Mit Asperger leben

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    • Mit Asperger leben

      Vor einigen Jahren bekam ich die Diagnose Asperger. Seitdem versuche ich damit zu leben, oder es zu verstehen. Ich weiß nicht genau wie ich es beschreiben soll.
      Das Problem ist auch das in mir jetzt zwei Persönlichkeiten aufeinanderprallen. Der Andre der die Jahre vor der Diagnose versucht hat "normal" zu leben.
      Alles irgendwie auf die Reihe zu bekommen und den es dann umso mehr runter gezogen hat, wenn etwas nicht klappte. Wo nun klar ist, wieso es nicht klappte.
      In der Schule hatte ich die klassischen Probleme. 5 Jahre härtestes Mobbing das darin gipfelte das ich fast jemanden erwürgt habe. So wie Probleme in diversen Fächern.
      Hauptsächlich Mathematik. Nach der Hauptschule versuchte ich dann in einen Realabschluss nachzuholen, in einer Berufsschule einen Job zu finden und so weiter.
      Ich versuchte nach dem zu gehen, was ich als Kind beigebracht bekommen habe. Schule-Ausbildung-Arbeit. Das war rückblickend keine so gute Idee.
      So lief es darauf hinaus das ich in so ziemlich allem versagte das ich angefangen habe. Zwar sagte mal ein Therapeut zu mir, ich soll mein Leben nicht als eine Niederlage sehen, aber Gefühle lassen sich nicht einfach abstellen.

      Therapie ist auch ein großes Wort, das mein Leben beeinflusst. Mein ganzes Leben lang bin ich in irgendwelchen Therapie gewesen. Schon als Kind ist meine Mutter mit mir zu Ärzten und Therapeuten gegangen. Niemand wusste was los ist. Schulen haben immer wieder sich bei meiner Mutter gemeldet "Der macht nicht mit im Unterricht, der träumt nur" und so weiter. Intergrationshilfe, Kinderzentrum, Tagesklinik. Seid ich denken kann war ich immer irgendwie in Therapien. Leider war es gerade die Zeit, die 90er, wo Autismus und Asperger gerade dabei waren, bekannt zu werden. Es gab noch keine, oder wenige Spezialisten. Somit blieb es bei mir lange unentdeckt. Erst als es "zu spät war", wurde es gefunden. Vor nun etwa vier Jahren, als ich mit einem Burnout mir Hilfe suchte und mit den Diagnosen Depression und Asperger die Praxis verließ. Doch was nun? Wie geht es weiter. Rückblickend habe ich auch die letzten Jahre, denke ich den Falschen Weg eingeschlagen. Mit Rehaklinik und einer Tagesklnik versuchte ich wieder "gesund" zu werden. Sicher, gegen die Depressionen hat es geholfen. Nur habe ich die letzten Jahre mich nicht um das gekümmert, was nun in mein Leben getreten ist. Der Asperger, mein "wahres" Ich. Aber ist es das? Oder was bedeutet das? Und wie genau "kümmere" ich mich nun darum? Ich weiß es nicht weswegen ich hoffe hier ein paar Ratschläge oder Antworten zu bekommen.

      Von dem was ich nun vom Autismus oder Asperger weiß, bin ich ein Mensch mit bestimmten Bedürfnissen, der Dinge auf eine spezielle Art und Weise angeht. Dies stößt zurzeit noch auf eine andere Lebenseinstellung von mir. Welche die ich die letzten Jahre aufrecht erhalten habe. Alles irgendwie hinzubekommen und eine bestimmte Lebensart zu leben. Schule-Ausbildung-Beruf, so habe ich es gelernt und so habe ich es versucht die letzten Jahre hinzubekommen. Nach der Schule und dem Freiwilligen Sozialen Jahr, fing ich an als ungeausgebildeter Pflegehelfer in der Altenpflege zu arbeiten. Am Anfang ging es auch einigermaßen. Doch da ich in Zeitarbeitsfirmen arbeitete, ging es natürlich schnell den Bach runter. wechselnde Arbeitsplätze und der hohe Druck, der in der Pflege herrscht schlugen mir ziemlich auf die Psyche. Dazu noch der Druck den ich mir selber gemacht habe. Den Schein zu wahren das alles in Ordnung ist und möglichst alles hinzubekommen. So kam es wie es kommen musste vor 4 Jahren.

      Aber um nun in der Gegenwart zu bleiben, versuche ich wie gesagt nun zu schauen wie es nun weiter geht. Wie "muss" ich leben? Wie "soll" ich leben? Wie erkenne ich wo der Asperger in mir sich erkennbar macht und wo nicht? Einige Punkte habe ich schon erkannt, andere weniger. Auch ist es ein Konflikt in mir wenn ich merke das ich etwas, durch den Asperger, nicht kann, oder nicht so gut kann. Aber ein Teil in mir halt sagt "Das musst du aber können".

      Um mal eine kleine Liste zu machen für eine gewisse Ordnung:

      Tagesrhythmus/Morgens aufstehen/Abends ins Bett gehen
      Alltag/Tagesablauf
      Haushalt/Reinigung/Ordnung
      Finanzen/Umgang mit Geld
      Medienkonsum/Internet/Videospiele
      Konzentration/Aufmerksamkeit
      Erinnerungen/Merken/Vergessen
      Müdigkeit

      Das sind so Dinge wo mir auffällt, dass ich da Probleme habe. Nur frag ich mich nun "Ist das alles der Asperger"? Oder kann es auch noch andere Gründe geben. Um die Punkte der Reihe nach etwas mehr zu beschreiben:

      Ich gehe gewohnheitsmäßig spät ins Bett, stehe somit später auf. Aber auch wenn ich früher ins Bett gehe, schlafe ich lange und habe oft Probleme früh aufzustehen. Auch weil ich sehr viel und intensiv zurzeit Träume. Wo ich das Gefühl habe das die Träume dann sehr anstrengend sind.
      Mein Tagesablauf und Alltag ist zurzeit sehr einseitig. Ich sitze viel vor dem PC, mache den Haushalt nur wenn nötig oder ich das Gefühl habe, das ich es nun kann. So kommt es oft vor dass das schmutzige Geschirr sehr lange steht bevor ich es abwasche. Auch die Wohnung an sich, sie sauber zu halten, ist sehr anstrengend. Oft nehme ich den Staubsauger eher spontan. Aber "intensivere" Ordnung habe ich meine Probleme mit. Ich wohne in dieser Wohnung nun auch etwa seit 3 Jahren. Seitdem habe ich kein einziges mal die Fenster geputzt. Staub gewischt habe ich auch schon lange nicht mehr. Oft vergesse ich es, oder denke ich nicht dran.

      Meine Finanzen sind zurzeit mein größtes Problem. Ich habe Schulden, welche ich versuche abzuzahlen. Ich lebe von ALG2 und es ist ziemlich knapp. Hätte ich nicht freundliche Vermieter, die weniger Miete verlangen als ihnen zustehen würde,hätte ich keine Wohnung da andere Mieten auch nicht gerade niedrig sind. Aber ich merke oft wie sehr Abhängig ich vom Geld bin. Ich fühle mich gut, frei und glücklich wenn ich was habe. Aber umso trauriger und schlecht wenn nichts mehr da ist. Was daran liegt das ich gefühlt auch nicht mit Geld umgehen kann. Ich denke oft "Ist ja noch was da", hol mir etwas und dann auf einmal "Oh wo ist das Geld hin". Ich habe eine Betreuung durch den Arbeiter Samariter Bund. Sie helfen mir in vielen, auch den Finanzen. Nur fällt es mir schwer da die Kontrolle ganz aus der Hand zu geben, da ich das Gefühl habe damit ein großes Stück Freiheit abzugeben. Nur muss es wohl, für eine Weile, so sein da das Jobcenter mir das Leben schwer macht.

      Was den Medienkonsum angeht, ist er wie gesagt sehr intensiv. Da habe ich immer das Gefühl gehabt das da eine Sucht im Spiel ist, was auch sein kann. Jedoch denke ich das da auch der Asperger eine Rolle spielt. Zurzeit habe ich sehr viel Druck vom Außen. Die Wohnung die schreit "Mach mich sauber", die Finanzen, das Jobcenter. Da ist es denke ich nicht verwunderlich das ein Teil von mir sich da nur noch zurückziehen möchte. Auch fällt mir auf das ich am PC immer und immer wieder das Gleiche mache. Womit ich dann wiederum aber auch kaum zu Dinge komme die ich eigentlich gerne tun möchte.

      Wo ich das Gefühl habe den Asperger "gefunden" zu haben ist was meine Konzentration angeht. Die ist, nicht gerade sehr groß. Auch ist mir immer wieder aufgefallen das ich es vermeide, Leute beim unterhalten anzusehen. Auch ist meine Konzentration nicht die Beste. Wenn ich mich auf etwas konzentrieren möchte, hat es oft eine zeitliche Begrenzung. Selbst wenn ich es von mir aus machen möchte.
      Das Gleiche wenn es ums merken und vergessen geht. Ich habe ein extremes Sieb im Kopf. Meine Vergesslichkeit macht mich schon seit einiger Zeit fertig. Ich vergesse viel und schnell und das ist echt nicht schön. Ich denke noch "Das muss ich gleich machen" aber wenn ich es nicht sofort mache. 5 Sekunden später, vergessen. Oder in größeren Abständen. Ich habe keine Ahnung was ich letzte Woche so gemacht habe, oder letzten Monat. Vom letzten Jahr ganz zu schweigen. Außer wenn es um sehr, spezielle Dinge geht. Wie mein 30 Geburtstag letztes Jahr. Aber ansonsten? Nicht so. Dafür kann ich mich zum Teil umso besser an Dinge erinnern die Jahre zurückliegen. Aus meiner Kindheit. Nur bringt mir das in der Gegenwart nicht viel, wo ich mir Dinge merken muss. Oft wurde mir ein Notizbuch oder ein so genanntes "Bullet Journal" ans Herz gelegt. Ich habe es auch schon versucht, nur vergesse ich dann in das Buch reinzuschauen.
      Oft sage ich auch ist es nicht nur so das ich Dinge vergesse. Es fühlt sich an, als hätte ich sie nie gewusst. Sie verschinden komplett aus meinem Gedächtnis. Das macht mir oft schon Angst.

      Das alles hält mich leider auch sehr von meinem Lebenstraum ab. Ich schreibe seit ich 11 bin. Mit 12 habe ich meinen ersten, 400 Seiten Roman fertig gehabt. Leider hat es mit der Veröffentlichung nicht geklappt bisher.
      Ich arbeite seit Jahren an mehreren Geschichten. Bis Ende letzten Jahres habe ich mit meiner damaligen, besten Freundin an meinem Fantasy Roman zusammen gearbeitet. Drei Jahre lang. Kurz vor der Vollendung zerbrach der Kontakt und somit auch das Schreiben. Ein Trauma das mich viele Monate danach fest im Griff hatte. Nun versuche ich seit einiger Zeit wieder mit dem Schreiben anzufangen, nur fällt es mir extrem schwer, was mir auch sehr zu schaffen macht.

      Eine Sache noch die mir eingefallen ist. Extreme Müdigkeit. Ich denke das hat bei mir auch körperliche Gründe (Schilddrüse, Blutdruck) aber frage mich ob auch da der Autismus mit reinspielen kann.


      Soviel von meiner Seite aus, mehr fällt mir gerade nicht ein. Ich dachte mir, wenn ich nach Ratschlägen und sowas frage, sollte ich auch etwas von mir erzählen. Vielleicht kann mir der ein oder andere einen Tipp oder Sichtweise erzählen.

      The post was edited 1 time, last by Andre ().

    • Hallo Andre,

      Dein Post ist lang und tief zugreifend, erstmal-danke fürs Teilen!

      Ich antworte Dir nur ganz kurz-ich bin kein kluger Mensch und auch kein Experte..allerdings möchte ich mit Dir das teilen, was mir persönlich geholfen hatte um wieder aufzustehen und ein etwas glücklicheres Leben zu leben...

      Irgendwann hatte ich halt die Nase voll:von schlimmen Erinnerungen, Gedanken wie:"wäre ich.., hätte ich, warum ich" usw. Mein Kopf war übervoll von solchen Mist.

      Und irgendwann, einfach so-instinktiv?- beschrieb ich - in Form von Kurzgeschichten - meine schlimmste Traumata oder etliche schmerzhafte Erlebnisse.
      Das war so eine großartige Entlastung für mich!....

      Quasi wie Befreiung..

      Du schreibst doch gerne...
      Beschreibe alles, was Dich quält und Dir Schmerz bereitet... Nutze Deine Fantasie um hier und da einen Happy-End zu bezaubern..und teste selbst, ob Du Dich danach etwas besser fühlst:-)
      ***

      Seitdem ich mehr im "Hier und jetzt" lebe, sogar putzen selbst finde ich erträglicher...
      Aber das ist eher sehr individuell, was wir als hilfreich empfinden und was nicht.
      Schöne Grüße :)
      -Dum spiro spero-
    • Hallo Andre,

      du scheinst auf der Suche nach deinem Ich zu sein und hast da dieses Wort: eine Diagnose, welche dich in eine Schublade steckt.
      Du versuchst zu trennen welches der Teil ist der zu der Diagnose gehört und welcher Teil davon DU bist.

      In vielen Problemen, welche du oben beschreibst erkenne ich mich wieder. Manche konnte ich schon lösen, für andere fehlt mir noch die passende Erkenntnis.
      Ich war lange auf der Suche nach einer Beschreibung für mich, einem Wort welches definiert was mit mir nicht stimmt, warum ich scheinbar alleine auf diesem Planeten bin und alle um mich herum anders.
      Nachdem ich dieses Forum Gefunden hatte, habe ich festgestellt, dass ich garnicht alleine bin und andere ziemlich ähnliche Eigenschaften und Probleme haben. Und das beste daran war, ihre Strategien zum Umgang damit funktionieren auch bei mir. Davor erhielt ich oft viele gutgemeinte Ratschläge, welche auf mich aber nicht übertragbar waren oder schlicht nicht funktionierten, weil scheinbar irgend etwas an mir anders ist.

      Mit diesem Wissen habe ich mich dann aufgemacht um mich diagnostizieren zu lassen, in der Hoffnung dann angepasste Hilfen zu erhalten.
      Diese Diagnostikphase bestand dann aus einem Vorgespräch, dem Ausfüllen von 66 Seiten Fragebögen und einer Neuropsychologischen Untersuchung, nach welcher mir dann mitgeteilt wurde,
      dass ich nicht in das Schema ADS, Psychose oder AS passe: weil meine Test so gut, meine Ausfälle nicht psychotisch und meine Zeugnisse zu unauffällig waren und ich doch mich freuen soll, dass ich überdurchschnittlich intelligent sei.

      Derjenige, welche meine Zeugnisse verfasst hat, hat Tafeln zerschlagen, meine Mutter war depressiv und überfordert, mein Vater meist unterwegs und ich habe seit ich mich erinnern kann Ausfälle die einer Depersonalisation / Derealisation ähneln. Immer in Verbindung mit vorhergehender sensorischer Überlastung und darauffolgender extremer Erschöpfung.

      Viel blabla, es geht ja hier nicht um mich sondern um dich. Was ich dir von mir mitgeben will:
      Ich habe es aufgegeben im Außen nach Antworten zu suchen und für mich die Definition "blaues Einhorn" gefunden.
      Das ist neutral, nicht wertend, nicht kategorisierend. Aber dafür einmalig oder zumindest sehr sehr selten.
      Es ist ein neutrales Bild, welches mir ermöglicht zu erkennen welche Bedürfnisse ich habe, zu erkennen wie sich die Überlastungen ankündigen und wie ich darauf reagieren kann.
      Es hilft mir anzunehmen was ICH bin, mit allen Stärken, Schwächen und Problemen. Es ist egal ob dies oder jenes anders ist als bei allen anderen, ob es daher oder sonstwoher kommt.
      Fakt: es ist Teil von MIR und ich muss MEINE eigenen Wege finden um damit zu leben.


      Andre wrote:

      Um mal eine kleine Liste zu machen für eine gewisse Ordnung:

      Tagesrhythmus/Morgens aufstehen/Abends ins Bett gehen
      Alltag/Tagesablauf
      Haushalt/Reinigung/Ordnung
      Finanzen/Umgang mit Geld
      Medienkonsum/Internet/Videospiele
      Konzentration/Aufmerksamkeit
      Erinnerungen/Merken/Vergessen
      Müdigkeit


      Ich brauche einen gleichförmigen Grundrahmen, welcher meinem Tag eine Form gibt. Da ich von Natur aus ein Mensch bin, der gerne automatisiert und Prozesse kreiert klappt das für mich ganz gut. Ich musste aber dafür einstehen und auch mal zulassen, dass ich wütend werde wenn meine Abläufe ignoriert werden.
      Damit habe ich dann schonmal das Problem Schlafen, Waschen und Ernährung für mich stabilisiert.
      Als ich noch alleine war habe ich mich wochenlang nur von Buttertoast und Kaffe ernährt, mich gewaschen wenn es unter dem Schreibtisch hervorgestunken hat und nur dort "aufgeräumt" wo ich eine Ablagefläche benötigte.

      Hier im Forum habe ich dann Kanban und als Werkzeug dafür Trello entdeckt. Dies ist inzwischen mein ständiger Begleiter, weil ich so zumindest den nächsten Tag planen und in kleine übersichtliche und schaffbare Stücke aufteilen kann. Da habe ich eine Liste, welche eine Art Sammeltopf für Aufgaben fungiert. Aus dieser heraus zerlege ich die Aufgaben in Teilschritte und schiebe sie dann in die Listen "Morgen", "Aktiv", oder "Warten" - wenn es unvorhersehbare Unterbrechungen gibt welche eine Fertigstellung verhindern. Dann kann ich mit einem anderen Punkt weitermachen, ohne die angefangene Aufgabe aus dem Fokus zu verlieren. Schön ist dann, wenn ich eine Aufgabe nach der anderen in die Liste erledigt schieben kann.
      Vorher habe ich entweder meine Zeit mit Medien verplempert um dem Berg an unerledigtem auszuweichen und mich dann schlecht gefühlt- oder Aufgaben fremdbestimmt erledigt, was sich ebenso schlecht anfühlte.

      Andre wrote:

      Wo ich das Gefühl habe den Asperger "gefunden" zu haben ist was meine Konzentration angeht. Die ist, nicht gerade sehr groß. Auch ist mir immer wieder aufgefallen das ich es vermeide, Leute beim unterhalten anzusehen. Auch ist meine Konzentration nicht die Beste. Wenn ich mich auf etwas konzentrieren möchte, hat es oft eine zeitliche Begrenzung. Selbst wenn ich es von mir aus machen möchte.
      Das Gleiche wenn es ums merken und vergessen geht. Ich habe ein extremes Sieb im Kopf. Meine Vergesslichkeit macht mich schon seit einiger Zeit fertig. Ich vergesse viel und schnell und das ist echt nicht schön. Ich denke noch "Das muss ich gleich machen" aber wenn ich es nicht sofort mache. 5 Sekunden später, vergessen. Oder in größeren Abständen. Ich habe keine Ahnung was ich letzte Woche so gemacht habe, oder letzten Monat. Vom letzten Jahr ganz zu schweigen. Außer wenn es um sehr, spezielle Dinge geht. Wie mein 30 Geburtstag letztes Jahr. Aber ansonsten? Nicht so. Dafür kann ich mich zum Teil umso besser an Dinge erinnern die Jahre zurückliegen. Aus meiner Kindheit. Nur bringt mir das in der Gegenwart nicht viel, wo ich mir Dinge merken muss. Oft wurde mir ein Notizbuch oder ein so genanntes "Bullet Journal" ans Herz gelegt. Ich habe es auch schon versucht, nur vergesse ich dann in das Buch reinzuschauen.
      Oft sage ich auch ist es nicht nur so das ich Dinge vergesse. Es fühlt sich an, als hätte ich sie nie gewusst. Sie verschinden komplett aus meinem Gedächtnis. Das macht mir oft schon Angst.
      Konzentration, Aufmerksamkeit und Erinnerungsfähigkeit leiden bei mir besonders in Zeiten in denen ich viel verdränge, mich also permenent mit Dingen ablenke die nichts mit meinen Problemen zu tun haben. Verdrängen scheint enorm viel Kraft zu kosten, als hätte ich permanent einen schweren Rucksack auf dem Rücken, welchen ich nicht ablegen kann - bzw. nicht ausmisten will. Ich bin dann energielos, antriebslos, dauermüde...
      Der Medienkonsum und dessen Intensität ist für mich ein Indikator, der zeigt wann ich aufpassen muss, wann ich Gefahr laufe zu viel in meinem "Problemerucksack" anzusammeln.
      In Zeiten in denen ich mit mir im reinen bin, bzw. ich meine Probleme nach und nach gelöst bekomme klappt das dann auch wieder mit dem Erinnern und der Aufmerksamkeit (Voraussetzung: mein Umfeld ist sensorisch nicht zu belastend)


      Was das Träumen angeht: Meine Träume verändern sich mit meinen Problemen, bin ich ausgeglichen, sind meine Träume schön. Anders herum aber auch verstörend.
      Um intensiv zu träumen und mich daran erinnern zu können muss ich ein mindest- Schlafpensum erfüllt haben.
      D.h. wenn ich gerade so viel schlafe, dass ich mit genug Energie über einen ruhigen Tag komme träume ich selten. Habe ich allerdings ausgeschlafen, dann kann ich mich auch ganz sicher an meine Träume erinnern. Das hängt wohl mit den REM Schlafphasen zusammen, welche gegen Ende der Nacht im Gegensatz zu den Tiefschlafphasen immer länger werden. Also mit der Zeitdauer in der wir träumen steigt auch die Warscheinlichkeit, dass wir uns an Träume erinnern.
    • Danke für die vielen Tipps, Ratschläge und Erzählungen.
      Vieles kommt mir auch bekannt vor.


      "Konzentration, Aufmerksamkeit und Erinnerungsfähigkeit leiden bei mir besonders in Zeiten in denen ich viel verdränge, mich also permenent mit Dingen ablenke die nichts mit meinen Problemen zu tun haben. Verdrängen scheint enorm viel Kraft zu kosten, als hätte ich permanent einen schweren Rucksack auf dem Rücken, welchen ich nicht ablegen kann - bzw. nicht ausmisten will. Ich bin dann energielos, antriebslos, dauermüde...
      Der Medienkonsum und dessen Intensität ist für mich ein Indikator, der zeigt wann ich aufpassen muss, wann ich Gefahr laufe zu viel in meinem "Problemerucksack" anzusammeln.
      In Zeiten in denen ich mit mir im reinen bin, bzw. ich meine Probleme nach und nach gelöst bekomme klappt das dann auch wieder mit dem Erinnern und der Aufmerksamkeit (Voraussetzung: mein Umfeld ist sensorisch nicht zu belastend)"

      Das ist wohl eins meiner größten Probleme. Das ich noch nicht weiß mit dem "Rucksack" umzugehen.
      Und zurzeit verdränge ich viel da mich vieles belastet. Vor allem finanzielle Probleme.
    • Hutmacher wrote:

      Ich brauche einen gleichförmigen Grundrahmen, welcher meinem Tag eine Form gibt. Da ich von Natur aus ein Mensch bin, der gerne automatisiert und Prozesse kreiert klappt das für mich ganz gut. Ich musste aber dafür einstehen und auch mal zulassen, dass ich wütend werde wenn meine Abläufe ignoriert werden.

      Damit habe ich dann schonmal das Problem Schlafen, Waschen und Ernährung für mich stabilisiert.
      Als ich noch alleine war habe ich mich wochenlang nur von Buttertoast und Kaffe ernährt, mich gewaschen wenn es unter dem Schreibtisch hervorgestunken hat und nur dort "aufgeräumt" wo ich eine Ablagefläche benötigte.
      Oh Gott. Das bin ja ich! 8o

      Hutmacher wrote:

      [...]
      meine Mutter war [...] und überfordert, mein Vater meist unterwegs und ich habe seit ich mich erinnern kann Ausfälle die einer Depersonalisation / Derealisation ähneln. Immer in Verbindung mit vorhergehender sensorischer Überlastung und darauffolgender extremer Erschöpfung.
      Kommt mir sehr bekannt vor.

      Ich für meinen Teil suche zwar immernoch nach Lösungen für die vielen Probleme, aber zumindest eine kleine Hilfe habe ich schon mal gefunden: siedler-maps.de/screenshots/3/screenshot-2720-resized.jpg
      Es kann nur besser werden.

      The post was edited 1 time, last by flori1994 ().

    • flori1994 wrote:

      Es kann nur besser werden.
      Da stimme ich dir voll zu, ich lerne auch gerade sehr viel.
      Grundlage für jede Veränderung ist Akzeptanz.
      Danach kam die Erkenntnis, dass ich nicht das schaffen muss was alle anderen ohne Mühe können, ich also nicht über meine Grenzen gehen MUSS.
      Jetzt bin ich dabei zu lernen wo meine Grenzen liegen und wie ich erkenne wie viel Energie ich noch habe - damit zusammen hängt auch das Haushalten mit der verfügbaren Energie und Strategien zu finden besser durch das Leben zu kommen.

      @Happy to be hat mir den Wechsel der Perspektive zwischen Innen- und Außensicht beigebracht.
      In der Innensicht habe ich Zugriff auf meine Gefühle, spüre die Auswirkung der Äußeren Reize. In der Außensicht sind die Reize, aber ohne "Wertung" also die gefühlten Auswirkungen.
      Es wird länger aushaltbar ohne "durchzudrehen". Das Wechseln der Pespektive ist wie ein Wechsel in eine andere Wahrnehmung. Ich bin da noch am Anfang und übe oft, aber ich sehe darin ein enormes Potential für mich.
      Auch für andere Lebenssituationen.

      Sie hat es mir in etwa so beschrieben: Setze dich auf einen Stuhl und fühle wie sich dein Po auf dem Stuhl anfühlt, dann machst du den Wechsel und fühlst den Stuhl unter deinem Po.
      Da ich meinen Körper nicht gut wahrnehmen kann brauche ich stärkere Reize, wie spitze Steine unter den Füßen.
      Da ich fast immer barfuß unterwegs bin, ist eben dies die Basis auf der ich den Perspektivwechsel übe.
      Letztes Wochenende abends am See haben mir die Stechmücken bei der Übung geholfen. In der Innensicht war mein kompletter Körper ein juckendes etwas, es war kaum auszuhalten, ich war kurz davor die Flucht zu ergreifen. In der Außensicht saßen 5 Mücken, genau lokalisierbar an verschiedenen Körperstellen und haben sich am "Buffet" bedient. Das Jucken trat komplett in den Hintergrund und war nur noch eine Art seltsames, aber unterdrückbares Gefühl in der Trennstelle (meine Haut) zwischen Innen und Außen. So konnte ich dann noch weitere Stunden dort sitzen und eine schöne erfüllende Unterhaltung führen.

      Ich wünschte Techniken wie diese wären leichter verfügbar, bzw. bekannter und hoffe noch einige mehr zu erlernen. Danke, Happy :cryforjoy:
    • @Hutmacher

      man darf auch auf dem Stuhl ein bisschen herumruckeln, um mehr zu spüren - auch das mit dem Körpergefühl ist Übungssache. aber letztendlich ist egal, was man nimmt, die #Übung wurde in Seminaren entwickelt, und da sitzen halt die meiisten, wenn sie los geht. :d
      Was die Anwendung dieser Techniik angeht, da hast mich aber voll überholt - zu Mücken kriege ich das, solange sie noch vorhanden sind, nicht so gut hin, da hilft nur jede Menge Autan :m(: :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • @Happy to be
      Danke für die Blumen(RW), aber darauf bilde ich mir jetzt mal nichts ein. Schmerz ist ein erprobtes Mittel um mich selbst zu spüren / abzulenken. Der Rest ist durchhalten, so wie sonst auch. Lieber 100 hungrige Mücken als 10 plappernde und lärmende Menschen...

      Dein Tipp es zum Si / Teil dessen zu machen hatte aber nicht wenig Anteil am Trainingserfolg. :d
    • Hutmacher wrote:

      @Happy to be
      Danke für die Blumen(RW), aber darauf bilde ich mir jetzt mal nichts ein. Schmerz ist ein erprobtes Mittel um mich selbst zu spüren / abzulenken. Der Rest ist durchhalten, so wie sonst auch. Lieber 100 hungrige Mücken als 10 plappernde und lärmende Menschen...

      Dein Tipp es zum Si / Teil dessen zu machen hatte aber nicht wenig Anteil am Trainingserfolg. :d
      :d so kann man das auch betrachten - ich mit Autan :)

      und wozu hat man denn Asperger, wenn man nicht auch für den Umgang mit Asperger das nutzt, was es zu bieten hat? :d

      Hab heute sogar die mal de Vorteile in meinem ADS gefunden - sich nebenbei eine Umnenge an Informationen und Wissen reinziehen können - ok, hat seinen Preis, aber wo kriegt man schon was umsonst? :m(: :d

      Wünsche dir eine gute Nacht :)
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • ich musste am meisten für mich lernen, wieder auf meine gefühle zu hören. denn in all den jahren ohne diagnose habe ich so viel gelernt, was ich alles "nicht darf", was "sich nicht gehört" oder sowieso "niemand will" usw... es fällt mir wirklich sehr schwer, das rechtzeitig wahrzunehmen und dann auch durchzusetzen. zuerst kommt immer automatisch die bewertung, wie es außen wirken könnte. ich hab gelernt, immer zuerst ans außen zu denken und danach erst an mich. das tut mir garnicht gut. es macht nicht nur depressiv, es raubt mir auch unglaublich viel energie, die dann für vieles andere fehlt (zu müde für den haushalt, zu müde für den nächsten punkt auf meinem plan, zu müde mich um mich selbst zu kümmern (essen, dusche ...) zu müde wäsche zu waschen, zu müde wichtige amtsdinge zu erledigen, sogar zu müde für schöne hobbys/ interessen und nur noch "bedudeln lassen"/ leichte denk-arme tätigkeiten
    • kastenfrosch wrote:

      ich musste am meisten für mich lernen, wieder auf meine gefühle zu hören. denn in all den jahren ohne diagnose habe ich so viel gelernt, was ich alles "nicht darf", was "sich nicht gehört" oder sowieso "niemand will" usw... es fällt mir wirklich sehr schwer, das rechtzeitig wahrzunehmen und dann auch durchzusetzen. zuerst kommt immer automatisch die bewertung, wie es außen wirken könnte. ich hab gelernt, immer zuerst ans außen zu denken und danach erst an mich. das tut mir garnicht gut. es macht nicht nur depressiv, es raubt mir auch unglaublich viel energie, die dann für vieles andere fehlt (zu müde für den haushalt, zu müde für den nächsten punkt auf meinem plan, zu müde mich um mich selbst zu kümmern (essen, dusche ...) zu müde wäsche zu waschen, zu müde wichtige amtsdinge zu erledigen, sogar zu müde für schöne hobbys/ interessen und nur noch "bedudeln lassen"/ leichte denk-arme tätigkeiten
      Das kenne ich von mir, konntest du deine Gefühle deuten? Das ist mein Problem welches sich vor das "auf die Gefühle hören" drängt.
      Meine Gefühle sind wie eine unbekannte eine Fremdsprache - wie bei der Mimik kann ich nur intensive Grundemotionen deuten, alles andere ist für mich
      nur ein undefinierbarer Brei. Was ich noch davon herausholen kann ist eine Tendenz gut - neutral - schlecht.
      Meist kommt ein Gefühl, hängt eine Weile in mir herum und verschwindet dann wieder bevor ich eine logische Ableitung geschafft habe :x
      Negative Gefühle sind meist hartnäckiger, aber deren Ursache ebenso oft nicht greifbar. Ich bin mir nicht einmal sicher, dass es ein negatives Gefühl ist, aber da es sich scheiße anfühlt gehe ich mal davon aus...
    • Ich merke auch immer wieder das ich mit Gefühlen oft überfordert bin, oder sie nicht deuten kann.
      Vor allem wenn mein bester Freund Probleme hat und damit zu mir kommt. Es gibt Momente, da kann ich es, aushalten und ihn zuhören.
      Aber oft merke ich auch das ich gerade kein dickes Fell habe und seine Probleme mich runterziehen.
      Was nicht gut ist da ich selber auch Depressionen habe.


      Was ich an mir immer seit nun schon einiger Zeit gemerkt habe ist gewisse, Zwänge. Das ich zum Beispiel mich auf bestimmte Weisen auf einen Stuhl setze oder bestimmte Wege gehe.
      Aber auch, körperlich. Zuckungen. Hat damit jemand hier auch Erfahrungen?

      Ich versuche sie gar nicht mehr zu Unterdrücken sondern sie, auszuleben. Weil ich merke das es sich gut anfühlt wenn ich es einfach zulasse.
      Dann setze ich mich halt etwas spezieller auf einen Stuhl, oder gehe diesen Weg auf eine bestimmte Art und Weise, oder habe halt mal einige Zuckungen.
      Stört ja niemanden und wenn, ist das nicht mein Problem. Denke ich.

      The post was edited 1 time, last by Andre ().

    • Mich hatte es völlig geschockt, als ich mit der Diagnose erfuhr, dass die ganzen Probleme, die @Andre soo gut zusammengefasst und in der Dynamil beschrieben hat, nicht nur auf Depression und Trauma beruhten, sondern auch auf den Aspie-Eigeneheiten, und wenn von diesewelche überfordert werden.

      Die Differenzierung ist gar nicht so einfach, weil es erfordert, die eigenen Gefühle in dem Brei zu erkennen und richtig "zuordnen" zu können.

      Und, wie du @Andre, richtig geschrieben hast, Verdrängung hilft nicht, ganz im Gegenteil.
      Auf der anderen Seite hab ich gemerkt, dass ich dann mir zu viel an "die Probleme anpacken" zugemutet hatte, also wieder im "Brei" landete.

      Das erste, was ich lernen musste war, mr nicht noch zusätzlich neue Probleme zu schaffen bzw die abzuschaffen, die sich abschaffen lassen. Es gint Tage, da kann ich mich auch um andere kümmern, dort zuhören, und es giibt Tage, da geht das nicht.
      Wer aber erwartet, dass ich immer bereit stehe, meine Grenzen hier nicht respektiert, da sage ich heute recht schnell "Ich kann dir nicht helfen". Sonst würde das Beschäftigen mit den Problemen des anderen für mich zu einem weiteren Problem.

      Eine andere meiner Neigungen, die Dinge zu einem "befriedigenden Ende" zu bringen, mit dem "das Problem" gelöst ist, und am besten nie wieder auftritt, und das bitte schnell und effektiv :d ,
      lässt mich Probleme, die Zeit erfodern, oder bei denen ich die Zwischenschritte noch nicht alle sehe, als wesentlich schwerer empfinden, als ein für andere objektiv scherers Problem, für das ich die Schritte kenne - und dann ja wirklich schnell und effektiv löse.

      Dieses widersprüchliche Empfinden bei "Problem", was dazu führt, dass andere denken, wenn ich die "schweren" locker löse, durften doch keine bei "einfachen" vorhanden sein, lerne ich gerade genauer kennen, und suche Wege, damit umzugehen.

      Gefühle und Bedürfnisse erkennen und differenzieren ist für sich genommen wirklich kein Aspie-Problem. Das haben viele. Aber es macht mit Asperger mehr und andere Probleme, wenn man es nicht gelernt hat bzw gerade nicht kann.
      Mir hatten vor Jahren schon die Gefühlslisten aus der gewaltfreien Kommunikation von Rosenberg geholfen, dazu gibt es jetzt etwas anders aufbereitet die
      GFK-Navigator Trilogie komplett (2019) - GFK-Navigator für Gewaltfreie Kommunikation + GFK-Navigator für Gefühle + GFK-Navigator für Bedürfnisse: (DINA4, laminiert) Karten – 25. Juli 2016
      von Samuel Cremer.


      In den Arbeitsblättern für Psychologische Praxen werden hierfür dann nur die "Tierbilder" entfernt, inhaltlich das Gleiche.
      Mir gefallen diese Bilder sehr gut, weil sie einen schnellen Überblick geben und das genauere Differenzieren noch mehr erleichtern, gerade wenn ich im "mit schwerem Rucksack im Brei" drinhänge. Was dann auch erleichtert, etwas zu finden, mit dem sich wirklich erleichtern kann.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Mich hatte es völlig geschockt, als ich mit der Diagnose erfuhr, dass die ganzen Probleme, die @Andre soo gut zusammengefasst und in der Dynamil beschrieben hat, nicht nur auf Depression und Trauma beruhten, sondern auch auf den Aspie-Eigeneheiten, und wenn von diesewelche überfordert werden.
      Traumas denke ich habe ich auch einige. Auf jedenfall auch einige Angststörungen. Obwohl ich nicht weiß ob das auch was mit dem Asperger zu tun haben könnte.
      Die Angst etwas falsch zu machen, etwas falsches zu sagen, zu enttäuschen oder etwas nicht zu schaffen.
    • @Andre
      was diese Angst angeht, ich hatte ja mal eine diagnstozierte Angststörung, bevor Asperger erkannt war
      ich könnte lernen mit der Angst umzugehen, veles ist weg, allerdings da ist ja dieser "Rest"

      Dann las ich, dass aufgrund des vielen "Unbekannt" zu dem sich eben keine übergeprdneten geeralisierbaren Routinen entwickeln, immer eine gewisse Grundangst bei Asperger besteht - nur denke ich, jetzt muss man ja nicht unbedingt auch noch angst vor deser Angst entwickeln.

      Ich versuche heute, sie als Zeichen für "zu viel Unbekannt" zu betrachten, um mir dann "Beknantes" zu suchen in der Aufgabe bzw mich langsam mit einzelnen Aspekten darin "bekannt zu machen" .

      vllt magst du auch mal in @martiennes blog reinsehen.
      Gerade aktuell diese Buchbesprechung mit erhellenden Zitaten
      autistenbloggen.wordpress.com/…n-perspektivwechsel-2019/
      auch sonst hab ich da schon so einiges gefunden, was mir "Worte gab um mir mich zu erklären" und den einen und anderen für mich hilfreichen Tipp.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".