Autismusambulanz Düsseldorf

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    • mixerkopf wrote:

      @Alys
      hallo alys, unsere erfahrung scheint sehr ähnlich zu sein. wie bist du danach vorgegangn? hast du dich noch woanders vorgestellt?
      Ich stehe noch in Dortmund auf der Warteliste, aber die betrug (als ich mich habe drauf setzen lassen) 24 Monate. Dauert also eher noch ewig. Ich weiß noch nicht wie ich weiter vorgehen werde und sollte, das bespreche ich gerade mit meinem Therapeuten. Aber ich werde mich erst noch eine Weile von diesem (für mich schlimmen) Termin erholen. Auf den Bericht bin ich noch gespannt......sofern es einen geben wird. Ich hatte mir auf jeden Fall die Möglichkeit einer ordentlichen (ambulanten !!!) Diagnostik versprochen, so wie ich es ja auch angefragt hatte. Ich ärgere mich so sehr, dass man mir im Vorfeld nicht gesagt hat: es gibt nur max.60 Min. und sonst nix. Da passen ein paar Fragen der Biografie rein und die nicht mal ausführlich. Zeit vorbei. Und ehrlich ? Das kann ich (hochfunktional) völlig problemlos. Ich hatte das wirklich explizit angefragt und ich verstehe nicht warum man mir diesen Termin gegeben hat (ausser dass man daran Geld verdienen wollte). Wenn ich beim Frisör frage: färben sie auch die Haare nach dem schneiden und bekomme einen Termin...gehe hin und dann sagt man "tut mir leid, wir färben keine Haare...."....würde ich mir wohl ähnlich veräppelt vorkommen.
      Grüsse
      Alys
    • Tuvok wrote:

      Weißt du noch, was in dem Stapel außer AQ noch alles drin war.
      Ich habe gerade mal in den Unterlagen nachgeschaut.
      Außer dem AQ waren es noch vier weitere, ich möchte diese aber hier nicht näher benennen, da dies manche triggern könnte, sich im Vorfeld der Diagnostik eingehender damit zu beschäftigen.
      Und das ist m.E. nicht zielführend, ich denke, man sollte möglichst "unbelastet" (so weit, wie das überhaupt möglich ist) in die Diagnostik gehen.

      Tuvok wrote:

      Selbst 5 Stunden Testung ist sehr viel. Auch da würde mich interessieren, was damals alles zur Testbatterie gehörte. So weit ich weiß, ist "Reading Mind in Eyes" dabei, aber das dauert ja nicht lange. Wenn ein ausführlicher Intelligenztest dabei war, dann deckt der natürlich schon einen beträchtlichen Teil der Zeit ab.
      Die Testung umfasste 7 Testverfahren, ein Wechsler Intelligenztest war dabei. Eines der Verfahren war computergestützt, die anderen waren Paper-Pencil Verfahren.
      Einen ADOS habe ich weder bei der Diagnostik noch später durchlaufen.
    • Shenya wrote:

      es könnte ja unter den AS auch Leute geben, die Mehrbettzimmer vorziehen, aber es wird wohl die Minderheit sein
      Ich hätte gar nichts dagegen, mit einer gutaussehenden, sympathischen Mitpatientin im Mehrbettzimmer untergeracht zu werden. :d
      Aber das hat man mir leider noch nirgends angeboten. :cry:

      zaph wrote:

      Außer dem AQ waren es noch vier weitere, ich möchte diese aber hier nicht näher benennen, da dies manche triggern könnte, sich im Vorfeld der Diagnostik eingehender damit zu beschäftigen.
      Und das ist m.E. nicht zielführend, ich denke, man sollte möglichst "unbelastet" (so weit, wie das überhaupt möglich ist) in die Diagnostik gehen.
      Auch okay. Aber bei Fragebögen, die nach Hause geschickt und per Post zurückgeschickt werden, kann man nicht wirklich verhindern, dass jemand sich eingehend damit beschäftigt, bevor er die Fragebögen ausfüllt.

      zaph wrote:

      ein Wechsler Intelligenztest war dabei.
      der dauert ja alleine schon mindestens 90 Minuten.
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Tuvok wrote:

      Aber bei Fragebögen, die nach Hause geschickt und per Post zurückgeschickt werden, kann man nicht wirklich verhindern, dass jemand sich eingehend damit beschäftigt, bevor er die Fragebögen ausfüllt.
      Korrekt. Muss auch jeder selbst entscheiden, aber ich fühle mich besser, wenn ich kein "Futter hinstelle".
    • Hallo @Alys Darf ich fragen weshalb du die Diagnose noch einmal brauchst (du bistdoch bereits diagnostiziert, oder?) und ob Prof. Schilbach deine bisherige Diagnose nicht "überzeugend" genug fand? (Sorry, weiß grad nicht wie ich das gut genug formulieren soll, sodass es nicht despektierlich klingt, denn das beabsichtige ich nicht). Wenn dir die Frage zu privat ist, dann verzeih dies bitte.

      Ich habe gelesen, dass die Station 13e für Düsseldorfer aus einem bestimmten Einzugsgebiet sein soll und es dort

      LVR Düsseldorf wrote:

      vorwiegend [um die Behandlung von] Krankheitsbilder[n] wie schizophrene Psychosen sowie manische oder depressive Erkrankungen, aber auch Persönlichkeitsstörungen [geht]
      Spezielle ASS-Kenntnis dieser Station lese ich dort erstmal nicht heraus. Geht es womöglich primär um den Ausschluss von Differentialdiagnosen?
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • @HCS Ja, die Vermutung habe ich auch. Ein paar (?) User schrieben hier, dass es doch gut sein könnte, wenn speziell auf ASS geschulte Fachkräfte den Patienten über längere Zeit beobachten könnten. Wenn es aber eine Station ist, die primär gar nicht ASS im Fokus hat, wäre es jedoch nicht auf diese Weise zutreffend. Ich hoffe, mich verständlich ausgedrückt zu haben. Das scheint mir heute schwer zu fallen.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Hallo Kayt,
      das hatte mehrere Gründe und das würde hier zu weit führen. Ich habe den Termin angefragt um die Diagnose bestätigen (oder widerlegen) zu lassen und ich habe gefragt ob dies dort möglich sei. Daraufhin bekam ich einen Fragebogen und später eben einen Terminvorschlag. Und ich habe mitgeteilt, dass es sich um eine hochfunktionale Frau handelt und fragte ob sie "dies auch können". Und ja, könnten sie, Termin bekommen.
      Beim Gespräch wurde nicht auf den Fragebogen eingegangen und lediglich biografisches abgefragt. Ich bekam als Abschluss den Satz: ich würde nicht autistisch wirken. Ach was, dazu hätte ich den Weg nach Düsseldorf nicht machen müssen und diese Auskunft hätte ich selbst auch geben können. Niemals gehe ich irgendwo stationär hin, auch das hätte ich im Vorfeld sofort sagen können, wenn man mir diesen Vorschlag gemacht hätte. Ich weiß also überhaupt nicht was dieser Termin sollte (außer ihn mit dern Krankenkasse abzurechnen). Meine Anfrage dort war klar und deutlich formuliert (schriftlich), also auch kein "Missverständnis". Wenn jeder dort nur 60 Minuten bekommt und keinerlei Tests, kann da meiner Meinung nach gar nichts diagnostiziert werden. Aber vielleicht war ich ja nur "ein Einzelfall".
      Grüsse
      Alys
    • Kayt wrote:

      Geht es womöglich primär um den Ausschluss von Differentialdiagnosen?
      Das ist sicher so, deshalb macht es ja auch Sinn.
      Aber wenn regelmäßig dort auch Leute hinkommen, wo sich AS bestätigt, dann werden sich die Leute damit besser auskennen, und die Ärzte sind wahrscheinlich sowieso die gleichen, in der Ambulanz und in der stationären Abteilung.
      In Freiburg werden die AS-ler auch auf der Station für die Schizophrenie-Erkrankten untergebracht, angeblich, weil sich diese beiden Gruppen gut vertragen würden.
      Alles wird galaktisch gut.
    • @Kayt Ich denke, die Ursache der Verwirrung ist die Stationsnummerierung, die scheint in Deinem Link aus rätselhaften Gründen falsch zu sein, an anderer Stelle heißt dieselbe Station nämlich 14 G. Bei 13 E ist Schilbach der Chef, das passt also
    • Alys wrote:

      Ich habe den Termin angefragt um die Diagnose bestätigen (oder widerlegen)
      Von wem stammte denn die erste Diagnose? Du hast HFA im Profil stehen, dass muss ja jemand festgestellt haben.


      Alys wrote:

      Wenn jeder dort nur 60 Minuten bekommt und keinerlei Tests, kann da meiner Meinung nach gar nichts diagnostiziert werden
      60 Minuten sind sehr knapp, sollte das wirklich in allen Fällen schon alles gewesen sein. Dieses Konzept ergibt dann nicht so viel Sinn, bzw. sie sollten dann gleich dazu sagen, dass sich in der Regel ein stationärer Aufenthalt anschließt. Ansonsten denke ich, dass sich eine Diagnose in vielen Fällen auch ohne stationären Aufenthalt stellen lässt, aber dann muss man sich ggf. mehr Zeit nehmen. Wenigstens 1,5-2 Stunden sollten es schon sein. In dem Zeitraum kann man eindeutige Fälle diagnostizieren oder ausschließen. Für die nicht so klaren Fälle bräuchte es mehr Termine oder eben den stationären Aufenthalt.
      Alles wird galaktisch gut.
    • @Alys Danke für die Erklärung. Dass Prof. Schilbach in 60 Minuten eine eindeutige Diagnostik durchführen kann, sollte man wohl nicht gleichsetzen damit, dass es in jedem Fall möglich ist. Doof jedenfalls für dich. Ich wünsche dir, dass du noch die Klarheit bekommst, die du suchst.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)

      The post was edited 1 time, last by Kayt ().

    • Tuvok wrote:

      1.) Haben alle Söhne den Test gemacht, obwohl nur einer autismusverdächtig war?
      2.) Im AQ beurteilt man sich eigentlich nicht positiv oder negativ. Jede Einzelfrage für sich genommen ist völlig harmlos. Es ist eher schon erstaunlich, dass mit so harmlosen Einzelfragen ein so gutes Screening möglich ist, und zumindest ein Großteil der Unverdächtigen zuverlässig aussortiert werden kann
      3.) Der Cut-off ist mit 28 Punkten sehr niedrig angesetzt. Und der AQ ist eben nur ein Screeening-Instrument zum Vorsortieren. Für die klinische Diagnose ist deutlich mehr erforderlich als ein AQ über dem Cut-off.
      Hallo Tuvok,
      mit weiteren Informationen habe ich mich bisher eher zurückgehalten, weil meine Jungs volljährig sind und ich nicht gerne über ihren Kopf hinweg Infos abgebe.

      Jetzt hier konkrete, aber kurze Antworten:
      1. Ein Sohn ist gesichert im ASpektrum, bei ihm sollte es bei der Vorstellung in der Ambulanz um Empfehlungen zur Psychotherapie gehen, die er selbst wünschte, bei der es aber schwierig ist, einen geeigneten Therapieplatz zu bekommen.
      Beim anderen Sohn geht es darum, die Diagnose "wasserfest" zu machen, da es bislang in den Arztberichten immer "nur" ( :irony: ) um sein "autistisches Verhalten" und seine "Schwierigkeiten in allen sozialen Bereichen" ging. Darin sehe ich aber noch keine gesicherte Diagnose gem. ICD 10 - deshalb die Vorstellung in der Ambulanz, um die dortige Beurteilung zu bekommen.

      2. Wie gesagt, ich habe meine Berichterstattung hier im Forum etwas komprimiert. Mit "positiv beurteilt" meinte ich, dass er in signifikant defizitären Bereichen für sich selbst keine Einschränkungen angab, obwohl sie von außen betrachtet vorhanden sind. Im Endergebnis war er dann doch nicht bei den (wie du sagst) Unverdächtigen.

      3. Ich muss ja nicht den Einsatz des AQ in der Autismusambulanz D'dorf rechtfertigen, aber er wird dort als Eingangsinstrument eingesetzt. Die Autismus-Diagnosen sind - wie du völlig richtig sagst - klinische Diagnosen. "Klinische" bedeutet aber nicht unbedingt "nur in der Klinik zu stellen".


      So, das zur Ergänzung, zum besseren Verständnis. Es ist nicht als Kritik zu deinen Anmerkungen gemeint.
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • Shenya wrote:

      In zwei Wochen Klinik kann man natürlich sehr viel mehr über jemanden erfahren als in 1-2 Stunden Gespräch.
      Kann man, muss man aber nicht. Man sollte diese Aussage mit einem Körnchen Salz nehmen.

      Bei Anderen wieder ist nach 60 min Gespräch "alles klar".

      Shenya wrote:

      Wenn noch gegen andere Diagnosen abgegrenzt werden muss, bringt das sicher viel.
      Für eine Differenzialdiagnose kann ein stat. Aufenthalt viel bringen, das mag sein.
      Erfahrene Diagnostiker können andererseits z. B. mit Hilfe von testpsychologischen Instrumenten und Verhaltensbeobachtungen eine ein- und abgrenzende Diagnostik ambulant durchführen.

      @Shenya
      Das sind Ergänzungen, keine Widerlegungen deiner Darstellung.
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)