und je nach Theater (Stück/Regisseur) mal lieber ins eine und mal lieber ins andere oder in beides gleich (un)gern. Gekleidet habe ich mich noch nie anders als sonst auch und Gespräche führen muss ich unfreiwillig auch keine. Im AQ habe ich das Theater gewählt. Ich bin mir sicher, dass das kein Grund sein wird, aus dem ich keine Diagnose erhalten würde. Und so zu antworten wie es "AQ-autistenkonform wäre, fände ich total daneben. ]

      Aber: Er ist ja auch ein Screening-Tool und KEIN Test zur Diagnose. Die Diagnose wird ja nicht (pauschal) aufgrund des AQ vergeben - oder nicht vergeben.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Ich denke schon, dass die Diagnose "pauschal nicht vergeben" wird bei einem zu niedrigen Score. Ich weiß nicht viel über den Test, aber das war, was ich im Ärzteblatt gelesen hatte: wenn er sehr niedrig ist, kann man schon davon ausgehen, dass kein ASS vorliegt, wenn er aber sehr hoch ist noch nicht, dass wirklich ASS vorliegt. Wenn man sich vor Anfragen nicht retten kann, kann man darüber also aussortieren.

      aerzteblatt wrote:

      Screening-Instrumente können bei unauffälligen Ergebnissen den Verdacht auf das Vorliegen einer ASS in der Regel verlässlich zurückweisen (31, 32). Erfahrungen aus der eigenen Spezialsprechstunde zeigen dagegen, dass Werte auch weit oberhalb des Grenzwertes keinerlei Rückschlüsse darüber zulassen, ob es sich tatsächlich um ein AS, eine der typischen Differenzialdiagnosen oder lediglich um introvertierte oder sozial gehemmte Charakterzüge ohne Krankheitswert handelt.
      Natürlich führt die autismus-untypische Beantwortung einer Frage aber nicht so stark ins Gewicht.
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    • L84 wrote:

      Wenn man sich vor Anfragen nicht retten kann, kann man darüber also aussortieren.
      Ja, soweit ich weiß, wird der AQ in der Diagnostik vor allem für das Vorscreening eingesetzt.

      Die Psychologin, die bei mir den Großteil der diagnostischen Gespräche geführt hat, hat mir zu manchen Fragen aus anderen Fragebögen vertiefende Fragen gestellt. So konnten auch Missverständnisse geklärt werden. Ich hätte mir das bei der Diagnostik meines Sohnes auch gewünscht - da wurden nur stur Scores augerechnet, statt mal nachzufragen, z.B. wenn sich zwei Antworten scheinbar widersprachen. Ich finde die Fragen oft uneindeutig formuliert, bzw. man kann sich verschiedene Dinge darunter vorstellen (wie hier z.B. bei den Museen und Theaterbesuchen).
    • Wenn der AQ eingesetzt wird, um vorzufiltern, dann werden Personen mit niedrigem Score (<26?) wohl nicht zum Gespräch eingeladen. Wenn man allerdings in einem Diagnostik-Gespräch sitzt und im Interview "zeigt", dass man die Kriterien der ICD (oder des DSM) erfüllt, kann ja nicht aufgrund eines niedrigen AQ-Scores die Diagnose "verweigert" werden. Kann vielleicht schon, aber das schiene mir nicht korrekt, denn es müssen ja die Kriterien der ICD erfüllt sein.

      Btw Ich gehe in der Regel auch lieber auf eine Party, als in eine Bibliothek :d
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • FrankMatz wrote:

      Ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Ich zweifele nicht an der Entscheidung von 60 Prozent Autisten oder 32 Prozent Nichtautisten, ich kritisiere eine Fragestellung, die sich an Klischeevorstellungen von vor 50 Jahren orientiert.
      Der Test ist, so weit ich weiß, knappe 20 Jahre alt.

      Bei einem Test, der keinesfalls als Dioagnostikinstrument zur Differenzierung zwischen Autisten und Nichtautisten, sondern lediglich als Screeninginstrument zur Unterscheidung zwischen Autismusverdächtigen und offensichtlich Unverdächtigen dient, finde ich es übertrieben, jede Frage auf die Goldwaage zu legen (RW) und auf vermeintliche Klischeevorstellungen zu untersuchen.

      FrankMatz wrote:

      Deshalb haben Menschen wie ich Schwierigkeiten, sich zu entscheiden: Sie müssen die Denke, ja die Ideologie des Fragenden mitberücksichtigen, bevor sie antworten.
      Ich finde es auch übertrieben, zu versuchen, sich in die vermeintliche Ideologie des Fragenden hinein zu versetzen, sondern würde auch eher empfehlen:

      Shenya wrote:

      Du musst immer wahrheitsgemäß antworten.
      denn

      Shenya wrote:

      Der Test liefert genug Fragen, dass eine einzelne Antwort das Ergebnis nicht beeinflusst.
      Ich glaube nicht, dass eine Autismusdiagnose jemals daran gescheitert ist, dass jemand hier angekreuzt hat, dass er lieber ins Theater gehen würde.
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)