Definitiv Asperger - Definitiv nicht - Und jetzt?

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    • Definitiv Asperger - Definitiv nicht - Und jetzt?

      Hallo alle,

      Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Ich fühl mich jetzt sehr verloren:

      Ich war vor zwei Wochen bei zwei Vorgespräch in einen Autismuskompetenzzentrum nachdem ich die Vermutung hatte mich im autistischem Spektrum zu befinden. Das erste zwei stündige Gespräch hatte ich mit einer Heilpädagogin die mich zu meinem gesamten Leben befragt hat. Während und nachdem Gespräch äußerte Sie, dass mich relativ klar als asperger einordnen würde.

      Darauf folgt ein einstündiges Gespräch mit einer Ärztin. an dem Tag war ich emotional vollkommen fertig, stand stark unter Stress wegen meiner Arbeit und hatte kurz vor dem Gespräch noch einen Streit. Dementsprechend ging ich in das Gespräch und schnell lief alles in eine falsche Richtung. Ich kam mir total missverstanden vor, die Ärztin dreht alles was ich sagte in eine andere Richtung und verwirrte mich damit weil sie sich irgendwie darauf einschoss, dass ich zwanghaft und sehr ängstlich bin. Aber das ist gnicht der Fall, ich erklärte ihr meine These aber sie ignorierte alles was ich sagte und abschließend macht sie Aussagen über mich und meine Kindheit die so nicht stimmten und ich auch als frech empfand da sie diese Einschätzung nicht nach einer Stunde treffen könnte aber ich hatte auch keine Kraft ihr zu widersprechen. Sie erklärte mir, dass sie überhaupt nicht davon überzeugt ist, dass ich autistisch wäre und das wars dann auch schon.

      Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll vor allem mit diesen zwei komplett unterschiedlichen Feedbacks nach den Gesprächen oder wo ich mich hinwenden soll.

      Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht?

      Vielen Dank
      Liebe Grüße

      Fahrrad
    • Ja, ich hatte ähnliche Erfahrung gemacht.
      Als ich das erste mal bei einer Ärtzin und ihrer Schwester ( Psychologin ) war (vor einem halben Jahr) hatten diese nach 2 kleinen Gesprächen und ein paar Fragebögen aus diesen gezogen, dass ich sozialphobisch bin und eine Zwangsstörung habe. Die Sozialphobie habe ich auch nicht wirklich nachvollziehen können. Sie sagte dann Dinge, die gar nicht so waren und ließ mich diese auch nicht wirklich klarstellen. Dann verschrieb/empfohl sie mir mehrere Therapien und meinte, wenn diese nicht helfen würden, könne ich immer noch mal eine Diagnostik in einem Autismuskompetenzzentrum machen lassen. Damit war das dann für sie geklärkt. Ernst genommen wurde ich von der Psychologin nicht wirklich. Von der Ärztin ein bisschen mehr.
      Vor 2 Wochen war ich dann bei einer Verhaltentherapeutin , die auch mit Autisten arbeitet. Schon nach dem ersten Gespräch hatte sie sich um einer Platz für mich zur Diagnostik gekümmert, weil sie meinte, dass man nach so wenig Gesprächen keine 2 Diagnosen "stellen" kann und mir auch nicht einfach so meheren Therapien empfehlen kann, ohne sich wirklich etwas länger mit mir auseinander zu setzten. Vorallem meinte sie auch, dass all diese Dinge eher für Autismus sprechen würden, als zu den anderen 2 Genannten. Beim zweiten Gespräch war sie sich schon fast sicher, dass die Diagnostik darauf hinauslaufen würde, dass ich Asperger Autistin bin. Sie hat mich ernst genommen und nicht alles versucht gut zu reden.

      Ich würde dir einfach raten, dir noch einmal eine 3. Meinung zu holen. Das kann ja nicht schaden.
    • Steht noch ein weiteres/drittes/abschließendes Gespräch in dem Autismuskompetenzzentrum an? Falls ja: Unbedingt hingehen und die Rückmeldung holen. Manchmal wird bewusst provoziert, um zu gucken, wie man reagiert. "Ängstlich und zwanghaft" schließt ASS nicht zwangsläufig aus, ist aber manchmal vordergründig auffällig und wenn man Pech hat, schaut das Gegenüber nicht in den Hintergrund.

      Ansonsten schließe ich mich meinen Vorschreibern an und empfehle, anderswo eine weitere Meinung einzuholen. Das machen viele. Ich habe mich auch auf die Warteliste einer Spezialambulanz setzen lassen, nachdem an einer Allgemeinpsychiatrie festgestellt wurde, da wäre "überhaupt nichts autistisches, eher im Gegenteil".
    • Ich würde mal versuchen, die erste Person zu kontaktieren und ihr zu berichten, was die zweite Person meinte, um zu erfahren, wie sie (die erste Person) darüber denkt. Vielleicht können sich die zwei mal kurzschließen und sich einig werden.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Entscheide, wen Du als kompetenter für die Diagnostik einschätzt: Die Heilpädagogin oder die Ärztin.
      Und dann kannst Du ja immer noch (je nach Zeit und Lust) weitere Diagnostikstellen ausprobieren, wie ja die Vorschreiber auch schon rieten.
      Ich empfehle, eine anerkannt kompetente Diagnostikstelle auszuwählen und das Ergebnis dann auch zu akzeptieren.