Autismusambulanz Düsseldorf

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    • @Ariel77 so wie ich dich verstanden habe, hast du deine Diagnose so schnell erhalten, weil dein Autismus sich dem Arzt so offensichtlich zeigte. Musstest du denn gar keinen Test machen?

      Ich stehe aktuell auch auf einer Warteliste und muss jetzt noch knapp 14 Monate warten... ein schneller Termin wäre super... ich glaube aber nicht, dass mein eventueller Autismus offensichtlich ist. Ok, sofern es in unsicheren Fällen eine ordentliche längere Diomagnostik gäbe, sollte das eigentlich kein Problem sein...

      Andererseits bin ich jetzt innerlich schon total auf die Ambulanz eingestellt, bei ich schon auf der Liste stehe.

      Weiß jemand, ob in Düsseldorf der ADOS gemacht wird? Den will ich nicht machen.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      Weiß jemand, ob in Düsseldorf der ADOS gemacht wird?
      Wohl nicht - dann wäre es nicht mit einer Stunde getan.

      Sag so was nicht zu deutlich, und wenn Du nicht mehrere Termine je mindestens eine Stunde hast - behalt es für Dich. Es gibt hier ein paar Spezialisten, für die ist man nur dann richtiger Aspie, wenn man das volle Programm durchlaufen hat. Bei ging es auch zügig, der Psychiater, von dem ich mich eigentlich nur nach Köln überweisen lassen wollte, erwies sich als sachkundig und hat mir nach insgesamt zwei Stunden die Diagnose gegeben, da hieß es dann, dass ich mir ja nur Vorteile erschleichen wollemit so einer Diagnostik.
    • @Kayt
      Dem Arzt zufolge ja - nach ca. einer halben Stunde an Fragen hat er es zum ersten Mal geäußert als ich ihm davon erzählte dass ich in Holland schon mal die Diagnose hatte und die dann im ATZ dort wieder infrage gestellt wurde. Den ursprünglichen sehr ausführlichen Diagnosebericht - es war u.a. u
      In Holland auch der ADOS gemacht worden - hatte ich dabei.
      In Düsseldorf hatte ich vorab den AQ ausfüllen müssen.
      AS, ADHS
    • @HCS Ich meinte, ob der ADOS als Option in Düsseldorf zur Verfügung steht.

      Dort wo ich angemeldet bin, gibt es in der Regel zwei Termine. Ein Erstgespräch inklusive Testungen (kein ADOS) und ein Abschlussgespräch.

      Bei der Durchführung eines ADOS käme ich mir vermutlich total dämlich vor. Ich habe zwar bislang versucht zu vermeiden konkretere Inhalte diesbezüglich zu lesen, aber ich weiß, dass es u.a. um Bildergeschichten geht. Ich arbeite in der Erwachsenenbildung. Bildbeschreibungen gehören dort zu meinem Arbeitsalltag. Wenn es nach einem ADOS ginge, bekäme ich wohl keine Diagnose. Ich könnte schließlich unmöglich vorspielen, dass ich unfähig wäre ein Bild zu beschreiben. Ich will mir sicher keine Diagnose erschleichen, wäre auch nicht auf die Idee gekommen, dass Leute das überhaupt wollen, bevor ich solch Dinge in diesem Forum las und zweifel an schlechten Tagen schon mal daran, ob ich so etwas tatsächlich vor mir selbst versteckt wollen könnte...
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      zweifel an schlechten Tagen schon mal daran, ob ich so etwas tatsächlich vor mir selbst versteckt wollen könnte...
      Was man hier so liest, zweifeln viele immer wieder an allem möglichen - selbst an der bei renommierten Diagnostikern "erworbenen" Diagnose. Hängt auch davon ab, was man gerade hier gelesen hat - geht es um Beruf(sunfähigkeit) o.ä., denke ich regelmäßig "Du bist viel zu normal, um AS zu haben", geht es um Partnersuche, Knüpfen sozialer Kontakte etc. bin ich mir wieder ganz sicher. Und auch der gelegentliche Gedanke, dass AS ja nur eine Ausrede vor mir selbst und nicht real sein könnte, ist mir durchaus nicht fremd.
    • @HCS Vor allem beschäftigt mich die unscharfe Trennlinie, ab wann eine Beeinträchtigung von klinischer Signifikanz ist. An manchen Tagen denke ich, dass ich doch gut klarkomme. Dann stelle ich aber fest, dass die meisten Leuten nicht schwer bis kaum mit anderen Menschen connecten können, bei kleineren Problemen sich heulend über den Teppich kugeln (bei größeren Krisen hingegen recht sachlich und rational bleiben) und eine Grundangst mitbringen, die sie bei größerer Belastung in die Akutpsychiatrische Ambulanz führt. Andererseits aber führe ich ein komplett selbstständiges Leben mit Wohnung, Arbeit und auch (wenigen aber guten) sozialen Kontakten.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • HCS wrote:

      Sag so was nicht zu deutlich, und wenn Du nicht mehrere Termine je mindestens eine Stunde hast - behalt es für Dich. Es gibt hier ein paar Spezialisten, für die ist man nur dann richtiger Aspie, wenn man das volle Programm durchlaufen hat. Bei ging es auch zügig, der Psychiater, von dem ich mich eigentlich nur nach Köln überweisen lassen wollte, erwies sich als sachkundig und hat mir nach insgesamt zwei Stunden die Diagnose gegeben
      Ich hatte 1h bei einer Spezialambulanz, am Ende meinte sie zu mir, sie sei sich sicher, was sie selten sei, dass ich AS habe.
      Den Bericht bekäme ich dann per Post.
      Als ich nach 3 Monaten nachfragte, wann ich den bekäme (ich wollte etwas dringend beantragen), meinte sie plötzlich, wie ich denn darauf käme, dass 1h Diagnostik ausreiche.
      Das ist also nicht auf meinem Mist gewachsen. (RW) :roll:

      Ganz einfach, es sollte jeder gleich behandelt werden und nicht unterschiedlich.
      Für mich fühlt sich das ungerecht als auch falsch an.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • @Ariel77 Alles klar, danke. Ich habe eben eine Mail an die Ambulanz geschrieben, um in Erfahrung zu bringen, wie lang die Warteliste ist und wie es mit Elternbefragung aussieht - die kommt für mich nämlich nicht (mehr) in Frage.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • @Kayt das mit den Eltern dürfte kein Problem sein, war bei mir auch so. Allerdings hatte ich meinen Vater vor ein paar Jahren zu meiner frühen Kindheit befragt und diese Informationen mitgeteilt zusammen mit "Geschichten" und Beschreibungen aus der Zeit, die ich ohnehin schon kannte.
      AS, ADHS
    • @Ariel77 Ich habe an Vieles aus meiner Kindheit Erinnerungen und auch viele Erzählungen von meiner Mutter im Kopf, vor allem Verhalten, dass als "untypisch" auffiel. Genauer nachfragen kann ich bei meiner Mutter leider nicht mehr.

      Von meinem Vater wollte ich kürzlich in Erfahrung bringen, ab wann ich zu sprechen begann. Seine Antwort, dass ich wohl drei Monate alt war, er es aber wirklich nicht mehr genau wisse, zeigte mir jedenfalls, dass er es wohl wirklich nicht mehr weiß ;)

      Ich will hier aber gar nicht den Thread mit persönlichem Belagern. Ich gebe Bescheid, wenn ich Antworten der Ambulanz erhalten haben.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)